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Positionspapier vorgestellt

Seniorentag: Ältere Lesben und Schwule fordern gesellschaftliche Teilhabe

Die Verbände von älteren Schwulen und Lesben fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe für die 800.000 Homosexuellen über 65 in Deutschland. Unterstützung kommt von Ex-SPD-Chef Franz Müntefering.


Franz Müntefering (5.v.l.) und Klaus Nierhoff (3.v.r.) mit Vertretern älterer Schwuler und Lesben auf dem Deutschen Seniorentag (Bild: BISS e.V.)

Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e.V. (BISS) und der Dachverband Lesben und Alter e.V. haben am Dienstag auf dem Deutschen Seniorentag in Dortmund ein Positionspapier vorgestellt, in dem sie mehr Engagement für eine diskriminierungsfreie gesellschaftliche Teilhabe älterer Homosexueller fordern. Unterstützt wurden sie dabei von Franz Müntefering, der mehrere Jahre Fraktions- und Parteivorsitzender der Sozialdemokraten war. Müntefering ist seit Herbst 2015 Chef der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), der über 100 Verbände im Bereich der Seniorenarbeit angehören.

"Lesben und Schwule sind beim Deutschen Seniorentag in Dortmund mit dabei. Sie mischen sich ein und machen mit. Ich danke dem Dachverband Lesben und Alter und der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren für ihr Engagement", erklärte Müntefering.

Bessere Rahmenbedingungen für diskriminierungsfreies Altern gefordert

In dem Positionspapier rufen die beiden Verbände für ältere Homosexuelle die Verantwortlichen in Seniorenpolitik und Seniorenarbeit auf, an besseren Rahmenbedingungen für ein diskriminierungsfreies Altern von Lesben und Schwulen mitzuarbeiten. Wohlfahrtsorganisationen müssten daher besser mit LGBTI-Gruppen zusammenarbeiten. In der Seniorenarbeit müssten schwule Senioren und lesbische Seniorinnen "zielgruppenspezifisch" berücksichtigt werden, ebenso wie in der kommunalen Sozialplanung. Außerdem müssten Wohlfahrtsorganisationen für die Zielgruppe der älteren Lesben und Schwulen sensibilisiert werden. Auch die Landes- und Bundespolitik müsse diese Gruppe spezifisch fördern – so könne Diskriminierung im Alter abgebaut und das Engagement älterer Lesben und Schwuler in der Seniorenpolitik gefördert werden. Derzeit hätten insbesondere "heterosexuell lebende Menschen über 60 Jahre" nur wenig Erfahrung im Umgang mit Lesben und Schwulen.

Zu den Unterstützern dieser Projekte gehört auch "Lindenstraßen"-Schauspieler Klaus Nierhoff. Er würdigte auf dem Seniorentag die Leistungen der betroffenen Generation: "Die Generation der älteren Schwulen und Lesben, die sich seit den Zeiten der Frauen- und Schwulenbewegung für Gleichberechtigung einsetzt, steht für ein selbstbestimmtes, würdiges Bild des Altern. Darauf können wir stolz sein!" (pm/cw)

Großer Andrang bei der Veröffentlichung unseres Positionspapiers "Ältere Lesben und Schwule fordern gesellschaftliche…

Gepostet von Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren am Dienstag, 29. Mai 2018
Facebook / Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren



#1 Homonklin44Profil
  • 29.05.2018, 19:13hTauroa Point
  • "" Derzeit hätten insbesondere "heterosexuell lebende Menschen über 60 Jahre" nur wenig Erfahrung im Umgang mit Lesben und Schwulen.""

    Das ist wohl eine Frage des Wollens. Man kann Leute nicht dazu drängen, Umgang zu suchen, die ihn nicht wollen. Und in unserer neuen, selektiven Afd- und Sonderbesorgten aller art-Zeit sind das sicher eine ganze Menge leute, die zum nicht Wollen auch noch angestachelt werden.

    Bei Jüngeren kriegt man hin und wieder das Gefühl, dass das nicht Wollen durch Entnervtsein ersetzbar ist. Die regen sich in Portalen oft über Ansprache durch Ältere auf.
    Formen eines Umgangs durch den Nicht-Umgang kann man diskriminierend empfinden, einige sind aber einfach naturgemäß bedingt.

    Unterschiedliche Interessenlagen und Lebenswelten führen dazu.
    Ähnlich, wie Altersarmut und Grundsicherung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stark eingrenzen, und man etwa die obdachlosen Lesben und Schwulen als unsichtbar nehmen kann. Wann wird über diese je irgendwo berichtet? Schon dieses Tröpfchen an Teilhabe wird dem verwehrt, wer dem Kapitalismus keinen Tribut zollen kann.
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#2 LandpomeranzeAnonym
  • 29.05.2018, 20:04h
  • Leider ist BISS ein Verband von Gruppen. Es gibt keine Möglichkeit, als Einzelperson Mitglied zu werden. Man müsste erst Mitglied in einer der Gruppen oder einem der Vereine werden. Für einkommensschwache Ältere, die 100km von der nächsten Großstadt entfernt wohnen, fällt diese Art der gesellschaftlichen Teilhabe also schon mal komplett weg. Schade, dass es keine Organisation gibt, bei der man auch als nicht begüterter älterer Mensch mitmachen oder Mitglied werden kann. Heute ist es ja nicht mehr so, dass die Leute nur zu realen Treffen gehen würden - manche Ältere können mit dem Internet durchaus umgehen und würden sich über eine Möglichkeit freuen, besser an Informationen zu kommen und sich einbringen zu können.
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#3 BISSAnonym
#4 LandpomeranzeAnonym
  • 30.05.2018, 14:28h
  • Antwort auf #3 von BISS
  • Hallo, vielen Dank für die Antwort.
    Eine Fördermitgliedschaft ist aber ja keine echte Mitgliedschaft und beschränkt sich i.d.R. nur auf finanzielle Zuwendungen, wohingegen echte Mitgliedschaften i.d.R. auch ein Mitmachen und Mitreden beinhalten. Auch steht an der Stelle "Mitglied werden" nichts über die zu zahlenden Beiträge. Gibt es da evtl. eine Staffelung nach Einkommen? Warum muss man dazu erst eine Anfrage stellen - weshalb steht das nicht gleich auf der entsprechenden Seite? Am besten sowohl über die "Rechte" innerhalb einer Fördermitgliedschaft (im Gegensatz zur Vollmitgliedschaft) als auch über die Höhe der Beiträge?

    www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/foerdermitglieder.htm
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