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Homophober Übergriff

Berlin: Schwuler mit Messer bedroht

Die Hauptstadtpolizei nahm zwei Jugendliche fest, nachdem offenbar aus Homosexuellen-Hass zwei Männer beleidigt worden waren – einer von ihnen wurde sogar mit einem Messer bedroht.


Die Polizei musste wieder in einem mutmaßlichen Hassverbrechen eingreifen (Bild: flickr / Maik Meid / by 2.0)

Zwei Jugendliche haben am Dienstagabend ein schwules Paar im Berliner Ortsteil Alt-Treptow beleidigt und mit einem Messer bedroht. Das teilte die Berliner Polizei am Mittwoch mit. Demnach soll gegen 20.30 Uhr eine Gruppe von vier Jugendlichen das Paar im Treptower Park angesprochen haben. Laut Zeugenaussagen beleidigte ein 15-Jähriger aus der Gruppe heraus die beiden Männer homophob. Als einer der Beleidigten die Jugendlichen bat, sie in Ruhe zu lassen, habe der 15-Jährige den 34-jährigen Mann geschubst und bedroht.

Danach seien die Jugendlichen in verschiedene Richtungen geflüchtet. Der 34-Jährige habe den 15-jährigen Pöbler verfolgen wollen und sei zunächst von einem 17-Jährigen daran gehindert worden. Er habe die Verfolgung aber trotzdem fortgesetzt. Der 15-Jährige soll den Mann daraufhin ein Taschenmesser gezeigt und ihn damit bedroht haben.

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Täter noch in Tatortnähe festgenommen

Die beiden mutmaßlichen Täter konnten mit Hilfe von Zeugenhinweisen von den zum Ort alarmierten Polizisten in Tatortnähe festgenommen und in eine Gefangenensammelstelle gebracht werden. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurden sie wieder entlassen. Die Polizei machte keine weiteren Angaben zur Identität der Jugendlichen.

Die Ermittlungen übernahm – wie in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Erst vor wenigen Tagen berichtete die Berliner Polizei bereits von einem offenbar homophob motivierten Übergriff im benachbarten Ortsteil Neukölln: Zwei Männer seien demnach aus einer Gruppe heraus beleidigt und mit Steinen beworfen worden. Die Beamten konnten einen 18-jährigen mutmaßlichen Täter festnehmen (queer.de berichtete).

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Laut einer vorläufigen Polizeistatistik kam es im letzten Jahr in der Hauptstadt zu insgesamt 161 angezeigten Taten im Bereich "sexuelle Orientierung".

Das Überfalltelefon Maneo kam in seiner vor wenigen Tagen vorgestellten eigenen Statistik für das letzte Jahr sogar auf 324 Fälle mit homo- oder transphobem Hintergrund, was einen Anstieg von zwölf Prozent bedeuten würde (queer.de berichtete). (dk/pm)



#1 MatsAnonym
  • 30.05.2018, 16:35h
  • Jeder einzelne dieser Fälle ist ein Skandal für ein angeblich zivilisiertes Land.

    Und genauso skandalös finde ich, dass die Politik da nicht aktiv wird.

    Erstens müsste man ganz deutlich öffentlich sagen, dass man sowas nicht toleriert. Aber dann müssten natürlich auch konkrete Maßnahmen getroffen werden: mehr Aufklärung, nationaler Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, einige ausstehende rechtliche Maßnahmen, etc.

    Wenn solche Taten schon in Berlin fast täglich geschehen, will ich gar nicht wissen, wie es deutschlandweit aussieht, was ja leider dank Union und SPD nicht erfasst wird. Das sollte eigentlich ein Weckruf für jede Regierung sein. Aber Angela Merkel regiert Deutschland weiterhin ins Koma und die SPD nickt weiterhin brav alles ab.
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#2 seb1983
  • 30.05.2018, 19:43h
  • Antwort auf #1 von Mats
  • Berlin schlägt in allen sozideografischen Kennzahlen extrem nach unten aus.
    Gewalt in allen Farben und Formen ist dort viel alltäglicher als in anderen Städten. Die Ergebnisse von Rütli Schule und Parallelgesellschaften bekommen dann auch Schwule ab.
    So werden Jugendliche in Stuttgart oder München weitaus seltener Messer in der Tasche haben.

