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"Star Trek"-Star

Große Zweifel an Missbrauchsvorwürfen gegen George Takei

Im Rahmen der #MeToo-Debatte war auch der legendäre "Star Trek"-Darsteller von einem Mann eines sexuellen Übergriffs beschuldigt worden. Doch das angebliche Opfer verwickelte sich in Widersprüche.


George Takei spielte auch im 2007 veröffentlichten Fanfilm "Star Trek New Voyages – World Enough and Time" mit

Vor einem guten halben Jahr hatte ein Mann aus Oregon dem 81-jährigen Schauspieler George Takei vorgeworfen, ihn in den frühen Achtzigerjahren betäubt und begrapscht zu haben – der Darsteller von Hikaru Sulu in der "Star Trek"-Fernseh- und Filmserie wies die Vorwürfe entschieden zurück (queer.de berichtete). Neue Berichte legen jetzt nahe, dass an den Anschuldigungen nicht viel dran ist.

Am vergangenen Donnerstag hatte das New Yorker Online-Magazin "Observer" berichtet, dass das frühere Model Scott Brunton seine Geschichte über den angeblichen sexuellen Missbrauch durch Takei geändert habe. Auf Ungereimtheiten angesprochen, erklärte der Mann, er könne sich nicht konkret an Übergriffe durch den Schauspieler erinnern. Außerdem habe der inzwischen 60-Jährige weitere Unstimmigkeiten zugegeben.

Brunton hatte Takei vorgeworfen, er habe im Jahre 1981 versucht, sich an ihm zu vergehen. Der damals 44-jährige Schauspieler soll den 23-Jährigen zu sich nach Hause eingeladen und ihm einen Drink gegeben haben, der K.o.-Tropfen enthalten haben soll. Danach habe Takei ihn teilweise entkleidet. Der Beschuldiger gab an, dass er noch rechtzeitig aufgewacht sei und fliehen konnte.

Laut dem "Observer" kann sich diese Geschichte so nicht abgespielt haben, da Brunton mit den Anfang der Achtzigerjahre erhältlichen K.o.-Tropfen laut einem Experten nicht wieder so schnell aufgewacht wäre, wie er behauptet hatte.

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Takei: "Bin glücklich, dass dieser Albtraum dem Ende zugeht"

Nach der Veröffentlichung des "Observer"-Artikels zeigte sich Takei am Freitag erleichtert. Auf Facebook erinnerte der Schauspieler an die "schwierige Zeit für mich und meinen Ehemann Brad, als wir uns mit den Auswirkungen dieser Anschuldigungen beschäftigen mussten". Er sei sehr glücklich, "dass dieser Albtraum endlich dem Ende zugeht". Takei wiederholte, dass er sich nicht an Brunton erinnern könne. Er verstehe jedoch die Berichterstattung, da die #MeToo-Debatte "sehr wichtig" für die Gesellschaft sei. Seinem Beschuldiger hat Takei vergeben: "Ich wünsche ihm Frieden."

Anders als bei vielen anderen Beschuldigten im Zuge der #MeToo-Debatte hatte niemand anderes Vorwürfe gegen Takei erhoben.

As many of you know, this has been a very difficult period for myself and my husband Brad as we have dealt with the…

Gepostet von George Takei am Freitag, 25. Mai 2018
Facebook / George Takei | Der gesamte Facebook-Eintrag von George Takei

Am Tag nach der Veröffentlichung dementierte Brunton in der Zeitung "The Oregonian" allerdings, dass er seine Geschichte verändert habe. Er sei "geschockt" über die Interpretation in dem "Observer"-Artikel.

Takei hatte sich erst 2005 als schwul geoutet – damals war er bereits 68 Jahre alt (queer.de berichtete). Seit seinem Coming-out engagiert sich Takei lautstark für die Rechte von LGBTI und anderer Minderheiten. Er sprach auch ausführlich darüber, dass er mit seinen Eltern vom fünften bis achten Lebensjahr in ein Internierungslager für japanischstämmige Personen gesteckt worden war – die US-Regierung hatte die Lager nach dem Angriff Japans eingerichtet; in diese wurden sogar Amerikaner mit japanischen Wurzeln zwangsweise umgesiedelt.

Politische Gegner von Takei hatten sich die Vorwürfe in den vergangenen Monaten zunutze gemacht, um gegen den Schauspieler zu polemisieren. Nachdem Takei im Dezember letzten Jahres etwa den US-Präsidenten kritisiert hatte, erklärte dessen Sohn Donald Trump Jr. auf Twitter: "Du liegst wieder falsch, Georgie. Ich denke, du hast etwas mehr Zeit dafür, Fakenews zu lesen, da es jetzt etwas schwieriger ist, Kinder mit Alkohol gefügig zu machen und sich an ihnen zu vergreifen. Du weißt schon, mit all den zusätzlichen prüfenden Blicken."



