https://queer.de/?3120
- 14. Juli 2005 2 Min.
Die Farce um Justin D. in der Mombacher Prinzengarde hat ein Ende: Der Transsexuelle verlässt den Mainzer Karnevalsverein.
Von Jürgen Friedenberg
Der Klügere gibt nach: Nach einem nicht nur in Mainz viel beachteten Streit mit dem Vorstand der Mombacher Prinzengarde verlässt der 21-jährige Justin D. nun freiwillig den Verein, dessen Trommlerkorps er als Stefanie D. jahrelang angehört hatte. Andererseits nimmt die Prinzengarde den Rauswurf des jungen Transsexuellen und den Vorwurf vereinsschädigenden Verhaltens zurück und übernimmt sämtliche Prozesskosten.
Darauf einigten sich die Kontrahenten in der Berufungsverhandlung der 3. Mainzer Zivilkammer. Der Richter hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass Justins Ausschluss aus der Prinzengarde unrechtmäßig gewesen sei, gleichzeitig dem jungen Mann aber den Rat gegeben, aus dem Verein auszutreten, in dem er "doch nicht mehr glücklich werden" könne.
Schweren Herzens stimmte Justin dem Vorschlag zu, demzufolge er auch den Vorwurf der Diskriminierung nicht mehr erheben darf. Wenige Tage zuvor hat sich der ehemalige zweite Vorsitzende der Prinzengarde vor dem Amtsgericht bei Justin offiziell für eine nicht mehr genau zu rekonstruierende Äußerung – angeblich: "Du bist kein Mensch" – entschuldigt, die weithin als diskriminierend empfunden worden war. Der Streit hatte sich vor der Fastnachtskampagne 2003 an der Ablehnung von Justins Bitte entzündet, beim Trommeln künftig eine Männeruniform tragen zu dürfen.
14. Juli 2005
Links zum Thema:
» Website der Mombacher Prinzengarde















Ganz liebe Grüße
Gundi