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Kommentare zu:
WM: Mexiko-Fans mit homophoben Sprechchören


#1 felix-cgnAnonym
  • 17.06.2018, 20:18h
  • Danke, dass queer.de diese homophoben Sprechchöre aufgreift! Gibt es eigentlich von der FIFA angedachte Sanktionen für einzelne Verbände wie beim DFB?

    Aber bitte seid nicht auf dem anderen Auge in euren Berichten blind: dem Rassismus. Ist nur mir aufgefallen, dass es bei dem Spiel ein unheimlich lautes Raunen wie ein tiefes Buhen gab, immer wenn Boateng am Ball war?

    Das fand ich auch besonders in der ersten Halbzeit irritierend. Zuerst dachte ich, es sei gegen die deutsche Mannschaft an sich gerichtet, aber es fiel auf, dass es immer bei Boateng geschah. Nein, auch nicht bei Özil. Sehr komisch. Was steckt dahinter?

    Oder ist das Putins Destabilisierungs-Psycho-Strategie, die wir schon im Netz mit den vielen russlanddeutschen Trollen kennen? Die sind ja zumindest gerne homophob und AfD-nah, wenn es dazu dient, Deutschland zu spalten.
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#2 PeerAnonym
  • 17.06.2018, 21:29h
  • Es kann doch nicht sein, dass sowas ohne Konsequenzen bleibt.

    Die FIFA muss endlich Konsequenzen ziehen, wenn der Fußball nicht endgültig in Verruf geraten soll.
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#3 AlejandroPerezAnonym
  • 17.06.2018, 22:18h
  • Also hier in Spanien und Lateinamerika benutzt man im Alltag immer Puto, joder etc. im allgemeinen Vokabular. Von Ausländern wird das als harte Beleidigung aufgefasst. Puto wird gar nicht in diesem Zusammenhang "Stricher" verwendet sondern einfach als männliche Schlampe oder Idiot! Das hat nichts mit Homosexualität oder Diffamierung Homosexueller zu tun. Wahrscheinlich tut die Fifa nichts dagegen weil ihnen (durch die hohe Anzahl spanischsprechender Länder) dieser Umstand bekannt ist.
    Wenn man Schwule beleidigen will sagt man übrigens Marica, Maricón oder mariquita!
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#4 WadimAnonym
#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 18.06.2018, 01:37h
  • Den Fans aus Mexiko scheint es egal zu sein, wenn sie sanktioniert werden. Was wäre, wenn deutsche Fans das Wort für die mexikanische Mannschaft benutzt hätte? Wäre es ihnen dann auch egal gewesen?
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#6 DerStephanProfil
  • 18.06.2018, 06:45hNürnberg
  • Antwort auf #3 von AlejandroPerez
  • Kann dem nur zustimmen.

    Homophobe Beleidigungen wären definitiv andere gewesen. Aber erstmal ne dicke Welle machen.

    Wenn man in Deutschland jemand Pennen oder Arschloch sieht man das nun auch nicht als direkte Diffamierung von Obdachlosen oder Schwulen.

    Zudem verwenden die Menschen im spanischen Raum Schimpfwörter viel frequentierter, was nicht aussagt dass diese mehr beleidigen wollen sondern dass dies teilweise zur Alltagssprache gehört.

    Aber wie meisten hier haben ja eh schon Ihre Meinung und Opferrolle gefunden
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#7 SchwTAAnonym
  • 18.06.2018, 07:08h
  • Antwort auf #3 von AlejandroPerez
  • ¡Bájale, hombre! Ich weiß, dass man gerade in Spanien sehr gerne und oft öffentlich flucht. Aber "puto" Die verschiedenen Bedeutungen laut der Real Academia de la Lengua Española sind mir auch geläufig. In Mexiko allerdings, wo ich über elf Jahre gewohnt habe, heißt "puto" schlicht und ergreifend "Schwuchtel". Der Versuch, das aus diesem Kontext herauszureißen, ist ähnlich wie die Erklärung, "schwul" auf dem Schulfhof habe nichts mit Schwulen zu tun. Vielleicht nicht direkt. Aber in nächster Nähe sitzt gedanklich der "Urheber" für diesen Begriff - die effiminierte Tunte, die, den Hintern hinhält. Die, die, stellvertretend für das Volk vergewaltigt werden kann - les mal Octavio Paz zum Stichwort chingar ("la palabra mágica") - und umso miserabler, da es sich um einen gevögelten Mann handelt (puto, nicht puta).
    So sehr ich meine zweite Heimat liebe, aber die Fussballfans in Mexiko sind leider oft genug Gesocks und Prolls, Machos erster Güte. Viral haben sich bereits Bilder verbreitet, wo eine altaztekische Opferszene dergestalt umgearbeitet worden ist, dass Priester im mexikanischen Trikot einem Opfer im deutschen Trikot das Herz herausschneiden. Ein weiteres Foto zeigt Frau Merkel mit Putin und der Unterschrift "Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Merkel, in Russland hat noch keiner von Ihnen gewonnen".
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#8 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 18.06.2018, 08:40h
  • Antwort auf #2 von Peer
  • "Es kann doch nicht sein, dass sowas ohne Konsequenzen bleibt. Die FIFA muss endlich Konsequenzen ziehen, wenn der Fußball nicht endgültig in Verruf geraten soll."
    hahahahahaha - die fifa ist doch schon längst ganz in verruf, schlimmer gehts wohl kaum noch. die nächste fußball-WM dann in katar: nix mit prosecco/bier, nix schwule. wach doch mal bitte auf!
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#9 QwertzAnonym
#10 herve64Ehemaliges Profil
#11 AndreasKAProfil
  • 18.06.2018, 13:15hKarlsruhe
  • Antwort auf #9 von Qwertz
  • auch @ herve

