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Kommentare zu:
Sahra Wagenknecht schürt Homophobie


#1 MariposaAnonym
#2 MariposaAnonym
  • 25.06.2018, 14:24h
  • Frau Wagenknecht, ich bin beides :
    Arm und schwul !! Was soll das denn bitte ? Solche abenteuerlichen Thesen habe ich selbst noch nicht von den neoliberalen Rot-grünen gehört.... So einen Schwachsinn könnte vielmehr von Alice Weidel stammen....
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#3 AfD globalAnonym
  • 25.06.2018, 14:42h
  • Antwort auf #2 von Mariposa
  • Wagenknecht ist so weit links am Ende des Kreises, dass sie mit den Rechtsextremen einen mühelosen Schulterschluss eingehen kann. Das war doch bei der Fage der Geflüchteten auch schon mal so, ist noch gar nicht lange her.
    Die Linke muss diese Möchtegern-Luxemburg entweder loswerden oder als Kumpanin der AfD gelten.
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#4 saltgay_nlProfil
  • 25.06.2018, 14:45hZutphen
  • Handelt es sich hier um einen Beitrag der LSU?
    Ich vermag bei der Textinterpretation allein einen Zusammenhang zwischen Homophobie und Transphobie herstellen, wenn ich dem Autor bescheinigen muss, dass er ein Bewegungs-Sektierer und Wagenknechthasser ist. Das tue ich gern.

    Aber als Journalist und Autor nehme ich für mich in Anspruch die deutsche Sprache zu beherrschen und vermag aus diesem Zitat nichts in dieser Art herauszulesen.

    Allerdings kann er das als seine Meinung natürlich äußern. Ich habe nie bestritten, dass es auch unter Schwulen Leute vom Schlage wie Gerhard Löwenthal gibt.

    Unbestritten ist die "Ehe für Alle" lediglich ein Trostpflaster für diejenigen Wähler gewesen, wo man befürchten müsste, dass sie der Koalition auch noch von der Fahne gehen. Dies als das herausragendste Ereignis der vergangenen Koalition zu feiern lässt auf eine kleinstkarierte Weltsicht schließen. Sonst hat der Autor wohl keine Probleme.
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#5 AEMR1948Anonym
  • 25.06.2018, 14:50h
  • Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind die Mindesstandards einer liberalen Gesellschaft. Dass da die gerechte Umverteilung in unserem Wirtschaftssystem nicht dazu gehört, ist klar, dafür gibt es auch keine Mehrheit! Mit den 8% der Linkspartei wird das auch nichts. Dass sich SPD und Grüne nun aufgrund ihrer Agenda 2010 Vergangenheit für eine gerechtere Umverteilungspolitik bisher immer noch nicht einsetzen, haben mittlerweile auch fast alle mitbekommen. Daher ist es doch erfreulich, dass wenigstens noch bei der Weltoffenheit und dem Minderheitenschutz etwas erbauliches bei herausgekommen ist bei RRG am 30.06.2017 im Bundestag, nämlich 100% Übereinstimmung! Schade, dass Frau Wagenknecht hier so undifferenzierte Ansichten vermittelt! Frau Wagenknecht hat übrigens, im Gegensatz zur Kanzlerin, für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt.

    www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=4
    86


    Daher ist der Vorwurf der Homophobie unpassend und das Wagenknecht-Bashing sollte sich queer.de sparen. Das machen die anderen Medien schon genug!
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#6 CynthEhemaliges Profil
  • 25.06.2018, 14:51h
  • Wow, nach dem Lesen dieses Gastbeitrags bleibt der Eindruck doch stark, wie es kürzlich ein anderer Politiker ausgedrückt hat: Minderheitenschutz ist dekadent.

    So richtig getraut habe ich der Partei und der Person noch nie, aber nach einigen Sätzen, die sie da von sich gibt, ist das Fazit leider nicht mehr bloß "mangelnde Solidarität", sondern schon eher "politischer Gegner".
    Wirklich traurig, wenn der Frau ihre Parallele zum AfD-Sprech nichtmal auffällt, bzw. ihre offenkundig kritiklose Übernahme diverser Denkmuster dieser Leute. Und das, nachdem links mal anders sein wollte als rechts.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 25.06.2018, 14:57h
  • Antwort auf #2 von Mariposa
  • Ja, es gibt sogar arme Juden!

    Die Querfront-Strategie wundert mich nicht. Trotz Wagenknechts Stimmabgabe für die Gleichstellung.

    Wer wie Wagenknecht beim neozaristischen Putin-Sender 'RT deutsch' verkündet: "Ich weiß gar nicht, was die freie Welt ist", obwohl Marx und Engels z. B. aus guten Gründen in London und nicht in Moskau gestorben sind, der ist nun mal nicht links.

    Nicht mal liberal.

    Sondern unfrei.

    Weil er/sie mörderisch homophoben Regimen zuarbeitet.
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#8 remixbeb
#9 AufrechtgehnProfil
  • 25.06.2018, 15:05hFrankfurt am Main
  • Nun immer mal langsam mit den jungen Pferden!

    Inhaltlich hat Frau Wagenknecht mit ihrer Aussage ja vollkommen recht: während es an einigen Stellen Fortschritte gibt, wie die Ehe für alle, nimmt die immer ungleichere Verteilung der Ressourcen massiv zu.

    Ich lese aus dieser Aussage keine Kritik an der Homo-Ehe und auch kein "Ausspielen" gegeneinander. Ich lese nirgends, dass die Linke die erwähnten Errungenschaften wieder abschaffen will, sondern lediglich eine absolut berechtigte Kritik, dass es in Bereichen, die viele Menschen betreffen, nach wie vor extrem ungerecht zugeht, was den gesellschaftlichen Zusammenhang gefährdet.

    Und exakt dieser Umstand kann uns ganz schnell "in den Arsch beißen": die wachsende Unzufriedenheit und das Gefühl des Ausgegrenztseins von immer breiteren Bevölkerungsschichten, die beispielsweise aus der ständigen Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse erwächst, äußert sich ja - leider - in einer immer stärkeren Zustimmung für die rechtsradikalen Parteien wie CSU oder AfD. Und wenn letztere nach der nächsten Wahl erst an der Regierung beteiligt ist (und ohne sie wird es rein rechnerisch nicht mehr gehen), ist die Homo-Ehe ganz schnell wieder Geschichte.

    Deswegen sollte es gerade auch in unserem Interesse sein, für eine gerechtere Politik für Alle einzutreten, sprich: bedingungsloses Grundeinkommen, auskömmlicher Mindestlohn, sanktionsfreies und auskömmliches Hartz IV, Entfristung von Beschäftigungsverhältnissen, gerechte Bildungspolitik, Vermögens- und Transaktionssteuer, etc. pp.

    Es drängt sich schon manchmal der Eindruck auf, die Schwulenverbände verharren im Elfenbeinturm, pflegen ihr Erbe, spielen sich als Hüter der Political Correctness und in Genderfragen auf und nehmen nicht den massiven, bedrohlichen Rechtsruck in der Bevölkerung wahr. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Frau Wagenknecht sagt, aber wenn wir uns nicht mit dem immer stärkeren Auseinanderdriften unserer Gesellschaft und vor allem den Ursachen dafür, nämlich der immer weiter sich öffnenden Schere zwischen Arm und Reich, befassen, fliegt uns das Erbe der Bewegung ganz schnell um die Ohren.
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#10 AfD globalAnonym
  • 25.06.2018, 15:07h
  • Antwort auf #4 von saltgay_nl
  • ---Aber als Journalist und Autor nehme ich für mich in Anspruch die deutsche Sprache zu beherrschen und vermag aus diesem Zitat nichts in dieser Art herauszulesen.---

    Lesen alleine reicht nicht, man muss auch denkend verstehen können, dann ist der queer.de-Beitrag schlüssig und zutreffend analysiert. Aber um das zu können, darf man halt nicht mit Ideologie vernagelt sein ...
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#11 ursus
  • 25.06.2018, 15:10h
  • die überschrift "schürt homophobie" und auch die interpretation im text finde ich unangemessen.

    ich wünsche mir von allen politiker_innen, dass antidiskriminierung als grundlegendes menschenrechts- und demokratie-thema anerkannt und nicht als "nettes minderheitengedöns" kleingeredet wird. da ist wagenknecht aber nun weißderhimmel nicht die einzige, die das nicht kapiert, das zieht sich durch die gesamte deutsche parteienlandschaft.

    und es ist absolut notwendig, den fortschritten in sachen gleichstellung (sei es von queeren menschen, frauen usw.) ein fettes antikapitalistisches "aber" anzuhängen. dieses "aber" zu äußern ist nicht notwendigerweise ein gegeneinander-ausspielen.

    ich bin mit wagenknechts text auch nicht glücklich. kritik ist da deutlich angebracht. aber der tonfall dieses artikels erscheint mir doch bei weitem zu alarmistisch.
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#12 AEMR1948Anonym
#13 jochenProfil
  • 25.06.2018, 15:14hmünchen
  • Wagenknecht Homo- und Transphobie zu unterstellen, bei ihren oben genannten Aussagen, ist meines Erachtens an den Haaren herbeigezogen.

    Ich finde ihre Zustandsbeschreibung des heutigen Deutschlands sehr treffend. Die wachsende Armut in Deutschland, die wachsende Chancenungleichheit, Lohndrückerei, Zeitarbeit (bis zum Jahr 1968 strafbar), einen für immer mehr Menschen existenzbedrohenden Preisanstieg fürs das Grundbedürfnis Wohnen, wachsende Obdachlosigkeit...usw..Diese Grausamkeiten werden versucht mit guten Taten , die nichts kosten abzufedern. Auch glaube ich, ist die, für fast jedermann bezahlbare, 24 Std Dauerbespassung durch INternet, TV, Radio..usw.. kein Zufall.

    Ich sehe bis jetzt keinen Grund Sarah Wagenknecht als homophob zu beurteilen.
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#14 ursus
#15 jochenProfil
  • 25.06.2018, 15:34hmünchen
  • Antwort auf #3 von AfD global
  • Wer möchte , dass die AfD stärker wird (Ich möchte das nicht!!!) , sollte dafür sorgen, dass die wachsende soziale Ungleichheit weiter vorangeht. (Denn seltsamerweise tendieren die Wähler bei diesem Thema eher zu den Rechten als zu den Linken)

    Wer möchte, dass die AfD stärker wird (Ich möchte das nicht!!) der sollte dafür sorgen, dass weiterhin jährlich hunderttausende Zuwanderer aus dem Ausland zu uns kommen ( Ich nehme dabei ausdrücklich echte Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte aus)
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#16 TrolliAnonym
  • 25.06.2018, 15:59h
  • Offensichtlich verstehen Rechtsliberale das gerne falsch. Denn eigentlich hat Wagenknecht etwas ganz anders gesagt, was ihr hier zur erkennen glaubt. Wagenknecht hat Recht. Der Kampf um Gleichberechtigung wurde irgendwann abgelöst von einer Vermarktung der Identitäten. Aber bei Euch wundert mich dieser Unsinn nicht mehr, liebe queer.de-Redaktion.
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#17 donfuego12345Anonym
#18 donfuego12345Anonym
  • 25.06.2018, 16:08h
  • Im dem Artikel ist aber schon viel "Interpretation" enthalten. Viel wird gemutmaßt, was Frau Wagenknecht meinen könnte und zu sagen scheint. Anscheinend von jemand, der die Frau einfach nicht mag. Sorry, aber das ist mir viel zu halbseiden, manipulativ, "vorgedacht". Ich bild mir lieber selbst ein Urteil, als dass mir jemand seine/ihre Meinung so offensiv ins Gesicht drücken möchte.
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#19 SunstarAnonym
#20 LinenAnonym
#21 DirkAnonym
  • 25.06.2018, 16:42h
  • Auch nach mehrmaligem Lesen des Originalartikels ist es mir ein Rätsel, wo der Kommentator LGBT Hass hinein interpretiert.
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#22 777xyzAnonym
  • 25.06.2018, 16:58h
  • Nicht immer gleich angegriffen fühlen wenn sich linke Politiker äußern, sondern genau lesen und den Bezug zur tatsächlichen Situation herstellen. Ganz geschickt haben die regierenden Parteien sich dieser Themen angenommen, dabei natürlich sich wie immer " schwer " getan und den Eindruck erweckt, das man natürlich auch für " Randgruppen " etwas täte. Dabei wurden natürlich wie immer in solchen Fällen im Hintergrund Gesetze und Regelungen geschaffen, die für die Gesellschaft negative Auswirkungen haben. Wagenknecht will auf solche Dinge hinweisen und die Menschen wachrütteln .Ihr Homophobie oder ähnliches zu unterstellen halte ich für mehr als abwegig.
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#23 gefährlich einfachAnonym
  • 25.06.2018, 17:05h
  • Antwort auf #15 von jochen
  • "Wer möchte , dass die AfD stärker wird (Ich möchte das nicht!!!) , sollte dafür sorgen, dass die wachsende soziale Ungleichheit weiter vorangeht. (Denn seltsamerweise tendieren die Wähler bei diesem Thema eher zu den Rechten als zu den Linken)"

    Weil es so schön einfach ist, wer möchte sich schon mit komplexen Zusammenhängen jenseits der Schwarz/weiß-Denke beschäftigen. Nebenbei, das ist auch ein Grund, warum die großen Religionen so stark sind. Ob Führer oder Gott ist egal, man muss die "alternativen Fakten" nur oft genug wiederholen und laut genug brüllen, dann klappt das auch mit der Macht. Ganz wichtig ist der Sündenbock, auf den man die Schuld schieben kann und fertig ist die braune Suppe, die der (buchstäblich) gemeine Wähler gerne löffelt.

    Das wissen nicht nur Seeland und Gauhofer, auch Frau Wagenknecht weiß es und nutzt es sogar noch viel geschickter als ihre Kontrahenten. Sie ist nicht progressiv, sie ist reaktionär, da hilft auch der rote Anstrich nichts. Wer diese Querfrontlerin als Linke verteidigt, mache bitte einmal den Realitätscheck, wo er/sie etc. eigentlich steht.

    Zitat Sahra Wagenknecht zur Essener Tafel: "Es kann nicht sein, dass die Ärmsten jetzt auch noch die Hauptlasten der Zuwanderung tragen sollen."

    Es kann nicht sein, dass eine wohlsituierte Politikerin sich anmaßt, ihre menschenverachtende Politik auf Kosten verarmter Menschen zu betreiben, indem sie sie gegeneinander ausspielt!
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#24 PfuiAnonym
  • 25.06.2018, 17:08h
  • Antwort auf #15 von jochen
  • Aha!
    Jetzt kommen wir der Sache schon näher.
    Nachtigall ick hör dir trapsen.
    Die Zuwanderer sind nämlich eine weitere Gruppe deren angebliche Überrepräsentation von ganz links wie rechts erfolgreich zum Stimmenfang genutzt wird.
    Die wirklichen Ursachen für die Folgen des ungebremsten Kapitalismus sind nämlich ziemlich unabhängig von diesen "Sündenböcken" zu beanstanden.
    Und es ist schäbig, sich diese "Sündenböcke" zunutze machen zu wollen, wenn man mit der normalen Kapitalismuskritik keine Wähler mehr gewinnen kann.
    Herrn Gabriel hat man im Übrigen eine ähnliche Einlassung auch nicht nachgesehen.
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#25 zorniger GastAnonym
  • 25.06.2018, 17:09h
  • Und was ist jetzt zu tun, Genossin Sahra?

    Bis zum endgültigen Sieg des Sozialismus in Deutschland den Paragraphen 175 wieder in Kraft setzen oder wie?

    Bürgerrechte und soziale Gerechtigikeit sind ja nun keine Widersprüche sondern sie bedingen sich vielleicht sogar eher- aber mit der Haltung bin ich wahrscheinlich auch nur ein bourgeoiser Veräter (oder wie auch immer...)
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#26 HansAnonym
  • 25.06.2018, 17:20h
  • Der Autor hier hat einiges nicht verstanden. Wagenknecht Homophobie zu unterstellen und sie in eine rechte Ecke zu drücken ist unterste Schublade.
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#27 LivnaturalAnonym
#28 swimniAnonym
  • 25.06.2018, 17:32h
  • was glaubt die eigentlich, wer sie ist? das sagen ja auch ihre deligierten Parteifreunde.

    für mich schon lange die übelste Politikerin der linken.

    alexander gauland nennt sie nicht umsonst die intelligentere unter den linken....
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#29 Ralph
#30 sofi2306Anonym
#31 goddamn liberalAnonym
#32 LillyComptonAnonym
  • 25.06.2018, 18:36h
  • Ich zitiere:
    "Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten."

    Was soll daran falsch zu verstehen sein.
    Die Aussage ist ziehmlich eindeutig.

    Am Ende heißt es nur das sie allen die für solche Werte stehen, ignoranz und mitschuld an sozialer ungleichheit zuschreibt. Und das völlig undifferenziert.

    Sie hat wohl die Mehrfachzugehörigkeit vergessen wie jemand schon folgerichtig kommentierte.

    Die Frage ist für mich jetzt was sue wirklich vorhat? Soll das vlt. als manöver dienen um Wähler von der AfD zurück zu bekommen?

    Oder will sie von sich als priviligierte heterosexuelle weiße und reiche Frau ablenken?

    Warum fängt sie mit ihrem Mann Oskar nicht an und verteilt ihr gemeinsames Vermögen nach unten u d sie versuchen mal mit max 1000 Netto auszukommen.

    Wasser predigen...
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#34 CynthEhemaliges Profil
  • 25.06.2018, 19:37h
  • Oha, kritische Betrachtungen bezeugen also rechte Tendenzen. Na jut, dann dröseln wir das Ganze mal näher auf. Aber ich würde schon vorschlagen, den betreffenden Gastbeitrag vollständig zu lesen.
    Fangen wir mal hier an:
    "Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label,"

    Ach, Wohlfühl-irgendwas? Es trägt also zum Wohlfühlen bei, dass Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten in der Gesellschaft vorherrschen? Als Wohlfühl-irgendwas kann man sowas schließlich nur bezeichnen, wenn man findet, das wäre alles schon soweit abgeschafft, dass es Grund zum Wohlfühlen gäbe. Da dem nicht so ist, fragt man sich, wie die Frau* auf so eine Wortwahl kommt.

    Man möge mir außerdem mal argumentieren, inwiefern diese Verunglimpfung solcher Themen als "Wohlfühl-Label" sich in der letztendlichen Aussage vom "Dekadenz"-Vorwurf unterscheidet.

    Hätte sie mal "Feminismus" geschrieben. Hätte sie mal "Armutsbekämpfung" geschrieben. Wobei, auf die Frauenquote kommt sie ja später tatsächlich noch.

    "um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren"
    Ach, das kaschiert also Umverteilung, wenn ich finde, dass ich auch als Trans*-Person gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sollte, selbst wenn aus meinem Lebenslauf hervorgeht, dass ich nicht der Heteronormativität zuzurechnen bin?
    Wenn der Vorwurf sich eigentlich auf den Wunsch bezieht, einen angemessen bezahlten Job zu bekommen, hätte man dann nicht schreiben können: Arbeiten gehen ist böse und lenkt davon ab, dass man eigentlich mehr verdienen müsste, und dass es Leute gibt, die NOCH schlimmer unterbezahlt werden, und denen es finanziell noch schlechter geht als einem selbst?
    Von was lebt Frau W. eigentlich? Mehr als Hartz-IV? Findet sie, dass sie das davon ablenkt, wenn es in Deutschland Menschen mit weniger Geld gibt? Hat sie ihren Anzug beim Discounter gekauft, und spendet sie überflüssiges Geld an Obdachlosenhilfe, Tafel oder sonstwelche Unterstützung für diejenigen in der Gesellschaft, die komplett verloren haben?
    Ist die Tatsache, dass sie als Frau einen politischen Posten bekleiden darf und auch selbst ein Wahlrecht genießt, für sie ein Hindernis dabei, sich mit der gesellschaftlichen Gesamtsituation auseinanderzusetzen?

