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Kommentare zu:
Bundespräsident bittet LGBTI um Vergebung


#1 von_hinten_genommenAnonym
  • 03.06.2018, 12:48h
  • Danke für diese Rede, Herr Steinmeier.

    Trotzdem gibt es was, das ich korrigieren muss, aus Gründen der Tatsachen. Nicht nur auf den vielzitierten Schulhöfen wird beleidigt und diskriminiert, sondern auch am Arbeitsplatz und auch an Umschulungs- und Ausbildungsplätzen, in Vereinen. Es findet überall statt, wo viele Menschen zusammen kommen. Berücksichtigen Sie das bitte in Ihrer nächsten Rede über dieses Thema.

    Ansonsten ist Ihre Rede wirklich würdevoll.
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#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 03.06.2018, 12:53h
  • Angela Merkel hätte ich mir zumindest als Anwesende gewünscht. Sie ist immerhin Bundeskanzlerin und repräsentiert die Bundesregierung.
    Herr Steinmeier steht nämlich hierbei etwas "alleine" da. Schön ist das nicht.
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#3 Petrillo
  • 03.06.2018, 13:06h
  • Antwort auf #2 von von_hinten_genommen
  • Merkel hat andere Probleme. Und hoffentlich bald keinen Job mehr.

    Herrn Steinmeiers Worte lese ich mit Dankbarkeit, noch besser wäre aber, dem Ganzen auch Taten folgen zu lassen: die Änderung des §3GG ist überfällig und hätte in die Koalitonsgespräche gehört. Wie immer wird die Initiative ansonsten sehr wahrscheinlich an der CDSU scheitern.

    Abgesehen davon entschuldigt sich Herr Steinmeier im Wesentlichen für Dinge, die er nicht zu verantworten hat - Murat Kurnaz wartet bis heute vergeblich auf eine Entschuldigung.

    Und die erneute GroKo bzw. Inauguration Merkels haben wir diesem Präsidenten auch zu verdanken...
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#4 Ulli_2mecsProfil
#5 Ralph
  • 03.06.2018, 13:31h
  • Ich erinnere mich an das eiserne Schweigen des Bundespräsidenten zur Eheöffnung. Es gibt dieser jetzigen Rede die Aura des Gezwungenen, der Äußerung in einer Sache, die ihn nicht wirklich bewegt. Er dürfte jetzt wohl das Gefühl haben, einer lange vernachlässigten Pflicht Genüge getan zu haben und sich deshalb in Zukunft nicht mehr insoweit zu Wort melden zu müssen. Sein Hinweis auf die Fortdauer der nationalsozialistischen Verfolgung auch unter dem Grundgesetz schreit nach der Forderung, Art. 3 endlich zu ergänzen. Dass der Bundespräsident das offenkundig nicht für geboten hält, verleiht seiner Rede Inkonsequenz und stützt den Verdacht, dass er sie halt als eine Pflichtübung betrachtet und sich der Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben nicht weiter widmen will.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 03.06.2018, 13:33h
  • Das kann man nur mit sehr großem Respekt vor der Person des Bundespräsidenten und seinem Amt zur Kenntnis nehmen!

    Sowas ist heutzutage alles andere als selbstverständlich!
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#7 herve64Ehemaliges Profil
  • 03.06.2018, 13:33h
  • Meine Dankbarkeit hält sich in Grenzen, da einederartige Rede überfällig war.

    Ansonsten warte ich auf die üblichen Zetereien und dem Gekeife der Störchin, der anderen Adelsbratze und dieser Pseudo-Journalistin mit rumänischem Migrationshintergrund.
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#8 Klaus GrobAnonym
  • 03.06.2018, 13:39h
  • Nichts vergebe ich!!!! Wurde es nach der Nazizeit besser? Wo war heute die Judikative? Das BVfG, dass wider besseres Wissens schwule Männer jahrzehntelang in die Sodomie-Ecke gestellt hat und tausende Lebensbiographien zerstört hat. (Lesben kamen dagegen ungeschoren davon) Wo war Voßkuhle vom BVfG heute? Wann entschuldigt er sich für das mehrfache Unrecht?

