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Sarah Sanders fühlt sich diskriminiert

Homophobe Trump-Sprecherin aus Restaurant geworfen

Sarah Huckabee Sanders verteidigt das Recht von christlichen Geschäftsinhabern, Homosexuelle aus "religiösen Gründen" zu diskriminieren. Nun beklagt sie, dass sie selbst aus einem Restaurant geworfen wurde.


Sarah Huckabee Sanders ist seit Juli 2017 der Steffen Seibert des Weißen Hauses (Bild: VOA News / wikipedia)

Zu Update springen: Trump bezeichnet Restaurant als "schmutzig"

Weder die Fußball-WM noch die von Präsident Donald Trump angezettelten Handelskriege sorgten in den USA am Wochenende für eine Flut von Schlagzeilen – die (sozialen) Medien beschäftigten sich lieber damit, dass Trump-Sprecherin Sarah Huckabee Sanders am Freitagabend aus dem Dorfrestaurant Red Hen (Rote Henne) im US-Bundesstaat Virginia geworfen wurde.

Als einen Grund für den Rausschmiss führte Besitzerin Stephanie Wilkinson gegenüber der Zeitung "Washington Post" an, dass Sanders die homophobe Politik ihres Chefs verteidige und in ihrem Restaurant mehrere homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt seien. Als weiteren Grund nannte sie die kurzzeitige Trump-Politik, Flüchtlingsfamilien bei ihrer Ankunft die Kinder zu entreißen und in getrennten Internierungslagern unterzubringen.

"Sagt mir, was ich tun soll. Ich kann sie bitten zu gehen", soll Wilkinson ihren Mitarbeitern gesagt haben, nachdem Sanders in ihr Restaurant in Lexington, einer linksliberalen Enklave in einer konservativen Region, eingekehrt war und das Team die Chefin herbeigerufen hatte. Die Mitarbeiter hätten sich dann dafür entschieden, die Trump-Sprecherin des Hauses zu verweisen. Wilkinson habe Sanders zur Seite genommen und ihr die Lage geschildert, woraufhin diese sich bereit erklärt habe, das Restaurant zu verlassen – einige Gäste, mit denen sie gemeinsam in eingekehrt war, verließen ebenfalls das Restaurant. Die Gäste hätten die bereits auf dem Tisch stehenden Getränke und eine Käseplatte nicht bezahlen müssen.

Der Rausschmiss führte zu einem regelrechten Shitstorm gegen das Restaurant, nachdem Sanders in ihrem offiziellen Twitter-Konto als Regierungssprecherin das Restaurant beim Namen nannte und von dem Vorfall berichtete – die 35-Jährige betonte, dass sie im Gegensatz zur Restaurantbesitzerin "immer" ihr Bestes gebe, um andere Menschen "respektvoll" zu behandeln. Laut Experten ist dieser Eintrag ein Verstoß gegen die Ethikregeln des Weißen Hauses, da sie ihre Stellung als Regierungsvertreterin missbraucht habe, um einem Wirtschaftsunternehmen Schaden zuzufügen.

Fox News: Linke mobben Konservative

Viele konservative Medien und Twitter-Nutzer kritisierten den Rausschmiss als Beweis dafür, wie intolerant Trump-Gegner seien. Der Meinungssender Fox News Channel veröffentlichte etwa auf seiner Website einen Kommentar, in dem das Restaurant beschuldigt wird, "PC-Mobber" zu sein – also "Political Correctness" durchzusetzen.

Direktlink | Trumps Haussender Fox News Channel stellt sich voll und ganz hinter die Pressesprecherin

Trump-Aktivist Jack Posobiec veröffentlichte auf Twitter eine Fotomontage, die das Emblem des Restaurants, eine rote Henne, mit Hammer und Sichel zeigt. Dazu schrieb er: "Repariert."

