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Andreas Wolter führte Parade an

Kölner Bürgermeister beim CSD in Rumänien

Bürgermeister Andreas Wolter kritisierte beim CSD in Klausenburg, dass rumänische Homosexuelle "noch keine gleichwertigen Rechte" hätten.


Bürgermeister Andreas Wolter zeigt beim CSD in Klausenburg Flagge (Bild: Stadt Köln)

  • 25. Juni 2018, 16:49h, noch kein Kommentar

Kölns Bürgermeister Andreas Wolter (Grüne) hat am Samstag die CSD-Parade im rumänischen Cluj-Napoca (Klausenburg) mit angeführt und auf der anschließenden Kundgebung ein Grußwort vorgetragen – als offizieller Vertreter von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). Der offen schwule Kommunalpolitiker, der auch Mitglied im Kölner Lesben- und Schwulentag ist, kritisierte dabei die fehlende LGBTI-Gleichstellung im südosteuropäischen EU-Land.

"In Rumänien haben Lesben und Schwule noch keine gleichwertigen Rechte, wie das in vielen Ländern der Europäischen Union mittlerweile der Fall ist", erklärte Wolter nach dem CSD. "Die Kundgebung und die Parade mussten am Rande der Stadt durchgeführt werden, weil die Stadtverwaltung für eine zentrale Veranstaltung keine Genehmigung erteilt hatte."


Andreas Wolter bei der CSD-Parade (Bild: Stadt Köln)

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Lokale Politiker verweigerten Gespräche mit Wolter

Die politischen Repräsentanten der Stadt hätten nicht nur den öffentlichen Dialog mit den Veranstaltern verweigert, sondern auch ihn als Kölner Bürgermeister gemieden, beklagte Wolter. Cluj-Napoca ist seit 1976 eine Partnerstadt von Köln. Die Domstadt hatte den CSD ebenso unterstützt wie die diplomatischen Vertretungen der Niederlande und Frankreichs. Mit Wolter angereist waren Stefanie Schmidt, Mitglied des Bundesvorstandes der Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), Susanne Bonnemann, Mitarbeiterin der städtischen Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender, sowie Maren Wuch, Mitorganisatorin des Dyke* March Cologne.

Die CSD-Parade fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Laut Medienberichten nahmen zwischen 500 und 1.000 Menschen teil, laut den Veranstaltern und der Polizei waren es über 2.000. Das Event wurde von den Aktivisten von Pride Romania organisiert, die sich gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von LGBTI in Rumänien engagieren. Im letzten Jahr hatte die Stadtverwaltung die Parade von Cluj erstmals nach mehreren Absagen unter Auflagen genehmigt. Auch dieses Jahr erlaubte die Stadtverwaltung nur eine Demonstration am Stadtrand, während eine Gegenveranstaltung im Stadtzentrum stattfinden durfte. Dort forderten erzkonservative und rechtsextreme Gruppen ein Referendum zum Verbot von CSD-Veranstaltungen. (pm/dk)