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Kommentare zu:
Berlin: Junge Männer homophob beleidigt und mit Messer bedroht


#1 Simon HAnonym
  • 17.06.2018, 16:01h
  • Mit jedem weiteren dieser Fälle wird die Untätigkeit der Politik unerträglicher.

    Wir brauchen endlich verpflichtend mehr Aufklärung an allen Schulen. Nicht nur in Sexualkunde, sondern auch in Geschichte, Politik, Sozialkunde, Erdkunde, etc. muss man entsprechende Themenmodule einbringen (z.B. über die Verfolgung im Dritten Reich). Denn Bildung ist der beste Schutz gegen Vorurteile.

    Außerdem muss es endlich 100% rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG) geben. Das sorgt zwar nicht automatisch für mehr Akzeptanz, ist aber notwendige Voraussetzung für gesellschaftlichen Wandel. Denn wie soll man Akzeptanz der Gesellschaft erwarten, wenn nicht mal der Staat uns voll akzeptiert.

    Außerdem wäre ein nationaler Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie mit entsprechenden Werbekampagnen, etc. dringend nötig.

    Diese drei Maßnahmen wären gute Schritte, um endlich etwas zu ändern und Deutschland ins 21. Jahrhundert zu führen. Und vor allem, um sicherzustellen, dass auch LGBTI sicher, frei und offen leben können, wie es für andere Menschen auch der Fall ist und was Aufgabe des Staates ist!!!
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#2 JoonasAnonym
  • 17.06.2018, 16:51h
  • In Deutschland sind auch die Strafen viel zu lasch...

    Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass man jemandem, dem vielleicht mal im Streit die Hand ausrutscht o.ä. nicht gleich das ganze Leben versaut.

    Aber wenn (wie hier in dem Fall) jemand mit einem Messer auf einen anderen losgeht, dann ist das versuchter Mord.
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#3 PierreAnonym
  • 17.06.2018, 17:13h
  • "Wie bei Erstmeldungen üblich, machte die Polizei keine weiteren Angaben zu den mutmaßlichen Tätern und Opfern."

    Das finde ich einen Fehler.

    Denn sowas ist eine Einladung an rechte Verschwörungstheoretiker, die Tat Migranten in die Schuhe zu schieben. Und mangels offizieller Fakten, wird das dann auch geglaubt.

    Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Entweder der Täter ist Deutscher ohne Migrationshintergrund. Dann sollte man das sagen, damit nicht wieder die Migranten für alles verantwortlich gemacht werden.
    Oder der Täter ist Migrant oder "mit Migrationshintergrund". Dann sollte man das genauso sagen, damit es nicht wirkt, als wolle man da was vertuschen oder unter den Teppich kehren. (Und um evtl. zu erkennen, wo Probleme sind und wo man gegensteuern muss.)

    Egal welcher der beiden Fälle vorliegt: ein Schweigen nützt nur Rechtspopulisten.

    Natürlich sollte die Nationalität, Herkunft, o.ä. von Tätern eigentlich überhaupt keine Rolle spielen. Denn gewaltbereite Idioten gibt es in jeder Gruppe und Schicht. Aber wir leben nun mal leider in einer Zeit, wo die Rechtspopulisten massiv Zulauf erfahren und solche Vorfälle gnadenlos für ihre Zwecke missbrauchen. Und da muss man vielleicht auch mal Dinge, die eigentlich irrelevant sein sollten, dennoch tun. Einfach um den Rechten nicht die Möglichkeit zu bieten, das für sich auszuschlachten.
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#4 Carsten ACAnonym
  • 17.06.2018, 17:54h
  • Ich werde niemals verstehen, wie jemand gewalttätig werden kann, ohne angegriffen zu werden o.ä. Einfach nur, weil einem die Gefühle eines anderen Menschen nicht passen.

    Es ist mir einfach unbegreiflich. Das muss eine psychische Störung sein.
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#5 TheDadProfil
  • 17.06.2018, 20:02hHannover
  • Antwort auf #2 von Joonas
  • ""In Deutschland sind auch die Strafen viel zu lasch...""..

    Das ist Bullshit-Bingo !

    Bestraft wird, was angeklagt wird !

    Lautet die Anklage dann "versuchte, gefährliche Körperverletzung", dann sieht das Gesetz entsprechende Strafen vor..

    Die werden dann von den Richtern mehr oder weniger ausgeschöpft, denn Richter sind in ihrer Urteilsfindung frei in der Entscheidung..
    Ein entscheidender Aspekt der staatlichen Gewaltenteilung..

    Es gälte hier also zunächst einen Staatsanwalt zu finden, der einen Mordversuch anklagt, und diesen dann auch nachweisen kann !

    Doch Recht ist auch ein "Geschäft"..
    Staatsanwälte klagen die Delikte an, die sie beweisen können, um damit dann auch Verurteilungen zu erreichen..
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#6 PatroklosEhemaliges Profil
  • 17.06.2018, 20:03h
  • Die Hauptstadt des homophoben Mobs hat wieder einmal gezeigt, daß es kein lebenswerter Ort mehr für die LGBTI-Community ist!
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#7 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 17.06.2018, 20:10h
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • "Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht."

    Obwohl schon hunderttausendmal erklärt, für Dich gerne nochmal: NUR in BERLIN werden solche Taten überhaupt ERFASST. DESHALB hören wir aus anderen Städten kaum von vergleichbaren Übergriffen. Weil sie überall anderswo de facto verschwiegen werden.

