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Ergreifende Liebesgeschichte

Maksim Reimer präsentiert die CSD-Hymne 2018

Mit seinem selbst geschriebenen und komponierten Stück "Original Self" unterstützt der Sänger und Songwriter die Facebook-Initiative "Enough Is Enough".


Maksim Reimer kam mit 14 Jahren als Spätaussiedler aus Russland nach Deutschland (Bild: Amy Russ)

Der Sänger und Songwriter Maksim Reimer hat exklusiv für die Facebook-Initiative "Enough Is Enough" eine CSD-Hymne geschrieben. Der Song "Original Self" ist seit Freitag auf allen gängigen Streaming- und Downloadportalen zu haben. Einen großen Teil der Einnahmen, die mit dem Lied erzielt werden, spendet Reimer direkt an "Enough Is Enough".

"Ich bin stolz auf das Ergebnis unserer Zusammenarbeit", so der schwule Sänger. "'Original Self' soll im Pride-Sommer 2018 alle daran erinnern, dass es nichts Wichtigeres und Schöneres gibt, als einfach man selbst zu sein. Nicht nur alle LGBTIQ*, sondern auch alle anderen Menschen. Niemand soll mehr darauf warten müssen, endlich geliebt zu werden."

Das Video zum Song zeigt die Berlin Bruisers


Ein Großteil der Einnahmen aus den Verkäufen des Songs geht an "Enough Is Enough"

Das Video zum Song entstand zusammen mit Berlins queerem Rugbyteam Berlin Bruisers und erzählt eine ergreifende Liebesgeschichte unter schwulen Kerlen. "Als Deutschlands erstes queeres Rugby-Team sind wir der festen Überzeugung, dass es im Sport keinen Platz für Diskriminierung und Stigmatisierung gibt", so Leighton Cheal von den Bruisers. "Deswegen ist es unser Ziel, nicht nur fantastisch Rugby zu spielen, sondern uns auch gegen Unrecht einzusetzen, wo immer wir können."

Maksim Reimer wird "Original Self" bei vielen deutschen CSDs live präsentieren. Der Sänger wurde vor zwei Jahren bekannt, als es wegen des Videos zu seinem Lied "You Found Me" zum Bruch mit seiner damaligen Plattenfirma kam. Das Video zeigte die Liebe zwischen zwei Frauen (queer.de berichtete). Reimers Debütalbum "Naked Honesty" war trotzdem ein Achtungserfolg und brachte ihm viele Fans ein (queer.de berichtete). Reimer kam mit 14 Jahren als Spätaussiedler aus Russland nach Deutschland, ist Sänger, Songwriter und Geigenvirtuose und arbeitet inzwischen mit neuen Produzenten und neuer Plattenfirma in London an seinem zweiten Album. (cw/pm)

Direktlink | Das offizielle Video zur Pride-Hymne



#1 YannickAnonym
  • 22.06.2018, 10:51h
  • Schöner Song, nicht nur mit schöner Melodie, sondern auch mit sehr gutem Text.

    Und das Video dazu finde ich auch toll.
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#2 PierreAnonym
  • 22.06.2018, 11:06h
  • Die Facenbook-Gruppe (Facebook-Initiative klingt so, als sei das eine Initiative des Konzerns Facebook) "Enough is enough" wird immer wichtiger.

    Ich habe in letzter Zeit sogar das Gefühl, dass die in vielen Bereichen aktiver sind als der LSVD, von dem man irgendwie sehr wenig hört.

    Ich fände es gut, wenn "Enough is enough" nicht mehr nur eine Facebook-Gruppe wäre, sondern auch mal eine eigene Homepage bekämen und auch auf anderen sozialen Medien aktiv würden. Schließlich ist nicht jeder bei Facebook. Und vielleicht sollten sie sogar nicht nur so ein loser Zusammenschluss, sondern eine richtige Organisation werden.
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#3 Patroklos
#4 nunjaAnonym
  • 22.06.2018, 11:29h
  • Antwort auf #2 von Pierre
  • Enough erreicht bei Facebook zwar Massen, betreibt aber größtenteils nur eine populistische, boulevardeske und teils schlecht informierende und Standards von NGOs und Journalismus verletzenden Presseschau. Queer macht das besser, wird aber wegen Enough weniger wahr genommen. Macht Enough noch großartig eigenen Aktivismus? Wann war die letzte (eigene!) Demo? Sie nehmen auch LSVD und co die Aufmerksamkeit, die sich vielleicht schlecht verkaufen aber letztlich viel im Hintergrund machen. Sie haben übrigens eine Webseite, mit sehr vielen Trackern und Mediadaten, wo sie sich als "Influencer" promoten

    www.enough-is-enough.eu/

    Zum Vergleich:

    www.lsvd.de/

    www.hirschfeld-eddy-stiftung.de/
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#5 Carsten ACAnonym
  • 22.06.2018, 11:52h
  • Antwort auf #2 von Pierre
  • Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist, aber das Gefühl habe ich auch.

