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Kommentare zu:
Queere Fußballfans veranstalten Mahnwachen vor russischen Vertretungen


#1 PionAnonym
  • 07.06.2018, 13:05h
  • Die Fußball-WM sollte auf jeden Fall genutzt werden, um auf die dortigen Missstände aufmerksam zu machen.

    Nicht dass die glitzernde Oberfläche manche noch von der Wahrheit ablenkt und für deren Propaganda wie toll dort alles sei missbraucht wird.
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#2 swimniAnonym
  • 07.06.2018, 14:13h
  • gute aktion ----Russland muss endlich liberaler werden und Putins gift neutralisieren
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#3 D F BAnonym
#4 Alexander_FAnonym
  • 07.06.2018, 21:12h
  • Antwort auf #2 von swimni
  • Leider kommt dieses Gift keineswegs nur von Putin. Der ist sogar, so komisch das klingt, im Vergleich zu vielen seiner Spießgesellen vor allem der Kosaken-SA noch vergleichsweise liberal eingestellt. Wenn er wirklich hätte punkten wollen, hätte er homosexuelle Handlungen gleich wieder unter Strafe gestellt. Nur wäre das dann gegen ihn gegangen, weil die LGBTs in seinen eigenen Reihen dann drangewesen wären.

    Das Problem ist leider sehr tief in der russischen Gesellschaft verwurzelt, und es rührt einerseits von der Religion her, andererseits von einem Sowjetatheismus, der Schwule entweder als Dekadenzerscheinung des Kapitalismus oder gleich als Nazis betrachtete. Es ist schon sehr bezeichnend, dass das einzige russische Wort, das Schwule wertungsfrei beschreibt, aus dem Englischen stammt: 'gej'.
    Und was ich selbst in Russland von Betroffenen gehört habe, lässt einen wirklich erschaudern. Auf dem Lande ist unsereiner da seines Lebens schonmal nicht sicher, und auch in der Großstadt kann man sich verdammt glücklich schätzen, wenn man Freunde findet, denen man das erzählen kann, ohne verprügelt zu werden.
    Unsere Brüder und Schwestern dort haben wirklich einen schweren Stand.

    Ich möchte dir aber keineswegs darin widersprechen, dass sich das ändern muss. Nur befürchte ich, dass dafür mehr weg muss, als nur Putin. Ich habe da selbst kein Patentrezept, aber ich würde fast meinen, eine militärische Niederlage gegen die westlichen Schwuchteln könnte einen Denkanstoß darstellen.
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#5 von_hinten_genommenAnonym
#6 Alexander_FAnonym
  • 08.06.2018, 18:14h
  • Antwort auf #5 von von_hinten_genommen
  • Über kurz oder lang wird es ohnehin dazu kommen, denn falls es dir entgangen sein sollte ist ein beträchtlicher Teil der Ukraine in den letzten Jahren durch russisch unterstützte Paramilitärs an Russland gefallen. Putin stützt sich vor allem auf solche "Siloviki", die unabhängig von Recht und Ordnung agieren und die nur darauf warten, endlich loszulegen. Russland hat auch wirtschaftlich sonst nicht mehr viel zu bieten, rüstet aber dafür seit Jahren beträchtlich auf. Alle Zeichen deuten also darauf hin, dass Putin und seine Bluthunde den Krieg gegen den dekadenten schwulen Westen wollen.

    Wie aber, wenn sie den verlören? Dann würde es die derzeitige klerikalfaschistische Ideologie, die dahin geführt hat, äußerst in Frage stellen. Und da die westlichen Armeen technisch immer noch deutlich die Nase vorn haben, bin ich recht zuversichtlich, dass sich Putin in einem solchen Falle die Finger verbrennen würde. Für unsere Brüder und Schwestern in Russland wäre das nicht das Schlimmste.

    Dass man mich nicht falsch verstehe: Krieg ist natürlich die Hölle. Und es hätte natürlich auch ein gewisses historisch bedingtes Geschmäckle, als Deutsche gegen Russland die Waffen zu erheben. Aber ein "Frieden", der sich allein auf die Zusammenschweißung der Gesellschaft durch Kanalisation der Unzufriedenheit gegenüber einer Judenersatzgruppe gründet, wie das in Russland beobachtet werden kann, ist noch viel schlimmer und verdient allenfalls den Namen Friedhofsruhe.

    Es ist natürlich richtig, dass unsere bewaffneten Streitkräfte so kaputtgespart sind, dass sie derzeit kaum einsatzfähig wären. Das wäre aber durchaus leicht zu ändern, und wie ich finde mehr als nur angebracht.
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