    Möglicherweise ja. Sonst käme sie wohl nicht auf die Idee, dass es meiner Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Missstände abträglich wäre, wenn ich meinen Vornamen ändern dürfte. Eine TSG-Reform wäre jetzt mal ein handfestes Beispiel für Aktivität pro Minderheiten, die ich ganz persönlich mir wünschen würde.
    Aber klar, das ist ein Wohlfühl-Label, soll heißen, betrifft sowieso nur Leute, die sooo weit über allen Problemen auf ihrer Wolke 7 schweben, dass wir damit kein Mitleid mehr haben brauchen, und weiteres Engagement überflüssig ist.

    Was hinter solchen Ausdrucksweisen steht, ist: Minderheiten und Opfern von Rassismus geht es in Deutschland offenbar gut, wenn nicht ZU gut.
    Wäre dem nicht so, hätten wir ja keinen Grund, uns beim Gedanken an sowas so wohlzufühlen, dass wir alles andere vergessen.

    "und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten."
    Ja, wow, ich hab soo ein gutes Gewissen. Und dunkelhäutige, blinde und an den Rollstuhl gefesselte oder körperlich anderweitig eingeschränkte Menschen, die sonst noch "Nutznießer" von Minderheitenschutz und Antirassismus sind - die haben bestimmt ein wahnsinnig tolles - äähm, Moment mal, machen sich das gute Gewissen nicht eher Leute, die sich einbilden, sowas wäre alles längst erreicht und selbstverständlich?
    Also zum Beispiel Leute, die als "Nicht-Nutznießer", sondern eher von oben herab als Gönner finden, dass sie ihre gute Tat des Tages bereits dann vollbracht haben, wenn sie bewusst NICHT diskriminieren? Also etwas tun, das AfD-Wähler bewusst deswegen wieder tun, weil sie finden, dass sie ein Recht darauf hätten, und Frau W. anscheinend jetzt, weil sie findet, dass das Unterlassen von Diskriminierung, ähm, zu "normal" geworden wäre, weswegen jetzt auch mal Schluss sein müsse damit?
    Sind die Leute mit der Wohlfühlwolke nicht eher die, die meinen, sich den "Gutmenschen"-Stempel verdient zu haben, wenn sie einen schwulen Mann nicht als "Schwuchtel" diffamieren, und eine Trans*person nicht als "Transe"?

    Kasteien Sie sich doch bitte ganz christlich weiter, Frau W. - wenn zu viel wohlfühlen Sie so misstrauisch macht, dass Sie lieber gleich weiter diskriminieren, dann würde ich Ihnen zur Wolke 7 dringend raten. Sie müssen wirklich nicht auf die Schwulen und Lesben treten, um zu beweisen, dass Wolke 7 für Sie nicht in Frage kommt.

    "Und es widerspricht sich ja nicht: "
    Bedeutet übersetzt natürlich: Dinge, die sich eigentlich widersprechen würden, von denen man das aber nicht sagen darf. Wodurch sich die Formulierung mit dem "und" dann auch wandelt, und sich etwas anders in den Kontext setzen lässt:

    => [Wir haben die] Ehe für alle [aber] soziale[n] Aufstieg für wenige
    [Wir haben eine] Frauenquote in Aufsichtsräten [aber] Niedriglöhne dort, wo vor allem Frauen arbeiten
    [Wir haben] staatlich bezahlte Antidiskriminierungsbeauftragte [aber] staatlich verursachte Zunahme von Kinderarmut in Einwandererfamilien.

    Oder als knappe Liste:
    Ehe für alle - vs. - soziale Aufstiegschancen
    Frauenquote - vs. - Niedriglöhne für Frauenarbeit
    Antidiskriminierungsbeauftragte - vs. - Kinderarmut in Einwandererfamilien

    Das mit der Ehe für alle bietet sich natürlich nur des Wortlauts wegen an. Es widerspricht sich tatsächlich gar nicht, heiraten zu dürfen, und trotzdem dafür von einem katholischen Arbeitgeber die Kündigung zu bekommen, was den sozialen Aufstieg durchaus behindern könnte. Wobei der letzte Punkt, Antidiskriminierungsbeauftragte vs. Einwanderer besonders dazu geeignet ist, Übelkeit hervorzurufen. Aber dass der Textausschnitt eben doch als das Gegenüberstellen von Gegensätzen aufzufassen ist, wird deutlich, wenn man sich dann den Beginn des nächsten Absatzes anschaut. Da steht nämlich:

    "Im Ergebnis dieses Policy Mix wurden einerseits[!!!] die Rechte vormals ausgegrenzter und diskriminierter Minderheiten real gestärkt, andererseits[!!!] wächst die Ungleichheit und schmilzt der Wohlstand der Mitte."
    Das "andererseits" betone ich im Hinblick auf meine Textinterpretation oben als klar so gemeinte Gegenüberstellung. Inhaltlich natürlich wirklich blödsinnige Gegenüberstellungen. Aber das Pseudo-Und als im Endeffekt eben doch Gegensatz darzustellen, war ja nicht meine Idee.

    Ebenfalls zu beachten ist in diesem Abschnitt die Formulierung "VORMALS", wenn man mal davon ausgeht, dass Diskriminierung weiterhin stattfindet, und die Rechtslage zumindest in Bezug auf Trans*- und Intersexuelle weiterhin teilweise katastrophal aussieht, abgesehen davon, dass der Grundgesetz-Eintrag nach wie vor auch bzgl. der sexuellen Orientierung nicht erreicht ist. Die Behauptung, dass man nicht mehr ausgegrenzt würde, ist ein schlechter Scherz, wenn man mal realistisch überlegt, wie selbstverständlich Schwule und Lesben öffentlichen Küssen und Händchenhalten. Wie, tun sie gar nicht, ohne sich vorher vergewissert zu haben, dass sie damit rechnen können, wenigstens körperlich unversehrt zu bleiben? Na, sowas aber auch!

    Weiter geht es dann mit "gerade Ärmere und Abstiegsgefährdete", und der Behauptung seitens Frau W.: "Für sie sind Minderheitenrechte und Antidiskriminierungspolitik heuchlerische Facetten eines politischen Programms, das sich als edel, hilfreich, solidarisch und gut inszeniert"
    Ja, vielen Dank, Frau W., aber was glauben Sie denn bitte, woher meine Abstiegsgefährdung kommt? Nicht etwa daher, dass ich den Normen nicht entspreche? Nicht etwa daher, dass es Diskriminierung gibt, gegenüber Armut, Anderssein, Herkunft? Ist das keine Diskriminierung, wenn begabten Kindern armer Menschen zur Hauptschule geraten wird, bloß weil sie am Gymnasium negativ auffallen könnten? Hat das nicht vielleicht manchmal damit zu tun, dass man als Angehöriger einer Minderheit, oder als Kind von Eltern unerwünschter Nationalität weiterhin mit konkreten psychischen Belastungen und Ausgrenzung zu kämpfen hat, die Bildung und beruflichen Aufstieg belasten?
    Was, liebe Frau W., glauben Sie, woher Armut und Abstiegsgefährdung kommen, und wieso beispielsweise schwule Männer ähnlich an gläserne Decken stoßen wie Frauen das nach wie vor tun? Glauben Sie wirklich, das dahinterstehende Phänomen komme in den unteren Etagen nicht vor, und die Mechanismen wären nicht vielleicht dieselben? Wie kommen Sie dazu, "vormals" Diskriminierte so vollkommen selbstverständlich von "Ärmere[n] und Abstiegsgefährdete[n]" zu unterscheiden, dass Sie nicht bloß Letzteren unterstellen, mit den Rechten von Ersteren nichts am Hut zu haben, sondern sogar ein Kontra dazwischensetzen? Kann es vielleicht sein, dass Sie sich die unterbezahlte, möglicherweise ausländische Putzfrau nicht als Lesbe oder Transsexuelle vorstellen können?

    Nun lernt man ja als Angehörige/r einer Minderheit sehr wohl, auch auf das zu achten, was jemand NICHT sagt/schreibt. Was sich in diesem Beitrag gar nicht, nicht einmal ansatzweise findet, ist auch nur die geringste Einschränkung des Geschriebenen, sich weiter bestehender Ungerechtigkeiten bewusst zu sein, die natürlich zu beseitigen seien; nicht die geringste Relativierung dahingehend, dass Antidiskriminierung das Recht eines Einwandererkindes auf gute Schulbildung mit einschließt, statt dass ein "andererseits" konstruiert werden müsste, in dem Rechte für Schwule, Lesben und Frauen als Konkurrenten angesehen werden, die Ressourcen fressen, die man eigentlich ebenjenem Kind zugestehen sollte. Und gerade das Letzte, das Setzen von Prioritäten und das Gegeneinander-Ausspielen, bei dem seltsamerweise immer die Minderheiten diejenigen sind, die zurückstellen sollen - und das ist die Art und Weise, in der hier auf die Lesben und Schwulen getreten wird - ist eine Sichtweise, die man noch von einem ganz anderen Lager kennt.

    Wenn ich auch die Formulierung mit dem "Schüren" von Homophobie nicht unterschreiben würde - der Interpretation dieses Gastbeitrags dahingehend, dass hier Minderheiten gegeneinander ausgespielt werden, in einer ganz ähnlichen Weise, wie Herr Gabriel es vor einiger Zeit bereits getan hat, stimme ich voll zu. Und sehe in der selbstverständlichen Suggestion, es sei ja für unsereins bereits alles soweit erreicht, dass es bloß noch ums "Wohlfühlen" ginge, wie bereits erwähnt, eine erschreckende Parallele zur kürzlichen AfD-Formulierung von Minderheitenschutz als Symptom einer dekadenten Gesellschaft, die es versäumt, sich um die "wirklichen" Probleme zu kümmern.
    Bitter liest sich nach all dem eine Forderung im Schlusssatz von Frau Ws Artikel: "[]für Fairness im Umgang untereinander".
    Ja, wünschenswert wäre das. Irgendwie habe ich nach all dem Gegeneinander mit mir als Sündenbock nicht den Eindruck, dass das "untereinander" mich einschließt.

    Was ich daran schlimm finde, ist die Tatsache, dass sich so eine erfahrene Politikerin ausdrückt, die überdies einer der wenigen Parteien vorsteht, von denen man theoretisch erwarten könnte, dass sie sich für Rechte von Minderheiten interessieren. Stattdessen werden Minderheiten und ihre Rechte hier als Prellbock aufgestellt, der nicht bloß keine weitere Unterstützung verdient, sondern so populär sei, dass man sie als Gegner gegenüber den Zielen zu sehen habe, für die man sich wirklich einsetzen müsse.
    Man kann bloß hoffen, dass ihre Partei das so nicht unterstützt. Angesichts ihrer Berufserfahrung als Politikerin ist ihr zu unterstellen, dass sie sehr gut weiß, was sie da tut.

    Schon klar, wer verzweifelte, verärgerte und vielleicht auch hassende Leute um sich scharen möchte, der tritt auf diejenigen, die noch weiter unten sind. Irgendwen und irgendetwas wird man mit sowas schon sammeln. Die Frage ist allerdings, was.
    Erwarten würde ich jedenfalls von einer Partei mit einer solchen Spitze, als Angehörige*r einer der eben erst verteufelten Minderheiten: Nichts Gutes.
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#35 gayaAnonym
  • 25.06.2018, 19:42h
  • Es tut mir Leid, aber das, was der Autor aus dem Interview heraus liest, kann ich nicht teilen. Unabhängig von meiner Ansicht über Frau Wagenknecht und ihrer Politik, halte ich diesen Ausschnitt sogar für homophil. Ich interpretiere ihn nämlich dahingehend, dass Frau Wagenknecht kritisiert, dass soziale, gerechte und längst überfällige Entscheidungen von einigen Parteien nicht aus Überzeugung oder aus Anerkennung der Realität heraus unterstütz wurden, sondern um kritische Wähler zu beruhigen, einen Stimmenverlust zu vermeiden und andere ebenso notwendige Entscheidungen weiter verschieben zu können. Und bei dieser Meinung muss ich ihr beipflichten!
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#36 JuliCucciAnonym
  • 25.06.2018, 20:09h
  • Sie hat da absolut Recht. Ist so! Für den Neoliberalismus sind alle gleich, hauptsache sie zahlen und konsumieren. Minderheiten werden besonders ausgebeutet: ich gehöre selbst mehreren Minderheiten (ethn/sexuell) an, bin aber in Berlin gut aufgehoben. Hier kommen mittlerweile so viele unterschiedliche Leute und Lebensweisen zusammen, dass es zur Normalität gehört. Toleranz und Offenheit gehört hier nicht zum guten Ton, sondern wird gelebt, ist echt. Nur noch in elitären Ghettos, Leuten, die total abgehoben leben, hör ich pathetische Floskeln über Offenheit und Toleranz. Dieses sektenartige Gelaber kommt von Leuten, die irgendwie alle gleich aussehen und gleich denken. Ich kaufe denen ihre dittklassige Selbstinszenierung nicht ab. Minderheiten sind für die nur Mittel zum Zweck, ein Label, das sie nutzen um sich besser zu vermarkten. Toleranz muss von innen kommen und heißt Neugier und Respekt gegenüber dem anderen und nicht, dass man ihn nur als Konsument Achtung schenkt oder bloß wie ein Maskottchen in seiner perfekten Welt inszeniert.
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#37 Patroklos
  • 25.06.2018, 20:44h
  • Frau Wagenknecht ist und bleibt eine der besten Politikerinnen der Linkspartei und man soll nicht jedes Wort von ihr auf die Goldwaage legen!
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#38 NachgelesenAnonym
  • 25.06.2018, 21:23h
  • Weiter unten im Text von Frau Wagenknecht:

    "Genau deshalb ist die Liaison von Linksliberalismus und Goldman-Sachs-Kapitalismus so gefährlich. Sie untergräbt nicht nur die Demokratie, sondern auch die Zustimmung zu liberalen Grundwerten."

    => Sahra Wagenknecht spricht sich nicht gegen liberale Grundwerte aus. Sie befürchtet, dass die wachsende soziale Ungleichheit auch Rassismus und Homophobie fördert.
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#39 NickAnonym
#40 TheDadProfil
  • 25.06.2018, 21:44hHannover
  • ""Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Sahra Wagenknecht, die LGBTI-Themen immer rechts liegen ließ, hat mal die Ehe für alle erwähnt.""..

    Och, das tut sie öfter..
    Zuletzt vor gut 2 Wochen in einer Diskussion auf Phoenix..

    Bloß war der Kontext dort ein anderer..

    Mithin gerät hier dann auch immer wieder aus dem Fokus, das es sich bei der Ehe für Alle um die analoge Feigenblatt- Gleichstellung handelt wie bei der Frauen-Quote in Aufsichtsräten von Dax-Unternehmen..

    Währenddessen dann die anderen Minderheiten wie auch die anderen Frauen in anderen Firmen und Konzernen weiterhin mannigfaltigen Diskriminierungen unterliegen..

    Und eigentlich ist der Absatz

    ""Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten. Und es widerspricht sich ja nicht: Ehe für alle und sozialer Aufstieg für wenige, Frauenquote in Aufsichtsräten und Niedriglöhne dort, wo vor allem Frauen arbeiten, staatlich bezahlte Antidiskriminierungsbeauftragte und staatlich verursachte Zunahme von Kinderarmut in Einwandererfamilien.""

    dann auch gar nicht so schwer zu verstehen..
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#41 goddamn liberalAnonym
#42 TheDadProfil
  • 25.06.2018, 22:14hHannover
  • Antwort auf #41 von goddamn liberal
  • "" "Goldman-Sachs-Kapitalismus" ist ein Spiel mit antisemitischen Klischees.""..

    Frau Wagenknecht kann nichts für die Namen der Gründungsfamilien eines kapitalistischen Bankhauses aus New York !

    Sie kann dann wohl auch nichts für ihren Iranischen Vater, und ihre deutsche (?) Mutter, deren Nachname ebenfalls auf jüdische Vorfahren schließen lassen kann wie Goldman und Sachs..

    Ihr nun auch noch zusätzlich antisemitisches anzudichten macht die Geschichte nicht wirklich "schlüssiger"..

    ""Ist der für unsereinen im Zweifel tödliche russische Oligarchen-Kapitalismus harmloser?""..

    Nein..
    Doch woher rührt dann diese Frage ?
    Aus der Idee die Linke arbeite daran den deutschen Lohnabhängigen einer "russischen Oligarchie" auszuliefern ?
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#43 LINKEAnonym
  • 25.06.2018, 23:38h
  • So antworteten antikapitalistische (echte) Linke schon mehrfach auf diese Wiederholungstäterin:

    >>
    ...Sahra Wagenknecht und die Welt...

    "[] leider verbinden heute viele mit "links" etwas ganz anderes [] abgehobene Gender-Diskurse, die mit dem Kampf um echte Gleichstellung wenig zu tun haben. Das bedauere ich sehr."

    Was bedauert Sahra sehr? Dass viele mit links Gender-Diskurse verbinden oder dass linke Gen-der-Diskurse abgehoben sind und wenig mit echter Gleichstellung zu tun haben? Beides? Ist sie also der Meinung, wir Linke kämpften zu wenig gegen ökonomische Ungleichheit und zu viel gegen andere Formen der Diskriminierung? Warum sagt sie nicht, was richtig ist: Dass wir Linke gegen alle Formen von Unterdrückung, Diskriminierung und Ausbeutung kämpfen und auch kämpfen müssen? Warum wiederholt sie ohne deutliche Abgrenzung falsche Sichtweisen von links, die uns sonst vielstimmig aus bürgerlich-wertkonservativen und rechten Mitläufer- und Überzeugungslager entgegenschallen?
    Sie stellt den Kampf für mehr Lohn gegen den Kampf um sexuelle Selbstbestimmung. Diese Kämpfe dürfen wir nicht gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil: Wir müssen sie zusammen denken, da sie zusammenhängen! <<

    www.antikapitalistische-linke.de/?p=1747
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#44 Sza SzaAnonym
  • 26.06.2018, 00:08h
  • Antwort auf #4 von saltgay_nl
  • Richtig! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
    Man sollte nicht alles gleich als Attacke interpretieren, hier wurde von S. Wagenknecht m.E. nur versucht zu erwähnen, dass in unserer Regierung für jede gute Entscheidung auch eine schlechte getroffen wird und hat dies mit gegensätzlichen Beispielen verbildlichen wollen...
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#45 LorenProfil
  • 26.06.2018, 00:22hGreifswald
  • Das, was Frau Wagenknecht politisch (an)bietet, hat bei der letzten Bundestagswahl nicht mal 10 % derjenigen überzeugt, die ihre Zweitstimme abgegeben haben. Ihr Generalangriff auf die anderen Parteien und ihre Abwertung der hiesigen repräsentativen Demokratie als "Fassadendemokratie" sind m.E. mindestens schlechter Stil , ihr Urteil, Wahlen seine hierzulande "Farce", Ausweis einer ziemlich schrägen Wahrnehmung und einer wenig gehemmten Lust an populistischer Stimmungsmache. Niemand hindert Frau Wagenknecht daran, für ihre Überzeugungen zu werben und Mehrheiten im demokratischen Wettbewerb zu erarbeiten. Gelingt ihr das nicht, würde ich ihr zur Abwechslung Selbstkritik statt Systemkritik empfehlen.

    Leider scheint mir diese Politikerin zu sehr einbetoniert in ihrem ökonomischen Analysemodell, sodass ihre Beiträge zur Gesellschaftspolitik stets eindimensional ausfallen. Dies mag so lange akzeptabel sein, wie nicht gesellschaftspolitische Fortschritte gegen das Engagement für soziale Gerechtigkeit ausgespielt werden, was sie m.E. in diesem Beitrag ohne mich überzeugende Argumentation versucht. Ihre Häme, mit der sie liberale progressive Kräfte als Anhänger eines "Uralt-Liberalismus" abqualifiziert, amüsiert mich nur mäßig, kommt sie doch von einer Politikerin, die nach meiner Wahrnehmung selbst ziemlich gestrig in einer globalisierten Welt nach Antworten sucht und über die Perspektive nationalstaatlicher Konzepte selten hinauskommt.

