Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31410

Neonazi-Terror

Der NSU hatte auch eine LGBTI-Initiative auf seiner "Todesliste"

Der Verein Schwule, Lesben und Freunde aus Moers und Umgebung (SLaM) wurde laut einem ZDF-Bericht vom Nationalsozialistischen Untergrund ausgespäht.


Eingang zum SLaM-Treffpunkt in Moers-Hülsdonk (Bild: SLaM)

Im Visier der terroristischen Neonazi-Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) stand auch eine Homosexuelleninitiative. Dies berichtete das ZDF-Magazin "zoom" in seiner Sendung vom 20. Juni.

Die Anschrift des Vereins Schwule, Lesben und Freunde aus Moers und Umgebung (SLaM) wurde demnach auf der sogenannten NSU-Todesliste mit mehr als 10.000 Namen und Adressen geführt. Der in einem Wohngebiet liegende Treffpunkt im Kellergeschoss eines Kindergartens sei von Unbekannten regelrecht ausgespäht worden. "Das müssen schon Leute sein, die halbwegs Ortskenntnisse haben", erklärte der Vereinsvorsitzende Sascha Roncevic gegenüber "zoom".

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Der NSU hatte mehr Helfer als gedacht

Das ZDF-Magazin warf den Ermittlungsbehörden vor, die Liste potentieller Anschlagsziele nicht genügend ausgewertet und viel zu wenig nach den Helfern der drei mutmaßlichen Haupttäter Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gefahndet zu haben. Er sei von der Polizei nie darüber informiert oder befragt worden, dass sein Verein auf der Liste stand, sagte Roncevic in dem Fernsehbeitrag. "Wenn man merkt, dass eine Adresse, wo man jede Woche tätig ist, auf so einer Liste steht, da hat man schon das Gefühl: Da ist ein bisschen weggeschaut worden."

Der Nationalsozialistische Untergrund ermordete zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin, verübte drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle. Die Terrorzelle wurde 2011 öffentlich bekannt, als Mundlos und Böhnhardt tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden wurden und Zschäpe ihre Zwickauer Wohnung anzündete sowie Bekennervideos versandte – in den abgebrannten Räumen wurde auch die "Todesliste" gefunden. In all den Jahren zuvor hatten die Ermittler rechtsextreme Hintergründe der Verbrechen weitgehend ausgeschlossen und die Täter im Umfeld der Opfer gesucht. (cw)



#1 OutAndProud
#2 alter schwedeAnonym
  • 24.06.2018, 10:26h
  • Eine Schlagzeile aus der Tagespresse vom September 2017:
    "Thüringen - CDU stimmt mit AfD gegen Gedenkstätte für NSU-Opfer". Dies zu den bereits ermittelten und bekannten Morden.
    Weshalb sollte da für die Ermittler in Nordrhein-Westfalen ein Interesse an der weiteren Auswerung potenzieller Anschlagsziele aus der NSU-Liste bestehen? Ist ja eh nigs passiert. Immer diese nervigen LGBTI.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 schwarzerkater
  • 24.06.2018, 11:48h
  • dieser artikel, das was "ZDF Zoom" berichtet, ist schockierend und macht wütend. ein gerichtsprozess der jahre dauert und nun berichtet ein fernsehmagazin, was nicht aufgearbeitet wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 herve64Ehemaliges Profil
  • 24.06.2018, 13:02h
  • Antwort auf #1 von OutAndProud
  • Nicht nur, aber auch. Der Unterschied ist nur, dass man bei den Rechten nie so richtig hingesehen hat. Das sind nach offizieller Lesart "arme verblendete und irreegeleitete Leute", wohingegen Linksextreme grundsätzlich mal Terroristen sind, die die höchste Härte der Gesetze verdienen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 PfuiAnonym
#6 Homonklin44Profil
  • 24.06.2018, 13:57hTauroa Point
  • "" In all den Jahren zuvor hatten die Ermittler rechtsextreme Hintergründe der Verbrechen weitgehend ausgeschlossen ""

    Das ist in Deutschland etwas Merkwürdiges. Geht es um Leute mit Verbindungen zu Islam predigenden Kreisen, ist der Terrorverdacht quasi erste Wahl.
    Sind es aber Verbindungen ins rechtslastige Gebiet, will man das offenbar nicht so wirklich wahrnehmen.

    Man kann sich diesen Mundlos-Typen immer noch schwer als Surfer denken. Das beschämt den ganzen Sport und Lifestyle in einer ekelhaften Weise.
    Aber wundern tut es mich nicht, dass diese Bande noch weitere Zielprojekte hatte. Mit der Gesinnung scheinen Leute alles zu hassen, außer sich selbst und ihrem eng begrenzten Weltbild Zusangendes.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 More is moreAnonym
#8 medienmachtAnonym
#9 antosProfil
#10 BildungshinweisAnonym