    Und das Steinmeier überhaupt BP ist, sagt viel über den Zustand dieses Staates. Wider besseren Wissens und aus rein politischen Kalkül hat er Kurnaz in Guantanamo 'verrecken' lassen. Bin nur noch angewidert.
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#9 goddamn liberalAnonym
#10 von_hinten_genommenAnonym
#11 von_hinten_genommenAnonym
#12 MariposaAnonym
  • 03.06.2018, 14:05h
  • Antwort auf #9 von goddamn liberal
  • Allerdings - Worte wie "angewidert" sind bei dieser nun wirklich beachtlichen und demütigen Rede des Bundespräsidenten vollkommen fehl am Platz. Man muß nun wirklich kein Steinmeier-Fan sein, um das goutieren zu können. Es gibt immer welche, die nur stänkern und nörgeln müssen.
    Verglichen mit anderen Ländern in Osteuropa ist Deutschland sogar noch relativ gut aufgehoben, trotz des merkelschen Mehltaus. Das heißt natürlich nicht, daß nix mehr zu wäre und da kann jeder dazu beitragen
    Insofern: Vielen Dank. Herr Steinmeier. Endlich haben Sie mal Profil gezeigt !
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#13 MarcAnonym
  • 03.06.2018, 14:11h
  • Danke.
    Dass das Staatsoberhaupt sich in dieser Weise an diesem Ort und zu diesem Anlass äußert, mag 'überfällig' gewesen sein, ist deshalb aber nicht weniger bedeutsam.
    Hoffen wir, dass Otto Normalverbraucher Gelegenheit bekommt, davon Kenntnis zu nehmen, und dass nicht nur Eingeweihte auf Queer.de den Wortlaut erfahren...
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#14 Echt jetztAnonym
  • 03.06.2018, 14:19h
  • "Ihnen allen hier am Denkmal, und allen Schwulen, Lesben und Bisexuellen, allen Queers, Trans- und Intersexuellen in unserem Land, Ihnen allen rufe ich heute zu: Auch Ihre sexuelle Orientierung, auch Ihre sexuelle Identität stehen selbstverständlich unter dem Schutz unseres Staates. "- das empfinde ich nach zwei Gutachten und dem gerade stattfindenden Kampf mit der KK um die Genehmigung einer gesetzlich vorgeschriebenen Therapie als Hohn.Solange ein TSG existiert, wird täglich die Würde tausender Menschen mit Füßen getreten.
    Mal davon abgesehen, dass mal wieder geschlechtliche und sexuelle Identität nicht getrennt wurden.
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#15 LorenProfil
  • 03.06.2018, 14:26hGreifswald
  • Antwort auf #9 von goddamn liberal
  • In Zeiten, in denen hierzulande die Gaulands, Höckes und Weidels (sowie die mit ihnen Gleichgesinnten) zu häufig Inhalt und Ton der politischen Debatte prägen, ist diese Rede des Bundespräsidenten für mich ein wohltuendes Kontrastprogramm, gerade auch vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden tiefen Spaltung der Gesellschaft in liberalere und autoritärere Zeitgenossen. Es bleibt hier wie in anderen Ländern abzuwarten, wohin das Pendel ausschlägt und was das dann für die Freiheitsräume der Bürger bedeutet. Da ich zur Zeit ein Erstarken der Reaktionär-Autoritären wahrnehme, hält sich mein Optimismus diesbezüglich in Grenzen. Solche Reden sind da wie Leuchttürme einer Zeit, die sich schneller ändern kann, als es einem lieb sein kann.

    "Wer heute den einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, kleinredet oder relativiert, der verhöhnt nicht nur die Millionen Opfer, sondern der will ganz bewusst alte Wunden aufreißen und sät neuen Hass, und dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen" (F. W. Steinmeier)

    www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/festakt-berli
    n-verfolgung-homosexuelle-nationalsozialismus-frank-walter-s
    teinmeier
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#16 ursus
#17 kuesschen11Profil
  • 03.06.2018, 16:13hFrankfurt
  • Danke für die eindrucksvolle Gedenkrede von Herrn Frank-Walter Steinmeier, die auch im Rundfunk erwähnt wurde.

