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Kommentare zu:
Deutschland: PrEP-Nutzung stark angestiegen


#1 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 08.06.2018, 17:59h
  • "Die Kosten für die Medikamente und die begleitenden Untersuchungen könnten sich auf bis zu 100 Euro im Monat summieren für viele zu viel.

    "Schutz vor HIV darf keine Frage des Geldbeutels sein" [...]. "Wir brauchen jetzt einen regulären Zugang für alle. Es ist an der Zeit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen für das Medikament und die Begleituntersuchungen aufkommen."

    Meine absolute Zustimmung!
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#2 Patroklos
#3 BluePageAnonym
#4 Patroklos
#5 überraschtAnonym
  • 09.06.2018, 07:50h
  • 4500?
    hab ich das richtig gelesen. Diese Zahl kommt mir doch sehr gering vor. Wenn ich in der Szene unterwegs bin, habe ich den Eindruck, dass viel mehr Männer PREP nehmen. Selbst wenn man annehmen würde, dass es nur ca. 500.000 schwule Männer gäbe, die Sex ausserhalb einer Beziehung haben, dann wäre das nicht mal 1 %. Die Angaben bei GRINDR und SCRUFF lassen da eher auf einen deutlichen höheren Anteil schliessen.
    Ich hoffe, dass sich PREP in D weiter verbreitet. Mit einem Kondom gemeinsam ist es der beste Schutz, und selbst wenn das Kondom nicht genutzt wird, so ist das HIV Risiko minimiert.
    Ich frage mich bis heute, warum D im Vergleich zu USA, Spanien oder Frankreich so lange mit der Einführung gewartet hat. Es hätten vermutlich tausenden von Neu-Infektionen verhindert werden können. Auch die immer noch hohen Kosten werden zu eigentlich unnötigen Neuinfektionen führen.
    Dafür zahl ich ca. 42 % Abgaben?
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#6 Nils BergmannAnonym
#8 michael008
#9 AmarenaAnonym
  • 09.06.2018, 15:19h
  • Antwort auf #8 von michael008
  • Im Unterschied zu Raucherkrebs und Motorradunfällen kann man allerdings HIV-Infektionen durch Kondome vermeiden.

    Nils Bergmann hat daher völlig Recht mit seiner Anmerkung. Warum sollte auf Kosten der Solidargemeinschaft "Spaß für alle" finanziert werden, wenn es eine kostengünstige Alternative gibt?
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#10 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 09.06.2018, 15:37h
  • Antwort auf #9 von Amarena
  • Bullshit-Argumentation.

    Raucherkrebs kann man durch Nichtrauchen vermeiden; Motorradunfälle dadurch, dass man nicht Motorrad fährt. Im Gegensatz zum menschlichen Grundbedürfnis Sex sind weder Rauchen noch Motorradfahren Grundbedürfnisse.

    Ich persönlich bin es Leid, zum hunderttausendsten Mal sämtliche Argumente wieder hervorzuholen, die mindestens in den letzten 20-30 PrEP-Diskussionen hier im Forum bereits vollständig nachzulesen sind.

    Auf Dein Warum gibt es eine Antwort. Bzw. viele Antworten. Finde sie heraus, falls Du dazulernen willst. Falls nicht: Pech. DEIN Pech.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 ursus
  • 09.06.2018, 15:58h
  • Antwort auf #9 von Amarena
  • "Warum sollte auf Kosten der Solidargemeinschaft "Spaß für alle" finanziert werden, wenn es eine kostengünstige Alternative gibt?"

    seufz.

    weil die alternative, darauf zu hoffen, dass plötzlich wie durch ein wunder alle menschen kondome verwenden würden, die bisher keine verwenden, für die solidargemeinschaft eben nicht billiger ist, sondern teurer.

    wenn dir ein zaubertrick einfällt, mit dem du alle menschen zum regelmäßigen kondomgebrauch bringen kannst, nur raus damit. die expert_innen werden sicher staunen. und ich auch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#12 AmarenaAnonym
#13 ursus
  • 09.06.2018, 16:10h
  • Antwort auf #6 von Nils Bergmann
  • "Condome sind spottbillig und sogar gratis zu bekommen und schützen noch vor anderen sexuellen Krankheiten."

    stimmt. und jetzt können wir noch mehr plakate kleben, noch hundertmal rufen, dass aber alle immer kondome verwenden müssen, dabei lustig mit dem fuß aufstampfen und dann die kosten für die neuinfektionen übernehmen, die trotzdem noch stattfinden, weil niemals alle menschen immer kondome verwenden werden.

    oder wir können pragmatisch an die sache herangehen, die prep niedrigschwellig anbieten, ärztliche checks dazu, viele neuinfektionen verhindern, vielen menschen ein entspannteres sexleben ermöglichen und insgesamt sogar kosten sparen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#14 Rosa SoliAnonym
#15 AuntieBioticEhemaliges Profil
#16 michael008
  • 09.06.2018, 16:28h
  • Antwort auf #12 von Amarena
  • Selbstverständlich ist es das.
    Die Solidargemeinschaft kommt auch bei Einkommensschwachen für Kontrazeptiva bei Frauen und Mädchen auf. Um Schwangerschaft zu verhindern, damit OHNE Kondom gevögelt werden kann. Watum soll für Schwule Männer kondomfreier Sex sanktioniert werden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#17 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 09.06.2018, 16:34h
  • Antwort auf #14 von Rosa Soli
  • Er_sie ist dann sicher auch gegen Kindergeld etc.

