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Kommentare zu:
Istanbul: Auch CSD-Demo 2018 verboten


#1 MartenAnonym
#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 30.06.2018, 04:43h
  • Was erwartet man von einem religiös-faschistischen Diktator wie Erdowahn? Das er "gay friendly" ist?
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#3 YannickAnonym
  • 30.06.2018, 11:54h
  • Antwort auf #2 von Gerlinde24
  • Und unsere schwarz-rote Bundesregierung will dem jetzt im Rahmen ihrer panischen Angst vor einem Scheitern in der Flüchtlingskrise nochmal weitere Milliarden zuschustern....

    Wie glaubwürdig sind Union und SPD, wenn sie ihn kritisieren, aber gleichzeitig mit riesigen Summen seine Macht zementieren...
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#4 la_passanteAnonym
#5 RalfAnonym
#6 michael008
#7 YannickAnonym
#8 michael008
  • 30.06.2018, 14:00h
  • Antwort auf #7 von Yannick
  • Die "Gefahr", dass die Türkei in der derzeitigen "Verfassung" Mitglied der Europäischen Union wird ist auf unbestimmte Zeit nicht vorhanden.
    Herr Erdogan hat im Übrigen nicht das geringste Interesse an einem EU Beitritt.
    Die Verhandlungen sind nur Mittel zum Zweck innenpolitisch zu punkten.
    Der Möchtegern-Sultan kann so scheinbar vorführen, das die Türkei von der EU gedrängelt werden soll und auch deshalb einen starken Mann wie ihn dringend nötig hat.
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#9 Julian SAnonym
  • 30.06.2018, 14:37h
  • Antwort auf #7 von Yannick
  • Genau! Fehler kann man machen, aber dann nicht aus diesen Fehlern zu lernen und exakt dieselben Fehler zu wiederholen, wäre töricht.

    Und das würde vermutlich auch das Ende der EU bedeuten. Wir sehen ja momentan, welche existentiellen Probleme die EU bereits hat, weil sie vorschnell erweitert wurde, bevor die Vertiefung zwischen den bereits vorhandenen Staaten stattfinden konnte.

    Übrigens gehört die Türkei nicht nur politisch, wirtschaftlich und in weiten Teilen auch gesellschaftlich nicht in die EU, sondern auch geographisch nicht, da sie zu weniger als 3% in Europa liegt und zu mehr als 97% in Asien. Und es ist ja schließlich eine Europäische Union und keine europäisch-asiatische. Und will irgendwer etwa ernsthaft, dass die EU gemeinsame Grenzen zum Irak, zum Iran, zu Syrien, etc. hat?
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#10 YannickAnonym
  • 30.06.2018, 14:53h
  • "den einst erfolgreichen Pride"

    Wobei man dazu sagen muss, dass das in der Form auch damals schon nur im eher westlich orientierten Istanbul möglich war. Überall sonst in der Türkei wäre das so auch damals schon nicht möglich gewesen.
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#11 FaktencheckAnonym
#12 LarsAnonym
  • 01.07.2018, 12:17h
  • Antwort auf #11 von Faktencheck
  • Es gibt in der Türkei große soziale Unterschiede und einen großen Kontrast zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung.

    Das Interesse und das Engagement für LGBT-Themen scheint sich in den Grenzen des modernen urbanen Lebens zu bewegen.

    Auch in Deutschland war (und ist) es meist eifacher, als queerer Mensch in den Großstädten zu leben.

    Mit westlich oder östlich, türkisch oder europäisch, christlich oder muslimisch hat das alles gar nicht so viel zu tun.

    Interessant fände ich die Frage, ob es "queere" Aufklärungsarbeit und Aktivitäten zum Schutz vor Unterdrückung und Gewalt auch in traditionellen Mileus geben kann.
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#13 TheDadProfil
  • 01.07.2018, 13:29hHannover
  • Antwort auf #6 von michael008
  • Das stimmt..

    Man kann dann aber andere Wege gehen, und zum Beispiel die vor Jahren kläglich gescheiterte Europäische Verfassung endlich erneut auf den Weg bringen, in der dann all die Bürgerrechte garantiert werden, die in diesen Staaten immer noch mit Füßen getreten werden..

    Bei einer dazu nachfolgenden Abstimmung gibt es dann die Regeln :

    Die Europäische Verfassung gilt als angenommen, wenn mindestens 51 Prozent der jeweils wahlberechtigten Bürger eines Landes abgestimmt haben, und die Verfassung dort dann eine Mehrheit von 50,1 Prozent erreicht hat..

