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Positionspapier vorgestellt
Seniorentag: Ältere Lesben und Schwule fordern gesellschaftliche Teilhabe
Die Verbände von älteren Schwulen und Lesben fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe für die 800.000 Homosexuellen über 65 in Deutschland. Unterstützung kommt von Ex-SPD-Chef Franz Müntefering.

Franz Müntefering (5.v.l.) und Klaus Nierhoff (3.v.r.) mit Vertretern älterer Schwuler und Lesben auf dem Deutschen Seniorentag (Bild: BISS e.V.)
- 29. Mai 2018, 14:29h 2 Min.
Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e.V. (BISS) und der Dachverband Lesben und Alter e.V. haben am Dienstag auf dem Deutschen Seniorentag in Dortmund ein Positionspapier vorgestellt, in dem sie mehr Engagement für eine diskriminierungsfreie gesellschaftliche Teilhabe älterer Homosexueller fordern. Unterstützt wurden sie dabei von Franz Müntefering, der mehrere Jahre Fraktions- und Parteivorsitzender der Sozialdemokraten war. Müntefering ist seit Herbst 2015 Chef der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), der über 100 Verbände im Bereich der Seniorenarbeit angehören.
"Lesben und Schwule sind beim Deutschen Seniorentag in Dortmund mit dabei. Sie mischen sich ein und machen mit. Ich danke dem Dachverband Lesben und Alter und der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren für ihr Engagement", erklärte Müntefering.
Bessere Rahmenbedingungen für diskriminierungsfreies Altern gefordert
In dem Positionspapier rufen die beiden Verbände für ältere Homosexuelle die Verantwortlichen in Seniorenpolitik und Seniorenarbeit auf, an besseren Rahmenbedingungen für ein diskriminierungsfreies Altern von Lesben und Schwulen mitzuarbeiten. Wohlfahrtsorganisationen müssten daher besser mit LGBTI-Gruppen zusammenarbeiten. In der Seniorenarbeit müssten schwule Senioren und lesbische Seniorinnen "zielgruppenspezifisch" berücksichtigt werden, ebenso wie in der kommunalen Sozialplanung. Außerdem müssten Wohlfahrtsorganisationen für die Zielgruppe der älteren Lesben und Schwulen sensibilisiert werden. Auch die Landes- und Bundespolitik müsse diese Gruppe spezifisch fördern – so könne Diskriminierung im Alter abgebaut und das Engagement älterer Lesben und Schwuler in der Seniorenpolitik gefördert werden. Derzeit hätten insbesondere "heterosexuell lebende Menschen über 60 Jahre" nur wenig Erfahrung im Umgang mit Lesben und Schwulen.
Zu den Unterstützern dieser Projekte gehört auch "Lindenstraßen"-Schauspieler Klaus Nierhoff. Er würdigte auf dem Seniorentag die Leistungen der betroffenen Generation: "Die Generation der älteren Schwulen und Lesben, die sich seit den Zeiten der Frauen- und Schwulenbewegung für Gleichberechtigung einsetzt, steht für ein selbstbestimmtes, würdiges Bild des Altern. Darauf können wir stolz sein!" (pm/cw)
Großer Andrang bei der Veröffentlichung unseres Positionspapiers "Ältere Lesben und Schwule fordern gesellschaftliche…
Gepostet von Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren am Dienstag, 29. Mai 2018
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Das ist wohl eine Frage des Wollens. Man kann Leute nicht dazu drängen, Umgang zu suchen, die ihn nicht wollen. Und in unserer neuen, selektiven Afd- und Sonderbesorgten aller art-Zeit sind das sicher eine ganze Menge leute, die zum nicht Wollen auch noch angestachelt werden.
Bei Jüngeren kriegt man hin und wieder das Gefühl, dass das nicht Wollen durch Entnervtsein ersetzbar ist. Die regen sich in Portalen oft über Ansprache durch Ältere auf.
Formen eines Umgangs durch den Nicht-Umgang kann man diskriminierend empfinden, einige sind aber einfach naturgemäß bedingt.
Unterschiedliche Interessenlagen und Lebenswelten führen dazu.
Ähnlich, wie Altersarmut und Grundsicherung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stark eingrenzen, und man etwa die obdachlosen Lesben und Schwulen als unsichtbar nehmen kann. Wann wird über diese je irgendwo berichtet? Schon dieses Tröpfchen an Teilhabe wird dem verwehrt, wer dem Kapitalismus keinen Tribut zollen kann.