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"Geschlecht umreißen, Ordnungen durchkreuzen, Drag erleben"

Online-Dossier "drag it!" veröffentlicht

Was hat es mit Dragqueens und Dragkings aus gesellschaftlicher Sicht auf sich? Auf diese Frage geht ein ausführliches Dossier genauer ein, das auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht wurde.


Szene aus der amerikanischen Castingshow "RuPaul's Drag Race", bei der nach "America's Next Drag Super Star" gesucht wird (Bild: VH1)

  • 7. Juni 2018, 13:26h, noch kein Kommentar

Das Online-Dossier "drag it! Geschlecht umreißen, Ordnungen durchkreuzen, Drag erleben" ist am Donnerstag auf den Seiten des "Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie" der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht worden. Die 24 Texte, die Drag thematisieren und dessen queer-feministisch-politischen Möglichkeiten erforschen, sind ab sofort kostenlos unter www.gwi-boell.de/de/drag-it aufzurufen. Die Titel der Texte lauten beispielsweise "Tuntige Ästhetik – Performativer Widerstand" oder "Warum Drag? Normen der Zweigeschlechtlichkeit in Frage stellen".

Insgesamt handelt es sich bei dem Dossier um ein Potpourri aus wissenschaftlichen und historischen Einordnungen, einem Interview, Praxisdarstellungen und Erfahrungsberichten. Es wurde von Folke Brodersen, Nerea Discher, Federica Guccini, Karsten Spindler und Verena Wetzel herausgegeben.

Welche Auswirkungen hat Drag auf die Gesellschaft?

Verschiedene, teilweise kontroverse Stimmen haben in dem Dossier Platz: Das emanzipatorische Potenzial von Drag-Kinging für Frauen wird ebenso bearbeitet wie Rassismus in Drag-Räumen und die mögliche hedonistische Überhöhung von Drag als politische Praxis. Strukturiert in drei Achsen werden diese und weitere Themen verhandelt. Erstens: Schafft Drag es, Geschlechterordnungen in ihrer sozialen Funktion genauer zu beschreiben, diese Strukturen zweitens auch zu kritisieren sowie drittens ein geschlechtlich anderes (Er-)Leben des Selbst und des Gegenübers möglich zu machen?

Das Dossier ist das Ergebnis einer dreijährigen Arbeit, angeregt von den Impulsen eines Drag-Workshops der Arbeitsgemeinschaft Gender und Feminismus des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung. (pm/dk)