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Göttingen

Lesbenfrühlingstreffen grenzt sich gegen Rechts ab

Rund 800 lesbische Frauen kamen am Wochenende zusammen, um sich auszutauschen. Sie beschlossen unter anderem, dass sie kein rechtes Gedankengut à la AfD in ihren Reihen dulden werden.


Beim Lesbenfrühlingstreffen demonstrierten am Samstag mehr als 400 Frauen in der Göttinger Innenstadt (Bild: LFT)

"Lesben, hört die Signale – Lesbenfrühling 2018 in Göttingen!" – unter diesem Motto fand am vergangenen Pfingswochenede das diesjährige Lesbenfrühlingstreffen (LFT) erstmals im niedersächsischen Göttingen statt. Lesbenfrühlingstreffen gibt es seit 1974 jedes Jahr in einer anderen Stadt. Rund 800 Lesben trafen sich bei strahlendem Pfingstwetter, diskutierten, bildeten, feierten und vernetzten sich.

Die Stadt Göttingen begrüßte das LFT in der Stadt und hisste mit den Organisatorinnen die Regenbogenfahne vor dem Neuen Rathaus. Der Stadtrat griff den Frauen sogar noch mehr unter die Arme: Kurz vor dem Beginn der Veranstaltung fasste das Parlament den Beschluss, die Abfallgebühren für die Veranstaltung zu erlassen.

Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) eröffnete als Schirmfrau am Samstagmorgen das LFT. Sie hatte entschieden, dass die Veranstaltung in den Berufsbildenden Schulen des Landkreises stattfinden darf. Das zweite Grußwort sprach Gabi Stummer vom Lesbenring.

Rechtspopulistinnen erhalten Teilnahmeverbot

Begleitet durch zwei Sambabands demonstrierten am Samstag rund 400 Teilnehmerinnen in der Göttinger Innenstadt unter dem Motto "Die Würde der Lesbe ist unantastbar" für ihr Recht auf Freiheit, Würde und Anerkennung weltweit. Konkret beschloss dazu das Abschlussplenum, zukünftig nicht nur wie bisher Faschistinnen, sondern auch Rechtsextremistinnen und Rechtspopulistinnen ausdrücklich die Teilnahme am LFT zu untersagen. Außerdem bildete sich ein neues Netzwerk "Lesben gegen rechts".

Tagsüber genossen die Teilnehmerinnen in den Berufsbildenden Schulen das reichhaltige Tagesprogramm mit rund 70 Workshops, Vorträgen, Lesungen, Filmen und Konzerten zu Themen aus Politik, lesbisch-feministischer Geschichte und aktuellen Fragestellungen. Auch Sport, Bewegung Tanz und sogar Clownerie standen auf dem Programm. In den Fluren der Schule bildete die für das LFT konzipierte Ausstellung lesbischer Künstlerinnen "Was uns bewegt" einen Rahmen.

Im Kulturhaus Musa wurde abends gefeiert: am Freitagabend gab es Kabarett mit Kordula Völker und Disco mit DJane Ajana auf der "LFT meets Göttingen"-Willkommensparty. Am Samstag folgten ein Kabarett von Sunna Huygen und die Schweizer Kultband Les Reines Prochaines, später feierten Lesben und ihre Freundinnen zur Musik von DJane Ilka. Am Sonntag spielte Lorraine Jordan Celtic Folk. Außerdem dabei: das RhythMusiKabarett von A-Quadrat sowie die DJanes Eléni und Gabi.

Rund 20 Lesben aus Göttingen und aus anderen deutschen Städten hatten das Treffen ein ganzes Jahr lang geplant und ehrenamtlich organisiert. Auch in diesem Jahr setzten sie auf Solidarität: Alle Kosten wurden unter allen geteilt. Jede zahlte den Preis, den sie sich leisten konnte. Dass das LFT für bewegungseingeschränkte Lesben unproblematisch zugänglich ist und Gebärdensprachdolmetscherinnen das Programm begleiten, gehört inzwischen zur Tradition.

Warum ist ein Lesbentreffen 2018 noch notwendig? Die Programmmitverantwortliche Susanne Bischoff antwortete so: "Auf dem LFT begegnen wir uns fernab der sozialen Medien und können unsere Differenzen feiern. Daraus wächst gegenseitiges Verständnis und Solidarität."

Nächste Treffen in Köln und Lüneburg

Nächstes Jahr zu Pfingsten kommt das LFT in die rheinische Metropole Köln. Für 2020 findet sich gerade ein Organisatorinnenteam in der Hansestadt Lüneburg bei Hamburg. In beiden Städten werden Mitorganisatorinnen gesucht. (pm/cw)



#1 sehr gutAnonym
#2 Petrus48Anonym
  • 24.05.2018, 17:52h
  • Antwort auf #1 von sehr gut
  • Na da habt Ihr einiges zu "leisten", denn mit Alice Weidel habt ihr eine offen bekennende Lesbe, die in einer Regenbogenfamilie lebt. an der Spitze der AfD !

    Mich freut an der AfD als Einziges NUR, das diese Partei wie eine Art Staubsauger die homophob motivierten Politiker wie Erika Steinbach, Martin Hohmann, Hedwig von Beverfoerde, usw. aus den rechten Rand der CDU "rausgesogen" hat, das macht die CDU LSBTI-freundlicher, wie die Abstimmung im Bundestag zu Ehe für alle dokumentiert hat; es stimmten 75 konservativ-christliche Unionspolitiker der Ehe für alle zu.

    Dadurch haben wir nunmehr mit Grünen, FDP, Linkspartei, SPD und CDU fünf LSBTI-freundliche Parteien im Bundestag, die bayrische CSU ist so eine "Mischung", aber eine Partei mit der AfD, die LSBTI-feindlich ist.
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#3 Nicht vielAnonym
  • 24.05.2018, 19:40h
  • Antwort auf #2 von Petrus48
  • Ich habe gerade mal nachgeschlagen, im letzten Bundestag saßen 309 CDU/CSU-Abgeordnete. 75 von ihnen (knapp 25%) stimmten für die Eheöffnung. Die CDU/CSU als LGBTI-freundlich zu bezeichnen, finde ich von daher etwas sehr optimistisch.
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#4 TheDadProfil
  • 25.05.2018, 23:26hHannover
  • Antwort auf #2 von Petrus48
  • ""Na da habt Ihr einiges zu "leisten", denn mit Alice Weidel habt ihr eine offen bekennende Lesbe, die in einer Regenbogenfamilie lebt. an der Spitze der AfD !""..

    Äh ?
    Mit Dir haben wir auch so einen "besonderen Menschen mitten unter uns"..

    Die Community kann nun wirklich nichts dafür wenn sich Leute wie diese Frau Weidel zu ihrer "Homosexualität bekennen"..

    DU kannst aber etwas dafür die gleiche Sprache zu nutzen wie diese Faschisten !

    Und das macht dich dann am Ende noch ein kleines bisschen mehr Scheiße als diese (von Dir, und nicht von der Partei !) instrumentalisierte Frau Weidel..
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