    Wie viele Politiker/Präsidenten im Nachkriegsdeutschland haben solch eine Rede eigentlich schon verfasst? Ich glaube, da bleiben nur ganz wenige.

    Die Bitte um Vergebung an LGBTTIQs wegen des erlittenen Unrechts und der Verfolgung durchging einen jahrzehntelangen Reifeprozess.

    Die Ehe für Alle ist auch in Deutschland endlich Wirklichkeit geworden, dennoch sollte noch eine Tat folgen, nämlich den Schutz der sexuellen Identität/Orientierung in Art. 3 des Grundgesetzes mit aufzunehmen.
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#18 von-hinten-genommenAnonym
#19 Klaus KorbAnonym
  • 03.06.2018, 17:06h
  • Immer wieder das Gleiche: Ein wenig Pathos und aufgesetztes Geklimpper und schon ist man in der 'ach so selbstherrlichen und narzisstischen Schwulencommunity wieder glücklich'. Hauptsache die oberflächliche Deko stimmt. Da wird nichts hinterfragt. Zum Beispiel, von wem es kommt. Ob dieser Mensch integer ist. Ein Vorbild. Das ist Steinmeier definitiv nicht. Einer der zwielichtigensten Gestalten im Berliner Poltikpolitikbetrieb. 'Der hat so viele Leichen im Keller'...sorry, von dem nehme ich nichts an.

    Ausserdem: Wo bleibt seine konkret Ansage, für die alltäglichen Diffamierungen und Hetzkampagnen der kath. Kirche und der Rechten und erzkonservativen Politiker? Alles schön unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit?

    Nichts hat sich großartig verändert. Nichts. Sie ächten, verspotten und diffamieren uns weiter. Wie es immer war...
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#20 stephan
  • 03.06.2018, 17:06h
  • Und wenn es auch nur Worte sind, die Rede des Bundespräsidenten hat unendlich gut getan und diese Rede setzt ein klares Zeichen!
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#21 kuesschen11Profil
#22 WuerdeAnonym
  • 03.06.2018, 17:17h
  • Antwort auf #3 von Petrillo
  • Apropos Wuerde:

    Hat nicht auch F. W. Steinmeier (s)einen Beitrag zu den Hartz-Gesetzen geleistet? (Nur mal zum Stichwort "Wuerde".)
    Aber als Gruss-August kann man ja viel REDEN; es heisst ja nicht umsonst "an den Taten sollt ihr sie erkennen"
    Scheint aber ein mittlerweile probates Mittel zu sein, sich die Welt so (schoen) zu reden/denken/relativieren: die anderen sind ja auch nicht besser, bzw. sind ja noch schlimmer; da nehmen wir dann einfach den am wenigsten Schlimmsten und freuen uns, das er uns wenigsten in seinen Reden beruecksichtigt. Dass die anderen dann aber weitermachen wie bisher, ist nunmal nicht zu aendern und alternativlos.
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#23 AndreasKAProfil
  • 03.06.2018, 17:30hKarlsruhe
  • Antwort auf #19 von Klaus Korb
  • Steinmeier hat Leichen im Keller - eine Binsenweisheit.

    Bundespräsidentin oder Bundespräsident werden nur Leute mit weißer Weste - eine Utopie.

    Ich verstehe deine Übelkeit.

    Aber versuche doch mal vielleicht die Wirkung der Worte eines Staatsoberhauptes (auch eines wie Herr Steinmeier, mit dem du und ich nicht glücklich sind) hier zu umreißen. Nichts anderes hat er als Worte und ich schließe mich denen an, die sich freuen, dass er solche Worte überhaupt spricht.

    Wäre das vor 20 Jahren denkbar gewesen?
    Wünschenswert auf jeden Fall, aber denkbar?

