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Kommentare zu:
LGBTI-Aktivisten kritisieren US-Austritt aus Menschenrechtsrat


#1 YannickAnonym
  • 20.06.2018, 11:14h
  • Also Donald Trump hat ja schon viel Unheil über die USA und die Welt gebracht. Und er hat schon viel Porzellan zerbrochen, was selbst ein besserer Nachfolger nicht so schnell kitten könnte.

    Aber dass die USA jetzt aus dem Menschenrechtsrat austreten und sich damit auf eine Stufe mit schlimmsten Schurkenstaaten begeben, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.

    Wo führt das alles noch hin?!...
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#2 DangerAnonym
  • 20.06.2018, 11:29h
  • Naja, ganz so negativ würde ich das nicht alles sehen.

    Denn der UN-Menschenrechtsrat kämpft, anders als der Titel vermuten lässt, keineswegs für die weltweite Achtung der Menschenrechte. Hier haben alle 47 Mitglieder gleiche Stimmrechte, und dazu zählen aktuell unter anderem: Ägypten, Ruanda, Tunesien, Südafrika, China, Irak, Saudi-Arabien, Angola, Afghanistan, Katar, Pakistan, die Vereinigten Arabischen Emirate. Und das sind nur die offensichtlichsten und regelmäßigsten Verbrecher gegen die universellen Menschenrechte.

    Ein Ort, an dem der unangefochtene Hinrichtungsweltmeister China und Saudi-Arabien gleichberechtigt mit Deutschland, der Schweiz, Belgien, Spanien, Australien, Großbritannien und den USA über vermeintliche und echte Menschenrechtsverletzungen urteilt, darf im Interesse der Staaten, die Menschenrechte ernst nehmen, eigentlich gar nicht existieren.

    Warum sollte man also nun den Austritt der USA aus diesem UN-Menschenrechtsrat kritisieren?
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#3 Petrus48Anonym
  • 20.06.2018, 11:38h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • Also ich halte diese Entscheidung für falsch, das ist keine Frage.

    Aber wo die USA-Regierung Recht hat, ist:

    * erstens in der Tat ist auffällig, wie die Mitgliedsstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit mit Sitz in Kairo, die eine gegenläufige Kairoer Erklärung zu Menschenrechten im Vergleich zur UNO-Charta verfasst haben, ständig versuchen, über UNO-Organisationen Beschlüsse gegen israel zu erreichen. Selbstverständlich ist es leider so, dass die Islamisch geprägten Staaten des Nahen Ostens die UNO "missbrauchen", um israelfeindliche Positionen dort zu beschließen.

    So habe ich unter anderem die seit den 1990er versprochene Verlegung der US-Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusaelm als Freund Israels begrüßt und das hatten Demokraten und Republikaner den Israeli schon lange versprochen.

    * zweitens leider ist es auch so, das dort im UNO-Menschenrechtsrat Mitglieder wie Saudi-Arabien, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Malediven, Mauretanien (!), Pakistan und Algerien sind ("allesamt islamisch geprägt"), wo homosexuelle Handlungen in diesen Staaten unter Strafe stehen, und diese Staaten dominieren entscheidend diesen Ausschuss, und verhindern entsprechende Menschenrechtsbeschlüsse gegen sich selbst sowie gegen afrikanische Staaten, weil sie sich nicht selbst "an den Pranger stellen".

    Gleichwohl bin ich generell ein Befürworter der UNO und auch des UNO-Menschenrechtsrates: aber sehr wohl erkenne ich, wie dort durch die höhere Anzahl islamisch geprägter Staaten kaum Beschlüsse zur katastrophalen Menschenrechtslage in islamisch geprägten Staaten gefasst werden und auch kaum auf die katastrohale Lage in afrikanischen Staaten eingegangen wird, wo korrupte Regime an der Macht sind.

    Dafür ergeht ein israelfeindlicher Beschluss "nach dem nächsten", den die Mitgliedssstaaten der Organisation Islamischer Staaten forcieren.
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#4 AndreasKAProfil
  • 20.06.2018, 11:43hKarlsruhe
  • Antwort auf #2 von Danger
  • In der Sache hast du leider Recht, denn dieser Rat ist mehr als dubios besetzt.

    Doch Trumps Rückzug davon ist völlig fadenscheinig. Er nennt ja "seine Freunde" und Geschäftspartner nicht beim Namen um seinen an sich denn doch irgendwie nachvollziehbaren Austritt zu begründen. Saudi-Arabien etwa. Insofern ist sein Vorgehen wieder einmal eine durchsichtige politische Maßnahme, um sein "America first"-Programm durchzuziehen - koste es was es wolle.

    Wie viele andere Gremien verkommt der Menschenrechtsrat zur politischen Bühne.

    Beim Menschenrechtsrat würde ich mir wünschen, dass hier mal ausnahmsweise politisches Taktieren unterbleibt und man sich am stolzen und hochnotwichtigen Titel dieses Gremiums orientiert und tatsächlich die Menschenrechte öffentlich thematisiert und deren Verletzungen - egal durch wen - mit Konsequenzen belegt.

    Klar - Wunschdenken meinerseits.

