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Preisverleihung am 7. Juli

Drei Radiobeiträge für Rexhausen-Preis nominiert

Ein Radio-Feature über die Stigmatisierung Bisexueller, ein Beitrag über die letzte queere Bar Jerusalems und eine Podcast-Serie über eine Geschlechtanpassung sind im Rennen um den queeren Medienpreis.


Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises 2018: von links: Arnd Riekmann, Timo Stoppacher, Dr. Petra Werner, Monika Mengel (nicht im Bild: Pascal Beucker, Andrea Lueg, Dr. Lars Rinsdorf) (Bild: Axel Bach)

  • 2. Juli 2018, 12:51h, noch kein Kommentar

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) hat am Sonntag die von einer siebenköpfigen Fachjury ausgewählten drei Nominierungen für den Felix-Rexhausen-Medienpreis bekannt gegeben. Anders als in den Vorjahren, als sowohl Audio, Video- und Zeitungsbeiträge nominiert worden waren, konkurrieren dieses Mal drei öffentlich-rechtliche Radioproduktionen um die seit 20 Jahren vergebene Auszeichnung – Deutschlandfunk Kultur wurde zwei Mal nominiert, der Bayerische Rundfunk ein Mal.

Der Preis wird in diesem Jahr von Georg Restle, dem Leiter und Moderator des WDR-Politmagazins "Monitor", auf der Hauptbühne des CSDs in Köln überreicht (am Samstag um 16.30 Uhr).

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®

Die drei Nominierungen:

"Vom Stigma, auf Frauen und Männer zu stehen" ist der Titel des Radio-Features, das in der Reihe Zeitfragen des "Deutschlandfunk Kultur" gesendet wurde. Autor Johannes Nichelmann gelinge es laut der Jury, in seinem Beitrag deutlich zu machen, "dass Bisexuelle als 'Minderheit in der Minderheit' vielfach ausgegrenzt werden" und das "sogar in der lesbisch-schwulen Community"
(Erstausstrahlung im Deutschlandfunk Kultur: 1. Februar 2018).

"Die letzte Bar für freie Liebe" – das ist der auf den ersten Blick poetisch anmutende Titel des Radiobeitrags von Maria Caroline Wölfle. Doch es geht tatsächlich um das letzte öffentliche Bollwerk schwul-lesbischen Lebens in Jerusalem. Die Autorin beschreibe "einfühlsam und mit feiner Beobachtungsgabe den Mut" der queeren Aktivisten (Erstausstrahlung im Deutschlandfunk Kultur: 11. Dezember 2017).

Die beste Freundin outet sich als trans – aus Steffi soll Henri werden. Christina Wolf begleitet in der Podcast-Serie "Transformer" den Prozess der Transition über zwei Jahre und liefere laut Jury so "nicht nur eine Momentaufnahme, sondern einen tiefen und bewegenden Einblick in Henris Seelenleben – und das der Autorin" (Erstausstrahlung auf Bayern 2: 20. bis 25. Februar 2018).

Der BLSJ vergibt den Preis seit 1998 jedes Jahr und würdigt damit besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über LGBTI. Benannt wurde die Auszeichnung nach Felix Rexhausen (1932-1992), einem schwulen Journalisten, Schriftsteller und Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty international.

Bereits im letzten Jahr konnte ein öffentlich-rechtliches Radio-Feature den Rexhausen-Preis gewinnen: Den ersten Preis erhielt die Reportage "Kampf und Flucht – Die Geschichte von Kirill und Jonathan", die von SWR 2 ausgestrahlt worden war (queer.de berichtete). (pm/dk)

Twitter / BLSJde | Die letztjährige Preisverleihung fand auf dem CSD Dortmund statt