    Das ist Showtime, ganz klar. Und niemand außer Steinmeier selbst und seinen engsten Vertrauten wissen, zu wieviel Prozent er dahintersteht - mal ganz abgesehen davon, was er sonst noch alles auf dem Kerbholz hat, das nicht bekannt wird.

    Bei solchen Reden bleibt den Zuhörenden doch nur wahrzunehmen, wie sie - ausgehend von der Amtsfunktion - wirken.

    Und freilich wird sich nichts von heute auf morgen dadurch verändern.
    Sicher werden wieder alle, die in weiteren Fensterreden ewig zu kurz springen, nun behaupten, dass wir queeren Menschen doch nun "voll und ganz angekommen sind ... wo doch der Herr Bundespräsident höchstselbst ..."

    Es bleibt unsere Aufgabe, auf die Missstände weiterhin hinzuweisen und trotz allem Erreichten auf eine vollständige Gleichberechtigung hinzuackern. Eine solche Rede hilft vielleicht nur millimeterweise auf diesem Weg - aber sie hilft.
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#24 bewerberAnonym
  • 03.06.2018, 17:45h
  • Nur eine Anmerkung am Rande: Die, die über uns generell ablehnend urteilen, gerade sie sollten bedenken, dass einst ein Urteil über sie selbst gefällt werden wird von Dem, Der Herz und Nieren prüft.
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#25 Ulli_2mecsProfil
#26 Patroklos
#27 AndreasKAProfil
#28 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 03.06.2018, 18:34h
  • Antwort auf #24 von bewerber
  • War das gerade Deine offizielle Bewerbung auf die nächste freiwerdende Stelle als Papst? ;-)

    ***

    Zu #26 (Patroklos):
    Um die Hartz-Gesetze geht es hier und heute sehr wohl jedem, der darunter zu leiden hat. Und das hat durchaus mit der Würde des Menschen zu tun.
    So heißt es z.B. zum Thema Sozialhilfe im SGB XII:

    "Aufgabe der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht."

    Seltsamerweise ist der tatsächlich ausgezahlte Satz laut Tagesschau und dem Magazin Monitor allerdings um sage und schreibe 155 Euro pro Person und Monat zu niedrig.

    www.tagesschau.de/inland/hartz-vier-regelsatz-101.html

    Dazu räumte die Bundesregierung sogar ein:
    "die Frage der Höhe des Regelbedarfs und des soziokulturellen Existenzminimums sei "nicht vorrangig eine Frage des Berechnungsverfahrens - sie muss politisch beantwortet werden."" (Quelle siehe obiger Link). Die Bundesregierung hat also auch noch die Chupze, zuzugeben, dass der weit zu niedrig berechnete Satz politisch gewollt ist.

    Und das ist selbstverständlich eine klare Verletzung des obigen Gebotes der Einhaltung der Menschenwürde.

    Dagegen steht aber in unserem Land keiner auf - weil ja statt dessen angeblich "die Flüchtlinge" an allem schuld sind. Perfekte Ablenkungstechnik. Funktioniert so perfekt, weil die meisten Leute so - mit Verlaub - blöd sind, darauf hereinzufallen, statt zu erkennen, dass die permanente Verletzung der Menschenwürde IN unserem Land SYSTEM hat und von dieser Regierung GENAU SO GEWOLLT wird.
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#29 Petrillo
#30 NaikeAnonym
  • 03.06.2018, 19:21h
  • Vielen Dank für diese Worte. Leider sind die von Ihnen aufgeführte Menschen, mich eingeschlossen, immer noch der Willkür von Bürokratie ausgesetzt. WANN hört dies endlich auf?
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#31 von_hinten_genommenAnonym
#32 MarcAnonym
#33 Manuela SchneiderAnonym
#34 FennekAnonym
#35 AnonymAnonym
  • 03.06.2018, 20:11h
  • Was sind denn, ich nehme bei der Frage danach Bezug auf die bereits veröffentlichten Kommentare, die Jahre des Nationalsozialismus? Der Bitte werden viele deshalb nicht entsprechen wollen!
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#36 KaktusAnonym
  • 03.06.2018, 20:19h
  • Danke an die ARD das ihr euch herab gelassen habt und darüber berichtet habt ZDF hat es vermieden um 19.00 Uhr darüber zu berichten. Danke dein schwuler GEZ Zahler.
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#37 TheDadProfil
#39 TheDadProfil
  • 03.06.2018, 22:25hHannover
  • Antwort auf #10 von von_hinten_genommen
  • ""Das stimmt und trotzdem hat es was mit Anstand zu tun, dass Angela Merkel bei diesem Festakt anwesend ist.""..