    Ich halte es für progressiver gedacht, Minderheitenrechte als Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit zusammenzudenken und sie nicht auseinanderzudividieren und mit dünner Argumentation gegeneinanderzustellen. Liberale progressive Kräfte müssen offenbar nicht nur rechts der Mitte kräftig vor ein paar Schienbeine treten, damit sich die politische Stimmung hierzulande nicht vollends gegen sie und ihr Engagement für eine humanere Gesellschaft, in der Gerechtigkeitsfragen über die ökonomische Frage hinaus gestellt und gerecht politisch beantwortet werden, dreht.
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#46 HuschAnonym
  • 26.06.2018, 00:24h
  • Frau Wagenknecht ist eine der besten Politiker unseres Landes. Und weil dies so ist wird sie von überberall angefeindet. Sie ist nicht Parteibuch verblendet sondern zum großen Teil Realist und Visionärin.
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#47 AufschwungAnonym
  • 26.06.2018, 00:29h
  • Ich würde gern den Begriff Wagenknechtphobie erschaffen. Dazu würde auch dieser Artikel passen. Frau Wagenkencht hat die Schwäche mit ihrer Sprache nicht immer alle zu erreichen. Was aus dem Zitat doch wohl hervorgeht ist, dass Frau Wagenknecht in Frage stellt ob diese Errungenschaften allein der Machterhaltung dienen und Betroffene instrumentalisiert oder wirklich die Anerkennung dieser bedeutet. Ich tendiere zu Ersterem.
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#48 stahl23Anonym
#49 tom122Anonym
#50 goddamn liberalAnonym
  • 26.06.2018, 00:36h
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • 'Wagenknecht' ist kein gängiger jüd. Name.

    Aber egal...

    "Aus der Idee die Linke arbeite daran den deutschen Lohnabhängigen einer "russischen Oligarchie" auszuliefern ?"

    Die russische Oligarchie ist Realität.

    Ihre mörderische Homophobie auch.

    Ebenso wie die Tatsache, dass Wagenknecht ihren Medien zuarbeitet.

    Dass man da dann nicht mehr von 'links' sprechen kann, ist auch klar.

    Siehe die Russophilie der AfD.
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#51 kasperjuulAnonym
  • 26.06.2018, 01:18h
  • Also beim besten Willen. Der hier dargestellte Zusammenhang ist doch etwas obskur. Und er geht an der Aussage Wagenknechts leider gänzlich vorbei. Was schade ist, denn das was sie wirklich gesagt hat, verdient tatsächlich Aufmerksamkeit. Was unnötig ist, ist aber eine derartige aus der Luft gegriffene Debatte anhand eines Zitates, das nicht die hier dargestellte Haltung hergibt und aus dem Zusammenhang gerissen fehlinterpretiert wird.

    Schade drum.
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#52 Matze1987Anonym
  • 26.06.2018, 01:20h
  • Ich verstehe Frau Wagenknechts Beitrag etwas anders.

    Letztlich vertritt sie die Ansicht, dass viele Politiker die genannten, sehr wichtigen gesellschaftlichen Errungenschaften wie Antidiskriminierung, Homo-Ehe und Gleichberechtigung als eine Art positives Ablenkungsmanöver missbrauchen, nach dem Motto:

    Seht her, es geht uns doch gut. Wir haben die Homo-Ehe, Gesetze zur Antidiskriminierung usw. Wir sind eine fortschrittliche, gerechte Gesellschaft. Die Probleme wiegen doch gar nicht so schwer.

    Diese positiven Errungenschaften werden in den Vordergrund gestellt und die Einkommensungleichheit in den Hintergrund gedrängt. Das ist alles, was sie sagt.

    Es sind zweierlei Dinge, ob ihr Standpunkt sinnvoll ist und was sie im Text faktisch gesagt hat.

    Ich finde ihren Standpunkt streitbar. Aus dem Text geht aber für mich keine Homophobie hervor.
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#53 Arm-Schwul-BerlinerAnonym
  • 26.06.2018, 01:47h
  • Also es gibt hier wirklich schlimmeres: Ich wohne in Berlin, konnte meine Wohnung nicht mehr alleine bezahlen, musste einen durchgeknallten Bundeswehr-Offizier, der im Auslands-Kriegseinsatz war, als Untermieter einsetzen, weil niemand anderes sich bereit erklärt hatte, mich finanziell zu unterstützen. Ein Nachbar ist bei den Hells Angels, der will uns Schwuchteln umbrigen. Soweit zu dem ach so toleranten Berlin.
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#54 la_passanteAnonym
  • 26.06.2018, 02:13h
  • Kann die Linke nicht mal endlich ihre gesamte Querfrontbande (Wagenknecht samt Anhang, Dehm...) zum Teufel bzw. zur AfD jagen? Ist ja nicht mehr zu ertragen.
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#55 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 26.06.2018, 02:30h
  • Sahra verbindet ihre berechtigte Kapitalismuskritik mit LGBTI-Themen, und vergisst dabei, dass das Eine mit dem anderen wenig zu tun hat. Was sie aber wirklich meint, ist, dass der Kapitalismus und die von ihr gekauften Politiker, dem Volk manchmal Brotkrümel hinwirft, damit niemand merkt, wie die Kapitalisten den Kuchen unter sich aufteilen.
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#56 ShesLikeHeroineAnonym
  • 26.06.2018, 07:15h
  • Frau Wagenknecht entlarvt die sog. Errungenschaften als Zuckerbrot.
    Hierbei geht es überhaupt nicht um die Inhalte von Ehe-für-Alle, Frauenquote, etc., sondern um den Umstand, dass diese nicht mehr als taktische Zugeständnisse von Seiten der Regierung sind, um den Machterhalt sicherzustellen.
    Das sich die Lebenssituation für viele verbessert hat steht außer Frage, auch für Sahra Wagenknecht. Und ihr zu unterstellen, gegen Gleichberechtigung zu sein ist einfacher Humbug.
    Ich habe den Eindruck hier wurde absichtlich falsch verstanden.
    Schade, dass viele nicht zu begreifen scheinen, dass CDU und Konsorten nur genau so viel Reformen eingehen werden, wie gerade nötig sind um möglichst viele Wähler auf Seiten der Reformprofiteure zu gewinnen und möglichst wenige auf Seiten der konservativen Stammwähler zu verlieren.
    Und hier von einer Errungenschaft der Legislatur zu sprechen ist insofern Unfug, da es sich dabei, wie weiter oben schon erwähnt, unbestritten nur um einen Schnellschuss handelte, der die bevorstehende Wahl beeinflussen sollte.
    Eine Errungenschaft der (queeren) Gesellschaft, nicht aber der Politik.

    Bitte nicht mehr schreiben, es taugt nicht.
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#57 JojoAnonym
  • 26.06.2018, 07:29h
  • Sagt Frau Wagenknecht nicht einfach, dass in Zeiten zunehmender Trennschärfe gesellschaftlicher Schichten, eine Aufnahme einer begrenzten Personengruppe in gesellschaftlich bessergestellte "Schichten" eben KEINE Arbeit an der Auflösung dieser Schichten bzw ihrer Trennschärfe ist, was eben eigentliche linke Kernpolitik ist? Ich stimme ihr damit voll zu und erkenne keine Diffamierung. Vielmehr den deutlichen Hinweis darauf, dass zu nachhaltiger linker Politik mehr gehört als einzelne Minderheiten zu stärken.
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#58 Homonklin44Profil
  • 26.06.2018, 08:17hTauroa Point
  • Die Dame sieht Errungenschaften unserer Zeit als Trend-Aufhübscher auf dem Weg zur Machtverteilung und Kapitalmehrung. Die Methoden ändern sich, früher hat man möglichst viele Kolonien errungen und "Zivilisation" bzw. Mission gebracht, die Länder anderer besiedelt und neue Wirtschaftsräume geschaffen. Heute läuft es über die vorgeblich soziale Integration, die scheinbar bessere Welt, und das Bündeln von potenziellen Supporterstimmen.
    So homophob anwandelnd ist das nicht. Bloß wird offenbar in diesem Wettlauf um den Pol der Homophobie alles und jedes damit in einen Zusammenhang gedrückt, wo es so aussehen könnte, als würden LGBTIQ*-Aspekte irgendwie negiert.
    Sie werden ehestens neutral erwähnt.
    Dabei wird hier eher auf das größere Gefüge hingewiesen, dem Entwicklungen wie Ehe für Alle gefällig blieben. Zum Wohle dem Gelde hats sich gut als Schmuck gezeigt. Ein Stück Brot, ein Stück Trost, eine Stärkung dem 'Wir', mehr Flaschen für die Rentner, auch wenn die Rentner, die Flaschen sammeln müssen, mehr werden, und die Flaschen seltener. Im Grunde geht's ums Ganze.

    Kann man so sehen. Muss man nicht.
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#59 stromboliProfil
  • 26.06.2018, 08:49hberlin
  • Antwort auf #55 von Gerlinde24
  • "Sahra verbindet ihre berechtigte Kapitalismuskritik mit LGBTI-Themen, und vergisst dabei, dass das Eine mit dem anderen wenig zu tun hat. "

    Na dann erklär uns doch mal , was die gründe sind die eine gesellschaftsform entstehen lässt, die zwischen "gut ~ böse", normal ~ abweichend zu unterscheiden sucht, und was für zusamenhängende ursachen hierzu zu benennen sind.

    Es sind und waren IMMER die produktionsverhältnisse, die gesellschaften formen und deren inneren umgang mit abweichungen bestimmt.

    Aber was erzähl ich da.. frauen* müssten doch hierüber aus eigener erfahrung auch etwas gelernt haben müssen.

    Wir wundern uns, wenn "community" plötzlich rechts wählen, sich ideologischen hirngespinstenhingeben die ihnen zwar gesicherten wohlstand verprechen, ihnen aber gleichzeitig rechte vorenthalten.

    Wir verstehen auch das heteronormative normensystem nicht als ausführendes konstrukt einer auf maximierung & "effizienz" angelegten wertschöpfungsideologie, die zwecks durchsetzung jegliche vernunft, ethik und zukunftsplanung vermissen lässt.
    Übrig bleibt ein " realpolitisch handeln weil es keine alternativen gäbe.." . Und den schmarn glauben dann auch noch selbst vom wohlstand und freier entscheidungsmöglichkeit ausgeschlossene.

    Wir sind eben nur auf den uns umgebenden tellerrand fixiert, der unsere minimalsten bedürfnisse zu garantieren scheint.
    Wie aber mit jemanden emanzipation betreiben wollen, der nicht mal die grundlegenden gründe seiner unterdrückung erfasst und sie in einen notwendigen überbau einbringt, der es ihm/ihr ermöglicht, über eben jenen tellerrand hinaus in die zukunft zu schauen!
    Wieso fehlt uns das vermögen, analyse zu betreiben, statt einfältig sich mit banalitäten in szene zu setzen!

    Oder ist das nur der ausdruck jenes neupostulierten "in der mitte angekommen seins", der die von wagenknecht durchaus berechtigte kritik an dem uns zugestandenem, ummünzt in ein homoph missgünstig sein.

    Schauen wir uns noch mal den zusammenhang an:
    "Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten. Und es widerspricht sich ja nicht:
    >> Ehe für alle und sozialer Aufstieg für wenige, Frauenquote in Aufsichtsräten und Niedriglöhne dort, wo vor allem Frauen arbeiten, staatlich bezahlte Antidiskriminierungsbeauftragte und staatlich verursachte Zunahme von Kinderarmut in Einwandererfamilien. <<

    "Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz"
    Da fehlt noch der mietenschutz und das umweltgütesiegel, und die sprachhülse bundesdeutschen politig_rap ist vollkommen.
    Und wie im battle_rap, ist das vorgetragene ja nur "battle" und nicht so richtig gemeint!
    Da liegen sich spd/grün und c-parteien mit a-fdp-art inhaltlich auf gleicher zungenlänge.

    So ist der begriff minderheitenschutz eine verballhornung eines ursprünglich allen zuzuordnenden rechtes.
    In einem solchen gesellschaftssystem aber darf es keine "minderheiten" geben, sondern nur partizipierende mitglieder.
    Schon die selbstaneignung oder das zulassen der klassifizierung als "minderheit", schreibt ein auf ungleichheit sich berufendes konstrukt auf ewig fest.

    Es beschreibt präzise auf was wir uns eingelassen haben: absicherung unserer ureigenen rechte (!) auf kosten der vernachlässigung des gesamtwohles der gesellschaft.
    Nicht die forderung nach partnerschaftsverträgen ist falsch, sondern die übernahme der altheigebrachten regeln, die eben auf mehrheit~ minderheit basierend, ungleichheiten in sich birgt.
    Das haben wir bewusst in kauf genommen, nur um auf den letzten drücker, nun für eine schäbige parteienwahlcharade dankbar zu sein...
    All jene die hierbei hinten runter gefallen, werden uns danken.

    Wie aber unabdingbare solidarität erwarten, wenn wir selbst nicht der unabdingbaren solidarität mit anderen gruppen der gesellschaft fähig sind?!

    Als wäre emanzipation von gesellschftlich vorgegebenen bedingungen nur jeweils einem problem zuzurechnen.

    Unsere "errungenschaften nicht ohne grund sich auf den sozialen niederlagen anderer gruppen gründen..
    Siehe §175 in abwägung zum § 218 in folge des zusammenschluss von brd&ddr... 1992
    Ein EfA gesetz 2017, so schnell zusamengestoppelt, dass die "randgruppeninteressen z.b. von transmenschen hintenrunter fallen.

    Nur mal auf die identitäts & orientierungsfragen beschränkt, wo haben wir eine geschlossene front gegenüber der heteronormativen restkultur gebildet... , ursache eben unser aller leid!

    Wir haben uns in einen kleinbürgerlichen kleinkrieg begeben, in dem wir "erfolgreich" zugeständnisse herausgehandelt haben, die so wackelig sind, das bei jedem afd wahlerfolg bei uns das grosse muffensausen beginnt.
    Den gesellschaftlichen wandel aber, der um unsere regenbogenblase herum sich abbildet, haben wir verschlafen.

    Wir haben verschlafen, den kontakt zu den marginalisierten zu halten, weil wir uns selbst in einen raum der 'privilegiert' sich fühlenden hinein ideologisiert haben.
    DAs macht dann die dünnhäutigkeit aus, die uns befällt, wenn wir mal auf unserem sichtbar fehlendem sozialpolitischen engagement ausserhalb unserer EGO_blase angesprochen werden.
    Dann, wenn soziale verantwortung verwechselt wird mit eigener sozialer absicherung.

    Hervorzuheben bleibt: wagenknecht mahnt nicht die community für diesen mangel ab, sondern erklärt ihr mit blick von draussen, wie sie zum spielball interessensorientierter machtpolitik verkommt und sich benutzen lässt.
    Sie stellt nicht das erreichte an sich in frage, sondern die eingeschlagenen wege hierzu.
    Ich als jemand von INNEN, teile da ihre einschätzung mit 101 %!
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#60 KawiduProfil
  • 26.06.2018, 09:13hDuisburg
  • Ich lese aus Frau Wagenknechts Worten eine gewisse Intelligenz und Reflektiertheit heraus: Ihr ist klar, dass Zugeständnisse an Minderheiten meist nicht das Grundübel beseitigen, sondern nur der Besänftigung der Benachteiligten dienen. Die geben sich mit ihren 'Erfolgen' zufrieden statt radikaler und grundsätzlicher zu denken. - Inwiefern Frau Wagenknecht damit bestimmte Gruppen gegeneinander ausspielt, ist mir nicht klar.

    Was sie aber durchaus tut: an echte Solidarität zu appellieren, statt einfach nur froh zu sein, dass man Fortschritte für sich selbst errungen hat. - Wobei ich Letzteres durchaus verstehen kann, denn nicht jeder hat die Kraft oder die Motivation, sich für andere benachteiligte Menschen zu engagieren, nur weil man selbst benachteiligt ist. Es ist absurd, einen höheren moralischen Standard zu erwarten als bei 'anderen' (i. S. v. nicht offensichtlich benachteiligten) Menschen. Gleichberechtigung heißt nun mal auch, genauso fehlerbehaftet und unvollkommen zu sein, wie der Rest der Menschheit. ;-)
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#61 goddamn liberalAnonym
#62 blaubeerfalkeAnonym
  • 26.06.2018, 10:16h
  • Ich gebe zu bedenken, dass die Ehe für alle nicht von der Politik voran gebracht wurde, weil es die einzige richtige Lösung ist, sondern um von anderen politischen Entscheidungen abzulenken. Sie wurde als Vorwand genutzt um zu zeigen, wie modern und weltoffen man sei. Dementsprechend verstehe ich Wagenknechts Kritik daran, wenn man nur zum Vorwand LTBQ Rechte stärkt, um von anderen Thematiken abzulenken.
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#63 LohnabhängigerAnonym
  • 26.06.2018, 10:17h
  • Die Spitzenverdienerin Frau Wagenknecht kann also ganz selbstverständlich Herrn Lafontaine ehelichen, um bestimmte Schutzrechte in Anspruch zu nehmen und ihren (extrem) privilegierten Klassenstatus zu reproduzieren,

    aber wenn die durchschnittliche lesbische Arbeitnehmerin und der durchschnittliche schwule Arbeitnehmer, die neben Reallohnverlusten, Prekarisierung, immer größerer sozialer Unsicherheit usw. zusätzlich mit Diskriminierung und erheblichen Belastungsfaktoren, oftmals schon ab der Kindheit/Jugend, in Bildung und Ausbildung usw. zu kämpfen haben, hier schlichtweg GLEICHE RECHTE für sich beanspruchen, steht dies irgendwie im Widerspruch zum Kampf gegen ökonomische/soziale Ungleichheit?

    Hier spielt eine mit dem elitären Medien-Establishment offensichtlich bestens vernetzte Stimmungmacherin zum wiederholten Male die einen Unterdrückten gegen die anderen aus und spaltet ganz gezielt, anstatt in Zeiten der massiven Rechtsverschiebung (finanziert und gefördert von oben) einen gemeinsamen Kampf von unten für soziale Verbesserungen und gegen jede Form der Ausbeutung, Menschenfeindlichkeit und Unterdrückung zu organisieren.

    Dementsprechend ja auch die ständigen Ausfälle gegen Geflüchtete und Migrant*innen - und auch hier wieder, in einem Atemzug mit Homophobie, gegen den bösen "Antirassismus". [Den der "Welt" und anderer Medienkonzerne sowie des politischen Establishments kann sie kaum meinen.]

    Hier paart sich Homophobie mit Klassismus und Rassismus.

    Das ist keine "linke" Politik, das ist das genaue Gegenteil. Es ist Klassenkampf von oben im Interesse der Besitzenden und Herrschenden.
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#64 goddamn liberalAnonym
  • 26.06.2018, 10:19h
  • Antwort auf #43 von LINKE
  • "Sie stellt den Kampf für mehr Lohn gegen den Kampf um sexuelle Selbstbestimmung. Diese Kämpfe dürfen wir nicht gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil: Wir müssen sie zusammen denken, da sie zusammenhängen!"

    Ich habe sicher nicht den Ehrgeiz Rekordhalter im Linkssein zu sein.

    Aber die Logik, dass Klassen-, 'Rassen'- und Gender-Fragen eng verwoben sind, ist offensichtlich.

    Genauso offensichtlich wie die Tatsache, dass Frau Wagenknecht weder links noch liberal ist.

    Ich wittere da Lebensgefahr.
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#65 AUFRUFAnonym
#66 karl marxAnonym
  • 26.06.2018, 10:33h
  • Antwort auf #63 von Lohnabhängiger
  • nur "salon-linke" würden demagogisch spalten und trennen wollen, was untrennbar zusammengehört!

    "...mit dem kategorischen Imperativ, ALLE Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."

    (Geschrieben Ende 1843 - Januar 1844)
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#67 GerritAnonym
  • 26.06.2018, 10:36h
  • Wer die Gleichstellung von LGBTI als Ablenkungsmanöver des Kapitalismus abtut, beweist damit nur, dass es der Linken gar nicht um LGBTI-Themen geht, sondern dass sie nur unsere Stimmen haben wollen.

    Ist ja nicht das erste mal, dass die Linke sich homo- und transphob äußert.
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#68 goddamn liberalAnonym
#69 RealistenAllerLänderAnonym
#70 Torti64
  • 26.06.2018, 11:09h
  • Als Mitglied der Linken schäme ich mich dafür! Anstatt weiter zusammen gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen, wird lieber gespalten! Ich bin enttäuscht, auch als Schwuler so mit Dreck beworfen zu werden!
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#71 PierreAnonym
  • 26.06.2018, 11:34h
  • Pfui Linkspartei...

