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"Sünde, die zum Himmel schreit"

Katholischer Bischof: "Homosexuelle Handlungen verursachen den geistlichen Tod"

Mit einer homophoben Hasstirade warnt Athanasius Schneider, deutscher Weihbischof in Kasachstan, seine Kirche vor einer Segnung lesbischer und schwuler Paare.


Fundi-Katholik mit deutschen Wurzeln: Athanasius Schneider ist seit 2011 Weihbischof im Erzbistum der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana

Athanasius Schneider, der katholische Weihbischof von Astana in Kasachstan, ist entsetzt über die vorsichtige Debatte in der Deutschen Bischofskonferenz über eine mögliche Segnung lesbischer und schwuler Paare. "Wenn Kleriker die Segnung homosexueller Beziehungen fördern, fördern sie eine Sünde, die zum Himmel schreit, und sie fördern damit eine logische Absurdität", sagte der 57-Jährige in einem Interview mit dem katholischen Portal OnePeterFive.

Die "Sünde der Sodomie" schreie zum Himmel, "weil sie die Natur und die Ordnung der menschlichen Sexualität in der gegenseitigen Ergänzung der beiden Geschlechter, wie sie von der unendlichen Weisheit Gottes erschaffen wurde, zunichtemacht, befleckt und ihr direkt widerspricht", erklärte Schneider zur Begründung. Gleichgeschlechtliche Sexualität sei "so absurd wie ein Sicherheitsgurt mit zwei Schlosszungen oder zwei Gurtschlössern" – und ebenso gefährlich: "Es wird nicht funktionieren, und in vielen Fällen wird es den Tod zur Folge haben, weil man ohne Schutz ist. Genauso verursachen homosexuelle Handlungen den geistlichen Tod, und nicht wenige Male auch den physischen Tod durch das extreme Risiko von Geschlechtskrankheiten."

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Homo-Segnung gleich Abfall vom Glauben

Katholische Priester, die sich für eine Segnung homosexueller Beziehungen einsetzen, begingen eine "schwere Sünde", warnte der Weihbischof. Diese sei sogar "noch schlimmer als die der homosexuellen Partner, die sich segnen lassen, weil sie diesen Menschen Anreize für ein Leben der fortwährenden Sünde geben und sie folglich der realen Gefahr der ewigen Verdammnis aussetzen". Erneut ließ sich Schneider zu einem markigen Vergleich hinreißen: "Die Kleriker, die homosexuelle Praktiken segnen, führen wieder eine Art von heidnischer Tempelprostitution ein. Ein solches klerikales Verhalten kommt dem Abfall vom Glauben gleich."

Athanasius Schneider wurde 2006 von Papst Benedikt XVI. zum Bischof ernannt, seit 2011 ist er Weihbischof im Erzbistum der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana. Er stammt aus einer schwarzmeerdeutschen Familie und machte sein Abitur im baden-württembergischen Rottweil. Der bekannte Fundi-Katholik, der gelegentlich auch Messen in Deutschland liest, gehörte zu den Autoren von kreuz.net. (cw)



#1 LektüreAnonym
  • 19.05.2018, 09:25h
  • So gesehen, funktioniert Zölibat auch nicht. Schlag nach bei Salomo:

    "Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet. Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den andern; / einer allein - wie soll er warm werden? Und wenn jemand einen Einzelnen auch überwältigt, / zwei sind ihm gewachsen / und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell."
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#2 Rosa SoliAnonym
#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 19.05.2018, 10:07h
  • Sodom und Gomorrha: so kann man das auch zusammen fassen, was er so daher plappert.
    Weder gefiltert noch aufgeklärt, von informiert mal ganz zu schweigen.

