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USA

10-Jähriger nach Coming-out von Ziehvater getötet

Ein Grundschüler aus Südkalifornien erzählte zu Hause, dass er Jungs attraktiv findet. Kurze Zeit später wurde er zu Tode geprügelt.


Anthony litt Zeit seines Lebens an Misshandlungen – im Alter von zehn Jahre wurde er getötet

Ein 32-jähriger Mann ist am Mittwoch in Südkalifornien wegen Mordes an Anthony, dem zehnjährigen Kind seiner Freundin, angeklagt worden. Laut der Polizei von Los Angeles habe der Angeklagte, der mit der Freundin, ihrem Sohn und mehreren anderen Kindern in der Großstadt Lancaster zusammenlebte, den Jungen am 20. Juni brutal verprügelt, nachdem der Grundschüler wenige Wochen zuvor erzählt hatte, dass er andere Jungs attraktiv findet. Es wird angenommen, dass Homophobie das Motiv für die Gewalttat war.

Die Mutter hatte nach der Tat einen Notarztwagen gerufen und erzählt, ihr Sohn sei die Treppe heruntergefallen. Bei Ankunft der Sanitäter war das Kind bereits bewusstlos – es starb am nächsten Tag im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Weil der Junge Spuren von Misshandlungen und von Unterernährung aufwies, nahm die Polizei Ermittlungen auf und konnte schließlich nach wenigen Tagen genug Beweise für einen Haftbefehl sammeln. Der Angeklagte befindet sich derzeit hinter Gittern; seine Kaution ist auf zwei Millionen US-Dollar festgelegt worden.

Die Staatsanwaltschaft will bislang nicht bestätigen, dass der 32-Jährige das Kind aus Hass auf Homosexuelle getötet hatte. Allerdings berichtete der Onkel des Kindes gegenüber NBC News, dass sich der Ziehvater homophob geäußert habe. So habe er wiederholt gesagt, dass er sich unwohl fühle, wenn schwule Männer in der Nähe waren.

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Ziehvater war Mitglied von homophober Gang

Das zuständige Jugendamt bestätigte gegenüber der "Los Angeles Times", dass sich das Kind als schwul beschrieben habe. Außerdem bestätigte ein Mitarbeiter der Behörde, dass der Vater Mitglied der lateinamerikanischen Bande MS-13 gewesen sei. Die kriminelle Organisation hat ihren Ursprung in El Salvador. In der Vergangenheit gab es Berichte, dass die Gang Mitglieder wegen Homosexualität getötet habe.

Das Jugendamt hatte die Familie offenbar schon länger auf dem Schirm. Wiederholt wurde es laut Medienberichten auf Vorwürfe des Missbrauchs des Jungen aufmerksam; zwischen 2013 und 2016 habe es zwölf Untersuchungen gegeben. Zudem sei Anthony von einem Großvater sexuell misshandelt worden, als es vier Jahre alt war. "In privaten Gesprächen hat Anthony gesagt, dass er geschlagen und eingesperrt wurde und oft kein Essen erhalten hat", sagte Jugendamt-Chef Bobby Cagle gegenüber NBC News. Der Junge wurde wiederholt bei Verwandten untergebracht. Weil sich die Lage 2016 scheinbar gebessert hatte, wurde er zurück zu seiner Mutter geschickt.

Im Hause der Mutter lebten insgesamt acht Kinder im Alter von elf Monaten bis zwölf Jahre. Nach dem Todesfall hat das Jugendamt der Mutter das Sorgerecht entzogen. Noch ist unklar, ob sie für den Tod ihres Sohnes ebenfalls mit einer Anklage rechnen muss.

Der Fall ähnelt dem eines achtjährigen Jungen aus Palmdale, das nur 15 Autominuten von Lancaster entfernt liegt. Das Kind erlag im Mai 2013 seinen schweren inneren Verletzungen. Der homophobe Ziehvater wurde vergangenes Jahr schuldig gesprochen, das Kind gefoltert und zu Tode geprügelt zu haben, weil er es für schwul hielt. Letzten Monat wurde der Mann dafür zum Tode verurteilt (queer.de berichtete). (dk)



#1 schwarzerkater
  • 29.06.2018, 12:43h
  • " Anthony litt Zeit seines Lebens an Misshandlungen" - das setzt die aussagen der eltern doch in ein ganz anderes licht. homosexualität als schutzbehauptung oder schuldminderung für mord/totschlag? hoffentlich gehen die geschworeren den tätern nicht auf den leim.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 29.06.2018, 12:51h
  • Es fehlen einem wirklich die Worte, wenn man sowas hört.