    Klar, dafür gibts mehr Saunen und Bareback Partys, aber sicherer lebt man sowohl als Schwuler wie auch als Durchschnittsbürger in anderen Städten.
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#3 TheDadProfil
  • 30.05.2018, 21:52hHannover
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • ""Gewalt in allen Farben und Formen ist dort viel alltäglicher als in anderen Städten.""..

    ""Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht.""..

    Was genau hast auch Du an der Aussage unter inzwischen jedem Artikel zu gewalttätigen Überfällen in Berlin noch nicht begriffen ?

    ""So werden Jugendliche in Stuttgart oder München weitaus seltener Messer in der Tasche haben.""..

    -LOL-

    Aufgrund welcher Vorstellungen erhebst Du diese Spekulation ?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TimonAnonym
#5 seb1983
  • 31.05.2018, 09:06h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Weil man dort nicht Polizei und Behörden kaputt gespart hat und eine Multi Kulti Laissez-faire Politik betrieben hat wie in Berlin.

    Dort vaganbundiert eine Generation Rütli Schule herum die den Koran oder Buschido als Wertemaßstab hat.

    Da wo Gewalt alltäglich ist trifft es dann logischerweise auch Schwule, sind ja auch nur Menschen wie alle anderen.
    Es kann aber auch der Busfahrer, der Fußgänger oder der Fahrgast in der U-Bahn sein, die Jungs sind da nicht wählerisch.
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#6 Patroklos
#7 KennethAnonym
  • 31.05.2018, 10:46h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Klar, Homophobie ist natürlich ausschließlich ein durch Migranten und "Multikulti" verursachtes Problem. Ich empfehle dir mal durch eine beliebige ostdeutsche Stadt Hand in Hand mit deinem Partner zu gehen und zu sehen, wer euch am meisten anfeindet.
    Gegen Menschenfeinde hilft nur Soldarität und nicht Spaltung. Also verschone uns bitte mit diesem Unsinn.
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#8 Homonklin44Profil
  • 31.05.2018, 10:57hTauroa Point
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • Ich kann mir No-Go-Areas nicht so wirklich vorstellen.

    Der Staat und die Polizei würden sich die Blöße geben, sich unglaubwürdig zu machen, wenn das zulässig wird.

    Ich weiß wohl, dass es in Frankreich und England solche Orte geben soll. Wie man das vor dem Bürger rechtfertigt, da auf Innere Sicherheit zu verzichten, ist mir ein Rätsel.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Berliner_BärchenAnonym
  • 31.05.2018, 11:09h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Mir geht diese nicht fundierte "Kritik" gegenüber Berlin gehörig auf die Nerven. Berlin hat natürlich mehr Probleme als andere Städte. Schon alleine wegen seiner Größe und Einwohnerzahl von mittlerweile 3,7 Mio. Einwohnern (4,5 in der Agglomeration) und seiner Funktion als Bundeshauptstadt muss die Stadt Schwierigkeiten schultern, vor denen andere deutsche Großstädte nicht betroffen sind: ein rasanter Wandel, extrem steigende Mieten bei rel. geringem Durchschnittseinkommen, politisches Zentrum mit all dem Konfliktpotential (geschürte Rechts-Links-Konflikte), Schnittstelle zwischen Ost und West, auseinander-driftende Schere zwischen arm und reich...usw. Die Übergriffe auf LGBTI* sind furchtbar und müssen geahndet und bestraft werden. Viele der Überfälle ereignen sich in Vierteln, in denen viele LGBTI leben und sichtbar sind (Alt-Treptow bildet da wohl eine Ausnahme); daraus abzuleiten, dass dort die Mehrheitsbevölkerung besonders homo- oder transphob sind ist falsch. Die Multi-Kulti-Keule ist völlig daneben, da z.B. Frankfurt/Main oder Stuttgart einen wesentlich höheren Migrantenanteil haben als Gesamt-Berlin also müsste dort die LGBTI*-Feindlichkeit auch besonders hoch sein.
    Hört auf mit dem Berlin-Bashing und setzt Euch gegen LGBTI-Feindlichkeit ein. Tut was anstatt vom heimischen PC aus Vorurteile, Wut und Misstrauen zu schüren.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil
  • 31.05.2018, 11:45hHannover
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • ""Weil man dort nicht Polizei und Behörden kaputt gespart hat und eine Multi Kulti Laissez-faire Politik betrieben hat wie in Berlin.""..