    Warum sollte ich schließlich nach dieser Argumentation über meine Steuern Kindergeld, Familienförderungen etc. mit bezahlen?
    Das hat gefälligst Privatsache zu sein.

    Wenn jemand schon unbedingt Sex ohne Kondom haben will, muss er_sie die Folgen bitte ganz alleine tragen. Ich fordere daher die sofortige Streichung sämtlicher staatlicher Familienförderungen. Inclusive Streichung des Postens "Familienminister_in". Reine Privatsache schließlich.

    (Mein Sarkasmus-Schild habe ich gerade mal wieder nicht zur Hand... bitte einfach mitdenken...)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#18 ManuMausAnonym
  • 09.06.2018, 18:29h
  • ich arbeite in der Beratung und Betreuung. Hab kürzlich mit Spezialisten geredet. Die Anzahl von STDs Chlam Tripper Syphilis ist gestiegen. Wer was anderes behauptet hat keine Ahnung.

    Einschränkung. Die Zahlen steigen schon bevor Prep in aller Munde war. Seitdem dating apps Einzug gehalten haben und auch weil es sich rum gesprochen hat was Schutz durch Therapie bedeutet. Prep hat da nochmal eins drauf gesetzt.

    Trotzdem ist Prep gut für viele und nimmt einem die Angst. Und das ist gut so. Aber es ist falsch zu sagen dass STDs nicht zunehmen. Mindestens alle drei Monate zum Check ist Pflicht.

    Ih finde den Preis vollkommen ok. 50 Euro sind auch so schnell am Wochenende an einem abend ausgegeben. Und die Untersuchungen gibst für ca 30-40 Euro in den Prep Checks der Aids Hilfen. Auch dass sollte es einem Wert sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#19 SchwulerMannAnonym
#20 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 09.06.2018, 19:48h
  • Antwort auf #18 von ManuMaus
  • Es gibt 13 Millionen Menschen in Deutschland, die diese Preise nicht "vollkommen OK" finden können, weil sie an oder unterhalb der Armutsgrenze leben. Die ca. 100 Euro monatlichen Gesamtkosten sind für all diese Menschen, immerhin ca. 1/6 der Bevölkerung, unter keinen Umständen vom Hartz-IV-, Sozialhilfe- oder Grundsicherungssatz aufbringbar.

    Auch gibt mit Sicherheit keine_r von diesen Menschen "mal eben schnell 50 Euro an einem Abend" aus, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Es kann dies eben NICHT jede_r tun - für all diese Menschen bleibt die PrEP im aktuellen Status Quo noch absolut unerreichbarer Luxus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 TheDadProfil
#22 TheDadProfil
  • 09.06.2018, 23:42hHannover
  • Antwort auf #5 von überrascht
  • ""4500?
    hab ich das richtig gelesen. Diese Zahl kommt mir doch sehr gering vor.""..

    Wir befinden uns am Anfang einer Entwicklung..
    Schon Ende nächsten Jahres kann die Anzahl der Nutzer bei 45.000 liegen..

    ""Dafür zahl ich ca. 42 % Abgaben?""..

    An wen ?
    Der KK-Beitrag für AOK-Versicherte liegt bei 15,2 Prozent des Brutto-Verdienstes..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#23 TheDadProfil
#24 TheDadProfil
  • 09.06.2018, 23:47hHannover
  • Antwort auf #9 von Amarena
  • ""Im Unterschied zu Raucherkrebs und Motorradunfällen kann man allerdings HIV-Infektionen durch Kondome vermeiden.""..

    Analog zum Link von "AuntieBiotic" zum Artikel vom "Zaunfink", biete ich Dir noch eine andere, ebenso qualifizierte Antwort :

    Raucherkrebs vermeidet man durch Nicht-Rauchen, und Motorrad-Unfälle durch Nicht Fahren..
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#25 TheDadProfil
  • 09.06.2018, 23:50hHannover
  • Antwort auf #12 von Amarena
  • ""Sex ohne Kondom ist KEIN menschliches Grundbedürfnis""..

    Aufgrund welcher Basis welcher Informationen soll das so sein ?

    Vor allem vor dem Hintergrund das Ohne Ficken OHNE Kondom dann auch kein Nachwuchs mehr entsteht !

    Wann genau hast Du das Zuhören im Aufklärungs-Unterricht eingestellt ?

    Als das erste Mal der Begriff "Sex" gefallen ist ?
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#26 Patroklos
#27 PeterRasteAnonym
#28 TheDadProfil
  • 10.06.2018, 13:17hHannover
  • Antwort auf #26 von Patroklos
  • Sarkasmus, wenn es denn welcher wäre, könnte Dich aus der ausweglosen Situation in die Du dich mit einer solchen Aussage hineinmanövriert hast, nicht retten..

    Deine Probleme liegen woanders, nämlich in der Eindimensionalität mit der Du die Umwelt um Dich herum betrachtest..Sarkasmus, wenn es denn welcher wäre, könnte Dich aus der ausweglosen Situation in die Du dich mit einer solchen Aussage hineinmanövriert hast, nicht retten..

    Dein Problem liegt woanders, nämlich in der Eindimensionalität mit der Du die Umwelt um Dich herum betrachtest..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#29 TheDadProfil
  • 10.06.2018, 13:26hHannover
  • Antwort auf #27 von PeterRaste
  • ""Mein Lieber, dann zahlst du halt die lebenslangen antiretroviralen Therapien derjenigen, die sich ansteckten. Besser?""..

    Deren Kosten durch den Preisverfall hervorgerufen durch die PrEP ebenfalls massiv gesunken sind..
    Ein Fakt der hier noch gar nicht zur Sprache kam..