    In den Ländern in denen die Bürgerrechte noch nicht den Level der Europäischen Verfassung erreicht haben, müssen binnen 24 Monaten Gesetze etwa zur Ehe für Alle, zum Adoptionsrecht, zur Gleichberechtigung der Frau in allen wirtschaftlichen und politischen Bereichen geschaffen werden..

    Wo die Abstimmungs-Quote oder auch die Zustimmungs-Quote nicht erreicht wird, ist dies gleichbedeutend mit einem "Brexit" -Antrag des Landes, bei sofortiger Auflösung der Währungs-Union im Euro..

    Denn wenn man Verträge schafft, und eine Verfassung ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Vertrag zwischen dem Staat und seinen Bürgern, dort müssen dann auch Sanktionsmöglichkeiten und Konventionalstrafen enthalten sein, denn sonst ist der Vertrag nichts wert..
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#14 TheDadProfil
  • 01.07.2018, 13:39hHannover
  • Antwort auf #9 von Julian S
  • ""Übrigens gehört die Türkei nicht nur politisch, wirtschaftlich und in weiten Teilen auch gesellschaftlich nicht in die EU, sondern auch geographisch nicht,""..

    Und wieder dieses unsinnige "Argument" das noch nie eines war, und niemals eines sein wird !

    Zypern liegt VOLLSTÄNDIG in Asien, und dennoch ist der unbesetzte Teil Zyperns Mitglied der EU !

    Gleiches gilt dann auch für Russland, denn auch Russland liegt nicht zur Gänze auf dem Europäischem Kontinent, und hat dennoch als Mitglied des Europäischen Rates das Recht einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU zu stellen !

    Wirtschaftlich wickelt die Türkei 60 Prozent ihres Außenhandels mit EU-Staaten ab, und davon wiederum allein 80 Prozent mit der BRD, und hier vor allem mit der Auto-Industrie und dem Maschinenbau..

    Die Idee
    "die türkei gehört wirtschaftlich nicht zu europa"
    ist so ziemlich die blödeste Einschätzung der Realität, denn sie negiert die faktische Verbundenheit, und damit auch Abhängigkeit in Strukturen der Deutschen Exportwirtschaft mit den türkischen Zuliefer-Betrieben..

    ""Und will irgendwer etwa ernsthaft, dass die EU gemeinsame Grenzen zum Irak, zum Iran, zu Syrien, etc. hat?""..

    Die EU HAT über Zypern Grenzen an Länder die Du hier gar nicht auf dem Schirm hast, und über Spanien direkt auf dem Afrikanischem Kontinent..

    Übersee-Gebiete von Frankreich, und damit EU-Gebiet liegen irgendwo zwischen den USA und Asien..
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#15 TheDadProfil
  • 01.07.2018, 14:01hHannover
  • Antwort auf #12 von Lars
  • ""Es gibt in der Türkei große soziale Unterschiede und einen großen Kontrast zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung.""..

    Mit Verlaub..
    Es darf mit Recht&Fug angezweifelt werden daß dies auf Sizilien, auf dem Balkan beispielsweise in Rumänien oder Bulgarien, selbst in Spanien und Portugal, in Litauen oder Lettland anders wäre !

    Selbst bei uns sind die Unterschiede allein über den Zugang zum Internet auf dem Land, über den ÖPNV, oder auch in der Teilhabe von Menschen deren Mobilität erheblich eingeschränkt ist alles andere als rosig, denn was nutzt einem die gesponserte Theater-Karte für die Deutsche Oper in Berlin, wenn man anschließend nicht mehr nach Hause kommt ?

    ""Das Interesse und das Engagement für LGBT-Themen scheint sich in den Grenzen des modernen urbanen Lebens zu bewegen.""..

    Eine Einschätzung die man so auch für die BRD fällen kann, denn wo außerhalb der Metropolen findet denn FLÄCHENDECKEND in der Fläche LGBTTIQ*-Leben statt ?

    Welche Chancen hat denn die junge Lesbe, der Schwule Junge oder ein Trans*-Mensch in einem Ort wie Westervesede bei Scheeßel, wo einmal im Jahr das Hurricane Festival stattfindet, zu dem sich dann bis zu 70.000 Hardrock-Fans einfinden, und ansonsten Abends um 8 die Fußwege hochgeklappt, und die Häuser in den Keller geholt werden ?

