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Im Rathaus Charlottenburg

Magnus Hirschfelds Gästebuch aus dem französischen Exil

Eine Ausstellung in Berlin widmet sich einem aufschlussreichen kulturgeschichtlichen Dokument des deutschen Exils in Frankreich in den ersten Jahren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.


Die Ausstellung im zweiten Stock des Rathauses Charlottenburg kann zu den Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden (Bild: Michael Roggemann)

Anlässlich des 150. Geburtstags des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld am 14. Mai präsentiert die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft im Berliner Rathaus Charlottenburg eine Ausstellung zum Gästebuch, das Hirschfeld in seinem französischen Exil zwischen 1933 und 1935 führte. Das Gästebuch befindet sich heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach und ist ein aufschlussreiches kulturgeschichtliches Dokument des deutschen Exils in Frankreich in den ersten Jahren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.

In der Ausstellung wird auf rund 20 Tafeln eine kleine Auswahl der Einträge in das Gästebuch gezeigt. Die oft schwer lesbaren Eintragungen wurden transkribiert, fremdsprachige Einträge übersetzt. Beigefügt sind kurze biografische Erläuterungen zu den Personen, zu deren Beziehung zu Hirschfeld und – soweit möglich – zur Situation, in der der Eintrag entstand.

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Komplette Edition für 2019 geplant


Oberer Teil der Hirschfeld-Stele, die seit 1995 auf dem Bürgersteig gegenüber vom Rathaus Charlottenburg steht (Bild: OTFW, Berlin / wikipedia)

Eine komplette Edition des Gästebuches ist bei der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft auf der Grundlage der umfangreichen Recherchen von Dr. Marita Keilson-Lauritz für das kommende Jahr in Vorbereitung.

Die Ausstellung im zweiten Stock des Rathauses wurde am 14. Mai im Beisein von Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) eröffnet und kann noch bis zum 14. Juni montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Hirschfeld hatte von 1896 bis 1910 gegenüber des Rathauses Charlottenburg gewohnt und von dort auch den Aufbau der ersten deutschen Homosexuellenbewegung als Gründer und Vorsitzender des wissenschaftlich-humanitären Komitees (whK) vorangetrieben. Vor dem Haus Otto-Suhr-Allee 93 erinnert seit 1995 eine Stele an den Aktivisten, Arzt und Sexualwissenschaftler. (cw)



#1 ursus
  • 22.05.2018, 16:22h
  • wenn ich das sehe, ein paar bilder und endlose kleinformatierte texte bis wadenhöhe runtergeschrieben - dann knackst in gedanken schon meine bandscheibe. ich frage mich immer, weshalb man unbedingt eine "ausstellung" machen muss, wenn man keine oder kaum objekte hat und so viel wert auf viel text legt. ein typischer fall von "buch an die wand gemalt".

    aber okay, als pr-aktion für die spätere buchveröffentlichung lasse ich es mal durchgehen. eine ergänzende internet-veröffentlichung hätte vielleicht die ausstellung barrierefreier machen können.
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