    Anzunehmen, es gäbe derlei nur in Berlin, ist - gelinde gesagt - mindestens schwer naiv.
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#8 TheDadProfil
  • 17.06.2018, 20:10hHannover
  • Antwort auf #3 von Pierre
  • ""Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Entweder der Täter ist Deutscher ohne Migrationshintergrund. Dann sollte man das sagen, damit nicht wieder die Migranten für alles verantwortlich gemacht werden.
    Oder der Täter ist Migrant oder "mit Migrationshintergrund". Dann sollte man das genauso sagen, damit es nicht wirkt, als wolle man da was vertuschen oder unter den Teppich kehren.""..

    Das sind dann schon Drei Möglichkeiten, zu denen dann noch die Vierte, die des "Deutschen mit Migrationshintergrund" hinzukommt, denn "Migrationshintergründe" verschwinden nicht einfach so ins Nichts, bloß weil man eine Staatsangehörigkeit annimmt..

    "Migrationshintergründe" sind dann auch keine MOTIVE !
    Sie sind Auslöser, weil mit ihnen eine Sozialisation verbunden ist..

    Blöderweise sind solche Sozialisationen auch bei "Deutschen mit und ohne Migrationshintergründe" dann nicht genau erfragbar, denn solche Fragen, wenn sie dann schon mal gestellt werden, fließen nicht mit in die Aufarbeitung des Geschehens ein..

    Es fragt nämlich Niemand wieso ein "Katholik" einer alten Dame die Handtasche klaut..

    ""Natürlich sollte die Nationalität, Herkunft, o.ä. von Tätern eigentlich überhaupt keine Rolle spielen.""..

    Wieso dann die aufwendige Frage danach ?

    Es gibt Täter*innen und Opfer..

    ""Denn gewaltbereite Idioten gibt es in jeder Gruppe und Schicht.""..

    Exakt..
    Und dort gilt es dann auch zu ergründen wieso Gesellschaft nicht in der Lage ist Rassismus und gruppenbezogene Gewalt-Anwendungen zu verhindern..
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#9 TheDadProfil
#11 PatroklosEhemaliges Profil
#12 TheDadProfil
#13 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 18.06.2018, 08:44h
  • Antwort auf #2 von Joonas
  • "Aber wenn (wie hier in dem Fall) jemand mit einem Messer auf einen anderen losgeht, dann ist das versuchter Mord."
    ich finde es erschreckend, wie unsere gesellschaft innerhalb weniger jahre abgestumpft ist. dass leute bewaffnet rumlaufen ist wohl inzwischen der normalzustand. keiner nimmt mehr anstoss daran, dass irgend ein idiot mal eben so sein messer zückt.
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#14 Eulen_spiegelAnonym
  • 18.06.2018, 11:15h
  • Antwort auf #3 von Pierre
  • Natürlich spielt die Nationalität (leider) eine Rolle.

    Ein russischer Einwanderer z.B. ist halt off von einer LTBGT-feindlichen Erziehung betroffen, da dies in Roßland Kirchen und die herschende Putin Partei zusätzlich fördern.

    Ein bisschen Alkohol obendrauf und dann kann so etwas leichter passieren als bei anderen.

    Deutsche Subethnien lassen sich leider nicht so leicht ermitteln - in einem erzreligiösen Umfeld oder bei Neonazis ( die erkennt man zu Glück) ist die Hemmschwelle wohl auch x mal niedrieger als die von Cheng und Ulf aus der Waldorfschule.

    Leider spielt die Ethnie noch eine große Rolle, insbesonders wenn sich feste Subgruppen ausbilden. Eine Bekannt ( Grundschullehrerin) kann ein Lied davon singen, wie sich teilweise die Verwandtschaft zum Leidwesen der Mütter in die Erziehung einmischt um die Jungs aggressiver zu machen. "Ein echter Junge haut sich". "Ein echter Junge schlägt Tiere tot" ...

    Und zusätzlich dann noch Kinder die gegen den Willen von ihren progressiven Eltern! von der Verwandtschaft in eine konservative Koranschule geschickt werden. Da verzweifelt man schon.
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#15 herve64Ehemaliges Profil
  • 18.06.2018, 12:34h
  • Antwort auf #14 von Eulen_spiegel
  • Ich würde mal eher behaupten, dass es das soziale Umfeld ist, das hierfür eine entscheidende Rolle spielt, und das hat nur bedingt mit Ethnien zu tun, sondern eher mit den teilweise selbstgewählten Ghettos, in die man sich besonders heimisch fühlt. Und ob diese jetzt von religiotisch rückständigen Existenzen dominiert werden oder von nationalistischen Schwachmaten mit Minderwertigkeitskomplexen ist dafür eigentlich sekundär.

    Fakt ist allerdings, dass man jahrzehntelang dieser Abschottung tatenlos mit einer Laissez-faire-Mentalität zugesehen hat und somit eine Entwicklung von Parallelgesellschaften zumindest billigend in Kauf genommen hat, die einem jetzt um die Ohren fliegt, weil man die daraus resultierenden Probleme nicht mehr unter Kontrolle hat.

    Und so bleibt auch die Erfassung homophober Straftaten hilfloser Anschein von Aktionismus, der eigentlich nur für Kriminalstatistiken gut ist, aber der Bekämpfung des eigentlichen Problems bestenfalls unzureichend dienlich ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »

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