    Damit verbunden dann auch wieder die Frage, wieso die GKV dann Truvada innerhalb einer Therapie bezahlt, während sie sich bislang immer noch weigert, respektive durch die Politik dazu gezwungen ist, Truvada als Prävention nicht zu bezahlen ?

    Wo doch durch den Preisverfall bei Truvada quasi die Ressource entstanden sein muß die Präventionsmaßnahme PrEP beinahe oder sogar wahrscheinlich "kosten-neutral" zu übernehmen..

    Heißt hier :
    Durch die Verbilligung der Therapie-Kosten schlägt die Präventionsmaßnahme PrEP gar nicht mit "mehr Kosten für die Versicherten" zu Buche..

    Womit dann wohl ein weites Feld der angeblichen "Argumentation" gegen die PrEP vom Platz gefegt wird..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#30 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 06:30hNürnberg
  • Wie hier wieder alle möglichen an den Haaren herbei gezogenen vergleiche gemacht werden.

    PreP ist im vergleich zum Kondom nicht viel wirkungsvoller beim Schutz vor HIV.

    Warum sollten dann die Kassen den Luxus einer teureren ähnlich wirkungsvollen Methode zur Prävention zu zahlen?

    Das nun mit Motorradfahrer Kindergeld und co zu vergleichen ist so schwach wie eure Nerven.

    Es gibt 1000 bessere Dinge die von der Krankenkasse nicht gezahlt werden und für die Allgemeinheit um einiges wertvoller wären. Da würde ich sogar weit vor PreP noch die ganzen Zahnsachen ansiedeln. Oder Therapien zur Vorbeugung von Bandscheibenvorfällen.
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#31 Patroklos
  • 11.06.2018, 07:37h
  • Antwort auf #30 von DerStephan
  • "PreP ist im vergleich zum Kondom nicht viel wirkungsvoller beim Schutz vor HIV."

    Viele scheuen sich davor, weil die Medikamente so viele Nebenwirkungen haben und sich mit andern Arzneimitteln nicht vertragen. Manche lesen sich noch nicht einmal den Beipackzettel durch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 08:49hNürnberg
  • Antwort auf #31 von Patroklos
  • Meine ich doch.

    die Kasse zahlt nun mal nichts wenn es günstigere vergleichbare Möglichkeiten gibt.
    Es gibt zudem für alle LatexAllergiker auch noch Latexfreie Kondome.

    Kann diese ausreden nicht mehr hören.
    Und für die unsachgemäße Nutzung kann jeder mal beim Hausarzt sichs zeigen lassen oder Youtube Videos zur Kondomnutzung schauen.

    Jeder hat eine Verantwortung und kann nicht immer nur die Hand aufhalten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 11.06.2018, 10:07h
  • Antwort auf #30 von DerStephan
  • Zum millionsten Mal:
    PrEP ist im Vergleich zum Kondom FÜR GEWISSE MENSCHEN viel wirkungsvoller. Beweis ist allein die Tatsache, dass in Ländern ohne PrEP die Infektionszahlen stagnieren, während sie dort signifikant gesunken sind und sinken, wo die PrEP niederschwellig zur Verfügung steht.

    Genau DESHALB sollten das die Kassen bezahlen. Aus epidemiologischer Vernunft heraus. Und weil sie sich damit mehr und mehr viel teurere HIV-Volltherapien ersparen.

    Zu #32:
    Gut. Ich gehe dann zu meiner Hausärztin und lasse mir zeigen, wie ein aktiver Sexpartner das Kondom richtig anwendet. Damit wenigstens ICH weiß, wie er es richtig anzuwenden HÄTTE. Blöd nur, wenn er das dann GAR NICHT anwendet, weil er es nie vorhatte oder im Eifer des Gefechts vergisst.

    Ich wiederhole gern auch für Dich nochmal:
    Als Passiver kann ich mich nur dann sicher eigenverantwortlich schützen, wenn ich die PrEP nehme. Denn ich kann in vielen gängigen Situationen als Passiver NICHT dafür sorgen, dass er das Kondom auch tatsächlich anwendet. Die PrEP kann ich aber SELBST einnehmen, und zwar zeitlich unabhängig vom Sex-Ereignis.

    Aber solche Argumente willst Du ja gar nicht hören, weil sie sachlich sind, im Gegensatz zu Deiner wunderbaren Polemik und Deinen immer wieder persönlichen Angriffsstrategien.

    Deshalb schreibe ich das auch nicht für Dich, sondern für Leute, die sich vielleicht neu über das Thema informieren wollen und sonst auf Deine unsachliche Panikmache und Moralisiererei hereinfallen könnten.

    Weitere sachliche Informationen zur PrEP gibt es zum Beispiel hier:

    www.aidshilfe.de/hiv-prep

    prep.jetzt/

    prepster.info/
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#34 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 10:44hNürnberg
  • Antwort auf #33 von AuntieBiotic
  • Bahhh

    für gewisse Personen unter umständen vielleicht bei Sonnenfinsternis als passiver im Eifer des Gefechts und auf Ikea betten.

    Deine fakten sind aber mit ganz schön vielen Variationen versehen.

    Fakt ist wer mit jemanden INTIM wir und ihm schon nicht mal vertraut und man als passiver verdammt noch mal nicht dafür sorgen kann dass der aktive dich schützt ist das allein eure und nicht die schuld und das Problem der Allgemeinheit weil die meisten bekommen es ja schon seit Jahren auf die reihe.
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#35 AuntieBioticEhemaliges Profil
#36 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 11:09hHannover
  • Antwort auf #30 von DerStephan
  • Siehe Nr.#29..