    Entschuldigt (Euch!) bitte mal - das ist ja wohl eine leichtfertige und unangebrachte Unterstellung!

    Wenn Proleten im Stadion grölen, heißt das nicht, dass alle Fußballfans Proleten sind.

    Was sollen derartige Vereinfachungen?

    Blendet das mal in unsere Community um Euch darüber klar zu werden, welch ein Unsinn Ihr da von Euch gebt! Homosexuelle Männer etwa sind auch nicht alle Tunten, Künstler, Friseure oder Floristen (wobei nicht eine dieser aufgezählten Stereotypen auch nur im geringsten so abwertend gemeint ist, wie von Euch das Wort "Proleten" ... das man übrigens auch etwas vielschichtiger interpretieren könnte).

    Mannmannmann, Ihr bewegt Euch sehr nahe an der Trollerei ... was soll das unreflektierte Geknöre?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#12 herve64Ehemaliges Profil
  • 18.06.2018, 15:42h
  • Antwort auf #11 von AndreasKA
  • Fußball wird nun mal leider als Quasi-Religion aufgeplustert, um das Volk ruhig zu halten. Insofern sind gerade Weltmeisterschaften etwas sehr Praktisches, kann man doch politisch unpopuläre Entscheidungen am Ehesten während solcher Ereignisse durchbringen, weil das "Stimmvieh" abgelenkt ist. Das geht alles nach dem selben Grundsatz "panem et circenses", also Brot und Spiele, wie er bereits im alten Rom höchst erfolgreich praktiziert wurde.

    Insofern brauchst du dich gar nicht darüber zu ereifern, wenn man die Anhänger dieser Ersatzreligion "Fussball" mal etwas härter angeht, weil einem dieser übertriebene Fanatismus mit stellenweise "Ausnahmezuständen" (z. B. in Form von Autokorsos oder Hooligan-Straßenschlachten) einfach gehörig auf den Geist geht und einem auch nur das geringste Verständnis für derartige Exzesse fehlt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 AndreasKAProfil
  • 18.06.2018, 16:27hKarlsruhe
  • Antwort auf #12 von herve64
  • ... ereifern ... hmmm ... nunja, ich habe eifrig geschrieben ... soweit mag das Wort, dass du offenbar abfällig benutzt stimmen.

    Aber du beleuchtest nur eine - die lauteste - Gruppe von Fußballfans und ärgerst dich über Dinge, die anderen Leuten Spaß machen ... etwa Autokorsos.

    Hier ist, wenn Akzeptanz schwierig wird, zumindest etwas Toleranz hilfreich, um fair zu bleiben.

    (Einschub: War vor wenigen Wochen beim CSD in Karlsruhe unterwegs und habe mitbekommen, wie sich Autofahrer laut beschwerten, dass die Parade ihnen den Weg versperrte. Fand ich verständlich, aber ich habe ihnen abverlangt, sich zu gedulden, bis die Parade vorüber war. Einschub Ende)

    Kannst du nicht mal versuchen, zu verstehen, dass es nachvollziehbare andere Blickwinkel als deinen gibt, die andere tatsächlich liebenswerte Menschen einnehmen können - wie etwa meine sehr freundlichen fußballbegeisterten Nachbarn?

    Willst du nicht einmal ein bisschen differenzieren?

    Ich verstehe ja, dass das Getöse um den Fußball grotesk sein kann, gelegentlich an den Nerven zehrt und zuweilen sogar unangenehm ist - aber ich werde das nie verabsolutieren und will nur die Leute "hart angehen", die (mir) hart kommen und nicht alle anderen mit einer ätzenden Brühe überziehen.