#1 NielsAnonym
  • 28.05.2018, 17:32h
  • In meinen Augen sind Falschbeschuldiger genauso schlimm wie vergewaltiger. Dieser Mann gehört ins Gefängnis.
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#2 Patroklos
  • 28.05.2018, 20:32h
  • Der Mann, der Herrn Takei beschuldigte, verstrickt sich in Widersprüche und damit fällt seine Anklage gegen Star-Trek-Schauspieler wie ein Kartenhaus in sich zusammen!
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#3 herve64Ehemaliges Profil
#4 LillyComptonAnonym
  • 29.05.2018, 01:40h
  • Antwort auf #3 von herve64
  • Mr. Takei weiß das diese Vorkommnisse noch lange kein Grund sind MeToo als ganzes zu entwerten und versteht sehr gut warum MeToo wichtig ist.

    Im gegensatz zu den meisten männlichen Kommentaren versteht er das die Community nicht nur aus männern besteht.
    Queer heißt von der norm abweichend. Und meint ALLE!

    Er ist halt der einzige schwule Mann der es geschafft hat mir als lesbe mut für den Alltag zu geben um das durchzustehen was mich täglich erwartet.

    Nehmt euch ein beispiel an Captain Sulu von der U.S.S Excelsior NCC 1000.
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#5 Gerlinde24Profil
  • 29.05.2018, 04:53hBerlin
  • Gute Reaktion von George Takei! Es zeigt, dass er die #Metoo-Debatte für wichtig hält, und vergibt großzügig dem jungen Mann, der auf die Schnelle viel Geld machen wollte.
    Die Debatte ist längst überfällig und wichtig, aber zeigt auch, dass man nicht vorschnell verurteilen soll, wie Donald Trump Junior.
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#6 herve64Ehemaliges Profil
#7 herve64Ehemaliges Profil
#8 TheDadProfil
  • 29.05.2018, 11:18hHannover
  • Antwort auf #4 von LillyCompton
  • ""Im gegensatz zu den meisten männlichen Kommentaren versteht er das die Community nicht nur aus männern besteht.""..

    Grundsätzlich hast Du Recht..

    Trotzdem ist diese Einschätzung "männlicher Kommentare" (was ist denn das eigentlich ?)
    despektierlich !
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#9 NielsAnonym
  • 29.05.2018, 17:10h
  • Antwort auf #4 von LillyCompton
  • Wieso musst du hieraus wieder ein mann-frau-ding machen? Zu viel Mario Barth geschaut? Auch Männer werden Opfer sexueller Gewalt und auch Männer sind Falschbeschuldiger. Das hat mit dem Geschlecht nichts zu tun. Dennoch sollte ein/e Falschbeschuldiger/in meines Erachtens lange ins Gefängnis, denn er/sie trägt dazu bei, dass echte Opfer weniger ernst genommen werden. Seit #metoo ist die Glaubwürdigkeit echter Vergewaltigungsopfer auf einem historischen Tiefstand.

    Und was erwartet dich bitte als Lesbe bitte "täglich"? Du willst doch nicht allen ernstes behaupten, du würdest täglich sexuell belästigt werden?
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#10 Homonklin44Profil
  • 29.05.2018, 20:40hTauroa Point
  • Bei ihm habe ich dasGefühl gehabt, dass es ein Falschanschuldiger ist. Aber das hatte ich auch bei Tambor .. auf Gefühle kann man sich nicht immer verlassen. Bei Cosby bin ich mir eher sicher. Es hätte mich allerdings erheblich gewundert, wenn da bei Takei was dran gewesen wäre.
    Leider gibt es genug Geldgierige, die auch gestört genug im Kopf sind, um solche Falschanschuldigungen zu kontruieren, der Mensch hat eine große Kunst beim Lügen und Zurechtfrisieren von Ideen. Wir sehen es tagein tagaus bei Knilchens Kirchensohn und FlegelhAfD ...
    Siehe auch, was bei Karl Dall so lief, auch da war es so eine psychisch offenbar gestörte Anklägerin.

    Das Schwierige ist es, dazwischen zu trennen, dafür braucht es viel Information und Menschenkenntnis aus professionellen Urteilen.

    Dieser Trump Junior scheint als Ekel wohl in die Fußstapfen des Vaters zu steigen- Mit einem so sexistischen Vater sollte er das Maul nicht zu voll nehmen. Vielleicht fällt er eines Tages drauf.
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