    Reden gerne von Menschenrechten und heben gerne den moralischen Zeigefinger, haben aber auch kein Problem damit für ihre "antikapitalistische" Propaganda (die aber nie deren eigenes Einkommen betrifft) LGBTIs und deren Rechte zu verunglimpfen.
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#72 LillyComptonAnonym
#73 goddamn liberalAnonym
#74 goddamn liberalAnonym
#75 Alexander_FAnonym
  • 26.06.2018, 12:57h
  • Die Einsicht, dass Identitätspolitik tatsächlich für den immer weiter fortschreitenden Niedergang der Linken verantwortlich ist, treibt viele Linke dazu, das Kind mit dem Bade auszuschütten und dabei aber auch gleichzeitig zu beweisen, wie es in ihnen denkt, vor allem aber, dass sie eigentlich keine Einsicht zeigen, sondern nur nach Schuldigen in den anderen suchen.

    Nachdem der Köbbes Augstein schon die Ehe für alle wesentlich eindeutiger als Luxus angegriffen hatte, stimmt nun auch Frau Wagenknecht in ähnlicher Weise in den Tenor ein.

    Sicher, sie hat Recht damit, dass es eine Diskrepanz zwischen den Fortschritten im Bereich von Minderheitenschutz und allgemein wachsender Ungleichheit gibt. Statt aber den Ursprung der Identitätsversessenheit, der ganz klar in der Linken zu suchen ist, auszumachen, zeigt sie mit dem Vorwurf, "der Kapitalismus" nutze sie als Ablenkungsmanöver, tatsächlich verschwörungstheoretisches, wenn nicht gar strukturell antisemitisches Denken.

    Als seien es die Banker und BWLer, die diese Fixierung auf Identitäten vorangetrieben hätten! Nein, Frau Wagenknecht, es waren vor allem Geistes- und Gespensteswissenschaftler "linker" Couleur, die damit ein trojanisches Pferd der Gegenaufklärung in die Mitte der Gesellschaft brachten.

    Wenn sie nun "dem Kapitalismus" zum Vorwurf macht, aktiv mehr für die Rechte von Minderheiten getan zu haben, als es Honnis miefige realexistierende Misswirtschaft, die Stalinfans von 68, die Mullahbejubler ab '79ff, Russlandversteher mit postsowjetischem Syndrom und zeitgenössische universitäre Luftschlossbauer getan haben, beweist sie vor allem, dass sie eine schlechte Verliererin ist, die es dem Kapitalismus nicht verzeihen kann, all seinen Unzulänglichkeiten zum Trotz letztlich die bessere Welt hervorgebracht zu haben.
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#76 Alexander_FAnonym
  • 26.06.2018, 13:28h
  • Die größte Ironie an der Sache ist, dass Wagenknecht, während sie die Identitätsdiskurse beklagt, gleichzeitig in genau dieselbe Kerbe schlägt, wie die Identitätsdiskursler.

    Zumindest ist es interessant, dass der Queer-Theoretiker und stadtbekannte Islamistenversteher Heinz-Jürgen Voß schon 2015 in seinem Buch "Queer und (Anti-) Kapitalismus" ähnliche Ansichten propagierte: der Kapitalismus sei gerade deshalb so schwulenfeindlich, weil er so derartig viel für LGBT-Rechte tue und dies nur Teil seines diabolischen Masterplans sei.

    Also, liebe Leute: verzichtet lieber auf eure Rechte! Es geht schließlich um eine bessere Welt, da muss man schonmal Abstriche machen. *ir*
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#77 lexynoAnonym
  • 26.06.2018, 13:35h
  • Also bei dieser Anzahl an Wagenknecht kritischen stimmen muss ich befürchten, dass das hier alle anderen Stimmen zensiert werden. Ich Versuchs trotzdem mal hier zu kommentieren.
    Sahra Wagenknecht Homophobie zu unterstellen finde ich gelinde gesagt lächerlich. Was sie meint ist, dass es auch andere Dinge gibt die wichtig sind. Z.b. das man am Amt nicht schikaniert wird und dass die Rente mal reicht. Auch Schwule und Lesben haben nicht davon wenn man von Homoehe spricht sie aber nichts zu knabbern haben. Darum geht es. Die Homoehe und ähnliches wird doch nur zelebriert un sich AKS weltoffen zu zelebrieren, gleichzeitig werden aber auch Schwule bei Hartz 4 schikaniert. Sahra kämpft auch für schwule arbeitslose. Das tun die anderen nicht.
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#78 ImpulsAnonym
  • 26.06.2018, 14:10h
  • Sahra Wagenknecht Homophobie oder Transphobie zu unterstellen, ist ungerecht und verfehlt, worauf sie hinaus möchte; dass linksliberale Eliten, die das Elend zu verantworten haben und davon am meisten profitieren, ihr Gewissen durch Minderheitenrechte und Geflüchtetenhilfe reinwaschen.

    Sie trifft m.E. ins Schwarze; Geflüchtete Menschen werden von sogenannten Linksliberalen (ein Oxymoron, da links für Solidarität und der Schaffung von sozialer Verbindlichkeit steht; während liberal für Eigenverantwortlichkeit und der Auflösung sozialer Zwänge und Verbindlichkeiten steht - um mal beides positiv zu formulieren und das eine nicht über das andere zu stellen) zwar mit offenen Armen empfangen, allerdings liegt das nur vordergründig am Motiv der Menschlichkeit; dieses wird verwendet, um Studierende zu instrumentalisieren, da diese hochempfänglich für Ideologien sind, die ihnen ein Überlegenheitsgefühl gegenüber der Generation ihrer Eltern und Großeltern liefern.
    Tatsächlich geht es hier vor allem auch um Lohndumping.

    Für die durch verschiedene Entwicklungen im Rahmen der Globalisierung immer schwächer werdenden Nationalstaaten lohnt es sich nicht mehr, die Bedürfnisse der unteren Schichten zu bedienen; es gilt, Konzerne zufrieden zu stellen, damit diese nicht abwandern. Manager, die beauftragt wurden, wirtschaftlich im Sinne des Unternehmens zu handeln, werden selbstverständlich nicht in Ländern produzieren, in denen menschliche Arbeitskraft zu teuer ist.

    Da wir selbst nicht nachlegen (unsere Geburtenraten sind durch die stetige Liberalisierung auf einem Rekordtief) müssen die Kräfte aus dem Ausland kommen. Das ist aus verwaltender Perspektive verständlich und vernünftig, macht es aber auch nachvollziehrbar, wenn Menschen ohne Migrationshintergrund sich nach mehr Sicherheit sehnen und deshalb die AfD wählen, die genau das verspricht: eine totale und total konsistente Welt, in der die eigene Sicherheit und die Solidarität der Andere keiner individuellen Entscheidung unterliegt, sondern als Schicksal empfunden wird.
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#79 goddamn liberalAnonym
#80 rosa luxAnonym
  • 26.06.2018, 16:21h
  • Antwort auf #78 von Impuls
  • rechten spaltungsmaschen ein linkes mäntelchen umhängen?

    macht's auch nicht besser.

    hier der gegenentwurf:

    " Anstatt linke Migrationspolitik offensiv in den Kontext eines sozial-ökologischen Umbaus und der Notwendigkeit einer postkapitalistischen Transformation zu stellen, wird der "unvermeidlich im Kern nationalstaatlich organisierte Sozialstaat" (S. 2) zur einzigen "Instanz einer humanitären und sozialen migrationspolitischen Praxis" (ebd.) erklärt. Im Modus von Margaret Thatchers There Is No Alternative (TINA) setzt das Thesenpapier Weltmarkt und Staatensystem in ihrer neoliberalen Phase als unhintergehbare Sachzwänge: »Nur auf dieser realistischen Grundlage lässt sich eine seriöse Position aufbauen." (S. 2)

    Eine restriktive Migrationspolitik wird jedoch weder den nationalen Sozialstaat retten, noch die Lage von Lohnabhängigen, Arbeitslosen und Prekären in Deutschland verbessern. Nationalistische Scheinlösungen gehen völlig an den eigentlichen Problem vorbei: an einer kapitalistischen Überakkumulations- und Vielfachkrise, die von herrschenden Klassenfraktionen im Modus eines autoritär radikalisierten Neoliberalismus bearbeitet wird.

    Auch die im Thesenpapier erhobene Forderung, "Fluchtursachen zu beseitigen" (S. 4) greift zu kurz, da ihre systemischen Folgen nicht reflektiert werden (was allerdings für die meisten linken Texte gilt): Würde man der kapitalistischen Weltwirtschaft heute all jene Investitionsmöglichkeiten entziehen, die direkt oder indirekt Fluchtursachen produzieren (Waffenexporte, Freihandel, land grabbing, Ressourcenausbeutung, Überfischung u.v.m.), würde dies die globale Überakkumulationskrise dramatisch verschärfen. Auch in Deutschland würden dadurch Extra-Profite, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen wegbrechen, die den nationalen Sozialstaat und die mit ihm verbundene imperiale Lebensweise erst ermöglichen."

    www.zeitschrift-luxemburg.de/marx-haette-das-nicht-gefallen/


    Back to the roots?
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#81 tropfAnonym
#82 RedbullAnonym
  • 26.06.2018, 17:47h
  • Antwort auf #10 von AfD global
  • Genau so wie man nicht links verbohrt sein sollte, muss man sich auch Gedanken machen wenn man nur aus Prinzip gegen die linke bzw. Wagenknecht ist. Ich interpretiere das ganze anders. Da steht nichts davon daß die Homos das Problem sind. Wagenknecht wird hier das Wort im Mund herumgedreht. Man muss sie nicht mögen aber das ist unfair!
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#83 swimniAnonym
#84 Schwalice ArzerAnonym
#85 saltgay_nlProfil
  • 26.06.2018, 20:06hZutphen
  • Lieber stromboli,
    es ist erschreckend wie weit dieser antikommunistische Beißreflex bei den Kommentatoren hier reicht. Den Mauerbau haben hier die wenigsten selbst erlebt. Aber ich kenne das eingemauerte Westberlin, was mein Altersgenosse Wowereit als "arm aber sexy" bezeichnete. Das ist nur zu bezeichnend für das Einspinnen in eine eigene Welt. Klaus Wowereit ist nur wenige Kilometer entfernt von mir eine Woche später geboren worden. Zwischen uns liegen aber, geistig gesehen, Tausende an Kilometern. Ich habe auch den 2. Juni 1967 am eigenen Leibe erlebt.

    Dennoch verfallen die Spätgeborenen, die nichts von jener Zeit mitbekommen haben, in diesen psychotischen Antikommunismus, wo nur der Name "Sarah Wagenknecht" ausreicht, damit die Herren Schaum vor den Mund kriegen. Ich erwähne das, weil wir als Jugendliche ebenso angefeindet wurden von den aufrechten Bürgern der selbstständigen politischen Einheit Westberlin: "Na denn jeh doch rüba in nen Osten wenn et dir hia nich jefällt. So ne wie dir, die schicken se denn in een Arbeitslager, wo dir ma Ordentlichkeit beijebogen wird." Das war die "Westblase". Ähnlich reagieren auch die Regenbogenaktivisten, die hinter jedem falschen Buchstaben und verkehrter Zeichensetzung Homo- und Transphobie wittern.

    Mit solchen Lächerlichkeiten geben sie sich ab. Wie schön für die herrschende Klasse. Die lachen sich kaputt und spekulieren munter weiter mit den Immobilien in dieser Stadt, die sich bald auch die reichste alternde Schwuppe nicht mehr leisten kann. "Huch nein, in so einer Plattenbauwohnung muss ich ja meine Brokatvorhänge kürzen lassen. Stößt man sich nicht bei zwei Meter fuffzig Deckenhöhe den Kopf?"

    Mir scheint, einige knallen ihren Kopf bei dem Namen "Sarah Wagenknecht" gegen die Wand.
    Das würde diese unterbelichteten Beiträge erklären.

    Vielen Dank für deine umfangreiche Analyse. Hoffentlich merken die Leute, worum es wirklich bei dieser pseudoliberalen Politik geht.
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#86 jokloAnonym
  • 26.06.2018, 20:07h
  • kommt drauf an wie man das sieht, ich als schwuler sehe das so:_.... natürlich schmückt sich die regierung mit uns und anderen Minderheiten Themen, als Deckmantel.. Im Deckmantel der Menschlichkeit, kann die Regierung dann ein Verbrechen nach dem anderen begehen... Und damit das niemand auffällt, benutzen sie Themen wie Frauenrechte, Schwulenrechte , Homoehe usw.. usw....

    Denn die Refierung ist ja Tollerant und Sozial, und kaum einer merkt wie die rechte der Armen mehr und mehr mit Füßen getreten werden...

    sogesehen kann ich frau wagenknecht durchaus verstehen.. wenn sie es so gemeint hat.. denn frau wagenknecht ist mir nie schwulenfeindlich aufgefallen, daher scheint mit der artikel schon sehr reisserisch... neutral geht anders.. frau wagenknecht sagte das und das, lesen sie hier, was denkt ihr.. das wäre neutral..

    aber egal..
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#87 goddamn liberalAnonym
  • 26.06.2018, 20:32h
  • Antwort auf #85 von saltgay_nl
  • Was ist denn an Wagenknecht kommunistisch?

    Eine Kommunistin würde sich vielleicht auch mit reaktionär-religiösen Vorstellungen von Zuwanderern kritisch auseinandersetzen, aber niemals wie Wagenknecht soziale Verteilungskämpfte gegen Geflüchtete auspielen.

    Eine Kommunistin wüsste, wo die großen Vermögen sind, die gleichermaßen an Einheimische und Zuwanderer verteilt werden können.

    Eine Kommunistin wüsste, dass diese Vermögen von einem 'liberalen' 'Goldmann-Sachs-Kapitalismus' effizienter akkumuliert werden können als in dem von Wagenknecht bevorzugten neozaristisch-reaktionär überbauten Monopol-Kapitalismus weniger russischer Rohstoff-Oligarchen.
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#88 JeffAnonym
  • 26.06.2018, 21:29h
  • Ich möchte nicht Wagenknecht verteidigen, sondern lediglich ein paar Gedanken als schwuler Mann und als Sozialwissenschaftler mit Fokus auf Queer Theory und Queer Studies und soziale Ungleichheit und Diskriminierungsmechanismen zu dem Artikel hinzufügen.

    Ich finde den Artikel - wie leider oft auf queer.de - sehr schlecht und populistisch geschrieben. Tatsache ist, dass es Studien gibt, die darlegen, dass die Homo-Ehe zwar durchaus positive und gute Effekte hat - neben den realen Vorteilen wie rechtliche Gleichstellung, sind das vor allem auch positive psychologische Effekte, wie Gefühle der Zugehörigkeit, Inklusion, usw. Aber diese Studien zeigen leider auch, dass diese positiven Effekte vor allem weißen, zis-männlichen, Schwulen aus der oberen Mittelklasse zugute kommen. Bei anderen LGBTIQs treten diese positiven psychologischen Effekte nicht so stark zum Vorschein. Das liegt vermutlich daran, dass die Ehe für alle das einzige fehlende Stück für weiße, schwule Zis-Männer aus der oberen Mittelklasse ist, das ihnen für eine tägliche gefühlte Gleichstellung fehlt, während andere LGBTIQs noch unter so vielen anderen Unterdrückungsformen leiden.

    Hinzu kommt, dass es durchaus sehr viele Sozialwissenschaftler_innen gibt, die sich auf Rassismus, Sexismus, Homophobie, Queer Studies, Gender Studies, Postcolonial Studies, usw spezialisiert haben - die also die Vorreiter_innen bei dem Kampf gegen sowohl Homophobie als auch Rassismus sind - die gut fundierte Argumente ins wissenschaftliche Feld geführt haben, um zu zeigen, dass unter dem Begriff wie Homonationalismus Homosexuellen-Rechte gegen Menschen mit Migrationshintergrund oder andere marginale Gruppen ausgespielt werden. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Wagenknecht darauf anspielen wollte, aber es machte für mich eher den Eindruck, als gehe sie genau darauf ein, und nicht in Richtung Homophobie.

    Leider fehlen solche Überlegungen im Artikel komplett. Wie so oft beim Lesen von queer.de, habe ich das Gefühl, dass die Seite ausschließlich von weißen, schwulen Zis-Männern betrieben wird. Daran ist ja nichts schlimmes, ich bin ja selbst auch einer. Aber ich erwarte von einer Nachrichtenseite, die sich queer.de nennt, dass sie sich auch mit "Queer" auskennen. Und dazu gehört Queer Theory und Queer Studies. Und dazu wiederum gehört auch Intersektionaltität und ein gewisses Grundverständnis von Gender und Postcolonial Studies, weil die sehr eng miteinander verzahnt sind, ja die Queer Theory, und damit der Befreiungskampf von LGBTIQs, sogar teilweise aus dem schwarzen Feminismus hervorgegangen ist. Dazu habe ich aber noch nie ein einziges Wort in all den Jahren auf queer.de gelesen. Sie haben einen sehr starken weißen, zis-männlichen Bias, was man auch in diesem Artikel leider wieder erkennen kann.
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#89 goddamn liberalAnonym
  • 26.06.2018, 22:14h
  • Antwort auf #88 von Jeff
  • "Aber diese Studien zeigen leider auch, dass diese positiven Effekte vor allem weißen, zis-männlichen, Schwulen aus der oberen Mittelklasse zugute kommen."

    Belege bitte?

    Die obere Mittelklasse konnte sich schon immer selbst sozial absichern und wurde auch durch Erbschaftssteuern nicht arm.

    Verheiratete ArbeiterInnen sind viel mehr auf Hinterbliebenenrenten, Mitversicherung bei der gesetzlichen Krankenversicherung etc. angewiesen.
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#90 TheDadProfil
  • 26.06.2018, 22:53hHannover
  • Antwort auf #50 von goddamn liberal
  • ""Die russische Oligarchie ist Realität.""..

    Ist keine Antwort auf die gestellte Frage die sich mit den Ideen der Linken beschäftigt..

    ""Ebenso wie die Tatsache, dass Wagenknecht ihren Medien zuarbeitet.""..

    Hübsch..
    Ist das bei der SPD und den Partei-eigenen oder Partei-nahen Medien anders ?
    Oder bei der UNION ?

    Wieso wird dann der Linken gegenüber ein Vorwurf daraus ?
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#91 goddamn liberalAnonym
  • 26.06.2018, 23:26h
  • Antwort auf #90 von TheDad
  • Ich kenne keinen SPD- oder CDU-Politiker, der gegenüber den reaktionären Propaganda-Medien des Neozarismus verkündet "Ich weiß überhaupt nicht, was die freie Welt ist."

    Auch in der Linkspartei gibt es echte Linke, die diese Medien bewusst boykottieren.

    Dass die Homophobie dieser Medien Julius-Streicher-Qualität hat, ist offensichtlich:

    www.youtube.com/watch?v=fYMzW8mu5RQ

    Auch darüber kein Wort der Kritik von der Querfront-Politikerin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#92 TheDadProfil
  • 26.06.2018, 23:56hHannover
  • Antwort auf #91 von goddamn liberal
  • ""Ich kenne keinen SPD- oder CDU-Politiker, der gegenüber den reaktionären Propaganda-Medien des Neozarismus verkündet "Ich weiß überhaupt nicht, was die freie Welt ist." ""..

    Das stimmt..
    Doch RT ist ja auch nicht "haus-eigene" Medien-Zentrale der Linken..

    Und damit dann auch nicht "ihre medien"..

    Frau Wagenknecht gibt dann auch folgerichtig Interviews in der Jüdischen Allgemeinen zum Thema "Antisemitismus in der Linken"..

    Was dann diese Politiker der SPD und der UNION angeht, die propagieren dann auch "ihre Sicht" der Gesellschaft, die im Allgemeinen durch die Verdummbibelung verklärt weit mehr Homophobie enthält, als das besagte Interview mit Frau Wagenknecht, was Realitäten benennt !

    Im Vorwege der Ehe-Öffnung wurde hier breit darüber diskutiert, wem diese nutzt, an welche Teile der Community sie sich wendet, und wer sie wirklich unterstützt..