    Ich kann nur hoffen, dass der Schuldige so schnell nicht mehr freikommt. Wenn seine Mitgefangenen herausfinden, weswegen er sitzt, werden ihn sicher einige Jahre erwarten, in denen er sehr viel Zeit zum Nachdenken hat.
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#3 panzernashorn
#4 kijmnmmslrgx
  • 29.06.2018, 13:38h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • Er ist dem Bericht zufolge kein Kinderschänder, sondern ein Kindermörder, noch dazu der Mörder eines vermutlich homosexuellen Kindes. Und da MS-13 sogar homosexuelle Gang-Mitglieder tötet, wird innerhalb der Gang vermutlich niemand ein Problem sehen. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass er im Knast Probleme bekommt, da MS-13 den Sureños angehört, die in Südkalifornien beheimatet sind und im Knast ihre Differenzen ruhen lassen. Siehe die englischsprachigen Wikipedia-Artikel zu MS-13 und Sureños für weitere Informationen.

    Es könnte allerdings sein, dass er die Todesstrafe bekommt. In Kalifornien erwarten derzeit 173 Kindermörder ihre Exekution. Siehe dazu den englischsprachigen Wikipedia-Artikel Capital punishment in California.

    Deine Hoffnung, dass der Schuldige so schnell nicht mehr freikommt wird vermutlich erfüllt werden. Deine Rachephantasie bezüglich seiner Mitinsassen ist nachvollziehbar, jedoch vermutlich ist es unrealistisch, dass sie eintreten wird.
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#5 TimonAnonym
#6 FelixAnonym
  • 29.06.2018, 13:57h
  • Wie kann man sowas nur einem Menschen antun? Noch dazu einem Kind?

    Ich hoffe, dass dieser Perverse härtestmöglich bestraft wird und nie mehr auf die Menschheit losgelassen wird...
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#7 Mir wird schlechtAnonym
  • 29.06.2018, 15:10h
  • Anstelle der Frage wie, wie stark und wie lange der Drecksack von Zieh"vater" jetzt am Besten bestraft werden soll, erscheint mir die Frage relevant warum hier nicht sorgfältiger seitens des Jugendamtes hingeschaut wurde.
    Die Umstände des gesamten Lebens dieses kleinen Jungen haben doch genug Anlass geboten hier einzuschreiten.
    Und nach der Rückgabe an die Mutter hätte man besonders aufmerksam sein müssen.
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#8 Gerlinde24Profil
  • 29.06.2018, 15:16hBerlin
  • Die Familie war auf dem Schirm des Jugendamtes, der Kleine outet sich, und der Stiefvater killt ihn, und die Mutter tut so, als wäre ihr Junge an einem Unfall gestorben. Hakt's bei Euch, ihr dummdreisten Wichser von den Behörden? Der Typ war Gangmitglied. Da nimmt man der Frau alle Kinder weg, wo schon bewiesen ist, dass die Frau unfähig ist, für Kinder zu sorgen! Ich könnte kotzen, über so viel Ignoranz!
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#9 NicoAnonym
  • 29.06.2018, 15:41h
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    "In privaten Gesprächen hat Anthony gesagt, dass er geschlagen und eingesperrt wurde und oft kein Essen erhalten hat", sagte Jugendamt-Chef Bobby Cagle gegenüber NBC News.
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    Und wieso hat man diesen armen kleinen Jungen dann nicht rechtzeitig aus dieser Hölle rausgeholt, wenn man längst davon wusste?
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#10 JadugharProfil
  • 30.06.2018, 03:59hHamburg
  • Antwort auf #5 von Timon
  • Die Antwort ist eindeutig. LGBTI-Menschen haben stets eine große Portion Mitgefühl, da sie das Leid nachvollziehen können. Homo-Hasser sind meist Psychopathen, wo es an Empathie mangelt oder diese nicht vorhanden ist, was sich darin zeigt, daß sie nicht in der Lage sind, sich in in eine Person hinein zu versetzen und zu empfinden, wie es sich anfühlt, drangsaliert und nicht geliebt zu werden.

    Wenn jemand sagt, Homosexualität ist eine Sünde und darf nicht ausgelebt werden, da möchte ich mal sehen, wenn man demjenigen, der dieses sagt, mit einen Sexverbot belegt und bei Zuwiderhandlungen bestraft und demütigt für den Rest des Lebens!
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