Sanders gegen Antidiskriminierungsschutz für LGBTI

Andere Twitter-Nutzer unterstützten das Restaurant – und verwiesen etwa darauf, dass Sanders in einer Pressekonferenz vor einem halben Jahr im Namen Trumps christliche Geschäftsinhaber verteidigte, die aus "religiösen Gründen" Homosexuellen den Zutritt verweigern (queer.de berichtete). Model Chrissy Teigen schrieb in Richtung Trump-Fans: "Habt ihr Trottel euch nicht schon in die Hose gemacht, weil ein Konditor keine Torten für Homo-Paaren backen wollte?" Die Ehefrau des oscarprämierten Musikers John Legend bezog sich dabei auf ein Urteil des Supreme Court vor drei Wochen, in dem die Höchstrichter der Konditorei Masterpiece Cakeshop im US-Bundesstaat Colorado, der Homosexuelle aus religiösen Gründen nicht bedienen wollte, Recht gaben (queer.de berichtete).



Gleichzeitig stellten Twitter-Nutzer klar, dass diese Diskriminierung von Homosexuellen nicht dasselbe sei wie die vermeintliche Diskriminierung gegenüber der Trump-Sprecherin: "Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand nicht bedient wird, weil er so geboren wurde (ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung), so wie Masterpiece Cakeshop das getan hat, oder Sarah Sanders nicht zu bedienen, die die WAHL getroffen hat, ein schrecklicher Mensch zu sein", schrieb Filmproduzent Adam Best am Samstag. (dk)



 Update  19.45 Uhr: Präsident Trump bezeichnet Restaurant als "schmutzig"
Am Montag hat sich auch Präsident Trump in den Streit um den Rausschmiss seiner Sprecherin geäußert. Via Twitter schrieb das Staatsoberhaupt: "Das Restaurant Red Hen sollte sich mehr darauf konzentrieren, seine schmutzigen Jalousien, Türen und Fenster zu reinigen (braucht dringend einen Anstrich), anstatt sich zu weigern, eine feine Person wie Sarah Huckabee Sanders zu bedienen. Ich hatte immer die Regel: Wenn ein Restaurant draußen schmutzig ist, ist es auch drinnen schmutzig!"

Wöchentliche Umfrage

» Findest du es gut, wenn eine Homo-Hasserin wie Sarah Sanders aus einem Restaurant geschmissen wird?
    Ergebnis der Umfrage vom 25.06.2018 bis 02.07.2018


#1 Nandrea AhlesAnonym
#2 AFD-WatchAnonym
  • 25.06.2018, 11:41h
  • Was denn? Schmeckt diesen republikanischen Klerikal-Faschisten ihre eigene Medizin nicht?
    Wie war das denn nun mit der Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit oder Dienstleistungsfreiheit?
    Man erntet was man säät!
    Aber so kennen wir ja diese Idioten mit ihrer verlogenen Doppelmoral!
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#3 AufrechtgehnProfil
  • 25.06.2018, 11:55hFrankfurt am Main
  • Mal ganz unabhängig von der Meldung überlege ich gerade, ob Eure (sehr lustige) Bildunterschrift eine Beleidigung für Steffen Seibert ist oder für Sarah Huckedingens. :)
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#4 monchichiAnonym
  • 25.06.2018, 11:55h
  • Na zumindestens ist diese hassende christin nur rausgeschmissen worden und wurde nicht den löwen zum frass vorgeworfen ,so wie es damals üblich war im alten rom :))
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#5 AFD-WatchAnonym
#6 DerStephanProfil
  • 25.06.2018, 12:03hNürnberg
  • Auge um Auge.

    Kein Deut besser.
    Diskriminierung mit Diskriminierung vergelten.
    Wobei sie dem Wirt sicher nichts persönlich getan hat.

    Souverän wäre wenn er Sie bedient hätte und gezeigt hätte wie tolerant sein Restaurant ist.
    Damit hätte er noch Werbung machen können.