    Dazu hätte ich dann gerne mal Belege gelesen..
    Zum Beispiel bezogen auf NRW, die in den Jahren der CDU-Regierung Rüttgers Pläne aufgelegt hat Hunderte Stellen der Polizei zu streichen, was dann von der Regierung Kraft umgesetzt wurde..

    Man kann dabei dann natürlich aus dem Fokus verlieren das eine CDU sich am Ende darüber beschwert das eine SPD Pläne umgesetzt hat, die man als CDU selbst entwickelte..

    Berlin hat unter der Besonderheit zu leiden, das die Bundesbehörden nach dem Umzug in die Hauptstadt auf Berliner Polizei-Kräfte zugreift, und diesen Zugriff dann auch noch nur schleppend bezahlt, anstatt für diese Aufgaben dann Bundespolizei einzusetzen..

    Was dann alles immer noch nichts daran ändert das Deine Aussage über

    ""Gewalt in allen Farben und Formen ist dort viel alltäglicher als in anderen Städten.""

    allein schon wegen der NICHT-Veröffentlichung in anderen Metropolen und Bundesländern jeglicher Substanz entbehrt..

    Es darf zu Recht angezweifelt werden das es in Berlin mehr Überfälle auf LGBTTIQ*-Menschen gäbe, als sie in Hamburg, Köln, München oder Stuttgart alltäglich sind..

    Blöderweise wissen wir es eben wegen dieser Nicht-Veröffentlichung nur nicht genau, weil dazu vergleichbare Zahlen fehlen !

    ""Dort vaganbundiert eine Generation Rütli Schule herum die den Koran oder Buschido als Wertemaßstab hat.""..

    An Deiner Stelle würde ich mir mal Zahlen der "Rütli-Schule" besorgen, um dann zu hinterfragen welche "Migrations-Hintergründe" dort eigentlich so vorhanden sind, und dann versuchen zu reflektieren ob meine Behauptung dann noch so stimmen kann ?

    Kleiner Tipp :

    www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/ruetli-schule-in-berlin
    -neukoelln-vom-problemfall-zur-vorzeigeschule-a-1199251.html


    www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/campus-ruetli-von-der-prob
    lem-zur-berliner-vorbildschule


    Denn auch "Bushido" "wirkt" nicht lokal auf Berliner Schulen ein, dessen Elaborate entfalten bundesweites "Echo", wenn man denn das "nachplappern" von Texten dieses Künstlers OHNE den Inhalt zu erfassen überhaupt als einen solchen "Einfluß" wahrnehmen will..

    Egal ob man dann vorwiegend Bushido, Farid Bang oder Kollegah zur Hand nimmt, die Inhalte beeinflussen sicher nicht nur Kinder und Jugendliche mit "Migrationshintergrund", die erreichen auch die anderen, ach so "guten" deutschen Schüler*innen, was dann gerne negiert und ignoriert wird..

    Solchen Unsinn zum Auslöser zu deklarieren trägt hier also nicht..
    Da muß dann schon konkreteres her..

    ""Da wo Gewalt alltäglich ist trifft es dann logischerweise auch Schwule, sind ja auch nur Menschen wie alle anderen.""..

    Das stimmt sogar auffällig..
    Blöd bloß das so viele andere Metropolen das nicht berichten, und nicht gesondert erfassen..
    Und ebenso blöd das hiermit dann doch wieder eine Kategorisierung einhergeht, die sich in "den Schwulen" und die Anderen äußert..

    Hass-Kriminalität lautet dann auch die Kategorie, und dort ist es irrelevant ob es Anti-Trans, Anti-Lesbisch oder Anti-Schwul, oder auch Antisemitisch oder Anti-irgendwas-Ethnisch ist..

    ""die Jungs sind da nicht wählerisch.""..

    Gewalttätige Übergriffe als ausschließliches Problem von "Jungs" zu deklarieren ist dann auch nicht wirklich hilfreich..

    Und as sind keine wirklich neuen Erkenntnisse :

    www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/jugendgewalt_i
    n_deutschland/pwiegewaltbeimaedchen100.html


    www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&sour
    ce=web&cd=5&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjws9Px
    1K_bAhWjF5oKHVwzBO0QFghUMAQ&url=http%3A%2F%2Fwww.sueddeu
    tsche.de%2Fpanorama%2Fstudie-zu-jugendkriminalitaet-maedchen
    -sind-haeufiger-gewalttaetig-als-angenommen-1.1972612&us
    g=AOvVaw0PGDPNs2Pi5fxoFKrmiPHl
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