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Hochzeitsglocken

Alice Schwarzer hat Freundin geheiratet

Mit 75 Jahren gibt die Feministin ihrer langjährigen Lebensgefährtin das Ja-Wort.


Alice Schwarzer ist im Hafen der Ehe angekommen – Details zu ihrer Hochzeit verrät sie aber nicht (Bild: Manfred Werner / wikipedia)

Alice Schwarzer hat am vergangenen Samstag die knapp 20 Jahre jüngere Fotografin Bettina Flitner geheiratet. Das bestätigte die 75-jährige Frauenrechtlerin am Donnerstag auf ihrer Website: "Meine langjährige Lebensgefährtin, die Fotografin Bettina Flitner, und ich haben am 2. Juni 2018 geheiratet", schreibt Schwarzer knapp. Weitere Angaben macht die in Köln lebende Herausgeberin der Zeitschrift "Emma" nicht.

Bislang war nicht öffentlich bekannt gewesen, dass Schwarzer und Flitner ein Paar sind. Die beiden Frauen arbeiten aber schon lange zusammen und haben unter anderem drei Bücher gemeinsam herausgebracht – Schwarzer verfasste die Texte, Flitner lieferte die Fotos. 2004 erschien das Buch "Frauen mit Visionen", in dem 48 Europäerinnnen, "die ihre Visionen konsequent verfolgen, die Mut haben und Mut machen" porträtiert wurden. 2012 kam der Fotoband "Reisen in Burma" heraus; diesen Februar veröffentlichten Schwarzer und Flitner "Meine algerische Familie", in der Schwarzer über ihre Freundschaft zu einer Familie in dem nordafrikanischen Land erzählt.


Bettina Flitner veröffentlichte seit knapp 30 Jahren viele Arbeiten und Fotobände, darunter etwa Porträts von Spitzen-Wissenschaftlerinnen ("Frauen, die forschen") Bild: Hps-poll reserv-art.de / wikipedia

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"Wir sind ein offenes Paar, aber kein öffentliches"

Ihr Privatleben hat Schwarzer, die für ihren Einsatz für Frauenrechte mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden war, bislang in der Öffentlichkeit abgeschirmt. Über ihre sexuelle Orientierung sprach sie bis vor wenigen Jahren nicht öffentlich. Erst in ihrer 2011 veröffentlichten Biografie "Lebenslauf" schrieb sie: "Eine Liebesbeziehung wie die mit Bruno gehe ich erst elf Jahre später ein. Diesmal mit einer Frau." Weiter heißt es in dem Buch: "Wir sind ein offenes Paar, aber kein öffentliches. Und so wird es bleiben" (queer.de berichtete).

Bereits im Jahr 1991 hatte der Schwulenaktivist Rosa von Praunheim Schwarzer geoutet – neben anderen Personen wie Alfred Biolek oder Patrick Lindner (queer.de berichtete). Schwarzer missbilligte das unfreiwillige Outing.

Für politische Debatten in der LGBTI-Community sorgte Schwarzer unter anderem, als sie in ihrem Magazin "Emma" dagegen protestierte, dass im Mahnmal für homosexuelle Nazi-Opfer in Berlin nur ein schwuler Filmkuss gezeigt wird, aber kein lesbischer. Das Magazin agitierte deshalb 2010 gegen "schwule Lobbyisten", die das Gedenken an lesbische Opfer des Nationalsozialismus verhindern wollten (queer.de berichtete). (dk)



#1 KachelmenschAnonym
  • 07.06.2018, 14:26h
  • Na wenigstens ist Frau Flitner so langfristig versorgt und spart eine Menge Erbschaftssteuer, "Alitsche" hat ja einiges an Kohle angehäuft.

    Haben die Kanzlerin und Beate Baumann auch schon gratuliert?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NielsAnonym
  • 07.06.2018, 16:18h
  • Dass sie ein Holocaustdenkmal für eine Gruppe fordert, die während des Holocaust gar nicht verfolgt wurde, spricht Bände.
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#3 Andy2Anonym
  • 07.06.2018, 16:24h
  • Herzlichen Glückwunsch! Das freut mich.
    Ich bin ein großer Fan von Alice Schwarzer und finde, sie hat (mit vielen anderen zusammen natürlich) Unmengen für die Rechte der Frauen erreicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LillyComptonAnonym
#5 mein anonymer nickAnonym
#6 GeschichtsforschungAnonym
  • 07.06.2018, 18:02h
  • Antwort auf #4 von LillyCompton
  • Ich bin zwar kein Historiker, habe mich aber ein wenig damit befasst, weil mich die Geschichte der schwulen Männer im NS-Staat mit Erschaudern und Interesse angezogen hat. Mich haben alle vorliegenden Fakten noch immer nicht überzeugt, dass Frauen in auch nur ähnlicher Weise von dem Verbrecherregime verfolgt wurden, wie es bei Männern war. Gerne lerne ich dazu! Her mit den klaren und eindeutigen Fakten bitte!
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#7 Patroklos
#8 Nein-Bist_Du_NichtAnonym
  • 07.06.2018, 18:39h
  • Antwort auf #6 von Geschichtsforschung
  • Von wegen Geschichtsforschung.
    Bitte erspare uns ein weiteres Pulverfass einer Diskussion darüber, wie stark oder wie belanglos Frauen/Lesben etc. verfolgt, gedemütigt, unsichtbar gemacht, oder gar ins KZ verfrachtet wurden.

    Mangel an Informationen? Das bedeutet noch lange nicht, dass das nicht geschehen ist. Die Frauen, die das Martyrium überlebt haben, berichteten darüber. Auch nachzulesen, wenn es einen denn ernsthaft(!) interessiert.

    Fast alles von Magnus Hirschfeld wurde während der Nazizeit vernichtet. Hat es seine Forschungen und Bücher deshalb nicht gegeben??
    Erzähle uns bloß nicht, das könne man nicht vergleichen.
    Oh doch, nur weil viele Informationen und Berichte darüber nicht veröffentlicht und wahrscheinlich vernichtet wurden, heißt das nicht, dass es Berichte gibt, oder dass das nicht geschehen ist.

    Es geht hier in diesem Artikel um die Hochzeit von Frau Schwarzer mit ihrer Frau.
    Kommentiere es, oder lass es bleiben.
    Aber erspare uns deine "Fäkalien." Es stinkt!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 von_hinten_genommenAnonym
#10 von_hinten_genommenAnonym