    70 Km bis Bremen, 90 bis Hannover, oder fast 100 Km bis in die Hamburger City um wenigstens mal in den Dunstkreis einer LGBTTIQ*-Jugendgruppe zu kommen sind für die meisten nicht überwindbare Hindernisse, und das liegt nicht allein an den schlechten Verbindungen von Bus&Bahn in einem Ort am Rande der Lüneburger Heide..

    Kommt nun noch irgendwer auf die Idee in der Schorfheide zwischen Görlitz und Dresden sähe es vielleicht besser aus ?

    ""Interessant fände ich die Frage, ob es "queere" Aufklärungsarbeit und Aktivitäten zum Schutz vor Unterdrückung und Gewalt auch in traditionellen Mileus geben kann.""..

    Äh ?
    "Traditionelle Milieus" und "Aufklärung" zusammen in einem Satz bilden ein Oxymoron..
    Sie schließen sich gegenseitig aus..

    Vor allem weil diese "traditionellen Milieus" die Aufklärungsarbeit und die Aktivitäten zum Schutz vor Unterdrückung und Gewalt erst bedingen !
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#16 LarsAnonym
  • 01.07.2018, 18:31h
  • Antwort auf #15 von TheDad
  • ""Das Interesse und das Engagement für LGBT-Themen scheint sich in den Grenzen des modernen urbanen Lebens zu bewegen.""..

    "Eine Einschätzung die man so auch für die BRD fällen kann, denn wo außerhalb der Metropolen findet denn FLÄCHENDECKEND in der Fläche LGBTTIQ*-Leben statt ?"

    Das Minderheiten vorrangig in Ballungsräumen in der Lage sind, ein eigenes soziales Leben zu entwickeln , liegt in der Natur der Sache.

    In bestimmten Regionen geht der Weg des Überlebens nur über die Inklusion durch die nichtqueere Umgebung.

    Queerpolitischer Aktivismus sollte diejenigen im Blick haben, denen das urbane Leben in vielerlei Hinsicht zu weit weg bzw. für die es nicht erreichbar ist, nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen.

    Man kann natürlich auch der Meinung sein, dass das nicht möglich ist, das ist allerdings eine recht deprimierende Sichtweise, denn in vielen Ländern wird nun mal noch ein Großteil der Menschen in auf absehbare Zeit in ländlichen und traditionellen Regionen leben.
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#17 KaktusAnonym
  • 01.07.2018, 20:41h
  • Es wird den GLBTI in der Türkei nicht helfen wenn man in Berlin eine Solidaritätskundgebung abhält. Oder glaubt irgend jemand in Deutschland, dass es die Akp interessiert, dass in Berlin eine Kundgebung abgehalten wird.
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#18 TheDadProfil
  • 01.07.2018, 20:44hHannover
  • Antwort auf #16 von Lars
  • ""Das Minderheiten vorrangig in Ballungsräumen in der Lage sind, ein eigenes soziales Leben zu entwickeln , liegt in der Natur der Sache.""..

    Minderheiten ?
    Tatsächlich ?
    Wäre diese Aussage dann so pauschal auch für andere Minderheiten gültig ?

    Für Sinti&Roma ?
    Jüdische Menschen ?
    Evangelikale ?
    Menschen aus anderen Ethnien ?
    Yesiden, oder Kurden ?
    Behinderte ?

    Entwickeln Minderheiten dann also nur dann ""eigenes soziales Leben"" wenn sie einer undefinierbaren Masse von Gesellschaft in größeren Ballungszentren untertauchen ?
    Untertauchen können ?

    ""In bestimmten Regionen geht der Weg des Überlebens nur über die Inklusion durch die nichtqueere Umgebung.""..

    Eine sehr starke Behauptung unter der Umnutzung von gesellschaftspolitischen Begriffen die damit gar nichts zu tun haben, denn eine "Inklusion" von LGBTTIQ*-Menschen in gesellschaftlichen Klein-Strukturen findet nirgendwo statt..
    Die Vorstellung der Dorf-Idylle in der man das Schwule Pärchen irgendwie in die Vereine inkludiert, ist ein Märchen für das es keine Belege gäbe..

    Denn nirgendwo funktionierte dann diese Inklusion nach der Ägide, man lade freudigen Herzens LGBTTIQ*-Menschen dazu ein in den Gemeinden mit-zuleben..