    Siehe dazu die vielen anderen Threads zu all den Artikeln die dazu hier veröffentlicht wurden..

    Siehe dazu den Artikel vom "Zaunfink", den Link dazu findest Du weiter oben im Kommentar von "AuntieBiotic"..

    ""Warum sollten dann die Kassen den Luxus einer teureren ähnlich wirkungsvollen Methode zur Prävention zu zahlen?""..

    Warum nicht ?

    Frage Dich doch mal selbst ob Du im Falle eines Falles die Sicherheit haben willst von Deiner GKV eine solche Prävention bezahlt zu bekommen ?

    Und dann frag Dich wieso Du anderen Versicherten das neidest..

    ""Oder Therapien zur Vorbeugung von Bandscheibenvorfällen.""..

    Es gibt solche
    ""Therapien zur Vorbeugung""
    überhaupt nicht !
    Nirgendwo !
    Denn Vorbeugung heißt Prävention..
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#37 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 11:12hHannover
  • Antwort auf #31 von Patroklos
  • ""Viele scheuen sich davor, weil die Medikamente so viele Nebenwirkungen haben und sich mit andern Arzneimitteln nicht vertragen. Manche lesen sich noch nicht einmal den Beipackzettel durch.""..

    Ein weiteres hübsches Beispiel für Unfug..

    Zunächst heißt es dann :
    "weil Medikamente so viele Nebenwirkungen haben KÖNNEN" !

    Und dann frage ich mich gerade, woher man denn von diesen angeblichen vielen Nebenwirkungen wissen will, wenn man den Beipackzettel gar nicht liest ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#38 AuntieBioticEhemaliges Profil
#39 TheDadProfil
#40 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 11:20hHannover
  • Antwort auf #34 von DerStephan
  • ""Bahhh

    für gewisse Personen unter umständen vielleicht bei Sonnenfinsternis als passiver im Eifer des Gefechts und auf Ikea betten. ""..

    Die persönlichen Erfahrungen anderer Menschen einfach mal so vom Tisch zu wischen IST NICHT HILFREICH !

    Vor allem deshalb nicht, weil Du selbst wenn Du andere Erfahrungen dem entgegensetzen könntest, die Erfahrungen anderer immer noch nicht außer Kraft setzen kannst !

    ""ist das allein eure und nicht die schuld und das Problem der Allgemeinheit ""..

    Der Artikel des "Zaunfink" ist hier erneut zum Lesen dringend empfohlen !

    Schuldzuweisungen lösen keine Probleme !

    HIV-Positive Menschen haben KEINE "Schuld", sie tragen KEINE "Schuld" !

    Sie tragen ein Virus in sich, und genau dafür werden sie dann mit der Ausrede der "Schuld" stigmatisiert !

    Wer bist Du, dir derlei Unfug anzumaßen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#41 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 11:46hNürnberg
  • Antwort auf #39 von TheDad
  • schon allein die Tatsache disqualifiziert dich es gibt IMMER ein für und ein wieder.

    außer in einer Welt in der man alles in schwarz und weiß, 1 und 0 einteilt.

    sollte man es nicht in einer Randgruppe die sich Vielfalt auf die Fahnen schreibt besser wissen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 DerStephanProfil
#43 Rosa SoliAnonym
  • 11.06.2018, 11:50h
  • Antwort auf #34 von DerStephan
  • Die Studie einer niederländischen Universität hat ergeben, dass sich mit der kostenlosen PrEP in Deutschland bis 2030 rund 9.000 Infektionen verhindern ließen.
    Prof. Dr. Brockmeyer, ehemals Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft, hat mal erklärt, dass ein HIV-positiver Mensch im Laufe seiner Krankenbiografie etwa 500.000 Euro Kosten nur für Medikamente verursacht. (Ich bitte diese Anmerkung nicht falsch zu verstehen!)

    Falls Du die vier Grundrechenarten beherrschen solltest, hätte ich eine kleine Aufgabe für Dich:

    9.000 x 500.000 = ?

    Ich bin nur noch fassungslos, wie Leute, die hier ständig mit den Kosten für die Allgemeinheit bzw. für die Beitragszahler argumentieren, nicht in der Lage sind, die Bedeutung der PrEP zu verstehen.

    Um es deutlich zu sagen: Mir ist es als Beitragszahler lieber, wenn die Leute in jungen Jahren, wenn sie ihre "wilde Zeit" haben, die PrEP auf Kosten der Krankenkasse finanziert kriegen, als ihnen lebenslang für Jahrzehnte die Medikamente zu finanzieren.

    Schmeiß mal Deine Gehirnzellen an und schieb Deine sexuellen Moralpaniken beiseite, dann kannst Du vielleicht auch mal einen klaren Gedanken fassen und sachlich überlegen, welche Option für die Allgemeinheit die günstigere ist.