    Aber so ist er kein bisschen besser.
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#7 jochenProfil
  • 25.06.2018, 12:08hmünchen
  • Es ist ja oft immer das Selbe:
    So wie man andere behandelt , möchte man selbst nicht behandelt werden.

    Manchmal gehen denjenigen erst die Augen auf, wenn ihnen gleiches geschieht. .... aber leider nur manchmal.
    Denn meistens finden diejenigen, für sich Ausreden und Umschreibungen, warum es bei ihnen selbst ja was ganz anderes ist. Je höher die Bildung, desto akademischer und geschickter oft die Ausreden. Was es aber in aller Regel von der Sache her nicht besser macht.

    Es gilt die alte Weisheit heute immer noch:
    Was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinen andern zu.
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#8 AFD-WatchAnonym
  • 25.06.2018, 12:19h
  • Antwort auf #6 von DerStephan
  • "Auge um Auge"? Reden wir hier etwa von einer Straftat?

    "Souverän wäre wenn er Sie bedient hätte und gezeigt hätte wie tolerant sein Restaurant ist.
    Damit hätte er noch Werbung machen können."

    Glaubst du ernsthaft, sie hätte das gemerkt und wäre sich dessen bewusst gewesen?!?

    "Aber so ist er kein bisschen besser."

    Wieso? Wie sollen die das denn sonst verstehen, wie sich das anfühlt, wenn sie es selber nicht erleben?
    Sie haben für diesen Un-recht gekämpft und halten es für vollkommen legitim. Dann müssen sie auch damit leben können, wenn sie ihre eigene Medizin schmecken.
    Glaubst du irgendetwas ändert sich sonst?
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#9 krakalaAnonym
  • 25.06.2018, 12:32h
  • Antwort auf #1 von Nandrea Ahles
  • Ich finde sie ist ein furchtbarer Mensch und ich kann die Genugtuung nachvollziehen so einen Menschen rauszuschmeißen.

    Generell sollten wir trotzdem Menschen, solange sie sich vor Ort angemessen verhalten, genauso akzeptieren. Ich bin mir nicht sicher was in diesem Fall jetzt genau zum Rausschmiss geführt hat, abgesehen von ihrer furchtbaren politischen Ansicht die sie offensichtlich vertritt.

    Natürlich, gerade nach der Kuchen-Diskussion fühlen wir uns in unserer Kränkung nun wohl, denen mal auch ihre eigene Medizin schmecken zu lassen. Trotzdem halte ich es für effektiver Menschen über Zeit für sich zu gewinnen, sie zu beeinflussen, ihnen zu zeigen dass es nichts zu befürchten gibt. Menschen ändern auch ihre Ansicht, manchmal dauert so etwas aber.
    Es ist aber ähnlich wie bei einem Coming Out: So etwas muss von selbst passieren. Man kann es nicht erzwingen.
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#10 JadugharProfil
  • 25.06.2018, 12:34hHamburg
  • Antwort auf #6 von DerStephan
  • Nun war jene Dame sicherlich schon in anderen toleranten Restaurants gewesen. Das hat zu nichts geführt! Ohne eine Reaktion oder ein Feedback wird sie ihre Geisteshaltung nie überdenken. Sie sollte irgendwann für ihr nicht angeborenes, ungerechtes und unwürdiges Verhalten mal eine Lektion bekommen, indem man ihr mal den Spiegel vorhält. Man kann nur hoffen, daß sie daraus lernt und darüber reflektiert!
    Da sie doch christlich religiöse Vorstellung so toll findet, sollte sie auch mal nicht nur die mosaischen Gesetze studieren, sondern auch die Bergpredigt, wo nur der Gerechte ins Himmelreich darf, sonst droht ihr dort auch der Rausschmiss! Da ist ihr Gott überhaupt nicht tolerant und auch nicht zimperlich! Der schickt sie gleich in die ewige Verdammnis mit Höllenqualen! Da kann sie froh sein, daß sie noch unter humanen Menschen ist!
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