    Warum also deine plakative Reduzierung der Fans? Die Argumente, die ich lesen konnte, sind mir nicht ausreichend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 herve64Ehemaliges Profil
#15 AndreasKAProfil
#16 herve64Ehemaliges Profil
  • 19.06.2018, 08:45h
  • Antwort auf #15 von AndreasKA
  • Und, BTW: selbst der größtaufgezogendste CSD ist durchorganisiert, damit er geordnet verlaufen kann und hat nicht auch nur ansatzweise eine dermaßen alles überschwemmende Omnipräsenz geschweige denn spontane die Öffentlichkeit unangenehm tangierende Exzesse zur Folge wie eine Fussballweltmeisterschaft. Insofern hinkt dieser Vergleich ganz gewaltig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 AndreasKAProfil
  • 19.06.2018, 10:50hKarlsruhe
  • Antwort auf #16 von herve64
  • Meine Absicht bei dem Beispiel war lediglich, dass du dich mal in andere hineinversetzt und die Rollen tauscht (in diesem Fall du als evtl. CSD-Gänger und ein anderer Genervter)

    Nun nehme ich zur Kenntnis, dass du dich im Kleinklein von Rechthaberei wohler fühlst.

    Jeder so wie er mag ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 TheDadProfil
  • 19.06.2018, 11:21hHannover
  • Antwort auf #13 von AndreasKA
  • ""(Einschub: War vor wenigen Wochen beim CSD in Karlsruhe unterwegs und habe mitbekommen, wie sich Autofahrer laut beschwerten, dass die Parade ihnen den Weg versperrte. Fand ich verständlich, aber ich habe ihnen abverlangt, sich zu gedulden, bis die Parade vorüber war. Einschub Ende)""..

    Meine Antwort an die Wartenden wäre hier gewesen :

    Das ist Sinn und Zweck der Veranstaltung, um Menschen wie sie zum Nachdenken anzuregen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#19 AndreasKAProfil
#20 herve64Ehemaliges Profil
#21 AndreasKAProfil
#22 herve64Ehemaliges Profil
#23 AndreasKAProfil
  • 20.06.2018, 10:53hKarlsruhe
  • Antwort auf #22 von herve64
  • sehr schön,

    dann fasse ich mal unsere Auseinandersetzung hier zusammen:

    Du hast dich aufgeregt darüber, dass Fußballfans "We are the Champions singen" und Fußballfans ohne Differenzierung als grölende Proleten die dir auf den Geist gehen bezeichnet.

    Ich habe darauf hin zu Bedenken gegeben, dass Fußballfans wie so ziemlich jede gesellschaftliche Gruppe nicht über einen Kamm geschoren werden sollten und ich habe versucht, bei dir Verständnis zumindest für die gemäßigteren Fans zu wecken und hier und da mal etwas wenigstens zu tolerieren ... inklusive einem zartem Verweis darauf, dass wir als queere Leute auf Toleranz und Akzeptanz innerhalb und außerhalb auch unserer sehr heterogenen Gruppe hinarbeiten.

    Leider habe ich nicht gesehen, dass du auf meine mir wichtigsten inhaltlichen Argumente eingegangen bist.

    Das ist freilich dein Recht.

    Ich kann daraus schließen, dass meine Argumente entweder so stark und selbstverständlich sind, dass du sie annimmst, oder dass du sie für so banal und unwichtig hältst, dass es dir zu blöd ist darauf einzugehen. Und so habe ich dir gespiegelt, dass ich nun selber mir meinen Reim darauf mache.

    Dann gab es einen Abtausch im Klein-Klein der sich Randthemen aufhängte und den ich ausnahmsweise mal mitgemacht habe.

    Meine Belohnung war deine wundervoll absurde Reaktion, dass du kein Problem damit hast, mir das letzte Wort zu überlassen und de facto damit das bis dahin letzte Wort geschrieben hattest.

    Das war einfach zu unwiderstehlich, um mir diesen Kommentar zu verkneifen.

    Ich würde am liebsten jetzt mit dir gemeinsam darüber lachen und noch mal an meinen mir inhaltlich wichtigsten Inhalte (Toleranz/Akzeptanz ist ein Tau mit zwei Enden) ansetzen. Aber ich respektiere auch voll und ganz, wenn du schweigst oder kein Interesse in einem Kommentar dokumentierst.

    Aber ins Klein-Klein steige ich nicht mehr ein. Da würde ich im Falle des Falles dir dann tatsächlich das letzte Wort überlassen.
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#24 herve64Ehemaliges Profil
  • 30.06.2018, 00:04h
  • Antwort auf #23 von AndreasKA
  • Wie auch immer: das Thema scheint sich mit dem Ausscheiden Deutschlands nun glücklicherweise von selbst erledigt zu haben. Oder, um es mit der Queen-Proletenhymne zu zitieren: "No time for losers 'cause we are the champions" (Ok, WER es nun sein wird, wird gerade ermittelt, aber die Bundeskasperköpfe sind es definitiv nicht)!!!
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