    Und noch etwas stört mich gewaltig! Nach den neuesten Untersuchungen sind es vor allem besserverdienende Schwule, die sich die PrEP mit den regelmäßigen ärztlichen Checks leisten. Das kann es nicht sein! "Für die gut gebildeten Schwuppen die PrEP und für die Doofen das Kondom". Eine solche Zwei-Klassen-Medizin möchte ich nicht. Die HIV-Prävention darf nicht elitär werden!
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#44 TamakAnonym
  • 11.06.2018, 12:08h
  • Die Prep wird 2-3 Jahre wirken, dann kommt das böse Erwachen. Unter allen Usern wird es solche geben, die die Prep nicht richtig anwenden und sich deshalb trotzdem infizieren (15% laut aktuellen Studien). Unwissend über ihre eigene Infektion werden die dann vor dem nächsten Verkehr wieder Prep anwenden und dann nach und nach Resistenzen heranzüchten, sodass auch diejenigen, die Prep RICHTIG anwenden nicht mehr geschützt sind. Wir werden in ein paar Jahren ein Hochschnellen der HIV-Infektionszahlen erleben, nur dann mit resistenten Stämmen, die möglicherweise sogar die Therapie von bereits seit langem mit HIV infizierten Menschen gefährden. Mark my words!
  • Antworten » | Direktlink »
#45 QuistorAnonym
  • 11.06.2018, 12:16h
  • Nicht bei allen Leuten die PrEP nutzen wollen geht es auch darum bare zu ficken!!!!
    Es geht auch um SELBSTSCHUTZ und VERANTWORTUNG.
    Ich hatte es für mich kategorisch ausgeschlossen, da ich dachte Gummis würden reichen... und dann bin ich einmal an den "falschen" geraten.
    Hab gesehen, wie er das Gummi überzog und dann hat er es heimlich abgezogen und mich blank gefickt, hab es nur durch Zufall gemerkt....
    Das waren die schlimmsten Wochen meines Lebens.

    ICH will die Kontrolle und Scherheit haben und vertraue NIEMANDEN mehr dieses an!!
  • Antworten » | Direktlink »
#46 AuntieBioticEhemaliges Profil
#48 TamakAnonym
#49 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 11.06.2018, 12:57h
  • Antwort auf #45 von Quistor
  • Wer die PrEP nutzt, ist ja auch kein Barebacker, sondern verwendet eine der drei wissenschaftlich gesicherten Präventionsmethoden.

    Es geht nicht AUCH um Selbstschutz und Verantwortung, sondern NUR oder HAUPTSÄCHLICH darum!

    Solche Situationen, wie Du sie beschreibst, gibt es immer wieder - sie können jedem passieren und passieren in der Tat auch vielen Menschen. Wie ich schon etliche Male erläutert habe.

    Aber dann gibt es hier eben Kommentatoren, die in ihrer rasenden Moralisiererei einfachste Realitäten weder sehen noch anerkennen können, geschweige denn wollen.

    "ICH will die Kontrolle und Sicherheit haben und vertraue NIEMANDEN mehr dieses an!!"

    Eigentlich DAS HAUPTARGUMENT für PrEP.

    Aber es wollen eben so viele nicht, dass Du oder ich SELBST die Kontrolle über UNSERE Gesundheit übernehmen.

    Genauso wenig, wie sie wollen, dass die Solidargemeinschaft aus epidemiologisch sinnvollen und letztlich auch notwendigen Gründen Kosten für eine Prävention übernimmt, die tausende von Neuinfektionen und somit auch hunderte von Millionen Euro Kosten für Volltherapien verhindern kann.

    Moralinsäure ist eben ein extrem ätzendes Zeug. Ätzt Leuten schon gerne mal die Denkfähigkeit weg. Den Willen, das Hirn sinnvoll zu nutzen, statt nur zu polemisieren, sowieso.

    Und deshalb schreiben wir hier seit jahren in JEDER PrEP-Diskussion fast das Gleiche. Wieder und wieder und wieder. Wie ich schon sagte:

    Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Und da Dummdreistigkeit und Lernunwilligkeit nicht aussterben werden, sondern sich in diesen Zeiten eher noch weiter verbreiten, wird es auch weiterhin nett grüßen.

    Ich grüße das putzige Tierchen dann mal lieb zurück.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#50 PrEP InfoAnonym
#51 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 13:01hNürnberg
  • Antwort auf #43 von Rosa Soli
  • Nicht die Zähneputzen oder zur vorsorge gehen kostet der Krankenkasse am Ende auch viel.

    Da hat man aber am ende ein Deckel draufgemacht und bezahlt kein Zahnersatz mehr.

    Die Krankenkassen sind für die Grundversorgung zuständig und nicht für eine angenehme Auswahl.

    Wenn man rauchen komplett verboten hätte gäbe es auch weniger Lungenkrebstote. Man kann natürlich sonst wie argumentieren.

    Fakt ist es gibt eine wirksame kostengünstige (!)Alternative. Da kannst du sonst wie mit Zahlen kommen. ne Professionelle Zahnreinigung ist auch nachweislich eine super vorsorge um seine eigenen Zähne zu behalten und trotzdem wird's nicht gezahlt. Dabei haben Zähne ja alle und nicht nur irgendwelche Randgruppen (ja schwule und bi Männer sind noch immer die größte verbreitungsgruppe)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#52 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 11.06.2018, 13:30h
  • Antwort auf #44 von Tamak
  • Also erstens bedeutet, die PrEP nicht richtig anzuwenden, nicht automatisch eine Infektion, sondern zunächst mal nur ein erhöhtes Risiko.

    Bei richtiger Anwendung liegt das Restrisiko sowohl bei PrEP als auch bei Kondomen bei ca. 1%.

    Etwas als Gegenargument gegen eine bestimmte Methode anzuführen, das nur darauf beruht, dass sie nicht funktioniert, wenn jemand die Methode nicht richtig anwendet, halte ich für unlauter. Fakt bleibt: bei richtiger Anwendung schützt die PrEP zu 99%.