    Solche Äußerungen wie seine gehören verboten.
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#4 ursus
  • 19.05.2018, 10:20h
  • ich setze mal "einführung der tempelprostitution für alle katholischen priester" auf die tagesordnung für das nächste treffen der homosexuellen weltverschwörung. könnte in unsere neue weltordnung aufgenommen werden, finde ich. danke für die anregung.
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#5 Gerlinde24Profil
  • 19.05.2018, 10:20hBerlin
  • Antwort auf #3 von von_hinten_genommen
  • Dabei war die Sünde von Sodom und Gomorrah nicht Homosexualität, wie Fundis uns weismachen wollen, sondern das hier:

    Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles vollauf und guter Friede, den sie und ihre Töchter hatten; aber den Armen und Dürftigen halfen sie nicht, (Hesekiel 16: 49)

    Also Geiz, Hochmut und mangelnde Solidarität mit Gästen und Armen führten zum Untergang dieser Städte, nicht Homosexualität!
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#6 Roman BolligerAnonym
  • 19.05.2018, 10:20h
  • Soso, no so ein missionierender Katholik, welcher sich über die anderen Menschen erhebt.

    Seine katholischen Eltern tauften ihn Antonius und dachten dabei wohl nicht an den römischen Kaiser, sondern eher an einen der vielen Heiligen dieses Namens.

    Aber im weiteren Verlauf, war der Name Antonius (Bedeutung etwa: Unschätzbar) dem Herr Schneider nicht genug, es musste mehr sein, und so heisst er heute Athanasius (der Unsterbliche).

    Was kann man dazu sagen? Der Name ist Programm? Oder nomen est omen!

    Jedenfalls scheint ihm das Tragen dieses Namens gehörig in den Kopf gestiegen zu sein, und zwar dermassen, dass sich der Missionar Athanasius, unsterblich abgehoben und realitätsfremd über der Menschheit schwebend erlaubt, den Menschen ihre Zukunft, ja bis über den Tod hinaus, vorauszusagen, und daraus für sich das Recht abzuleiten, ihnen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, sogar unter ihrer Bettdecke.

    Lieber Athanasius: Dass unter Bettdecken, in Beichtstühlen und in Hinterzimmern katholischer Geistlicher seit Jahrhunderten Kinder missbraucht und seelisch getötet werden ist ein Fakt und ist ein systemimmanentes Problem der Katholischen Kirche und eine direkte Folge deren paranoiden Sexualmoral und Homophobie.
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#7 MinoAnonym
#8 habemus_plemplem
  • 19.05.2018, 10:34h
  • Was der da predigt, ist wohl weniger der Abfall als der Giftmüll vom Glauben! Kriegste auch mit 10 Kuschelkatholikentagen nicht unschädlich gemacht.
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#9 Petrus48Anonym
  • 19.05.2018, 10:47h
  • Es ist gut, wenn nunmehr in der Deutschen Bischofskonferenz der Katholiken vermehrt Bischöfe und Weihbischöfe verschiedener Bistümer sich für die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare aussprechen und stark machen wie beispielsweise Bischof Bode im Bistum Osnabrück, Bischof Ackermann im Bistum Trier, Weihbischof Schepers im Bistum Essen, ... und damit zugleich die Akzeptanz homosexueller Paare bestätigen und faktisch die Reform des Katholischen Katechismus im Bereich der homosexuellen Handlungen fordern, die nicht mehr als sündhaft bewertet werden.

    In der Katholischen Klerikerebene "tob" nunmehr eine Debatte, die bereits vor vielen Jahren in den Protestantischen/Anglikanischen/Methodistischen/Altkatholischen Kirchen begann und dort mittlerweile in vielen dieser Kirchen zugunsten kirchlicher Trauungen oder zumindest zugunsten von Segnungsgottesdiensten gewonnen wurde.

    Erst vor zwei Wochen befürwortete auch der Bischofsrat der Methodisten in Chicagogo die Erlaubnis zur Segnungsfeier und die Ordinierung verheirateter homosexueller mehtodistischer Pfarrer.

    UND so erleben wir nunmehr wie auch in der Katholischen Kirche sich die Kleriker "untereinander" regelrecht bei diesen Thema attackieren und ein Richtungsstreit ist dort nunmehr unterwegs....

    Sehr lobenswert übrigens neben dem Zentralrat der Katholiken auch der Katholische Kirchentag in Münster letzte Woche, wo ebenso die Forderung nach Segnungsgottesdiensten für verheiratete homosexuelle Paare erhoben wurde.
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#10 ursus