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Preisverleihung im SchwuZ

Ilse Kokula gewinnt "Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit"

Erstmals ist in Berlin der von der von der Senatsverwaltung für Justiz ausgeschriebene Preis verliehen worden, der lesbische Sichtbarkeit erhöhen soll.


Der erste Preis für lesbische Sichtbarkeit wurde im Berliner Zentrum SchwuZ verliehen (Bild: LSVD)

  • 3. Juli 2018, 11:23h
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    SchwuZ

Die 74-jährige Pädagogin, Autorin und LGBTI-Aktivistin Dr. Ilse Kokula ist am Montagabend im Zentrum SchwuZ mit dem ersten "Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit" ausgezeichnet worden. Die Gewinnerin der von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vergebenen Auszeichnung konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Die Laudatio auf die Siegerin hielt die Aktivistin Stephanie Kuhnen, die im Frühjahr das Buch "Lesben raus! Für mehr lesbische Sichtbarkeit" veröffentlicht hatte (queer.de berichtete). Kuhnen saß auch in der fünfköpfigen Jury des Preises.

Kokula wurde in Schlesien geboren und lebt seit 1971 in Berlin. Als Forscherin hat sie bereits in den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren wegweisende Werke zur Gegenwart und Geschichte lesbischer Frauen publiziert, auf deren Grundlagen jüngere Forscherinnen in Geschichte, Soziologie, Psychologie und Literaturwissenschaft aufbauen konnten. Sie regte unter anderem die erste Gleichstellungsbeauftragte des Referats für gleichgeschlechtliche Lebensweisen des Berliner Senats an. Für ihr Engagement wurde sie 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Ilse Kokula ist die erste Gewinnerin des Preises für lesbische Sichtbarkeit (Bild: Sarita98 / wikipedia)

Die Senatsverwaltung hatte Kokulas Nominierung damit begründet, dass sie sich "viele Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die gesellschaftliche Anerkennung von Lesben" eingesetzt habe. "Immer wieder fordert sie dabei, dass Lesben und lesbische Lebensformen benannt und sichtbar gemacht werden", so die Behörde.

Neben Kokula waren auch DJ und Produzentin İpek İpekcioğlu ("DJ Ipek") und Schauspielerin und Kabarettistin Sigrid Grajek für den Preis nominiert. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wird zwischen allen drei Nominierten gedrittelt.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte die Notwendigkeit des Preises am Tag der lesbischen Sichtbarkeit im April damit begründet, dass lesbisches Leben zur Geschichte und Gegenwart der Stadt gehöre, aber bislang "nicht ausreichend gewürdigt" worden sei. Der Berlin Senat wolle sich damit "dem Verschwinden lesbischer Kultur" entgegenstellen. Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. (cw)

Wunderbar und bewegend! Heute Abend wurde der Preis für ?Lesbische Sichtbarkeit? ????? vom Justizsenator in Berlin…

Gepostet von Ulle Schauws am Montag, 2. Juli 2018
Facebook / Ulle Schauws

Gestern wurde der 1. Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit an Dr. Ilse Kokula verliehen, das Preisgeld aber…

Gepostet von LSVD Bundesverband am Dienstag, 3. Juli 2018
Facebook / LSVD Bundesverband