    "Unwissend über ihre eigene Infektion":
    Ich habe schon x-mal geschrieben, dass PrEP-User ein Folgerezept i.d.R. nur dann erhalten, wenn sie sich regelmäßig auf STDs, natürlich auch auf HIV, testen lassen.
    Wer sonst lässt sich so regelmäßig (nämlich alle 3-6 Monate) auf alle relevanten STDs testen? Kondomnutzer sicher nicht. Die glauben ja, mit dem Kondom seien sie gegen alles perfekt abgesichert.

    Aber all das kann man natürlich auch einfach mal ignorieren und statt dessen lieber Horrorszenarien aufbauen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#53 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 11.06.2018, 13:34h
  • Antwort auf #51 von DerStephan
  • "Fakt ist es gibt eine wirksame kostengünstige (!)Alternative."

    ...die eben nachgewiesenermaßen in mindestens ca. 3000 Fällen pro Jahr allein in Deutschland NICHT wirksam ist. Sonst hätten wir schließlich keine Neuinfektionen mehr.

    Dass Du da keine Zahlen hören willst, ist schon klar. Fakten stören natürlich nur.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#54 ursus
#55 AuntieBioticEhemaliges Profil
#56 DerStephanProfil
  • 11.06.2018, 13:50hNürnberg
  • Antwort auf #53 von AuntieBiotic
  • NichtAnwendung ist kein Argument gegen eine Wirksamkeit.

    Fakt ist wirksamer HIVSchutz war und ist kostengünstig schon Jahrzehnte möglich. daher ist Kondom eine wirksame wenn nicht die Wirksamste Methode.

    also mach doch nicht so als gäbe es da ein direkten Zusammenhang. das ist nämlich selbst unter Experten nicht geklärt und umstritten. möglicherweise ist ja die Aufklärung besser gewesen. Aber erstmal Halbwissen als fakt hinstellen und andere Argumente nicht gelten lassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#57 ursus
  • 11.06.2018, 13:52h
  • Antwort auf #44 von Tamak
  • das ohnehin schon sehr geringe risiko, resistenzen "heranzuzüchten", wird dadurch ausgeschlossen, dass die prep nur nach erstmaligem hiv-test und bei regelmäßigen ärztlichen kontrollen verschrieben wird.

    übrigens wurden auch schon die ersten kondomkampagnen als garantierte verursacher einer riesigen infektionswelle schwarzgemalt. das einzige, was damals schon riesig war, war die seltsame sehnsucht nach weltuntergang. da helfen fakten oft wenig, aber versuchen muss man es trotzdem immer wieder.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#58 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 11.06.2018, 14:06h
  • Antwort auf #56 von DerStephan
  • "NichtAnwendung ist kein Argument gegen eine Wirksamkeit."

    Schön gesagt. Das gilt übrigens ganz genau so für die PrEP.

    Ich sage hier ja ständig - nur wollen es Leute wie Du einfach nicht wahrhaben - dass PrEP UND Kondome jeweils eine Wirksamkeit von 99% haben.

    Ich sage aber auch, dass es Menschen gibt, bei denen Kondome nicht funktionieren, und die nun mit der PrEP erstmals eine vernünftige Lösung an der Hand haben, sich selbst eigenverantwortlich zu schützen. Ob Du das nun so haben willst oder nicht.

    Du zitierst "Experten" und unterstellst mir Halbwissen? Schätzelein - ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ich mich in den letzten Jahren mindestens 10x so intensiv mit dem Thema PrEP auseinandergesetzt habe wie Du.

    Aber auf der Faktenebene zu bleiben, schaffst Du halt einfach nicht, gell? Fällt ja glücklicherweise auch Anderen hier auf.

    So. Für heute ist mein Trollfutterbeutel vollständig ausgeleert. Lass Dir diese letzte Portion noch gut schmecken. Heute gibt's von mir nix mehr.
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#59 ursus
  • 11.06.2018, 14:40h
  • Antwort auf #56 von DerStephan
  • "daher ist Kondom eine wirksame wenn nicht die Wirksamste Methode."

    entscheidend ist hier der gedankliche schritt von "theoretisch sollten alle..." zu "faktisch werden es aber viele nicht tun, auch nicht mit noch mehr aufklärung." wer diesen schritt gar nicht nachvollziehen mag, warum auch immer, wird auch keine verbesserten präventionsstrategien finden.
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#60 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:00hHannover
  • Antwort auf #41 von DerStephan
  • ""schon allein die Tatsache disqualifiziert dich es gibt IMMER ein für und ein wieder."2..

    Dann nenn endlich mal eines, denn in all den threads zu all den Artikeln zur PrEP in den letzten 3 Jahren wurde NICHT EIN EINZIGES genannt welches nachvollziehbar gegen die PrEP spricht !

    Vor allem nicht dieses Pseudo-Argument des "Kosten-Faktors", das hier schon Dutzende Male widerlegt wurde..

    ""sollte man es nicht in einer Randgruppe die sich Vielfalt auf die Fahnen schreibt besser wissen?""..

    Hübscher Unfug, weil er aussagen soll HIV beträfe ja
    "nur eine randgruppe"..

    PrEP dient nicht nur Schwulen Männern dazu sich nicht zu infizieren..
    Eine ähnlich große Gruppe von möglichen Nutzer*innen sind beispielsweise Sexarbeiter*innen..

    Dazu viele Bisexuelle, Männer die mit Männern Sex haben, Frauen, Heteros, Menschen die in einer Sero-discordanten Partnerschaft leben und eine Therapie des infizierten Partners noch nicht voll wirksam durchgeführt ist..