    Wie sich zeigte waren alle Voraussagen dazu richtig, denn das Feigenblatt Ehe-Öffnung dient dem Links-Liberalem Establishment, welches sich damit als "Wunderwerk der Gleichstellung" schmückt, nutzt nur wirklich wenigen aus der Community, denn sie richtet sich ja nur an Schwule und Lesben, und dient damit insgesamt eigentlich dazu die Emanzipations-Bewegungen der LGBTTIQ*-Menschen vorsätzlich und nachhaltig ins Stolpern zu bringen, wie die vielen Berichte über Inhalts-lose Motti auf derzeitigen CSD's nachhaltig zeigen..

    Da kommt dann so ein kleiner "Homophobie-Vorwurf" gerade Recht, um von der eigenen Phantasielosigkeit abzulenken..

    So langsam zweifle ich an Deinem Verstand, denn Du ergehst Dich hier in einer Art "Verschwörungs-Theorie", die sich in Stil-Blüten wie
    "Frau Wagenknecht ist weder links noch liberal"
    entladen, oder gar Fragen nach Migrationshintergründen aufwerfen, um vergessen zu machen das DDR-Bürger*innen ebenfalls einen "Migrations-Hintergrund" besitzen, und eine Frau Wagenknecht als Tochter eines Iraners sowieso..

    Was genau ist dann also an solchen "Migrations-Hintergründen" so wahnsinnig interessant, als das sie zu mehr dienen könnten, außer Ressentiments zu schüren ?

    Weil die Auseinandersetzung ohne ein solches Ressentiment nur vor dem Hintergrund von etwas Gesagtem nicht mehr gelingen will ?
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#93 LorenProfil
  • 27.06.2018, 00:06hGreifswald
  • Antwort auf #88 von Jeff
  • Na ja. In der ideologischen Blase dieser Politikerin ist auch Antirassismus lediglich ein "Wohlfühl-Label", das im Zusammenspiel mit dem von ihr so bezeichneten "Goldman-Sachs-Kapitalismus" die Demokratie nach ihrer Auffassung "untergräbt". Was wohl ein Martin Luther King oder ein Nelson Mandela dazu sagen würden? Merke: Wer nicht auf der dogmatischen Welle dieser Politikerin mitsurft, ist vermeintlicher Antidemokrat und vermindert die "Zustimmung zu liberalen Grundwerten". Die Argumentation ist zwar (für mich durchaus erwartbar) dünn, aber aus meiner Sicht ziemlich perfide. Der in den USA nach der Trump-Wahl von konservativen Kommentatoren angeführte Angriff auf die liberalen gesellschaftlichen Kräfte wird von Frau Wagenknecht nun hierzulande unter ihren spezifischen ideologischen Vorzeichen von links außen fortgesetzt, wobei sie im Springer-Blatt wohl nicht ganz zufällig auch nach rechts blinkt. Was mich nicht wundert: Ein Betonkopf kann die Freiheit des Geistes nur als Antagonist einnorden. Was allerdings durchaus vom anderen Ufer aus genauso gesehen wird.
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#94 giliatt 2Anonym
  • 27.06.2018, 00:33h
  • Frau Wagenknecht bezeichnete sich selbst mal selbstbespiegelnd als "Re-Inkarnation von Rosa Luxemburg". ROSA würde sich im Grabe herumdrehen, sofern sie denn ein Grab hätte, denn ihre buckligen Knochenreste liegen noch immer im Berliner Kriminalmuseum.

    Wagenknechts politische "Glaubwürdigkeit" bewegt sich zwischen jugendlicher DDR-zeitlicher SED-Karriere, wendeläufigem PDS-Aufstieg dortselbst und LINKE-Wichtigmacherei als ausweisliche Hardcore- RADIESCHENKOMMUNISTINNEN- Wählerverarschung. .
    Im Privatleben hat Rosawagenknilch sich verbandedelt mit dem SPD-Königsmörder Lafontaine. Oskar Lafontaine hat seine Sozi-Partei verraten im Schröder-Wahlkampf.

    WAS FÜR EIN TOLLES PÄRCHEN !!! Sekt saufen und Wasser predigen.
    Schürt Sahra Wagenknecht nun HOMOPHOBIE????

    Die olle Eule kann man getrost vergessen....
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#95 Alexander_FAnonym
  • 27.06.2018, 00:50h
  • Antwort auf #88 von Jeff
  • "Die als mächtig, wohlhabend und erfolgreich imaginierten New Yorker Mittelklasseschwulen haben für die Homo-Ehe, Gleichstellung und Dabeiseindürfen den antiimperialistischen Kampf aufgegeben, so Puar, Butler und ihre Freunde in Anlehnung an den guten alten Lenin und seine These von der Arbeiteraristokratie. Und an diesem Punkt haben sie recht: Warum sollten Homosexuelle allen Ernstes erkämpfte Rechte zugunsten eines Bündnisses in Frage stellen, in dem nicht wenige Bündnispartner ihren Tod fordern ?"

    Tjark Kunstreich: Dialektik der Abweichung. 2015
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#96 stromboliProfil
  • 27.06.2018, 06:04hberlin
  • Antwort auf #65 von AUFRUF
  • ich kann die aufregung verstehen wenn es um die doppelzüngigkeit der wagenknecht in grundsätzlichen fragen des menschenrechtes geht.
    Und ich kasnn solche aktionen wie das von dir verlinkte nur begrüssen!

    Aber es gibt auch partielle "wahrheiten, die nicht in einen schublade mit anderen widersrpüchlichkeiten abgelegt werden sollten.

    Aber es gibt eine ebenso grundsätzliche nachdenklichkeit über das scheitern "linker aktion und positionseinnahme, dass WIR queeren* uns dem nicht verschließen können, wollen wir nicht inhaltlich von gegenbewegungen überrollt werden.
    Bewegungen, die selbst aus unseren innern zirkeln heraus entstehen, weil ein mangel an weitsichtiger analyse des uns umgebenden prozesses fehlt, sprache, x-beliebig werden lässt.!

    Das wir als derzeit in der öffentlichen wahrnehmung als aktiv auftretende gesellschaftsgruppe, eine "besondere" aufmerksamkeit bekommen, ist auch dem mangel an weiterführenden beschäftigungen mit gesellschaftlich hochbrisanten problemfeldern geschuldet.
    Wir sind so "vorzeige als auch prügelknabe halbherziger notoperationen der "reformunkultur" eines an widersprüchen kollabierenden systems geworden.

    Das da die wagenbach das wort erhebt um so von ihrer reaktionären stellung in der "flüchtlingsfrage" abzulenken, ist eben auch nur teil jenes polittheaters, dass wir ohne wirklichen widerspruch über uns ergehen lassen.
    Ja, auf der ebene der sich so betroffen fühlenden uns zur abwehr der eigentlich dringenst notwendigen reflexion über unser aktuelles tun und unterlassen verführt. Uns so scheints, jeglicher mitverantwortlichkeit angesichts der unfassbaren dinge die da um uns herum geschehen, entledigt.

    Was , hätte nicht die wagenknecht die aufmerksamkeit der slgbt+*** szene erregt, sondern slgbt* sich über andere linke gedankenträger mit unserem dilemma der mitte(lmässigkeit) auseinander gesetzt sehen....

    www.freitag.de/autoren/marlen-hobrack/bunter-rauschen

    >> Das Buch seziert die Schwächen der globalen Linken, die partout keine Antwort finden will auf die Herausforderungen von Rassismus, Populismus und Terrorismus, weil sie sich in eine gemütliche, sichere Welt auf Uni-Campussen und den Safe Spaces urbaner Kieze zurückgezogen hat, um über Gendertoiletten zu debattieren und LGBTQQIAAP-Buchstabierwettbewerbe abzuhalten. So weit, so wenig originell. Bevor nun jemand schreit, dass es sich bei dieser Aussage um üblen Whataboutism handelt, sei das ieksche Argument etwas ausführlicher dargestellt: Es geht ihm nicht darum, das Sprechen über Transsexuelle, Homophobie oder Sexismus als zu vernachlässigendes Thema abzuweisen, das abgearbeitet werden kann, wenn die wirklich wichtigen Probleme behoben sind. Vielmehr hegt er den Verdacht, dass das sprachpolizeiliche Einschreiten gegen inkorrekte Rede sowie das zwanghafte Reden über prekäre Identitäten und Subjekte white noise im doppelten Wortsinne ein willkommenes Dauerrauschen erzeugen, das das Stellen der wirklich wichtigen Fragen verhindern soll. Beispielsweise: Ist das grundverkommene System des globalen Kapitalismus überhaupt reformfähig? <<

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
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#97 Golden ShowerAnonym
  • 27.06.2018, 09:36h
  • Also liebe Leute, ich habe mir den betreffenden Abschnitt des Wagenknecht-Artikels jetzt fünf Mal durchgelesen und kann definitiv keinerlei Homophobie entdecken.
    Frau Wagenknecht in die Nähe der AfD zu rücken finde ich vollkommen lächerlich.
    Wie schon ein vorheriger Kommentar klargestellt hat, hat sie für die Ehe für ALLE gestimmt.

    Ich verstehe den Artikel als Appell die soziale Ungleichheit in unserem Land nicht aus den Augen zu verlieren !
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#98 Moritz MagieAnonym
  • 27.06.2018, 10:01h
  • Alle , die hier irgendwas kommentieren , sollten erst mal den kompletten Artikel von Frau Wagenknecht lesen.

    Etwas aus dem Zusammenhang heraus zu zitieren, führt meistens zu falschen Erkenntnissen.
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#99 lieschen müllerAnonym
  • 27.06.2018, 10:20h
  • wenn ich das richtig sehe,
    stellt Sie die Ehe-Öffnung, Gleichberechtigung etc. nur deshalb dem Wohlstandsgefälle gegenüber, weil von den 'amtierenden" Politiker*innen DAS längst als Alibi für einer gerechtere Gesellschaft aktiv genutzt wird, das ist sehr medienwirksam, und für gewisse Kreise, sagen wir mal, bewegend, ist. Man stürzt sich darauf ... und vergisst die gesellschaftliche Ungleichverteilung, die auch einer Form der Diskriminierung darstelllt. Sie grenzt aus, sie nimmt Möglichkeiten, Ansehen, Lebensqualiät usf.
    Und, ja das trifft natürlich auch uns, die eine Diskriminierung ist politisch beseitigt die andere fasst man nicht an!
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#100 goddamn liberalAnonym
  • 27.06.2018, 11:03h
  • Antwort auf #92 von TheDad
  • Mein Beitrag 79 bezog sich auf Beitrag 78, in dem eben vieles einfach faktisch falsch war (z. B., was Migrationshintergründe, Geburtenraten und Liberalisierung etc. betrifft).

    Dass Wagenknecht weder links noch liberal ist, ist keine Verschwörungstheorie meiner Wenigkeit, sondern auch die Meinung vieler ihrer Partei-GenossInnen.
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#101 MuckerhaaseAnonym
#102 Ith_Anonym
#103 trottellummeAnonym
  • 27.06.2018, 12:57h
  • Antwort auf #96 von stromboli
  • Grundsatzdiskussionen brauchen Zeit aber vor allen Dingen Räume. Die sind nicht vorhanden, deshalb werden sie nicht geführt. So hängt man sich an einzelnen Aspekten auf, ohne jemals voranzukommen.

    Unis oder Hausprojekte sind keine Räume, um sich in der Nachbarschaft zu vernetzen. Dorthin gehen immer dieselben Leute und versumpfen dadurch im eigenen Mikrokosmos. Der Park oder Marktplatz eignet sich auch nicht. Deutschland ist kein Schönwetterland.

    Gemeindehäuser oder Nachbarschaftszentren wären geeignete Orte für solche Diskussionen, nur entweder gibt es sie nicht und dort wo es sie noch gibt lassen sie solche Diskussionen nicht zu.
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#104 studierendAnonym
#105 stromboliProfil
#106 stromboliProfil
  • 27.06.2018, 14:54hberlin
  • Antwort auf #103 von trottellumme
  • na ja.. kann schon sein.
    Erinnere mich an die frühen 70ziger, als wir räume zum treffen suchten und zuerst im bonnhöfer-haus ffm unterkamen.
    Nach einem halben jahr war uns die notwewnigkeit eigener räume klar, besonders weil der heimvorstand einen beobachter in unsere treffen einzuschleußen versuchte.

    Solches kann man nur vor ort und aus der situation heraus klären.
    Gerade heute einen aufruf gelesen, der zu einem treffen einläd wo es um solches sich herantasten handelt..
    "Demokratie in Bewegung BerlinDiB Workshop: Transparenz und Lobbyismus donnerstag 28.06.19:00
    Nachbarschaftscafe MaDaMe
    Berlin mehringsplatz.
    Bin mal vorbegeradelt um mir das anzuschauen, hab einen exellenten mokka getrunken, ein wenig mit dem service geflirtet und bin gespannt, wie am donnerstag da leute miteinander agieren , die sich so zum ersten mal treffen.
    Alles weiter gibt sich.
    Kommt zeit, kommt rat.
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#107 stromboliProfil
#108 GerritAnonym
  • 27.06.2018, 15:32h
  • Die berechtigten Interessen von sozial schwächer gestellten und Armen gegen die (ebenso berechtigten) Interessen von LGBTI auszuspielen und damit diese beiden Gruppen (die ja sogar teilweise Überlappungen haben), gegeneinander aufzuhetzen, ist nicht nur zynisch, sondern menschenverachtend und pervers.

    So spielt man keine Opfergruppen gegeneinander aus.

    Die angebliche Linkspartei sollte sich was schämen.
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#109 HistorikerAnonym
  • 27.06.2018, 15:50h
  • Ich fasse nach genauer Durchsicht (auch Links lohnen sich manchmal) der 100+ Beiträge meinen Eindruck mal so zusammen:

    Sahra Wagenknecht hat mit "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" eines Jeremy Corbyn (aktuell in Umfragen ca. 40%)

    und dem "demokratischem Sozialismus" / der "politischen Revolution" um Bernie Sanders (Umfrage zwei Tage vor US-Wahl 2016: Sanders 56% - Trump 44%)

    nicht viel am Hut.

    "1983 sprach sich Corbyn für den Grundsatz "Kein Sozialismus ohne schwul-lesbische Befreiung (gay liberation)" aus und setzte seine Kampagnen für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* fort."

    en.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Corbyn

    de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Corbyn

    Bernie Sanders verteidigt Schwule im US-Militär (1995):

    www.youtube.com/watch?v=MAFlQ6fU4GM
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#110 Alexander_FAnonym
  • 27.06.2018, 18:13h
  • Antwort auf #109 von Historiker
  • Damit steht Wagenknecht durchaus in einer längeren Tradition. Detlev Grumbachs Werk "Die Linke und das Laster" kam schon vor 22 Jahren auf das Ergebnis, dass die Linke in Deutschland LGBT-Anliegen schon immer als eher nebensächlich einstufte.

    Vielen Dank auf jeden Fall für die Anmerkung und beste Grüße von einem Mithistoriker.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #109 springen »
#111 CosmeaAnonym
  • 27.06.2018, 18:30h
  • @ Historiker

    Sahra Wagenknecht hat sich ausnahmsweise mal nicht gründlich genug ausgedrückt, sie ist wahrscheinlich tatsächlich auch nur ein Mensch.
    Bei gefühlt 10.000 anderen Gelegenheiten ist es dafür ein Wohltat gewesen sie wahrzunehmen.

    Unsere Rechte sind mehr als nur ein Wohlfühl-Label und das sieht sie bestimmt auch ganz genauso.

    Dabei ist es egal ob sie uns nur zugestanden werden, damit wir im Gegenzug so beschränkt sind und Ausbeutung und Imperialismus nicht mehr kritisieren oder nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#112 LarsAnonym
  • 27.06.2018, 18:54h
  • "So widerlich hat bislang noch kein deutscher Spitzenpolitiker Minderheitenrechte und soziale Fragen gegeneinander ausgespielt. Indem Wagenknecht einen Zusammenhang konstruiert, wo keiner besteht, schürt sie Homo- und Transphobie. Und verhöhnt den jahrzehntelangen Kampf von Aktivist*innen für die erzielten Errungenschaften."

    "widerlich - Homophobie schüren - verhöhnen"

    Starke Worte und Vorwürfe, die meines Erachtens inhaltlich nicht zu rechtfertigen sind.

    Es gibt keinen Erfolg, der nicht auch seine Schattenseite hätte und keinen Zuwachs an Geltung, der nicht mit einer erhöhten Verpflichtung einherginge.

    Die "Ehe für alle" ist bislang nur in starken, wohlhabenden, westlichen, kapitalistischen Staaten durchgesetzt worden. Das ist ein Manko dieses Erfolges, dass er offenbar direkt von einer bestimmten wirtschaftlichen Situation und Stärke abhängig ist.

    Will man die Menschenrechte von ihrer Abhängigkeit von wirtschaftlicher Stärke entkoppeln, muss man sich über dieses Problem Gedanken machen,und dies öffentlich ansprechen, sonst macht man sich, gerade als Linke(r), unglaubwürdig.

    Sehr oft findet man zu Berichten über Menschrechtsverletzungen in Ländern außerhalb des "Westens" in den Kommentaren nur die Drohung mit der wirtschaftlichen Potenz (Sei es durch die Empfehlung, nicht in diese Länder zu reisen oder durch die Empfehlung, Entwicklungshilfe zu kürzen).

    Queer.de macht es sich als etabliertes westliches Medium zu bequem mit der ausschließlichen Opferperspektive.
    Queere Medien und Aktivisten haben die Gesellschaft aktiv und mächtig verändert, sie beeinflussen und gestalten sie mit, einschließlich des Votums von Frau Wagenknecht für die "Ehe für alle". Das ist auch gut so. Aber diese Stärke sollte auch verantwortungsvoll und selbstkritisch reflektiert und diskutiert werden.




    e nicht einmal denken kann
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#113 antosProfil
  • 27.06.2018, 19:29hBonn
  • - Wagenknecht schürt den Populismus, den sie zu bekämpfen vorgibt. Und sie macht es auf dem Rücken von Lesben und Schwulen. Aber sie macht es auch auf dem Rücken der sozial Benachteiligten, für die sie sich zu engagieren vorgibt. Denn sie, die Entsolidarisierung anprangert, entsolidarisiert, in dem sie Widersprüche konstruiert, die es nicht gibt, in dem sie Menschen gegeneinander aufbringt -,

    schreibt Johannes Kram in seiner so klaren wie nachvollziehbaren Kritik hier:

    www.nollendorfblog.de/?p=8976
  • Antworten » | Direktlink »
#114 LarsAnonym
#115 antosProfil
#116 ConnolyAnonym
  • 27.06.2018, 20:20h
  • Ich bin Unterstützer der Linkspartei und Anhänger der Wagenknecht-Fraktion. (Auch) in diesem Zusammenhang muss ich Fr. Wagenknecht in Schutz nehmen, denn sie sagt ja nicht, dass LSBTIQ Schuld an der Armut ist, sondern nur, dass Pseudoengagement für Minderheiten als Rauchkerze verwendet wird. Lasst euch nicht irre machen, wir brauchen eine gemeinsame Front gegen die "A"fD.
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#117 TheDadProfil
#118 goddamn liberalAnonym
  • 27.06.2018, 20:44h
  • Antwort auf #109 von Historiker
  • "Sahra Wagenknecht hat mit "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" eines Jeremy Corbyn (aktuell in Umfragen ca. 40%)

    und dem "demokratischem Sozialismus" / der "politischen Revolution" um Bernie Sanders (Umfrage zwei Tage vor US-Wahl 2016: Sanders 56% - Trump 44%)"

    So ist es.

    Das liegt auch daran, dass Frau Wagenknecht mit den u.a. bürgerlich-revolutionär grundierten Traditionen des Sozialismus und der Arbeiterbewegung nicht allzuviel am Hut hat und sich lieber an Moskau orientiert; egal, wer da gerade das sagen hat.

    Und sei es ein homophober Reaktionär und Kerzenanzünder.
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#119 TheDadProfil
  • 27.06.2018, 20:45hHannover
  • Antwort auf #108 von Gerrit
  • ""Die berechtigten Interessen von sozial schwächer gestellten und Armen gegen die (ebenso berechtigten) Interessen von LGBTI auszuspielen und damit diese beiden Gruppen (die ja sogar teilweise Überlappungen haben), gegeneinander aufzuhetzen, ist nicht nur zynisch, sondern menschenverachtend und pervers.""..