    Oha..
    War sie aber nicht, und dennoch ist es nicht gleich "unanständig"..

    Und wenn denn dann das Ganze schon mit "Anstand" zu tun HÄTTE, dann KÖNNTE es auch UNANSTÄNDIG sein, wenn die Kanzlerin als Verweigerin der Ehe-Öffnung vor Ort gewesen wäre..

    Schon mal drüber nachgedacht ?

    Und mal darüber reflektiert wieso eigentlich die Kanzlerin nicht ständig als eine Art Publikum für die Auftritte des Bundespräsidenten herhalten muß ?
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#40 Patroklos
#41 Roman BolligerAnonym
  • 03.06.2018, 23:34h
  • Hoffentlich ist das ein Anfang mit Fortsetzung in Deutschland, denn es gibt Menschen in Deutschland, welche gerne die Vogelschiss-Partei an der Macht sähen. Hoffentlich kommt es nie so weit, denn das wäre eine ganz schlechte Alternative für ein deutsche Zukunft, welche geprägt wäre von ideologischen und konkreten Reminiszenzen an die Nazizeit. Deutschland in der Vogelscheisse.
  • Antworten » | Direktlink »
#42 WuerdeAnonym
  • 04.06.2018, 00:05h
  • Antwort auf #26 von Patroklos
  • Ich bezog mich auf den Anfang des Artikels/seiner Rede. Dass dort von Wuerde geredet wird; und Gesetze, die er (mit "seiner" Partei) zu verantworten hat, die Wuerde von Menschen z.T. mit Fuessen tritt, und die Glaubwuerdigkteit und Ernsthaftigkeit eines Menschen, der in einer Funktion das eine redet, und in anderer Funktion sich quasi selbst widerspricht.
    Und dass solcherlei gehaltene Reden letztendlich nicht viel mehr sind als nur heisse Luft und ein warmer Haendedruck.
    Platt gesprochen koennte es auch lauten:
    Von einer Bitte um Vergebung kann man sich nichts kaufen, das kann man nur mit Geld, oder Recht/Anspruch auf Gleichberechtigung/-behandlung.
    Ein normales Leben, dass einem durch "den Staat" ganz oder zum groessten Teil versagt bzw. versaut wurde, kann eine solche "Bitte um Vergebung" eh nicht zurueckbringen; die Zeit ist endgueltig vorbei und nicht zurueckzubringen; so eine Rede bringt einem vielleicht 5 Minuten lang etwas, danach ist man mit seinem versauten Leben aber wieder allein.
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#43 normanjaAnonym
  • 04.06.2018, 00:37h
  • Ich habe einen Traum, dass es eines Tages in der großen Kommode des Lebens nur noch eine einzige Schublade gibt mit der Aufschrift "Menschen".
  • Antworten » | Direktlink »
#44 stephan
  • 04.06.2018, 00:44h
  • Antwort auf #41 von Roman Bolliger
  • Ja, wir alle sind sind verantwortlich dafür, dass die Vogelschiss-Partei niemals an die Macht kommt ... denn wer 50-60 Millionen Tote als Resultat eines Vogelschisses ansieht und nicht als das Ergebnis als eines unvergleichbaren Verbrechens durchschaut, sollte die Klappe halten und sicher niemals in Verantwortung für irgendetwas gelangen!
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#45 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 04.06.2018, 02:56h
  • Bringt ein "Schwamm drüber" die Millionen von homosexuellen Menschen zurück, die im KZ unsägliche Leiden ertragen mussten, die für "Experimente" missbraucht wurden, ermordet wurden?
    Bringt ein "bitte vergebt uns" all die zerstörten homosexuellen Leben der Adenauer Ära zurück, heilt die Wunden? Nein! Wer und jahrzehntelang ignoriert hat, auf dessen Bitten pfeifen wir!
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#46 andreAnonym
#47 Ith_Anonym
  • 04.06.2018, 08:33h
  • Antwort auf #14 von Echt jetzt
  • Die Existenz des TSG ist nicht das Problem, es wäre nicht besser, wenn man Namen und Personenstand überhaupt nicht ändern dürfte. Aber ja, hinterlässt auch bei mir einen sehr schalen Beigeschmack, wo ich mir denke, dass es sicherlich nett gemeint ist, wenn er trans* mit erwähnt, soll heißen, dass man zumindest nicht komplett totgeschwiegen wurde. Bei dem Postulat, meine Identität stehe unter dem Schutz des Staates denke ich mir schon: Wäre nett, wenn das bei meiner Würde auch so wäre.