    Und da das nicht zu erwarten ist, halte ich diese UN-Organisation für absolut überflüssig, für verschwendete Zeit und herausgeworfenes Geld.
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#5 GhyslainAnonym
  • 20.06.2018, 12:51h
  • "USA stimmten im Rat gegen Abschaffung der Todesstrafe für Homosexualität"

    - ohne Worte -

    Da braucht man gar keinen Kommentar mehr zu schreiben...
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#6 AuntieBioticEhemaliges Profil
#7 andreAnonym
  • 20.06.2018, 13:31h
  • Sehr gut und war überfällig. Ein Menschenrechtsrat, wo die größten Ankläger, die größten Menschenrechtsverletzter überhaupt sind, braucht es nicht. Beispiel Iran und Venezuela.
    Tolles Video der Nichtregierungsorganisation "UN Watch". Passiert im September 2017. Die palästinensische Delegation blamiert bis auf die Knochen, die Gesichter eingefroren, von einem Ex-Hamas Mitglied und Sohn eines Hamas Gründers. Jetzt Mitglied UN Watch.

    www.youtube.com/watch?v=c2NaiX-hvVQ
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#8 GerritAnonym
  • 20.06.2018, 16:13h
  • Antwort auf #2 von Danger
  • Dass bei der UN auch immer Staaten dabei sind, die gegen erwünschte Ziele sind, ist klar. das sind nun mal die "Vereinten Nationen".

    Aber gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass genug andere Staaten dabei sind, die dafür sorgen, dass diese Staaten nicht die Oberhand bekommen und Mehrheitsbeschlüsse verhindern oder sogar andere Mehrheiten schaffen.

    Deswegen ist es trotz (und gerade wegen) der Mitgliedschaft solcher Staaten wichtig, sich nicht daraus zurückzuziehen und ihnen das Feld zu überlassen.

    Obwohl: die momentanen USA, die auch nichtd die Todesstrafe für Homosexuelle in solchen Staaten ächten wollen, braucht man da vielleicht wirklich nicht. Aber das Signal ist natürlich dennoch verheerend.
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#9 AnonymAnonym
#10 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 20.06.2018, 18:45h
  • Sie USA haben die Menschenrechtscharta der Uno mit unterzeichnet, der fadenscheinige Grund, auszutreten, kann nur eines bedeuten. Die Trump Administration wird in ihrem eigenen Land und in anderen Ländern die Menschenrechte ungehindert verletzen wollen. Die Kinder von Mexikanern, die von ihren Eltern getrennt werden, sind erst der Anfang. Moslems, Farbige und Homosexuelle werden folgen.
    Liebe Amerikaner: Zeigt Trump bei den Midterms die rote Karte! Und, wenn Ihr schon mal dabei seid: Wählt ihn nicht wieder!
    An die deutsche Bank: Gibt dem Sonderermittler alles, was Ihr über Trumps Konten und Geschäfte wisst. Ich will den Dreckskerl winselnd am Boden sehen!
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#11 TheDadProfil
  • 20.06.2018, 20:25hHannover
  • Antwort auf #10 von Gerlinde24
  • ""Sie USA haben die Menschenrechtscharta der Uno mit unterzeichnet, der fadenscheinige Grund, auszutreten, kann nur eines bedeuten. Die Trump Administration wird in ihrem eigenen Land und in anderen Ländern die Menschenrechte ungehindert verletzen wollen.""..

    Die USA treten aus dem Menschenrechtsrat aus..

    NICHT aus der Charta !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 21.06.2018, 07:19h
  • Hier zum Thema, angeblich nicht Israelfeindlich:
    "So wurde Israel mit weitem Abstand am häufigsten vom Rat verurteilt, ganze 68 Mal, das war mehr als dreimal so viel wie etwa das völkermordende syrische Regime ertragen musste, das auf Platz zwei liegt und nur 20 Mal verurteilt wurde. Ein Land wie Nordkorea, das die schlimmsten Gulags der Welt führt, wurde gar nur neun Mal an den Pranger gestellt, Iran nur sechs Mal. Bekannte Menschenrechtsverletzer wie China, Algerien, Russland, Somalia, Türkei, Venezuela oder Simbabwe wurden in den ersten zehn Jahren gar nicht belangt." (Die Welt, 20.6.2018)
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#13 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 21.06.2018, 07:24h
  • 47 Länder sitzen im Menschenrechtsrat, hier mal ein Beispiel für dessen Mitglieder:
    "Es reicht, sich die aktuelle Zusammensetzung des Rates anzuschauen, um zu verstehen, wie dieser anhaltende UN-Skandal organisiert wird. Darin sitzen derzeit Staaten wie Afghanistan, Angola, Burundi, China, Kuba, Kongo, Ägypten, Äthiopien, Irak, Katar, Ruanda, Saudi- Arabien, die Vereinigte Arabische Emirate und Venezuela." (ebenso Die Welt)
    Das ist doch lächerlich, dass die Staaten, die uns Schwule am meisten unterdrücken und verfolgen auch noch im Menschenrechtsrat sitzen.
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#14 schwarzerkaterEhemaliges Profil

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