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Österreich

Rabiate schwule Schwäne werden umgesiedelt

Zwei männliche Schwäne haben an einem Alpensee mehrere Badende verletzt. Das angriffslustige Paar, das einen Plastikbecher ausbrüten wollte, erhält nun ein neues Zuhause.


Sujetbild: Die schwulen Schwäne müssen ins Exil (Bild: Mr Beamo / flickr)

Drama am Grundlsee, einem Alpensee im steirischen Teil des Salzkammerguts: Zwei aggressive Schwäne hatten in den vergangenen Wochen laut österreichischen Medienberichten Badende attackiert. Der Hauptgrund für die Angriffsfreude: Das aus zwei Männchen bestehende Paar "brütete" auf seinem Nest – weil die beiden keine Eier zur Verfügung hatten, saßen sie auf einem bunten Plastikbecher. Die Tiere wurde diese Woche eingefangen und sollen in eine spezielle Teichanlage in Tirol transportiert werden.

Dass die beiden schwulen Tiere am Leben sind, haben sie Bürgermeister Franz Steinegger zu verdanken: "Ich habe mich an die Bezirkshauptmannschaft [eine Verwaltungsbehörde, Red.] gewandt und wurde darüber informiert, dass ich die schmerzfreie Tötung der Tiere verfügen muss – falls es keine Alternative gibt", sagte der Politiker der christsozialen Volkspartei der "Kleinen Zeitung". Für ihn sei eine Tötung aber nicht in Frage gekommen, daher habe er den auf Tierrettungen spezialisierten Experten Alexander Groder aus Oberösterreich angeheuert, um die Schwäne einzufangen.

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Schwäne mit Beziehungsstress

Groder bestätigte gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten", dass die Schwäne ein schwules Paar sind: "Es dürfte sich um zwei männliche Schwäne handeln, die in einer Beziehung leben", so Groder. "Einer der beiden wird vom anderen aber stark unterdrückt. Ich könnte mir vorstellen, dass die Aggressionen auch da herrühren."

Außerdem hätten die Schwäne wegen ihres ausgeprägten Beschützerinstinkts ihr Nest beschützt; Badende waren diesem offenbar immer wieder zu nahe gekommen. Einige der attackierten Menschen hatte sogar so schlimme Verletzungen erlitten, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten; eine Person hatte etwa eine zehn Zentimeter lange Fleischwunde erlitten. Ein Schwan habe sogar versucht, einen Schwimmer unter Wasser zu drücken.

Homosexualität unter Tieren ist für Forscher inzwischen nichts Besonderes mehr: In mehr als 1.500 Arten wurden gleichgeschlechtliche Beziehungen beobachtet. Insbesondere schwule Pinguine sorgen in den Zoos der Welt immer wieder für Schlagzeilen (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr stellten Forscher auch fest, dass das älteste Landtier der Welt, die Seychellen-Riesenschildkröte Jonathan, mit einem anderen Männchen liiert ist (queer.de berichtete). (dk)



#1 herve64Ehemaliges Profil
#2 domiAnonym
#3 cinnamonProfil
  • 21.06.2018, 18:48hSpandau
  • Hallo! Es muss ja keine Eizellspende sein, aber vielleicht könnte eine Eispende organisiert werden? Dann müssten sie keinen Plastikbecher ausbrüten.
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#4 seb1983
  • 21.06.2018, 18:50h
  • Vielleicht wären sie nicht so aggressiv wenn die beiden nicht dieses heteronormative Verhalten nachäffen würden dass ihnen von der Schwangesellschaft vermittelt wurde?
    Ein bisschen Darkroom, ein bisschen Poppers und eine offene Beziehung schon ist alles gut.
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#5 KaktusAnonym
#6 von_hinten_genommenAnonym
  • 21.06.2018, 20:07h
  • Na, also wenn die Badegäste zu nahe an das Schwanennest kamen, dann ist klar, dass die Schwäne auf Verteidigung umstellen. Sie fühlten sich bedroht.
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#7 WolfAnonym
#8 KaktusAnonym
#9 BEARAnonym
#10 BätschiAnonym
  • 22.06.2018, 13:31h
  • Antwort auf #9 von BEAR
  • Das Messer ist hier so scharf wie das Plastikschwert meines Patenkindes.
    Sind Menschen jetzt Schwäne?
    Oder Schwäne Menschen?
    Schwäne, auch homosexuelle Schwäne haben sind deutlich weniger promisk als der Mensch an sich.
    Was dem schwulen Mann gut tun kann, nicht muss, muss nichts für schwule Schwäne sein....

    Hier wollte doch nur wieder jemand seine Vorstellung von Lebensweisen schwuler Männer als naturgegeben hinstellen.
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