    Hoffe, du packst das, was du da noch vor dir hast. Ich spar mir den Mist, solange ich mich dafür als krank erklären lassen muss, auf eigene Kosten. Gibt zwar jedes Mal ein Zwangsouting, wenn irgendwer, der's noch nicht wusste, irgendwelche an mich adressierte Post sieht, aber meine Güte - dann ist das halt so. Ich hab diese Outing-Gespräche seit zehn Jahren, und ehe die Leute mich für eine Transfrau halten, der sie mit der weiblichen Anrede einen Gefallen tun, ist's mir eh lieber, drüber geredet zu haben.
    Was das Schweigen angeht, das gibt's in meiner Familie auch heute noch. Auch das hat insofern mit Vergangenheit nichts zu tun. Und das wäre vermutlich nicht so anders, wenn ich bloß schwul wäre und nicht noch trans* dazu.
    Andererseits wäre "nur schwul sein" bei einem Teil des weiblichen Familienzweigs vermutlich in Ordnung.
    Naja, werd ich nie wissen.

    Ich find's nett, dass es überhaupt mal so eine Respektsbekundung gegeben hat, und das in einer Zeit, bei der man sich denken kann: Wenn er einfach zehn Jahre gewartet hätte, wären die Chancen gut, dass er nicht gemusst hätte, bzw. die Chancen stehen ja gerade gut, dass er sich's komplett hätte sparen können, wenn er einfach die nächste Welle des gesellschaftlichen Trends abgewartet hätte. Insofern schon bemerkenswert, dass er die aktuelle Akzeptanzphase noch nutzt, um so etwas zu sagen. Und sogar nett, dass er uns mit erwähnt hat.
    Bloß, mit gemeint haben kann er uns inhaltlich wohl eigentlich nicht. Nicht bei der Gesetzeslage. Mit Schutz oder zumindest mit Würde hat das aktuelle TSG dazu einfach zu wenig zu tun.
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#48 JadugharProfil
  • 04.06.2018, 10:39hHamburg
  • Antwort auf #45 von Gerlinde24
  • Alle homosexuellen und und auch einige queeren Menschen hatten unter diesen unsäglichen Paragrafen (§175) zu leiden, auch wenn sie nicht ins Gefängnis kamen oder wenn sie einer Benachteiligung entgehen konnten. Das Klima der Unterdrückung als auch die homophobe Gesellschaft machte das Leben der Betroffenen zu einen Spießrutenlauf. Das ganze Leben wurde somit versaut was auch psychisch traumatische Folgen nach sich zog! In jener Zeit hatte ich ein belastendes Doppelleben geführt. Es war ein Leben am Abgrund. Bei Verdacht wurde die eigene Wohnung von der Ferne überwacht und abgehört, wenn man einen Freund eingeladen hatte oder man selbst bei einen Freund zu Besuch war. Man hatte stets ein mulmiges Gefühl im Bauch, da jederzeit die Polizei zuschlagen konnte, weil sie die Wohnungen von Verdächtigen observierte oder die Nachbarn denunzierten! Ein zölibatäres Leben war schon verdächtig genug, um bespitzelt zu werden!
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#49 TheDadProfil
#50 Homonklin44Profil
  • 04.06.2018, 13:06hTauroa Point
  • Die Bitte um Vergebung ist ja eine interessante Geste einerseits. Wenn man sich für dasEingehen darauf dann auch 40 - 70 Jahre Zeit lassen kann. Und die Mühsal des Respekts für LGBTIQ*-Menschen bis dahin in die Gänge kommt, denn wir sind ja lange noch nicht auf einem passablen Stand des Selbstverständnisses angekommen.

