Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31235

"Augen auf!"

Papst bekräftigt Homo-Verbot unter Priesterschülern

Falls nur der Verdacht auf Homosexualität aufkomme, müssten Priesteranwärter gefeuert werden – diese Maxime soll Franziskus italienischen Bischöfen eingebläut haben.


Gegenüber Homosexuellen benutzt Papst Franziskus offenbar das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche – jetzt wird wieder mal gepeitscht (Bild: Long Thiên / flickr)

Papst Franziskus hat nach Angaben der italienischen Tageszeitung "La Stampa" Anfang der Woche die Bischöfe aus Italien vor homosexuellen Männern in Priesterseminaren gewarnt. Bei der Frühjahrsversammlung der italienischen Bischofskonferenz soll der Pontifex hinter verschlossenen Türen gesagt haben: "Achtung bei der Aufnahme in die Seminare: Augen auf". Wer auch nur "den geringsten Zweifel" an der Heterosexualität eines Bewerbers habe, sollte ihn "nicht eintreten lassen", forderte Franziskus. "Im Zweifel ist es besser, wenn [solche Personen] nicht in Seminare eintreten."

Das Oberhaupt der katholischen Kirche zeigte sich zwar besorgt über den Rückgang von Teilnehmern an Priesterseminaren. Die Bischöfe sollten aber trotzdem eher auf Qualität als auch Quantität achten, heißt es im Bericht von "La Stampa" – als Beispiel für mangelnde Qualität habe der 81-Jährige Homosexuelle genannt.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Hü und Hott beim Thema Homosexualität

Erst am Wochenende hatte eine angeblich homosexuellenfreundliche Aussage des Papstes weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Der Chilene Juan Carlos Cruz, der als Kind Opfer von Missbrauch durch einen Priester geworden war und deshalb eine Audienz beim Papst erhalten hatte, behauptete in einem am Samstag veröffentlichten Interview, der Papst habe ihm in einer Audienz gesagt, dass Gott ihn schwul gemacht habe und das so in Ordnung sei (queer.de berichtete).

Zu den angeblichen Aussagen gegenüber Cruz und den Bischöfen äußerte sich der Vatikan – wie bei Gesprächen des Papstes hinter verschlossenen Türen üblich – nicht.

Vatikanische Richtlinien enthalten Homo-Verbot

Die Warnung vor homosexuellen Priestern entspricht den vatikanischen Richtlinien gegenüber Priesterschülern, die erst Ende 2016 unter Franziskus erneuert wurden. Darin wird selbst nicht ausgelebte Homosexualität als Ausschlussgrund für das Priesteramt genannt. Gleich nach den Themenbereichen "physische Gesundheit" und "psychische Gesundheit" wird das Thema "Personen mit homosexuellen Tendenzen" behandelt. Erst danach wird in dem Dokument über "Schutz der Minderjährigen" gesprochen (queer.de berichtete).

Franziskus hat in den letzten Jahren – trotz seines liberalen Images nach seiner "Wer bin ich, über ihn zu richten?"-Aussage im Jahr 2013 – wiederholt Stimmung gegen Homosexuelle gemacht und in mehreren Ländern Gesetzesinitiativen zur Gleichbehandlung sexueller Minderheiten torpediert. So beklagte er mit Blick auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen den angeblichen "Weltkrieg" gegen die Hetero-Ehe oder behauptete gegenüber Journalisten, dass Homosexualität "kein Grund zum Jubeln" sei. (dk)



#1 daVinci6667
  • 25.05.2018, 11:04h
  • Schwule sind also verboten. Ein Witz angesichts der Tatsache wie viele Schrankschwestern und angeblich "Geheilte" es in dieser Sekte gibt. Was aus dem Artikel nicht hervorgeht, sind Pädophilie eigentlich dort auch verboten? Der RKK wäre zuzutrauen dass dies nicht so ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AFD-WatchAnonym
#3 HinnerkAnonym
  • 25.05.2018, 11:31h
  • Das sieht man wieder mal, dass der Marketingchef dieses menschenverachtenden Konzerns in der Öffentlichkeit gerne Kreide frisst, aber hinter den Kulissen ganz anders spricht.

    Die Kinderschänder-Sekte wird sich niemals ändern...

    Gegen Hassprediger hilft nur eines: Kirchenaustritt.

    www.kirchenaustritt.de/

    Religion ist das Asyl der Dummen."
    (Spinoza)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 schwarzerkater
#5 FinnAnonym
  • 25.05.2018, 12:10h
  • Heute so, morgen so.

    Die reden immer gerade so, wie es gerade taktisch für deren Ziele am klügsten ist.

    Wie bei jeder Religion geht es nur um Macht, Bevormundung, Unterdrückung und das Schüren von Hass.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Alex AndersAnonym
  • 25.05.2018, 13:30h
  • Antwort auf #5 von Finn
  • Nein, das ist KEIN vatikanischer Zickzackkurs.

    Wer Bergoglios Äußerungen zu Homosexualität über die Jahre nicht nur wunschdenkend, sondern mit- und nachdenkend liest, erkennt, dass Bergoglio sich durchweg schwulenfeindlich äußert, frei nach dem Motto: Liebe den Sünder, aber hasse die Sünde. Nur ein keusches und römisch-katholisch betendes Homoschaf ist für Bergoglio ein guter Schwuler.

    Dass er zu wenig bis nichts Ernsthaftes gegen die pädo- und ephebophilen Kinderfickerpriester tut, die ihm unterstehen, macht das Ganze natürlich noch schlimmer.

    www.kirchenaustritt.de
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Danny387Profil
  • 25.05.2018, 17:02hMannheim
  • Wenn die keine Schwulen als Priester aufnehmen, haben sie bald überhaupt keine mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 easykeyProfil
  • 25.05.2018, 18:17hLudwigsburg
  • Durch zeitweiiges, abwechselndes Blinken kann man einen seit rund 2000 Jahren im Dreck steckenden Karren nicht auf die rechte Spur bringen.
    In diesem Verein wird sich auch in den nächsten 2000 Jahren nichts Grundlegendes ändern, damit würden sie ihr Geschäftsmodell auflösen....und das funktioniert ja recht profitabel.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 kuesschen11Profil
  • 25.05.2018, 20:00hFrankfurt/Main
  • Daher: Traue keinem Papst, auch nicht Franziskus. Er lügt Toleranz und Respektieren jedem LGBTTIQ ins Gesicht.

    Er fordert in seinen eigenen Priesterreihen Anti-Homosexualität und weiss wie unrealistisch das ist. Homosexualität gibt es genau so unter seinen Schäfchen.

    Die Missbrauchsfälle in den vielen Bistümern werden geschickt vertuscht oder ignoriert. Da sollte der Papst mal besser reagieren.

    Kein junger Mensch sollte heute in so einem ausgrenzenden und verachtenden Verein mit Unterwerfungsanspruch noch Priester werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 swimniAnonym
  • 25.05.2018, 21:55h
  • das ist eine unredliche verwirrungstaktik, ein sehr beliebtes systematisches spiel des Katholizismus. es hat sich bestens bewährt, indem so die schäflein stets gegeneinander ausgespielt werden können. Nächstenliebe nennt man das wohl...
  • Antworten » | Direktlink »