    So langsam kann man an der Lesekompetenz von so einigen Usern nur zweifeln, denn in einer Aufzählung wird nichts "gegeneinander ausgespielt" !

    ""So spielt man keine Opfergruppen gegeneinander aus.""..

    Ach ?
    Hast Du dazu etwa bessere Vorschläge zu bieten wie man das dann macht ?
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#120 goddamn liberalAnonym
  • 27.06.2018, 20:53h
  • Antwort auf #117 von TheDad
  • Das siehst Du so.

    Mein sozialer Kompass sagt mir, dass die eheliche Gleichheit schon deshalb kein Privileg für Oberschicht-Schwule ist (ein Feindbild das säuberlich dem Antisemitismus nachgebildet wurde), weil eine arbeitslose Ehefrau viel mehr auf die Hinterbliebenenrente einer Raumpflegerin angewiesen ist als ein erfolgreicher Innenarchitekt auf die Hinterbliebenenrente eines erfolgreichen Modeunternehmers (oder was für homophobe Klischees da gerade unter 'Linken' rumschwirren).
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#121 TheDadProfil
  • 27.06.2018, 21:24hHannover
  • Antwort auf #120 von goddamn liberal
  • ""Mein sozialer Kompass sagt mir, dass die eheliche Gleichheit schon deshalb kein Privileg für Oberschicht-Schwule ist (ein Feindbild das säuberlich dem Antisemitismus nachgebildet wurde), weil eine arbeitslose Ehefrau viel mehr auf die Hinterbliebenenrente einer Raumpflegerin angewiesen ist als ein erfolgreicher Innenarchitekt auf die Hinterbliebenenrente eines erfolgreichen Modeunternehmers""..

    Ich rate Dir dringend zu einer Beratung bei der Rentenversicherung, denn das Konzept der "Hinterbliebenen-Renten" läuft sukzessive aus..

    Das würde dann auch dabei helfen mal Deinen Kompass einzunorden, denn von "Privilegien für die Oberschicht" war weder im Zitat von Frau Wagenknecht in Bezug auf LGBTTIQ*-Menschen die Rede, noch habe ich das hier irgendwie angeführt !

    Fakt bleibt :
    Die Ehe-Öffnung dient mit verschiedenen anderen Gründen dazu, die Protest-Bewegungen im Land klein zu halten, denn überall um uns herum gab es solche Gleichstellungen, und damit war dann auch zu befürchten, das es zu einer Art "Auswanderungs-Welle" kommen könnte, die es für die so genannten "Bio-Deutschen" unbedingt zu vermeiden gilt..

    Denn immer noch sind gerade die oft gut ausgebildeten Lesben&Schwulen Bürger eine Art "Gegengewicht" zur "Prekariatisierung" dessen, was inzwischen immer mehr Leute als "Multi-Kulti-Gesellschaft" radikal ablehnen, ohne einen einzigen Gedanken daran verschwendet zu haben, wer ihnen dann eigentlich diese "Hinterbliebenen-Renten" bezahlt, auf die sie offensichtlich so hoffen..

    ""(oder was für homophobe Klischees da gerade unter 'Linken' rumschwirren)""..

    Du eskalierst ohne jeden Grund..
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#122 TheDadProfil
  • 27.06.2018, 21:26hHannover
  • Antwort auf #118 von goddamn liberal
  • ""Das liegt auch daran, dass Frau Wagenknecht mit den u.a. bürgerlich-revolutionär grundierten Traditionen des Sozialismus und der Arbeiterbewegung nicht allzuviel am Hut hat und sich lieber an Moskau orientiert; egal, wer da gerade das sagen hat.""..

    Ich würde so schrecklich gerne irgendwann einmal richtige Belege dafür lesen !
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#123 von_hinten_genommenAnonym
#124 von_hinten_genommenAnonym
#125 goddamn liberalAnonym
#126 fronten-beobachterAnonym
  • 27.06.2018, 23:05h
  • Antwort auf #116 von Connoly
  • "--- eine gemeinsame Front gegen die "A"fD"

    genau dazu

    noch eine weitere kritik von links...

    "Das Problem an Wagenknechts Ausführungen sind nicht nur ihre Hundepfeifen an ausgemachte Chauvinisten, wenn z. B. demokratische Rechte von LGBTI* und Migrant*innen als "Wohlfühl-Label" abgetan werden.
    [...]
    Nicht die Migrant*innen und LGBTI*, sondern die Rechten greifen die Lohnabhängigenklasse an, und Wagenknecht gibt ihnen weitere Munition dazu.

    Nur gemeinsame Abwehrkämpfe der Stammbelegschaften und der Prekären, der Deutschen, Migrant*innen und Geflüchteten können die Angriffe auf unseren Lebensstandard abwehren diesen Kampf schwächt Wagenknecht."

    www.klassegegenklasse.org/wagenknecht-eine-liberale-im-schaf
    spelz/


    ...und eine weitere von kräften innerhalb der partei die linke:

    "Seit Monaten redet Sahra Wagenknecht von der Notwendigkeit einer linken Sammlungsbewegung. Der Text zeigt, worauf wir seit Monaten hinweisen: in diesem Projekt steckt keine Bewegung und es ist kein Schritt nach links, sondern nach rechts."

    www.sozialismus.info/2018/06/weder-bewegung-noch-wirklich-li
    nks/
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#127 trottellummeAnonym
#128 goddamn liberalAnonym
  • 27.06.2018, 23:30h
  • Antwort auf #126 von fronten-beobachter
  • Ich bin der letzte, der homophobe und antisemitische Reaktionäre in Schutz nimmt, weil sie einen irgendwie gearteten Migrationshintergrund haben und gehe da als linker Kemalist keinem Kulturkampf aus dem Weg.

    Aber das ist nicht Wagenknechts Thema. Sie macht Stimmung mit Verteilungskämpfen.

    "Anstatt darauf hinzuweisen, dass bei einer Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums genug Geld da wäre, um Einheimischen und MigrantInnen ein auskömmliches Leben zu sichern, einschließlich gut bezahlter Arbeitsplätze, günstigem Wohnraum, Kita-Plätzen und Bildungszugang, wird betont, dass die Einwanderung von Geflüchteten die Konkurrenz um diese Dinge anheizt."

    Exakt so ist es.

    Das erinnert an die Anti-Einwanderungs-Hysterie Trumps gegenüber Zuwanderern aus Mittelamerika, deren Integration in die Gesellschaft der USA alles in allem problemlos machbar wäre.

    Dass dann manchmal und mancherorts mehr die Sprache von Cervantes als die von Shakespeare gesprochen würde: So what!
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#129 lexobymAnonym
#130 goddamn liberalAnonym
  • 28.06.2018, 07:05h
  • Antwort auf #127 von trottellumme
  • Danke für den link zum ND und Danke an Jan Ole Arps für die gute Analyse.

    Ich zitiere mal für TheDad u. a.:

    "Da ist es nur folgerichtig, dass Sahra Wagenknecht das erste Interview nach ihrer Nominierung dem russischen Propagandasender RT Deutsch gab. Mit ihrer Haltung zu geflüchteten Menschen (zu viele) und Russland (egal wie viele Menschen russische Bomber in Syrien töten, Schuld sind immer die Amerikaner) gibt es ohnehin viele Übereinstimmungen zwischen Wagenknecht und dem Sender. RT Deutsch gehört zu den Lieblingsseiten des rechten Spektrums; wer sich schon mal durch die Facebook-Profile von Reichsbürgern und AfD-Freund_innen geklickt hat, weiß das. Kürzlich stellte der Bayerische Rundfunk in einer Analyse fest, dass der Sender bei den Facebookfans von Pegida Nürnberg nach der Jungen Freiheit die zweitbeliebteste Informationsquelle ist."

    Alles klar?
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#131 CynthEhemaliges Profil
  • 28.06.2018, 07:42h
  • Antwort auf #34 von Cynth
  • @stromboli: Habe ich hier (#34) mal textkritisch betrachtet.

    Da habe ich dann auch ausgeführt, inwiefern eine "Aufzählung" sehr wohl zu einer Gegenüberstellung wird, wenn man mit der Wortwahl "einerseits" - "andererseits" im rückblickenden Folgesatz sehr wohl offenbart, dass auch das Vorangegangene in diesem Sinne gemeint ist.
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#132 CynthEhemaliges Profil
  • 28.06.2018, 08:59h
  • Antwort auf #109 von Historiker
  • Anstrengend ist vor allem das plötzliche Auftauchen von Dutzenden anonymer Nicks, die man hier sonst nie sieht, und bei denen man bezweifeln darf, dass die Intention etwas anderes ist als die shitstorm-taugliche Mentalität: Sieg durch Masse.

    Zu allem Übel hat man den Eindruck, dass ziemlich viele der Leute, die behaupten, da würde nichts gegeneinander ausgespielt, den betreffenden Gastbeitrag wohl entweder gar nicht gelesen haben, oder ihm an kritischen Stellen aus Sympathie ein präventives "war nicht so gemeint" verpasst haben.

    Religionen beobachte ich ja schon länger, und politisch extreme Ideologien benehmen sich da gar nicht so anders. Tibetisch-buddhistische Lamas erzählen auch gern Behinderten und chronisch Kranken, wie auch sonstwie Benachteiligten und Ausgegrenzten, dass aus karmischer Sicht natürlich eine Mitschuld an ihrer Verfassung bestünde, und fantasieren dann auch gern was von angeblichen vergangenen Verbrechen daher, um zu rechtfertigen, dass jeder verdient, was er bekommt - also der Lama die Kekse und die Schecks für seinen nächsten Urlaub, äh, sein nächstes Retreat, und die dämlichen Westler eben ihre Schuldkomplexe. Wie reagiert das treue Schaf? - Na, entweder dem treuen Schaf werden solche Passagen gar nicht erst übersetzt, weil die übersetzende Person die brave Masse mit der brutalen Menschenverachtung ihres geistigen Oberhaupts nicht konfrontieren möchte, oder das Ganze wird weggelächelt und entweder übergangen oder, noch schlimmer, gar für heilig erklärt, weil's eine "Heiligkeit" gesagt hat.

    Ich habe hier mehrfach gelesen, man dürfe die Worte der Frau nicht auf die Goldwaage legen, weil sie so eine tolle Politikerin sei.
    Noe, Herrschaften, das Gegenteil ist der Fall: Wenn jemand ein toller Politiker, ein Weltklasse-Politiker ist, gerade dann gehören die Worte auf die Goldwaage gelegt. Denn dann sollte man davon ausgehen, dass so eine Person vollumfänglich bewusst vorgeht, wenn sie selbst einen Beitrag verfasst - eine Situation, in der es keine andere beteiligte Person gibt, der sie irgendwelche Verantwortung unterschieben könnte. Es gibt hier weder einen Interview-Partner, der sie mit zweideutigen Fragen und Interpretationen in eine Richtung drängt, die nicht ihre Intention ist, noch kann man sich auf ein vorgebliches Weglassen von Teil-Antworten o.ä. berufen, bei dem sie behaupten könnte, irgendetwas sei nicht korrekt wiedergegeben worden. Man muss davon ausgehen: Das ist alles von ihr, und das ist auch alles so gemeint.

    Ideologie-Verblendeten sei der besseren Anschaulichkeit halber dazu geraten, sich vorzustellen, das "W." im Namen der Autorin stehe für "Weidel", und nach nochmaligem Lesen ganz ehrlich zu überlegen, ob sie dann immer noch so selbstverständlich davon ausgehen würden, dass die Frau schon nicht so meinen könne, was sie schreibt.

    Dreist ist es ohnehin schon, dass sie als Spitzenpolitikerin einer Partei überhaupt diese Funktion und ihre Partei dazu nutzt, um ein persönliches Statement abzugeben, von dem sie wissen muss, dass ihre Fans es als unangreifbar verteidigen werden. Aber bitte, wenn sowas schon sein müsste, und wenn sie da schon etwas schreibt, von dem sie wissen dürfte, dass ein guter Teil ihrer Partei es nichtmal unterschreiben würde - auch wenn sie die Verteidigungsmechanismen der Partei natürlich trotzdem dafür heranziehen kann und das inzwischen auch nachdrücklich selbst getan hat - dann könnte sie zumindest ordentliche Arbeit abliefern.

    Man muss einen Menschen weder lieben noch hassen, um die Ausrede "hat sie bestimmt nicht so gemeint, weil ICH sowas nicht denken würde, und weil ich sie aber toll finde, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie mir bei sowas Selbstverständlichem widersprechen würde" nicht gelten zu lassen.
    Trump demonstriert zur Zeit sehr gut, dass es "selbstverständliche" Menschlichkeit, Menschenrechte und Solidarität heutzutage nicht mehr gibt. Wenn jemand sich tatsächlich für Minderheiten und ihre Rechte interessiert - schön und gut. Aber das jemandem zu unterstellen, ohne dass es sich in Taten oder auch bloß in Worten niederschlägt, halte ich angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage, mit Zunahme rechter, nationalistischer und konservativ-menschenhassender Tendenzen doch für reichlich naiv.

    Wie erwähnt, ich kann mir vorstellen, dass hier so manche Person zum Thema mitschreibt, die von Diskriminierung gegen Minderheiten nicht betroffen ist, aus dem schlichten Grund, dass man selbst keiner angehört. Solche Reflexe gibt es eben, wenn Menschen kritikwürdige Dinge tun, die Fans haben. Aber falls man eben doch zu den Leuten gehört, die da gegen einen ganz anderen Teil ihres eigenen Seins ausgespielt werden sollen, würde ich dringend dazu raten, die entsprechenden Textpassagen kritisch zu überdenken, und dann aber nach Handfestem und Belegbarem zu suchen, wenn man das schon relativieren möchte. Bloße Anwesenheit auf einem CSD, ohne was Ernstzunehmendes gesagt zu haben, würde ich dazu übrigens nicht gelten lassen.
    Trump hätte bei vielen Amerikanern wohl weniger Chancen gehabt, wenn die nicht davon ausgegangen wären, dass man gewisse, selbstverständliche Grenzen der Menschlichkeit einfach nicht unterschreiten könne. Er beweist seitdem täglich: Doch, er kann nicht nur, er tut es auch und hat Spaß daran, und nachdem er inzwischen genügend Schachfiguren in seinem Sinne ausgetauscht hat, bekommt er inzwischen auch zunehmend, was er will, selbst wenn das gegen die dortige Verfassung verstößt. Ich sage damit nicht, dass ihm diesbezüglich speziell die Linke besonders ähnlich wäre; er ist einfach nur ein Beispiel dafür, wie die Demokratie zugrunde geht, wenn man statt kritischer Aufmerksamkeit immer davon ausgeht, dass Leute die Dinge ganz bestimmt so meinen, wie man selbst sich das wünschen würde.

    Ist nicht so, dass man für Beispiele dazu nicht auch Europa heranziehen könnte. Man könnte nur meinen, nach ca. einem Jahrhundert Erfahrung mit den Prinzipien der Demokratie müssten wir es heute besser wissen. Gerade als Angehörige von Minderheiten, die in verschiedenen Teilen der Welt auch heute noch mit Haft oder Todesstrafe einfach nur für das zu rechnen hätten, wer und was wir sind. Den Leuten nicht auf die Finger, Worte und Taten zu schauen, die sich zumindest im großen Kontext als Verbündete zu verkaufen zu versuchen: Das können wir uns in einer Welt und einer gesellschaftlichen Entwicklung, wie wir sie im Moment vorfinden, nicht leisten.
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#133 goddamn liberalAnonym
  • 28.06.2018, 09:17h
  • Antwort auf #132 von Cynth
  • "Anstrengend ist vor allem das plötzliche Auftauchen von Dutzenden anonymer Nicks, die man hier sonst nie sieht, und bei denen man bezweifeln darf, dass die Intention etwas anderes ist als die shitstorm-taugliche Mentalität: Sieg durch Masse."

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.

    Erinnert mich schon ein wenig an die anderswo gerne auftretenden 'Putin-Trolle'...
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#134 TheDadProfil
  • 28.06.2018, 10:34hHannover
  • Antwort auf #125 von goddamn liberal
  • ""Fazit: Schwulsein schützt nicht vor Prekariat!""..

    Das habe ich auch schon aus eigener Erfahrung heraus gar nicht negiert..

    Dennoch bestehen signifikante Unterschiede in vielen Lebensplanungen, die dann "Häuslebau" und Kinder nicht mit einschließen, und deshalb Einkommen in andere Bahnen lenkt..

    Was dann die Einschätzung zu Frau Wagenknecht betrifft..
    Ich zweifle gar nicht an daß sie sich "viel mit russland beschäftigt"..
    Das hat dann aber immer noch nichts damit zu tun was Du hier dann als eine Art "Fünfte Kolonne" beschreibend anführst, um ihre Haltungen zu diskreditieren..

    Und exakt um die gleiche Diskussion der "fünften Kolonne" handelt es sich bei diesem daja vú der geführten "politischen Diskussion", die sich dann darauf fokussiert "den gegner von links" zu entzaubern..

    Nehmen wir mal den Artikel der Leipziger Volkszeitung..
    Wem dienen die vorgebrachten Argumente, und vor allem, von wem werden sie vorgebracht, um am Ende einer Bundesregierung "beizustehen", deren Verhalten alles andere als
    "in bezug auf die unterstützung von lgbttiq*-interessen der russischen bevölkerung"
    gesteuert sind ?

    Sowohl die Außenminister der Merkel-Regierung als auch die Kanzlerin selbst haben niemals politische LGBTTIQ*-Ziele gegenüber Russland formuliert, um zu Lösungen im Syrien-Konflikt oder gar auf dem Energie-Markt zu gelangen..

    Formuliert hier dann Frau Wagenknecht Gegen-Positionen, dann wird ihr, ausgerechnet ihr, dann vorgehalten, sie "vergesse diese interessen" ?

    Hier machen sich verschobene Blickwinkel breit..

    Und ich würde dann auch mal schauen zu welchem Konzern die Medien gehören, die hier dann unterstellen..
    Der Madsack-Konzern ist gerade bezogen auf die Soziale Struktur der Gesellschaft wegen seiner Weigerung über mehr als einem Jahr Tarfiverträge abzuschließen, ganz sicher keine wirklich "soziale Stimme" in der Medienlandschaft..
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#135 TheDadProfil
#136 goddamn liberalAnonym
#137 MariposaAnonym
#139 TheDadProfil
  • 29.06.2018, 11:16hHannover
  • Antwort auf #136 von goddamn liberal
  • ""Merke: Das Russland von heute ist dem Russland von 1907 ideologisch viel ähnlicher als die Sowjetunion von 1977.""..

    Der erste vernünftige Satz..