    Um Vergebung bitten, das sollen sogar die Kniche hin und wieder auf die Reihe bekommen, doch ist das halt ein nachträgliches Schönreden und kommt für Etliche zu spät. Anerkennung, dass sich das eine halbe Ewigkeit hinziehen musste, und dem Kampf der Aktivist*innen und unermüdlichem Einsatz zu verdanken ist, ist schon wichtig. Das auch mal registriert vorzufinden.

    Die Kritik an der Aussage, dass die Zeit des NS-Regime für manche einen Fliegenschiss auf tausendjähriger ( was ein Unsinn ) deutscher Geschichte bedeutet, hätte gern schärfer ausfallen dürfen. Jene "Partei" mag es doch gerne selbst scharf, jedoch wenig sinnig, na gut, zu Scharfsinn kann es da nicht werden. Scharf ist eben auch der Geruch einer Jauchegrube, wenn das Ammoniak hoch steigt...

    Die Inzucht-Vertretung aus der NS-sympathisanten Ecke wird da schon noch was dazu nachseiern, vermutlich.

    Solange die alltäglichen Beleidigungen, Angriffe und Diskriminierungen auf LGBTIQ*-Personen weiter gehen, gerade auch aus der blau-braunen Ecke, ist eine "Vergebung" eben nicht möglich. Es ist eine Frage, ob sie im Zuge dieser schändlichen Dauer bis zum Eingeständnis der damit verbundenen Schuld überhaupt möglich wird. Auch wenn es im Vergleich dazu, wie lange uns Kirche & Co schon verunglimpfen und ächten, eine verhältnismäßig kurze Zeitdauer ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#51 IronikerAnonym
  • 04.06.2018, 15:32h
  • Antwort auf #42 von Wuerde
  • "Von einer Bitte um Vergebung kann man sich nichts kaufen, das kann man nur mit Geld, oder Recht/Anspruch auf Gleichberechtigung/-behandlung.
    Ein normales Leben, dass einem durch "den Staat" ganz oder zum groessten Teil versagt bzw. versaut wurde, kann eine solche "Bitte um Vergebung" eh nicht zurueckbringen; die Zeit ist endgueltig vorbei und nicht zurueckzubringen; so eine Rede bringt einem vielleicht 5 Minuten lang etwas, danach ist man mit seinem versauten Leben aber wieder allein."

    Dem kann ich leider nur ganz unironisch zustimmen.
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#52 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.06.2018, 19:25h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Hier nochmal für alle, die das Wort Radio nicht kennen:

    Radio:

    goo.gl/images/aERS9Y

    Ich sprach von RADIOSENDERN, die die Nachricht nicht brachten. Es gab zwei, bei denen ich den ganzen Tag nichts von dem Festakt in Berlin hörte, weswegen ich sie anschrieb. Der eine Sender stellte NACH MEINER ANFRAGE die Nachricht nur in ihre Internetseite, sie lasen sie aber nicht vor. Der zweite Sender reagierte gar nicht.
    So viel zum Thema WER ÜBERTREIBT.

    Du verlinkst zwei TV Sender.
    TV:

    goo.gl/images/o3Le8j

    Erst denken, dann schreiben, Mr Dad!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#53 LarsAnonym
  • 04.06.2018, 21:49h
  • Antwort auf #45 von Gerlinde24
  • Ich finde es sehr problematisch, hier von einem "wir" zu sprechen. Genauso wenig, wie Herr Steinmeier der Staat und seine Vorgeschichte ist, sondern diesen allenfalls repräsentiert, sind diejenigen, die hier kommentieren, nicht die Homosexuellen, sondern allenfalls ihre Repräsentanten, bzw. die Repräsentatnten derjenigen, mit deren Geschichte sie sich auseinandergesetzt und in sie gewisser Weise emphatisch miterlebt haben.