    Die sind einfach da..
    Die sind längst Mitglieder in den ortsüblichen Vereinen der Schützengilden, der Fußballvereine und Sportvereine, und outen sich erst dann wenn sie selbst dazu bereit sind..

    Die Nicht-Bereiten flüchten dann auch konsequent in die Metropolen vor genau den Hass-Parolen und den Menschen in den Dörfern die sie nicht nur äußern, sondern sie auch leben..

    ""Queerpolitischer Aktivismus sollte diejenigen im Blick haben, denen das urbane Leben in vielerlei Hinsicht zu weit weg bzw. für die es nicht erreichbar ist, nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen.""..

    Dann dazu gerne noch einmal der Begriff "Inklusion" angeführt, denn die ist nachweislich aus diesen "ökonomischen Gründen" gesellschaftspolitisch günstiger..
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#19 TheDadProfil
#20 KaktusAnonym
#21 LarsAnonym
  • 01.07.2018, 22:45h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • "Entwickeln Minderheiten dann also nur dann ""eigenes soziales Leben"" wenn sie einer undefinierbaren Masse von Gesellschaft in größeren Ballungszentren untertauchen ?"

    Unsinn. Im Gegenteil. Denn in Ballungszentren sind sie sichtbarer und es gibt dort vor allem mehr Menschen aus der gleichen Minderheit, die sich als solche organisieren können.

    Der Vergleich zu "anderen" Minderheiten ist aber schwierig, weil ja LGBTQ-Menschen gleichzeitig queer UND behindert, queer UND evangelikal, queer UND kurdisch /yesidisch etc., queer UND people of colour, etc. sein können, wobei die Abhängigkeiten von den jeweiligen Gruppen unterschiedlich frei wählbar und intensiv sein können.
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#22 TheDadProfil
  • 02.07.2018, 09:26hHannover
  • Antwort auf #20 von Kaktus
  • Das habe ich nicht in Abrede gestellt !

    Aber Du machst hier die erwünschte Wirkung einer solchen Solidaritätskundgebung von der Wahrnehmung der Regierungspartei AKP in der Türkei abhängig, und kolportierst, dies würde sie nicht interessieren, und damit sei eine solche Solidaritäts-Demo quasi sinnlos..

    Das die AKP das ignoriert ist wahrscheinlich, aber eben nicht das Ziel !

    Zumal man zum ignorieren zuerst einmal wahrnehmen muß..

    Das Ziel einer solchen Solidaritätskundgebung ist IMMER die Solidarität mit den Menschen die in ihren Ländern solche Kundgebungen nicht abhalten können..

    Und wie sich zeigte sind die türkischen LGBTTIQ*-Menschen dann deutlich aufrührerischer als anderswo, und demonstrieren trotz des Verbotes durch den Staat..

    Dafür gebührt ihnen höchster Respekt..
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#23 TheDadProfil
  • 02.07.2018, 09:39hHannover
  • Antwort auf #21 von Lars
  • ""Unsinn. Im Gegenteil. Denn in Ballungszentren sind sie sichtbarer und es gibt dort vor allem mehr Menschen aus der gleichen Minderheit, die sich als solche organisieren können.""..

    Natürlich sind sie "sichtbarer"..

    Weil sie sich dort "sehen lassen können"..

    Und gleichzeitig ist diese Sichtbarkeit immer noch dadurch geprägt, und auch erst möglich, weil sie durch eine "größere Anonymität" gedeckt ist, denn der Großstadt-Nachbar hat dann auch weniger "Interesse" am Treiben seiner Nachbarn, als die Nachbarn und Freunde der Eltern und Großeltern in den Dörfern und Kleinstädten, "wo man sich kennt und alles vom anderen weiß"..

    ""Der Vergleich zu "anderen" Minderheiten ist aber schwierig, weil ja LGBTQ-Menschen gleichzeitig queer UND behindert, queer UND evangelikal, queer UND kurdisch /yesidisch etc., queer UND people of colour, etc. sein können, wobei die Abhängigkeiten von den jeweiligen Gruppen unterschiedlich frei wählbar und intensiv sein können.""..

    Wie wäre es dann mal damit diese Beschreibungen in sich zu verkehren, und dann Behindert UND Queer, Evangelikal UND Queer, Kurdisch UND Queer zu "denken" ?