    Der dann auch die vorgebliche "russland-hörigkeit" einer Frau Wagenknecht in ein völlig anderes Licht stellt, denn zwischen der gesellschaftlich konnotierten Homophobie eines Herrn Breschnew, und der eines Zarenreiches welches der Orthodoxen Kirche hörig war, liegen Welten..
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#140 LuddisAnonym
  • 29.06.2018, 13:05h
  • Ich kann im Text von Sahra Wagenknecht nicht einmal den Anflug von Homophobie erkennen. Ihre Aussage ist: mit der Fassade der Toleranz und Liberalität werden in unserem Land soziale Ungerechtigkeiten kaschiert. Damit kritisiert sie nicht Toleranz und Liberalität, sondern die sozialen Ungerechtigkeiten. Sie sagt vielmehr, dass wir Schwulen missbraucht werden als Feigenblatt um weiter die Axt an soziale Errungenschaften zu setzen. Ich erwarte ehrlich gesagt von einem Journalisten, dass er Texte lesen und begreifen kann. Dieser Artikel hier ist leider eine Enttäuschung.
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#141 CosmeaAnonym
  • 29.06.2018, 13:24h
  • @Cynth

    Bitte wieso sind neue Kommentator/innen schlechter als alte?
    Und bitte wo spielt Frau Wagenknecht Minderheiten gegen die verarmende Mehrheit aus?
    Sie kennen ihren Text ja so gut, dann können Sie doch bestimmt die diesbezügliche Textpassage aufzeigen.
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#142 stromboliProfil
  • 30.06.2018, 09:37hberlin
  • Antwort auf #132 von Cynth
  • >> Aber falls man eben doch zu den Leuten gehört, die da gegen einen ganz anderen Teil ihres eigenen Seins ausgespielt werden sollen, würde ich dringend dazu raten, die entsprechenden Textpassagen kritisch zu überdenken, und dann aber nach Handfestem und Belegbarem zu suchen, wenn man das schon relativieren möchte. <<

    >> Den Leuten nicht auf die Finger, Worte und Taten zu schauen, die sich zumindest im großen Kontext als Verbündete zu verkaufen zu versuchen: Das können wir uns in einer Welt und einer gesellschaftlichen Entwicklung, wie wir sie im Moment vorfinden, nicht leisten. <<

    www.queer.de/detail.php?article_id=31415&kommeinzel=5101
    06


    Ich setze diesen absatz mal vorneweg, weil er für mich symptomatisch beleuchtet worum es geht: des sich getroffen fühlenes durch einen von aussen kommenden kommentar, der richtig betrachtet, sich nicht mit der betroffenheit der betroffenen auskennt, gleichzeitig aber tatsächlich die betroffenen rügt ob ihrer selbstbezogenheit .
    Berechtigte kritik also von der falschen seite?
    Braucht man das wagenknecht nun wirklich nur duch das weidel auswechseln und man entdeckt den selben zungenschlag...
    Hierauf will ich nachfolgend noch mal eingehen.

    Eigentlich müsste es möglich sein, über das inhaltliche reden zu können, ohne über die person und deren zielsetzungen in rage zu geraten.
    Das die wagenbach keine lupenreine linke im sinne linker eigenschaften ist, ist längst aufmerksamen linken aufgefallen.
    Das sich reaktionäre an ihr abarbeiten, wundert dann doch.
    Das dieser umstand mich aber nicht verleitet in das horn jener zu blasen , die hier nun die gelegenheit sehen , ihr sonstwie süppchen ( putin-russlandversteherIn usw. ) mit der frau kochen zu können, liegt dem grund geschuldet, dass die spitze formulierung vom von parteipolitischen interessengruppen vereinnahmten glbt*, im kern ihrer aussage stimmt!

    So stimmig, das nun auch die scheinkritische wagenknecht eben das gleiche muster der vereinnahmung von lgbt*_interessen für ihren rundumschlag zu nutzen sucht, und somit genau jenes tut, dass sie dan anderen parteien vorwirft: missbrauch durch interessengebundene vereinnahmung!

    Man kann dabei neben der verkorksten wortwahl die zweideutigkeiten zulässt, auch den ort ihres vortrages kritisieren; die springerpresse ist tatsächlich als plattform für einen aufruf zu solidarität und sozialem engagement sicher nicht der geeignete ort.

    Verleitet da das von der springerpresse ausgelobte miteifern um den populismuspreis ( nicht den purlitzerpreis...) für das pointirteste flüchtlingsepigram zum schreiben in diesen schandblättern.
    Oder der irrtum, man müsse dem volk aufs maul schauen, und da schreiben wo das maul am schäumigsten zutage tritt.
    Aber da müssten wir auch eine nina queer fragen, warum sie ihren abstrusen unsinn über uns in blöd verbreitet.

    Aber nichts desto trotz: vieles was wagenknecht am falchen ort zu den falschen leuten sagt , stimmt !

    Hier läge es nun an uns, uns diesen inhalten zu stellen um eben einer homo/lgbt* unfreundlichen interpretation, eine fundierte eigene haltung entgegen zu stellen.
    So stimmt z.b die vereinnahme unserer belange durch parteien und deren spiel hiermit, bis hin zu hinauszögerung und verwässerung ureigenster interessen.

    Es stimmt, über die hierüber erreicht hinnahme von fortwährend eingefügten regularien seitens der herrschenden zu schreiben , die insgesamt die bevölkerung in einer situation der duldungsstarre verharren lässt.

    Warum sollten wir uns da vom rest der gesellschaft unterscheiden, wo wir doch in deren mitte ruhen...

    Das eine hat mit dem anderen zu tun, siehe unser schweigsames verhalten zu §218.

    Wir haben hier foristen, die den sozialabbau in der gesellschaft begrüssen, ohne dass ein wirklicher widerspruch aus allen ecken unserer sonst doch so auf soziale widersprüche geschärften aufmerksamkeit denen entgegenschlägt.
    Da wird z.b. das asoziale neoliberale einer fdp als leitwert für gesellschaft hoffiert, solange die nur die partikularen besserstellungsinteressen ehewütiger mit tragen, statt auf eine grundlegende umverteilung zu bestehen..
    Man darf "marktliberale" begründete benachteiligung hinnehmen , so nur dem schwul/lesbischen kleinmittelstand das ehegattensplitting etc. gewährt ist.

    Und sicher ist da auf der ebene der selbstständigen und akademisch sozial gehobenen, die frage nach entsolidarisierung gegenüber der prekariatspolitik unserer dauerregierenden, ein hintenanzustellendes , zweitrangiges problem. Überlagert nur von der dringlichkeit, ob man nun im eigen lande leihaustragungen , inseminationen und sonstig famileinbildendes vornehmen kann, um wiederum so das nunmehr "neu" entdeckte zeitgeistgefühl der fehlenden familienkonstellation, zum kern politischen wollens erklären zu können.

    Über familie, deren systemologisches wesen aber versagt man sich das nachdenken.
    Versandet im hafen der ehe für alle, statt über gesellschaftskonstrukte jenseits dieses reaktionären bindegliedes kapitalistischer herrschaftsstrukturen nachzudenken.
    Legt man aber hier den finger drauf, wird einem defätistisch , ja der reaktion in die hände spielendes denken vorgeworfen.
    Das reaktion aber genau jenen modus für sich besetzt und ihn mittels mehrheitsnorm besser zu nutzen weiß, fallt hier nicht mehr ins gewicht.

    Es zeigt so auch auf, in welcher weise wir uns in dieses konstrukt des -fördern durch fordern- haben einbinden lassen. Fördern , indem uns teilaspekte heteronormativ gewährter rechtepeu à peu zugestanden werden, freilich unter einschränkung jener teilaspekte , die dass zugestandene denn auch wirklich zu gleichheit auf selber augenhöhe gewährt.

    Fordern heißt hier dann , sich den heteronormativen vorgaben zu unterwerfen, die gesellschaftliche analyse zu unterlassen, die uns vielleicht darauf brächte, hinter der vermeintlichen geborgenheit , eine zutiefst unfreie selbstbeschränkung zu erkennen.
    "Fördern" heißt hier, die verhandlungsmasse in die heteronormative "mehrheit hinein zu assimilieren. Solange, bis keiner mehr weiß woher er kommt und deshalb auch nicht entscheiden kann, wohin er womöglich hätte gehen können.

    Lösen wir diesen vorgang von der eigenbetrachtung ab und übersetzen dies in einen gesamtgesellschaftlichen bezug, würden uns die zusammenhänge von prekariat, lebensängste und neoliberalem hamsterad-syndrom bewusst werden, ja sogar hin zu den verdränkten lebsängsten jener führen, die nicht in den leistungsträgerpositionen sitzen, sondern wie kreti&pleti ebenfalls von staatlicher fürsorge abhäng sind oder es sein werden.

    Da passt dann verspätet auch die berufserfahrung aus trans*menschlichem blickwinkel: wenn klar wird, dass tief in der gesellschaft es eine übereinstimmung darüber gibt, die welt in "gut&weniger gut" aufteilen zu dürfen.
    Und wenn dies "nur" in irgendwelchen dokumenten zum ausdruck kommt und so zu diskriminierung führt, fordern wir zu recht weiterhin nur die reform, sprich erweiterung von zuweisungsbegriffen, die nun auch "randgruppen" sichtbar macht, oder fordern wir endlich die abschaffung jeglicher zuweisungsmodelle der dokumente.


    Wenn wir die szene hier auf queer.de als spiegel der community- befindlichkeit nehmen, dann zeigt sich, dass wir in der vergangenheit über das präkäre unserer lebensverhältnisse wohl nichts, oder kaum sichtbar/hörbar laut geworden sind. Ein paar rufer in der wüste, ansonsten wohliges wir sind endlich wer .

    >> Trump hätte bei vielen Amerikanern wohl weniger Chancen gehabt, wenn die nicht davon ausgegangen wären, dass man gewisse, selbstverständliche Grenzen der Menschlichkeit einfach nicht unterschreiten könne. Er beweist seitdem täglich: Doch, er kann nicht nur, er tut es auch und hat Spaß daran, und nachdem er inzwischen genügend Schachfiguren in seinem Sinne ausgetauscht hat, bekommt er inzwischen auch zunehmend, was er will, selbst wenn das gegen die dortige Verfassung verstößt <<

    Beim entsetzten blick auf trump entdecken wir unser soziales empfinden, entzieht der z.b. transidentitären und restlichen glbt's ** seine fürsorgliche obhut.
    Vergessend, dass erst das längst vorhandene system das von der gesellschaft getragen wird, ihm genau jene mittel in die hände spielt, um so zu handeln, wie er handelt.
    It's the ( economy- capital) system, stupid"!

    Genau in der fehleinschätzung, nämlich davon ausgehend, dass man gewisse, selbstverständliche Grenzen der Menschlichkeit einfach nicht unterschreiten könne ,liegt die erklärung für systemimmanentes verhalten: man hofft es trifft einem nicht selbst, sondern den nächst schwächeren.
    Da nützt denn auch kein klagen mehr, über das mit dem heißen bad verschüttete, da sollten wir uns unserer politischen mitschuld stellen.
    Die aber beginnt da , wo man ein sichtlich korruptes_krankes system trägt und allenfalls nach reparaturen verlangt.

    Haben wir kein erinnern mehr darüber was schröder machte? Regierungserklärung zu agenda 2010...
    der staat wird seine sozialleistungen zurückfahren!
    Wir beklagen die erosion unseres sozialen gefüges; Mangelnde kitas/schulen bis hin zum verfall. Abbau des arbeitsrechtlichen , einführung von lohngruppen die direkt in die armut führen.
    Wir freuen uns darüber, das die "arbeitslosenquote auf 5% "gesunken ist". Reden aber nicht darüber, dass mehr als 40% der arbeitenden mittlerweile von hilfeleistungen aus dem sozialfond ihr überleben garantiert bekommen.
    Die armut so unumkehrbar vorprogramiert ist.

    Wir kritisieren die föhnwelle wegen seiner mauer nach mexiko hin, und sehen unsere mauern an den eu-grenzen nicht.. jene an denen mittlerweile an die ca. 30.000 ( dreißigtausend!) menschen verreckt sind.
    Da beschäftigt uns dessen umgang mit glbt* gesetzen, seine transphoben ausfälle, fokusiert auf die person , statt sich mit der nun mal vorhandenen trans_homophobie unserer, wie die der von religiös-neoliberalen gesundbetern unterwanderten gesellschaften auseinander zu setzen.
    Und wenn, dann nach meinem erkenntnisstand immer von den falschen prämissen ausgehend.
    Wer z.b. ehe f.alle als zentrales wendeinstrument gegen trans_homophobie sieht, blickt nicht hinter die funktion , die dem konstrukt ehe zukommt.
    Wir sehen hingegen die zunehmend radikalere verteidigung eben jener gottgewollten machtinstrumentarien. Über deren funktion täuschen auch nicht die andauernden anpassungen und refomen hinweg, die uns das ausharren unter diesen herrschaftsfirmament schmackhaft machen soll.
    Wird aber ein radikal anderes in die diskussion eingebracht, hagelt es "rote socken- kommentare.

    >> Ideologie-Verblendeten sei der besseren Anschaulichkeit halber dazu geraten, sich vorzustellen, das "W." im Namen der Autorin stehe für "Weidel", und nach nochmaligem Lesen ganz ehrlich zu überlegen, ob sie dann immer noch so selbstverständlich davon ausgehen würden, dass die Frau schon nicht so meinen könne, was sie schreibt. <<
    Nun muss man hier, ohne die wagenknecht in schutz nehmen zu wollen, doch mal unterscheiden, was rechtes geschmeiß und linkes daherplappern im kern ihrer ideologischen ziele unterscheidet.

    Die weidel zielt mit ihrem reaktionär-homopolitischen ansatz, auf eine unvereinbarkeit emanzipativer bewegung mit ihrem reaktionären weltbild , einer auf autoritären ordnung ruhenden neokapitalistischen gesellschaftsform.
    Da ist jede abweichung von norm ein autoritätsproblem, dem man mit autorität begegnet.

    Darüber hinaus entlässt rechts-konservatismus die gebändigte masse der zügellosigkeit des gegeneinander konkurierens , aka der leistungsgesellschaft.

    Das wagenbach'sche weltbild scheint nicht weniger autoritär, aber mit blick auf eine aufrechterhaltung minimalster solidarischer gesichtspunkte gerichtet.
    Das die frau hierbei im gegensatz zur weidel als eigentlich betroffene, nicht auf schwul_lesbische interessen fokusiert ist , also quasi cis-frau und weis zu gelten hat...;
    kann man da von ihr ein radar für schwul_lesbisch_trans_colored-gender*** erwarten?
    Darf die von aussen her überhaupt sich ein urteil über uns erlauben. Zudem ein urteil, dass so nach weidel klingt, weil sie unsere verengten partikularinteressen ohne rücksprache mit uns (!) , in einem reaktionären meinungsblatt in einer reihe mit politischen fehlern bezüglich gesamtgesellschaftlichem handeln aufzählt.

    Nun: Im gegensatz zur weidel jedenfalls ist die wagenbach für die ehe für alle. Das hierüber die dauerhaft emanzipative strategie gegenüber einem staat, einer restriktiven gesellschaftsordnung untergegangen ist, sieht sie auf der ebene sozialer mitverantwortung.

    Da, wo soziale gruppen gegeneinander ausgespielt werden durch gefühliges übertönen sozialer konflikte. Mühsam erbrachte zugeständnisse an anderer stelle der abbruchbaustelle soziale gerechtigkeit einen blick auf das gesamt zusamenhängende verhindern...

    So es aber auch möglich macht, dass betroffene sich angegriffen fühlen, ihr erfolg als summe eben dieses teile&herrsche _prinzipes angemahnt wird.
    Bitte beachten: Nicht diskretitiert weil uns zugesprochen.. , sondern darauf hingewiesen, dass mit dem schmalen ergebnis für uns , grundlegene fragen unserer gesellschaft verdeckt bleiben !

    Hierbei soll noch mal daran erinnert werden, dass es die linke war , die einzigst sich mit dem französichen modell der > union zivile < befasst hat, was im getöse der beck'schen kleinbürgervariante EfA leider komplett untergegangen ist.
    Auch hier wäre der griff an die eigene nase angebracht: auch die linke hat glbt* interessen instrumentalisiert, und wirklich emanzipative denkansätze zugunsten populistischer hülsen aufgegeben.

    Worüber nun dauerklagen? Über den sinnentleerten begriff ehe, mit reaktionären arschlöchern streiten?

    Schmeißt doch dem pack ihre begriffsdusseligkeiten vor die füße. Sollen sie sich ihre ehe doch sonstwohin schmieren. An diesem konstrukt verliere ich doch nicht meine energie, nur weil ich mir einbilde , dies als hebel gegen menschenrechtsverstöße nutzen zu können.
    Dem irrtum bin auch ich anfänglich gefolgt, in der irrigen meinung, mit der "vorführung" des ehegedöns als ironische referenz gegenüber einem durchaus bestehenden sicherheitsbedürnisses, könne das kionstrukt von innen heraus als hohle blase entlarft werden können.
    Aber der kelinbürger hat die gunst der politischen agonie zu nutzenb gewusst.... voilà , uns bleibt der hetenabguss
    Der heteronormative teebeutel zum X-ten male aufgegossen.

    Wir verlieren uns hier in einem klein klein der begriffe, statt mit gegenkonzepten das brimborium auszuhebeln. >> Union Zivile wäre ein solcher hebel gewesen.
    Zusammensein auf die grundlegenste form gebracht, ohne das drumherum kleinbürgerlicher mitbringsel an heimeligkeit und selfiementalitäten ... oder ganz in weiß, mit einem blömchenstrauß, streit mit christlichen zuckerbäckern.
    Der anspruch , zeigen zu wollen, dass man dazugehört, hätte auch andere inhalte hervorbringen können.
    Statt vielfalt in wahrsten wortsinne, dann doch nur die einfalt heteronormativer vorbilder.

    Zurück zur wagenknecht: >> Man muss einen Menschen weder lieben noch hassen, um die Ausrede "hat sie bestimmt nicht so gemeint .. << .

    Wagenknecht: >> Und sie alle haben diesem Uralt-Liberalismus, der aus der Zeit vor der Entstehung moderner Sozialstaaten stammt, die glitzernde Hülle linksliberaler Werte übergestreift, um ihm ein Image von Modernität, ja moralischer Integrität zu geben. Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten. ...<<

    beschäftigen wir uns mal mit dem satz:
    " glitzernde hülle linksliberaler werte"...
    Selbst die afd spricht von weltoffenheit das in ihren programen schlummere.
    Und minderheitenschutz ja, nur dürfe er nicht zu weit gehen. ( oder war das nun kauder& merkel, nahles und oppermann..)
    C -parteien formulieren dies über ihr im c-stehenden christlichen verteilungsmodus.
    Die tante sozi beruft sich auf nicht mehr vorhandene arbeiterwelten, die neusprachlich nun als in bewegung befindliche bürger&bürgerinnen** firmieren.
    Die grünen haben ihre ökologische moral dem bürger übergestülpt in der hoffnung, dass der beim mülltrennen vergisst, dass er eben jenen müll erst eingekauft hat.
    Hauptsache alle sind sich sprachlich einig, aus moralischen gründen irgendwie zu handeln.

    Wer fahrad fährt hat so was für die umwelt getan. Man schwelgt in der eigenen nachhaltigkeitsblase.
    Schuld am zustand sind dann doch eher andere. Am system aber rüttelt keiner!
    Was wäre denn auch anzubieten?
    Der abgewirtschaftete realsozialismus im tausch gegen ein verkommen kapitalistisches scheißkonstrukt?

    Wagenkencht hat recht: die begriffe Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten.
    Vieleicht hätte sie nur schreiben sollen: .. gewährte geschenke verdecken rüde Umverteilung von unten nach oben, kaschieren die tatbestände, und geben ihren UMVERTEILENDEN ( politiker-lobbyisten..) ein gutes Gewissen .
    Können aber gewissenlose überhaupt gewissen haben?

    Nicht weil damit den begriffen vorwerfbar wird , sie wären der grund für die rüde umverteilung, sondern so sichtbar wird, wie allgemeine soziale standarts und begrifflichkeiten , umgewandelt werden können in manipulierende politik .
    Während uns die ehe f.alle gewährt wurde, wurden so z.b. eine reihe gesetzesentwürfe zum selben zeitpunkt durchgewunken, die dauerhafte höchst negative auswirkungen auf unser gesellschaftliches miteinander haben. Rausch der politspiele, überraschungscoup...?
    Durchmarsch vorbei am brot&spiele sich labenden wahlvolk, wie z.b. die diätenherhöhungen, die terrorgesetzgebungen und das sogenannte "Polizeigesetz" während der jeweiligen fußballmeisterschaften.. .

    Und die als nutznießenden dargestellten... ? Sicher, man freut sich, auch wenn man selbst nicht für diesen ausgang steht, ist man doch froh um jeden krümel, der da von den ansonsten für andere reich gedeckt tischen, für die da unten wartenden abfällt.
    Allen war klar das afd ins parlament kommt. Da wren neubne politische polbildungen zu erwarten. Also doch das beste aus der schlechtesten situation gemacht?

    Es gibt so gutes gewissen auf mehreren ebenen: die der politiker, die scheints endlich was in die reihe bringen, und die betroffenen , die nun endlich zu den in der mitte wartenden aufrücken dürfen.
    Gutes gewissen, weil man zwar weiß/ahnt, dass da noch eine ganze menge ungeklärtes auf uns wartet, aber fest hält am strohalm kleine schritte führen auch zum ziel ,sich so doch als teil einer erfolgreichen emanzipationsbewegung fühlt.

    Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz.. wo sind wir involviert, wenn wir über die von uns, und unserem wirtschaftswunder mitverursachten wirtschaftsfluchtprobleme NICHT nachdenken, sondern unsere mauern mit geschlossenen rückführungslagern schönreden.
    Ist dann angesichts derzeit ca. 50 millonen flüchtenden menschen, die frage glbt* priorität unseres denkens, oder nur die erkenntnis, jeder müsse erst sein eigenes problem vor der eigenen haustür klären.
    Ist überhaupt die abwägung darüber ,was momentan vorang hätte in unserem denken und handeln, bereits ein zivilisatorischer einbruch.
    Ich denke JA!

    Der anspruch, über die eigene interessen und zustehenden rechte nicht die der anderen zu vergessen, steht für sich selbst!
    Wer nicht der solidarität uneingeschränkt fähig ist, hat die imperative solidarität gegenüber den eigenen forderungen nicht verdient!

    Aber genau so geht es auch im umgekehrten sinne. Was wagenknecht nicht sieht, ist die dialektik des forderns&geben: von minderheiten ein stillhalten einzufordern um so einer höheren logik folgen zu können ist ein widerspruch gegenüber dem anspruch, alles forden zu wollen.

    Das maximale fordern, statt sich mit reförmchen herumzuschlagen. Den druck von ALLEN seiten auf das herrschende ausüben , um die so zu größtmöglichen eingeständnissen zu zwingen.
    Das wäre die politik , die ich mir in einer linken sammelbewegung vorstelle. Und nicht eine sozialdemokratisch-grün-linke querfrontveranstaltung, in die rechtspopulistisches ebenso einfließt wie chauvinistische selbstbespiegelung unsererseits.
    Das wäre meine kritik an der wagenknecht. Aber ebenen auch an uns als community , die am kleinbürgerlichen mief sich zudröhnt!
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#143 Christoph StreetAnonym
  • 30.06.2018, 09:48h
  • Offenkundig ging es Frau Wagenknecht darum, dass Errungenschaften wie die Ehe für alle, für die sie selber gestimmt hat, uns nicht über wachsende Armut und soziale Probleme hinweg sehen lassen darf. Das ist merkwürdig formuliert, ist aber mit Sicherheit keine Homophobie. Eine Gesellschaft mit der Ehe für alle ist zwar auf jeden Fall eine bessere Gesellschaft, weil sie solidarischer ist, aber noch lange keine gerechte Gesellschaft. Damit hat sie Recht. Es ist eine unsachliche Behauptung, sie würde "Homophobie schüren".
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#144 stromboliProfil
  • 30.06.2018, 10:40hberlin
  • Antwort auf #142 von stromboli
  • "Hier läge es nun an uns, uns diesen inhalten zu stellen um eben einer homo/lgbt* unfreundlichen interpretation, eine fundierte eigene haltung entgegen zu stellen."
    Hier fehlt der erklärungseinschub:
    Wir selbst kritik an unserem handeln erarbeiten , statt der reaktion unserer blauäugigkeit in gesamtpolitischen fragen gegen uns wenden zu lassen.

    Dies egal von welcher seite gesehen: die reaktion die uns "übertriebenen lobbyismus und damit volksverdernbis vorwirft; die "liberallinke, die meint einen selbstbedionungsladen vor siuch zu sehen, statt eine solidarisches miteinander fordern.

    Es ist dabei wie mit dem vormaligen schimpfwort SCWUL , das durch unser ignorieren und selbstaneignung zumindest in der erwachsenenwelt kaum noch wirkung ausübt.Heute eher als synonym des angekommen seins gelten darf.

    So auch "ehe f. alle"... da wird auf selber ebene mit anzüglichen zweideutigkeiten herumgespielt..

    www.queer.de/publisher/pics/storch-ehe-f-alle-bild-tweet-600
    .jpg


    Nur anzüglichkeiten wirken nur dann, wenn sie den angesprochenen treffen.
    An mir gleiten sie ab, wie ranziges fett an einer teflon beschichtung!

    Na und, wenn drei männer heiraten wollen, was spräche dagegen!
    Wir müssen uns doch nicht dem sprachdiktat der reaktion unterwerfen, nur weil wir ebenso "normal-moralisch unangreifbar sein wollen, wie die uns ihre monogamie als "maß aller dinge" vorgeben wollen...
    Klar will ich rumvögeln frau storch.. nicht mit ihnen, schon aus ästhetischen gründen.
    Und ich will die mir zustehende sicherheit im gesetzlich abgesicherten , das meine wünsche respektiert und gegenüber meinen ( einem vielen!) partnern zum ausdruck bringt.
    Wer da monogam sein will , soll es sein, wer poligam lebt, stehen die selben rechte zu.
    Über das und nichts anderes gilt es zu reden.
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#145 slalomAnonym
  • 30.06.2018, 11:27h
  • das ist völlig falsch verstanden- oder das Pferd hinter den Karren gebunden! Wenn SW sagt, das Toleranz gegenüber anderen Neigungen oder Geflüchteten das Feigenblatt des Kapitalismus sei, ist das keine Beschuldigung. Soammelbewegung täte auch nur funktionieren, wenn Beteiligte Kräfte nicht so beleidigt reagieren wie es in diesem Artikel zum ausdruck kommtt!
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#146 TheDadProfil
  • 30.06.2018, 11:43hHannover
  • Antwort auf #142 von stromboli
  • ""Das dieser umstand mich aber nicht verleitet in das horn jener zu blasen , die hier nun die gelegenheit sehen , ihr sonstwie süppchen ( putin-russlandversteherIn usw. ) mit der frau kochen zu können, liegt dem grund geschuldet, dass die spitze formulierung vom von parteipolitischen interessengruppen vereinnahmten glbt*, im kern ihrer aussage stimmt!""..

    Da muß dann auch erneut auf Widersprüchliches aufmerksam gemacht werden, denn wenn die Position einer Frau Wagenknecht einerseits als
    "von partei-eigenen kritikern" dann als so "nicht konform" gerügt wird, wie kommt man dann noch auf die Idee, daß genau diese "partei-eigenen kritiker" hier eine Politik verfolgten, die als "Putin-hörigkeit" beschrieben werden könnte ?

    Denn entweder ist die Wagenknecht dann diese "Putin-hörige", oder aber ihre partei-internen Kritiker, nicht aber beide jeweils unterschiedliche Positionen Besetzende zusammen..

    Was dann ebenso wie die Beschreibung des
    "russlands des Jahres 1907 ist nicht das Russland des Jahres 1977"
    offenlegt, die Position der Linken ist keine geschlossene, die dazu neigte sich einem "radikalem Kommunismus" der Breschnew-Ära zuzuwenden, sondern eine durch auch breite Diskussionen gekennzeichnete Lage innerhalb einer Partei..

    Schöner können dann auch die Stimmen des
    "die ukraine muß sich entscheiden ob sie zu europa gehören will, oder zu russland"
    dann auch nicht mehr zum innehalten über die eigene Aussagekraft solcher Stilblüten angehalten werden..
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#147 Ursus TeutonicusAnonym
  • 30.06.2018, 12:08h
  • Mir scheint, ihr lasst euch da zu einer reflexhaften Ablehnung hinreissen.
    Wagenknechts Beitrag in der "Welt" ist ein keiner Weise homophob. Sowas kann man nur hineininterpretieren, wenn man einzelne Aussagen aus dem Zusammenhang reisst.
    Ihre These, mit linksliberalen Zuckerli wie etwa der Ehe für Alle würden die eigentilchen sozialen Probleme kaschiert, ist allderings etwas kühn.
  • Antworten » | Direktlink »
#148 warnungAnonym
  • 30.06.2018, 13:42h
  • wagenknechts anwort im youtube-kanal von russia today:

    www.youtube.com/watch?v=VlmzDSrKrGY

    mich wundert und erschreckt wie manche hier wagenknecht verteidigen

    1. wagenknecht argumentiert nicht, sondern attackiert queer.de zunächst mal lügenpresse-artig vor den eigenen anhängern, indem sie den kommentar (!) als "perfides" worte-im-mund-verdrehen darstellt. wenn ich mir kommentare hier und auf facebook ansehe, scheint die masche gut zu funktionieren

    2. wagenknecht lässt sich von russia today verteidigen, das die schwulenverfolgung in tschetschenien abstreitet und russische staatshomophobie in die ganze welt trägt und bewegungen wie demo für alle oder afd pusht und krasse propaganda betreibt

    3. sie spricht von "neigungen", bemerkenswert unaufgeklärt

    4. im video macht sie erneut das, was micha schulze vorwirft: sozialpolitik gegen bürgerrechte ausspielen. anstatt (zusätzlich zu einer sozialpolitik) für bürgerrechte zu kämpfen und diese zu erklären und zu verteidigen, stellt sie sie als hinderlich dar, indem sie angebliche bürgersorgen aufgreift, es werde sich nur um minderheiten gekümmert und nicht mehr um sie. nebenbei schürt sie so auch hass auf homosexuelle als angeblich priviligierte. das argument, die ehe für alle führe zu afd und donald trump, ist völlig absurd. nimmt man das alles ernst, kann es übrigens nur die forderung bedeuten, entsprechende bürgerrechte- und minderheitenfragen zu ignorieren oder hinten an zu stellen (dabei gibt es noch einiges zu tun - und wohl zunehmend auch zu verteidigen). wagenknechts argument ist auch gefährlich, weil es eigentlich genau das macht: wähler zu populisten hinführen. wenn themen wie ehe für alle - aber auch antirassismus und minderheitenschutz - egal, unwichtig oder weniger wichtig sind, relativiert werden, dann kann man populisten ja viel eher wählen

    (man beachte auch mal die kommentare unter dem rt-video)

    ansonsten

    www.nollendorfblog.de/?p=8976
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#149 PhilippovichAnonym
#150 stromboliProfil
#151 stromboliProfil
  • 30.06.2018, 16:59hberlin
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • " "Ich weiß gar nicht, was die freie Welt ist"", obwohl Marx und Engels z. B. aus guten Gründen in London und nicht in Moskau gestorben sind, der ist nun mal nicht links. "...
    OmG!

    Ich weiß auch nicht was eigentlich noch freie welt ist!
    Die des freien waffenhandels, die der freien marktwirtschaft auf fremdem boden indigener völker am amazonas, in den zentren globaler abbaugebiete dringend notwendiger rohstoffe für unsere exportindustrien...?

    Sind die usa-wahlen demokratischen sinnes , oder ein vielverzetteltes instrumentarium, um unliebsame wählerInnen auszuschließen.
    Fragen über fragen die sich fortsetzen lassen, und den scheinheiligenkranz westlich inspirierter "freier welten" als neoliberales geschwätz entlarven!

    Mal abgesehen davon, dass weder marx noch engels das moskau der frühen sozialistischen bewegung erleben konnten. Sie sich also eher im rumorenden manchesterkapitalismus wieder erkannten, denn im zaristischen despotischen absolutismus.

    Was in der kurzen zeit nachrevolutionären geschehens und vor stalins schreckensherrschaft in der sowietunion dann zu einem umzug von london nach moskau bewegt hätte lassen wir mal unserer historisch geschulten phantasie anheim fallen.
    Aber ich bin da gedanklich/inhaltlich näher an der pariser kommune , wenn du verstehst was ich meine.. :-))
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#152 trottellummeAnonym
  • 30.06.2018, 19:25h
  • Antwort auf #150 von stromboli
  • Diese globale Krise, die in dem Artikel nur als Annahme in den Raum gestellt wird, sah Cornelius Castoriadis schon vor Jahrzehnten voraus und beschrieb sie in seinem Hauptwerk bis ins Detail. Das beinhaltet auch die Forderung an Alle, die noch eine Stimme haben, von dieser Gebrauch zu machen und aktiv zu werden, bevor es zu spät es.

    Leider nahmen ihn viel zu wenige Menschen wahr, er ist hier kaum bekannt. Scheinbar hatte er die heutigen Entwicklungen zu früh erkannt oder man fokussierte sich in den letzten Jahrzehnte zu stark auf die USA.

    Man beginne mit Band 1: Autonomie oder Barbarei.
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#153 stromboliProfil
#154 ursus
#155 lesenswertAnonym
  • 01.07.2018, 00:23h
  • Antwort auf #150 von stromboli
  • hier ein weiteres konkretes beispiel für den gegenentwurf

    zu im kern rechten, chauvinistisch-nationalistischen, top-down-/pseudo-"linken" wie wagenknecht:

    www.queer.de/detail.php?article_id=31440&kommeinzel=5101
    45


    "Kandidatinnen wie Alexandria Ocasio-Cortez verdanken wir auch einen hilfreichen Beitrag in der Kontroverse darüber, ob "klassische" soziale Forderungen mit sogenannten "identitätspolitischen" Themen verbunden werden können, indem sie es einfach tut.
    [...]
    Wie sie neulich in einem Interview im immer politischer werdenden Vogue Magazine erzählte, ist Sozialismus für sie die logische Konsequenz aus ihrer Erfahrung als Aktivistin in New York. Im Laufe anderer Kampagnen in ihrer Stadt kam sie zum Schluss, dass Sozialismus diese Fragen ergänzt und miteinander verband
    [...]
    Für sie ist ökonomische Gerechtigkeit kein separates Anliegen neben vielen anderen, sondern im Kapitalismus "intrinsisch und untrennbar" mit allen anderen verbunden."

    adamag.de/sozialismus-amerika-alexandra-ocasio-cortez-wahlsi
    eg
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#156 rosa luxAnonym
  • 01.07.2018, 00:46h
  • Antwort auf #152 von trottellumme
  • Bereits hingewiesen wurde in diesem Thread auch auf folgenden Text:

    www.queer.de/detail.php?article_id=31415&kommeinzel=5099
    42


    "Aus einer kritisch-materialistischen Perspektive sind Armut, Perspektivlosigkeit und (Bürger-)Kriege heute Oberflächenphänomene und Folgen einer tiefen kapitalistischen Vielfachkrise. Ihr Kern ist eine globale Überakkumulation von Kapital: Zu viel Kapital ist nicht in der Lage, sich profitabel zu verwerten, d.h. mit Gewinn in reale Produktionsprozesse investiert zu werden, die, gleichsam nebenbei, auch Jobs und Nutzwerte hervorbringen würden. Die Gründe für die niedrigen Profitraten sind vielfältig. Relevant ist nicht nur, wie in keynesianischen Argumenten, eine zu geringe Nachfrage aufgrund niedriger Löhne und Austeritätspolitik. Entscheidend sind weitere Faktoren, darunter globale Überkapazitäten in der Industrie, die zu ruinösen Preiskämpfen führen, sowie Automatisierung und Robotisierung in der Wirtschaft, die lebendige Arbeit (Quelle des Werts) aus dem Produktionsprozess verdrängen und Milliarden Menschen im kapitalistischen Sinn überflüssig machen. In Reaktion auf diese Situation sehen sich die Akteure des globalen Kapitals gezwungen bei Strafe ihres eigenen Untergangs immer aggressiver und rücksichtsloser nach neuen Möglichkeiten der Verwertung zu suchen. Zentrale Strategien sind accumulation by disposession (Harvey 2003), also die Enteignung und Privatisierung von Land, Ressourcen, öffentlichen Gütern usw., die oft mit gewaltsamer Vertreibung einhergehen sowie accumulation by repression (Robinson 2018). Militäreinsätze, Überwachung, Gefängnisse und Grenzkontrollen expandieren also auch deshalb, weil sie überakkumuliertes Kapitel absorbieren.

    Im Zusammenwirken mit Krisen wie der Umweltzerstörung (u.a. Bodenerosion, Wassermangel) und des Klimawandels, der Landwirtschaft und Ernährung, der Pflege und sozialen Reproduktion sehen sich Milliarden Menschen einem dreifachen Angriff ausgesetzt: Erstens gibt es für sie bei weitem keine ausreichenden Möglichkeiten, ihre Arbeitskraft in den Kernsektoren des kapitalistischen Produktionsprozesses und den von ihrer Besteuerung abhängigen Staatsapparaten zu auch nur einigermaßen akzeptablen Bedingungen zu verkaufen; zweitens stehen sie durch die aggressiven Investitions- und Wachstumsstrategien des Kapitals, die damit einhergehenden Vertreibungen und Enteignungen und ihre umwälzenden Folgen unter massiven Druck; drittens eskalieren die aus diesen Dynamiken entstehenden, im Kern sozio-ökonomischen Verteilungskonflikte in ethnisch und religiös aufgeladene (Bürger-) Kriege und Situationen endemischer Gewalt.

    Doch während in einer ähnlichen Situation im Europa des 19. und frühen 20. Jahrhunderts etwa 60 Millionen Europäer*innen mit Auswanderung reagieren konnten (vgl. McKeown 2004), wird diese Option den Menschen im Süden heute durch die Grenzregime des Globalen Nordens und machtvoller Schwellenländer sowie durch ihre Politik des Migrationsmanagements gewaltsam verwehrt.

    ...Die bloße Rede von isolierten »Fluchtursachen« (S. 4) und einer »Politik, die wirklich den vielen hunderten Millionen in Kriegs- und Elendsgebieten helfen würde« (S. 5) greift viel zu kurz. Die tiefe Verstrickung und Verantwortlichkeit Deutschlands, der EU und weiterer Länder und Klassen des globalen Nordens für diese Situation, welche die Basis der eigenen, privilegierten imperialen Lebens- und Produktionsweise ist, fällt fast völlig heraus."

    www.zeitschrift-luxemburg.de/marx-haette-das-nicht-gefallen/
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#157 queergayProfil
  • 02.07.2018, 22:58hNürnberg
  • Wenn in Deutschland 40 Superreiche reicher sind als 40 Millionen Deutsche - und auch reiche Linken-Politiker weitgehend nur zuglotzen, zeigt das nur deren wahre Gesinnung.
    Die manipulierten Kleinverdiener sollten hier vehement den politischen Klugrednern und Homokritikern gehörig den Marsch blasen.
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#158 working gayAnonym
  • 02.07.2018, 23:57h
  • Antwort auf #157 von queergay
  • und manche staats-/salon-/pseudo-"linke" "glotzen" ja nicht nur zu (siehe artikel) -

    sie spielen die hiesigen enteigneten auch noch ständig gegen enteignete aus anderen teilen der welt aus, weil die sich allen ernstes auch nach einem halbwegs erträglichen, würdigen und guten leben sehnen. das sind dann aus sicht der deutschen millionärin "privilegierte".

    und verteidigen mit händen und füßen die herrschende ordnung und logik der "konkurrenz" (hartz-IV-empfänger gegen geflüchtete, "kriegs-" gegen "wirtschaftsflüchtlinge, "minderheiten" gegen "die mitte" usw. usf.)
    und "entsolidarisierung - sowie natürlich ihre eigenen privilegien - als alternativlos.

    blockieren und sabotieren damit eine tatsächlich linke politische bewegung und kraft, wie sie ja an der basis der linkspartei sehr wohl in vielfältigster weise zu finden und auch gewollt ist, aber sich weiterhin den wagenknechts, bartschs usw. unterordnen ("gemeinsam weitermachen") soll.

    es ist genug reichtum für alle da - er muss nur in einem gemeinsamen kampf für die erfüllung der bedürfnisse aller menschen eingefordert und unter deren kontrolle gebracht werden!

    von solchen kämpfen wollen pseudo-/salon-"linke" freilich nichts wissen.

    es seien ihnen die obersten leitsätze der früheren, kämpferischen und (nicht zuletzt dank marx/engels) glasklar internationalistischen arbeiter*innenbewegung um die ohren gehauen:

    unterdrückte ALLER länder, vereinigt euch!

    und

    ALLE verhältnisse umstürzen, in denen der mensch ein geknechtetes wesen ist!
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#159 lexobymAnonym
  • 03.07.2018, 12:39h
  • Mir scheint hiecsoll eine weitere Gruppe gegen Sahra Wagenknecht ausgespielt werden. Glaubt hier ernsthaft irgendjemand, dass Merkel, Seehofer, cdu und csu und co mehr für Schwule übrig haben als Sahra Wagenknecht? Ich nicht und ich kann auch nicht glauben, dass die negativen Kommentare hier repräsentativ sind.
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