    Ich würde mir nie anmaßen, für andere Vergebung auszusprechen oder zu verweigern.

    Ich möchte aber eine Überlegung in den Raum stellen: Vergebung zu spenden heißt für mich nicht, dass damit alles gut oder ungeschehen wäre. Für mich hieße Vergebung, dass man aus der Phase des Zorns auf der einen Seite und des schlchten Gewissens auf der anderen Seite in gemeinsame Phase des Trauerns übergehen kann - es beginnt damit also mitnichten eine leichte Zeit. Ob, wann und für wen die Zeit dafür reif ist, mag jeder selbst entscheiden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#54 TheDadProfil
  • 04.06.2018, 22:13hHannover
  • Antwort auf #45 von Gerlinde24
  • ""Bringt ein "Schwamm drüber" die Millionen von homosexuellen Menschen zurück, die im KZ unsägliche Leiden ertragen mussten, die für "Experimente" missbraucht wurden, ermordet wurden? ""..

    Ich halte die Äußerungen des Bundespräsidenten nicht für ein einfaches "Schwamm drüber"..

    Der Unterschied :
    Andere Opfer-Gruppen haben diese Bitte um Entschuldigung früher, zum Teil Jahrzehnte früher erhalten..

    Und die Größe besessen sie dann auch anzunehmen..

    Ich denke das müssen wir dann auch tun..

    Für die Adenauer-Ära galt diese Entschuldigung auch nicht..
    Auf die warten wir dann noch..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#55 TheDadProfil
  • 04.06.2018, 22:18hHannover
  • Antwort auf #52 von von_hinten_genommen
  • ""Es gab zwei, bei denen ich den ganzen Tag nichts von dem Festakt in Berlin hörte""..

    Mir fällt es einfach schon schwer mehr als einen Sender gleichzeitig zu hören..
    Inwiefern kann man sich dann da sicher sein, das mehr als 1.000 bundesweite Stationen die über Kabel und Satellit zu empfangen sind darüber nichts berichtet hätten ?

    ""Du verlinkst zwei TV Sender.
    TV:""..

    Jepp..
    Die ARD betreibt über 400 Radiosender und die Nachrichten-redaktionen sind eng vernetzt..

    Das ZDF betreibt das Deutschland-Radio und den Deutschlandfunk..
    Gerade der Deutschlandfunk ist einer der profeliertesten Nachrichten-Sender..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#56 LorenProfil
  • 05.06.2018, 00:15hGreifswald
  • Antwort auf #54 von TheDad
  • Der Bundespräsident bezieht sich nach meinem Verständnis bei seiner Bitte um Vergebung auch auf die Zeit nach 1945. Diese Bitte ist aus meiner Sicht ein starkes Zeichen. Das nehme ich zur Kenntnis. Wenn in diesem Land irgendwann mal alle Menschen, die nicht in die "Heteroschublade" passen, frei und sicher leben können, sich angenommen und von Seiten des Staates rechtlich abgesichert und geschützt wissen, wird Vergebung für mich eine Option sein. Wenn ... Bis dahin sehe ich das Zeichen und den Weg ohne mich verbiegen zu wollen.
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#57 TheDadProfil
  • 05.06.2018, 09:11hHannover
  • Antwort auf #56 von Loren
  • Mal abgesehen von der Aktualität haben mich seit Richard von Weizsäcker alle Bundespräsidenten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit mit ihren Reden überrascht..

    Es wird immer wieder Reden geben bei denen man ein "naja" raunen müßte..
    Hier ist das nicht der Fall..

    Nach dem erneutem Lesen der Rede..

    Natürlich hast Du Recht..
    Auch die Adenauer-Ära hat er angesprochen..
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#58 MariposaAnonym

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