    Die Möglichkeit einer
    "freien wählbarkeit von Abhängigkeiten"
    sehe ich hier dann auch nirgends gegeben, dann man kann sich weder seine eigene Zughörigkeit zur Sexuellen Identität aussuchen, noch die Zugehörigkeit zu anderen Minderheiten, vor allem dann nicht, wenn es sich um ethnische Zugehörigkeiten handelt..
    Einzig die "religiöse Zugehörigkeit" ist dann "frei" gewählt, wenigstens dann wenn man sich trotz der Möglichkeit sich davon zu trennen eben nicht trennt..
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#24 LarsAnonym
  • 02.07.2018, 10:09h
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • "denn der Großstadt-Nachbar hat dann auch weniger "Interesse" am Treiben seiner Nachbarn, als die Nachbarn und Freunde der Eltern und Großeltern in den Dörfern und Kleinstädten, "wo man sich kennt und alles vom anderen weiß".."

    Schön und gut, aber was soll das besagen? Soll man alle queere Menschen, die in ländlichen Regionen leben, abschreiben und keine direkten Verbesserungen für sie erreichen wollen? (Sie machen ja einen signifikanten Prozentsatz der Landbevölkerung aus).

    Dann ist es ja folgerichtig, dass sich manche Menschen dort nicht um CSDs scheren, bzw. sich durch diese Freiheit, an der sie nicht teilnehmen können, provoziert fühlen und auf Kräfte setzen, die ihnen erstmal einen gewissen Wohlstand zu versprechen scheinen. Denn materielle Fortschritte ermöglichen ihnen nach dieser "bauernschlauen" Rechnung zumindest kleine Freiheiten - und ihr Selbstbewusstsein wird zudem auf andere Weise bestärkt, z.B. durch nationale oder religiöse Identität.
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#25 TheDadProfil
  • 03.07.2018, 10:21hHannover
  • Antwort auf #24 von Lars
  • ""Schön und gut, aber was soll das besagen?""..

    Das muß man hier nicht erneut umständlich aufdröseln, denn die Gesamtheit dessen, was Heteronormativität macht wenn Jugendliche in solchen Dörfern aufwachsend von den Nachbarn kontrolliert, und den Eltern gegenüber denunziert einem Druck unterliegen, der "die kleinen heimlichkeiten eines normalen Aufwachsens" einfach verunmöglicht, und welche Möglichkeiten es gibt um Homo-und Transphobie zu begegnen, ist hinlänglich bekannt..

    Aufklärung, Aufklärung, und nochmal Aufklärung..

    Eltern müssen wissen das sie es sind, die ein LGBTTIQ*-Kind haben können, und es nicht immer nur "die anderen" sind, wo "so etwas" dann "vorkommt"..

    Kinder und Jugendliche müssen wissen wo sie Hilfen bekommen, wo die Anlaufstellen sind, an die sie sich wenden können..

    ""Dann ist es ja folgerichtig, dass sich manche Menschen dort nicht um CSDs scheren, bzw. sich durch diese Freiheit, an der sie nicht teilnehmen können, provoziert fühlen und auf Kräfte setzen, die ihnen erstmal einen gewissen Wohlstand zu versprechen scheinen.""..

    Wie viel dort doch noch im Argen liegt, wenn man solche Sätze absondert, kann man immer wieder lesen..

    Wie kann man als eigentlich vernunftbegabter Mensch so um die Ecke denken, und das Streben nach diesem "gewissem Wohlstand" mit einem Interesse oder Desinteresse an einem CSD verknüpfen ?

    Die "bedrohte Freiheit" besteht nicht darin, das sich Eltern damit konfrontiert sehen, daß es solche CSD's gäbe, sondern darin das sich ihre Kinder und Jugendlichen einer Unterdrückung ausgesetzt sehen, die es ihnen nicht einmal mehr erlaubt über sich selbst nachzudenken, und einen Emanzipationsprozess zu beginnen..

    Heteronormativität und die damit verbundene Homo-und Transphobie ist in den ländlichen Gebieten der Republik weitaus breiter, stärker und tiefer wirksam als in den Metropolen, und das muß zu der Erkenntnis führen genau in diesen Gebieten besonders Aufklärerisch wirken zu müssen..

    ""Denn materielle Fortschritte""..

    Dein Blick auf die Welt des Ländlichen ist verschoben, denn so etwas wie eine "verarmte Landbevölkerung" gibt es nicht, und deshalb sind solche "materiellen Fortschritte" dann auch irrelevant..
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