    Nur mal ein Beispiel:
    Der LSVD hat vor vielen Jahren mal eine Kampagnenseite zum Art. 3 GG gemacht, wo sich auch viele Promis für eine Änderung stark machen. Die ist auch immer noch online:

    artikeldrei.de/

    Aber die ist schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden. Da steht z.B. immer noch nur die Aufnahme der "sexuellen Identität" als Forderung und nicht, wie mittlerweile schon seit Jahren gefordert "geschlechtliche Identität" und "sexuelle Identität/Orientierung", damit sowohl Trans- und Intermenschen (durch ersteres) als auch Homo- und Bisexuelle (durch letzteres) erfasst sind.

    Gerade im Moment wo die Änderung von Art. 3 GG wieder in aller Munde ist und nach der Eheöffnung das nächste große Projekt sein sollte, wäre es doch längst an der Zeit, die Seite mal zu aktualisieren und wieder richtige Kampagnen zu machen. Stattdessen passiert gar nichts.

    Und auch sonst wirkt es fast, als würde es den LSVD seit der Eheöffnung nicht mehr geben. Dabei gibt es doch noch so viel mehr, was noch offen ist: nicht nur Art. 3 GG, sondern auch Abstammungsrecht, Gesetzgebung zu Trans- und Intersexuellen, AGG ohne Ausnahmen für Kirchen, Verbot sog. Konversions"therapien", mehr Aufklärung und Bildung an Schulen, nationaler Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, etc. etc. etc.

    Aber zu alledem höre ich vom LSVD leider nichts mehr. Die scheinen seit der Eheöffnung komplett in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein...
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#6 MarineblauAnonym
  • 22.06.2018, 16:37h
  • Antwort auf #4 von nunja
  • Wann war denn vom LSVD die letzte eigene Demo?

    Der LSVD hat nicht mal einen eigenen Wagen auf dem CSD, die Leute, die beraten wollen, sind sehr eingebildet und überhaupt nicht mehr herzlich gewesen beim letzten CSD in Köln. Und wenn man Geld vom Staat bekommt, es aber zurück zahlen muss, weil man mit dem Geld nichts macht, dann ist das schon sehr arm...

    Enough Is Enough ist großartig, ich hoffe die machen weiter so!
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#7 Patroklos
#8 YannickAnonym
  • 23.06.2018, 10:26h
  • Antwort auf #4 von nunja
  • Es geht aber eben darum, die Massen zu erreichen und öffentlichkeitswirksam zu sein.

    Glaubst Du ernsthaft, wir hätten die Eheöffnung, wenn wir immer schön unsichtbar gewesen wären und nur hinter verschlossenen Türen akademische Diskussionen zur Gleichstellung geführt hätten?
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#9 andreAnonym
  • 23.06.2018, 15:29h
  • Wußte nicht, das es eine spezielle CSD Hymne, immer noch gibt. 2010 gabs mal eine. Da wurde ein Pet-Shop Boys Song, ziemlich verunstaltet. Klang bald wie evangelischer Kirchentag. Aber sonst ? Es gab immer spezielle CSD Compilation's. Und sollte es welche gegeben haben, in den letzten Jahren, sind die vergessen.
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#10 LarsAnonym
  • 23.06.2018, 22:30h
  • Na ja, eine "ergreifende Liebesgeschichte" sieht etwas anders aus. Das Video mit den Rugby-Spielern zeigt einen Comingout-Prozess und der Sänger erzählt von der Liebe zu sich selbst, seinem "original self". (Das ist o.K., denn ohne sich selbst zu lieben / zu akzeptieren, kann man auch andere nicht lieben und akzeptieren.) Es bleibt aber alles nur im Inner-queeren Rahmen, abgeschlossen von der Gesellschaft. Ist das für Europa 2018 noch so zeitgemäß?
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