    Insgesamt also eine vielfältige Abbildung dieser Gesellschaft..
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#61 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:04hHannover
  • Antwort auf #42 von DerStephan
  • ""wo liest du bei: "es könnte unter umständen sein"
    eine persönliche Erfahrung.""..

    Äh ?
    Merkst Du eigentlich was Du so aussagst ?

    Mit diesem
    ""für gewisse Personen unter umständen vielleicht bei Sonnenfinsternis als passiver im Eifer des Gefechts und auf Ikea betten.""

    versuchst Du die Erfahrungen ANDERER vom Tisch zu wischen !
    Namentlich die Erfahrung, die Dir "AuntieBiotic" als seine eigene als Passiver Mann erzählt hat, und die aussagt das es passiven Männern durchaus nicht selten schwer fällt sich vor einer Infektion zu schützen..
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#62 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:24hHannover
  • Antwort auf #44 von Tamak
  • ""Die Prep wird 2-3 Jahre wirken, dann kommt das böse Erwachen. ""..

    Die Erkenntnis das Therapie einen wirksamen Schutz vor Infektion bietet ist nun FÜNFZEHN JAHRE alt !

    Die Idee das man mittels einer PrEP einen ähnlich hohen Schutz erreichen kann entstand aus der Post-Expositions-Prophylaxe..
    Diese wurde erstmals angewendet um das Jahr 1990 herum..

    Die PrEP selbst befindet sich seit ZEHN JAHREN in der Anwendung, denn so alt sind schon die ersten Studien dazu..

    ""Unter allen Usern wird es solche geben, die die Prep nicht richtig anwenden und sich deshalb trotzdem infizieren (15% laut aktuellen Studien).""..

    Woher stammt die Zahl ?

    Und JA..
    Unter all den Anwendern von Kondomen gibt es seit mehr als 30 Jahren regelmäßig MINDESTENS EIN PROZENT Neuinfektionen pro Jahr..

    Dennoch würde niemand das Kondom als Unfug verteufeln..

    ""Unwissend über ihre eigene Infektion werden die dann vor dem nächsten Verkehr wieder Prep anwenden und dann nach und nach Resistenzen heranzüchten""..

    -LOL-

    Bullshit-Bingo der besonderen Art..

    Denn diese "Unwissenheit" führte zu einer Art "Therapie-Beginn" mit wahrscheinlich nicht ausreichenden Mitteln !

    Was dann aber nicht zu dem Schreckgespenst der "Resistenzen" führte, denn diese gibt es gar nicht, sondern hier würde lediglich das Absinken der Virus-Last unter die Nachweisgrenze nicht erreicht..

    Für Menschen die seit mehr als 35 Jahren über HIV informiert sind, wäre das wie eine Art "Rückfall" in die Zeit der Retrovir-Therapie..

    ""sodass auch diejenigen, die Prep RICHTIG anwenden nicht mehr geschützt sind. ""..

    Noch mehr Bullshit-Bingo..

    Denn Interaktionen zwischen HIV-negativen Menschen sind VIRUS-FREIE Kontakte !

    Durch welchen Zaubertrick sollten sich hier also das Virus verändern ?
    Vor allem wenn man bedenkt daß sich das Virus durch den Einfluß von Medikamenten GAR NICHT verändert, sondern sich als so genanntes Retro-Virus nur veränderten Wirts-Bedingungen anpassen kann ?

    Und mal so als grundsätzliche Information :
    Truvada verhindert daß das Virus sich teilt, sich also fortpflanzt..
    Ohne Fortpflanzung also auch keine Mutationen..

    ""Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

    Emtricitabin und Tenofovir disoproxil sind Hemmstoffe eines Enzyms (reverse Transkriptase) des humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Dadurch wird die für die Virusvermehrung notwendige Umschreibung der viralen RNA in DNA blockiert, der Einbau in das menschliche Erbgut verhindert und folglich die Virusvermehrung gehemmt. Die Wirkstoffe können nur den Befall weiterer Zellen verhindern, bei bereits in eine Wirtszelle eingedrungenen Viren sind sie unwirksam.""..

    www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/TRUVADA-2
    00-mg245-mg-Filmtabletten-1380424.html


    Ein bisschen informieren täte auch Dir hier gut !
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#63 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:30hHannover
  • Antwort auf #47 von Tamak
  • 1.Link..

    Kernaussage :
    86 Prozent Schutzwirkung in der Gesamtgruppe..

    Da stimmen die 15 Prozent schon nicht mehr..

    2.Link..
    ""Wenn man die Tabletten regelmäßig einnimmt, ist die Schutzwirkung sehr viel höher und erreicht fast 100 Prozent.""..

    Wie "Quistor" es so schön beschreibt, handelt es sich bei PrEP-Nutzern um Menschen die über eine Kontrolle verfügen WOLLEN !

    Das ist Verantwortungsbewußtsein !

    Dementsprechend unterstelle ich diesen Menschen dann zunächst die Einhaltung der Regeln die zur Verschreibung einer PrEP dazu gehören !
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#64 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:44hHannover
  • Antwort auf #51 von DerStephan
  • ""Nicht die Zähneputzen oder zur vorsorge gehen kostet der Krankenkasse am Ende auch viel.""..

    Nur Fast-Food fressen und Zuckerhaltige Limonaden saufen auch..
    Von den Spätfolgen eines suchtartigen Verbrauches von so genannten "Energy Drinks" wollen wir dann gar nicht erst reden..

    Das alles ist aber KEIN Argument gegen die PrEP !

    Denn die eine Prävention ist mit einer anderen Prävention, die eine Erkrankung mit einer anderen Erkrankung NICHT aufrechenbar !

    ""Die Krankenkassen sind für die Grundversorgung zuständig und nicht für eine angenehme Auswahl.""..

    Äh ?
    Wann hast Du zuletzt in die Gesetze geschaut ?
    Wo steht denn dort etwas von "Grundversorgung", und wie korrespondiert das mit Milliardenschweren Ausgaben für die Prävention gegen Diabetes oder anderen Zivilisations-Krankheiten ?

    WAS die GKV bezahlt, und was nicht entscheidet jedes Jahr der Bundestag aufs Neue, denn dort wird festgelegt was Erstattungs-pflichtig wird, und was immer noch nur für "Privat-Versicherte" zur Verfügung steht..

    Das ist hier alles mehrfach lang und breit diskutiert..
    Wann also kommt dann endlich mal ein nachvollziehbares Argument gegen die PrEP von Dir ?

    ""und nicht nur irgendwelche Randgruppen""..

    HIV ist KEINE "schwulen-Seuche" !

    Ich dachte aus dieser Diskussion sind wir dank der Prävention der BzGA Mitte der Achtziger Jahre endlich befreit !

    Seuchen-Prävention ist dann auch das passende Stichwort, denn was die GKV im Rahmen der Seuchen-Prävention alles so bezahlen muß, steht im Infektionsschutzgesetz :

    www.gesetze-im-internet.de/ifsg/
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#65 TheDadProfil
  • 11.06.2018, 22:50hHannover
  • Antwort auf #56 von DerStephan
  • ""Fakt ist wirksamer HIVSchutz war und ist kostengünstig schon Jahrzehnte möglich. daher ist Kondom eine wirksame wenn nicht die Wirksamste Methode. ""..

    Und da ist sie schon wieder, die Fakten-Resitenz !

    Wie eben erst wieder beschrieben :

    Kondome wirken BEI RICHTIGER ANWENDUNG zu 99 Prozent..

    Die PrEP wirkt ebenfalls bei richtiger Anwendung zu 99 Prozent..

    Finde den Unterschied..

    Und frage Dich wieso Du das Vorhandensein von ZWEI WIRKSAMEN Methodiken nebeneinander nicht wahrhaben willst ?

    Die sich bei Bedarf sogar kombinieren lassen, und sich ergänzen..

    Und weil sie sich an UNTERSCHIEDLICHE Gruppen von Nutzern wenden ERHÖHEN sie zusammen insgesamt den "Herden-Schutz", und reduzieren so die Neuinfektions-Rate..

    ""also mach doch nicht so als gäbe es da ein direkten Zusammenhang. das ist nämlich selbst unter Experten nicht geklärt und umstritten.""..

    Welche Experten ?
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#66 Rosa SoliAnonym
  • 12.06.2018, 09:32h
  • Antwort auf #44 von Tamak
  • Tamak, mit den gleichen Argumenten hat man übrigens vor über 30 Jahren die Wirksamkeit der Kondome für den Infektionsschutz angezweifelt. Was heute für uns eine Selbstverständlichkeit und über alle Zweifel erhaben ist, war Anfang/Mitte der 1980er Jahre keineswegs so.
    Die Befürworter einer repressiven Aids-Politik waren damals überhaupt nicht der Meinung, dass man mit der Strategie von Aufklärung und Information und mit der Empfehlung des Kondomsgebrauchs die Ausbreitung der Epidemie würde verhindern können. Im SPIEGEL machte man sich über die damalige Gesundheitsministerin Süssmuth lustig und erklärte nahezu wörtlich, dass "die Lehrerin, die von Seuchenbekämpfung nicht viel Ahnung hat, der Seuche nichts entgegenusetzen habe außer einer Kondomempfehlung". Höhepunkt dieser Verächtlichmachung war ein Titelbild von Süssmuth in einem Ganzkörperkondom. Mehr Hohn und Spott ging nicht. Dass das Kondom tatsächlich ein sehr wirkungsvoller Infektionsschutz sein könnte, kam den Herrschaften nicht in den Sinn, weil sie von sexueller Moralpanik übermannt, sich nur Sodom und Gomorrha und eine apokalyptische Ausbreitung der Epidemie vorstellen konnten. Den Ausgang der Geschichte kennen wir alle. Die HIV-Prävention in Deutschland wurde ein Erfolgsmodell und bescherte uns weltweit niedrigste Infektionszahlen.

    Ich bin manchmal überrascht, wie wenig man aus der Geschichte lernen will. Mit den gleichen Argumentationsmustern, die damals gegen den Gebrauch von Kodomen verwendet wurden, begenet man heute der PrEP. Selbst als sich bereits abgezeichnet hatte, dass das Kondom"wirkt", wollten die Unkenrufe nicht verstummen und die verheerenden Auswirkungen wurden für die Zukunft vorhergesagt. Übrigens wurde damals auch das Restrisiko, das schon immer beim Schutz durch Kondome bestand, mega skandalsiert und der Schutzfaktor zugunsten der eigenen Argumentation kleingerechnet.

    Die Gegener von damals sind heute ziemlich verstummt und müssen selbst zugeben, dass die safer sex-Strategie ziemlich erfolgreich war. Gut für uns alle, dass sich diese Oberbedenkenträger damals nicht durchgesetzt haben.

    Ich vermute, dass es mit der PrEP auch so laufen wird. In zehn oder fünfzehn Jahren werden wir von dem ganzen Geschrei nichts mehr hören und die PrEP hat sich als wirkungsvolles Prophylaxemittel, das entschieden zur Reduzierung der Neuinfektionen beigetragen hat, etabliert.
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