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Transphobe Gewalt vor der Moritzbastei

Leipzig: Transsexuelle Studentin an der Uni brutal angegriffen

Nach einem gezielten Schlag ins Gesicht musste die 22-Jährige mit einem Nasenbruch in der Notaufnahme versorgt werden. Der unbekannte Täter hatte sie zuvor aufgefordert, ihr Geschlecht zu entblößen.


Der Vorfall ereignete sich an der Leipziger Moritzbastei in der Nähe der Universität (Bild: Straktur / wikipedia)

Brutale transphobe Gewalt an der Uni Leipzig: Bereits am vergangenen Montag wurde eine transsexuelle Studentin von einem unbekannten Mann vor der Moritzbastei angegriffen und dabei verletzt. Darüber informierte jetzt der Student_innenRat (Stura) in einer Pressemitteilung.

Die 22-Jährige wurde nach eigenen Angaben gegen 18.30 Uhr in Anwesenheit einer befreundeten Kommilitonin von dem vorbeilaufenden Fremden zunächst nach ihrem Geschlecht gefragt und aufgefordert, ihren Intimbereich zu entblößen. Die Angesprochenen versuchten das Gespräch freundlich, aber bestimmt zu beenden. Der Täter reagierte darauf unvermittelt mit einem gezielten Schlag in das Gesicht der jungen Frau. "Als einzigen Grund für die Attacke sah der Angreifer offenbar die bloße Anwesenheit der transsexuellen Studierenden", so der Stura.

Die gesamte Eskalation spielte sich in einem Zeitraum von weniger als einer Minute ab. Im Anschluss ging der Angreifer unberührt in Richtung Augustplatz weiter.

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Passantinnen eilten der Studentin zu Hilfe

Fußgängerinnen in der Nähe waren durch das Geräusch des brechenden Nasenbeins aufgeschreckt worden und kamen zu Hilfe. Nach einer behelfsmäßigen Erstversorgung durch die hilfsbereiten Passantinnen fuhr die Studentin zusammen mit ihrer Freundin in die nächstgelegene Notaufnahme. Während der Wartezeit betrat der Angreifer ohne ersichtlichen Grund den Wartebereich, sah sich suchend um, erkannte sichtbar beide Frauen, lächelte und verließ das Krankenhaus.

Laut "Leipziger Volkszeitung" konnte die Freundin des Opfers vor der Uniklinik ein Foto des mutmaßlichen Täters mit ihrem Handy schießen, das sie am nächsten Tag der Polizei übergab. Die Verletzte erstattete Anzeige. Nach Angaben der Studentin war der Angreifer Mitte bis Ende 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und muskulös. Er sprach mit leicht sächsischem Dialekt. Bekleidet war er mit einem roten Kapuzenpulli, einer dunkelblauen bis schwarzen Hose, einem hellgrauen Basecap und schwarzen Schuhen mit weißer Sohle. Im Polizeibericht der Stadt Leipzig wurde der Vorfall bislang nicht vermeldet.

Der Student_innenRat der Uni Leipzig zeigte sich "entsetzt über die menschenverachtende Form und Brutalität des Übergriffes". In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Wir möchten uns ausdrücklich mit der betroffenen Kommilitonin solidarisieren. Wir verstehen den Vorfall als Ausdruck immer noch bestehender Intoleranz gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten." (cw)



#1 Patroklos
  • 04.07.2018, 10:29h
  • Berliner Verhältnisse in Leipzig! Hoffentlich wird der Täter so schnell wie möglich gefaßt und von der Uni geworfen!
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#2 GerritAnonym
  • 04.07.2018, 11:09h
  • "Im Polizeibericht der Stadt Leipzig wurde der Vorfall bislang nicht vermeldet."

    Wieso nicht? Wollen die wieder so lange warten, bis man ihn nicht mehr wiederfindet?

    Jetzt sollte möglichst schnell das Foto veröffentlicht werden, damit man diesen brutalen Täter möglichst bald findet und angemessen bestrafen kann. Auch um weitere Menschen zu schützen.
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#3 Rabauke76Anonym
  • 04.07.2018, 11:13h
  • Dem Opfer gute Besserung. Ganz prima, wie die anderen Studentinnen/ Stundenten reagieren. Die Polizei und deren Berichterstattung, was Leipzig betrifft, sollte nicht viel zu erwarzen sein.
    Aus persönlicher Erfahrung, ist man da sehr mies beraten, wenn man glaubt, diesen "Verein" intetessiert das!af4cd
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#4 GerritAnonym
  • 04.07.2018, 11:16h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Wie Dir bereits von zig Leuten tausendmal erklärt wurde:

    das sind keine "Berliner Verhältnisse", sondern DEUTSCHE VERHÄLTNISSE.

    Sogar Amnesty International kritisiert die hohe Mobbing- und Gewaltrate gegen LGBTI in Deutschland und dass die schwarz-rote Bundesregierung nichts dagegen unternimmt. Da sind andere westeuropäische Staaten viel weiter und viel engagierter.

    Dass man so oft von Berlin erfährt liegt einfach daran, dass die dortige Polizei dankenswerterweise solche Taten statistisch erfasst, während sie anderswo in Deutschland gerne unter den Teppich gekehrt werden. Das ist also kein Berliner Problem, sondern ein deutschlandweites.
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#5 PierreAnonym
  • 04.07.2018, 12:05h
  • Ich kann nicht verstehen, dass immer noch darüber diskutiert wird, ob es mehr Aufklärung an Schulen, einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, etc. geben soll oder nicht und wie konkret das auszusehen hat.

    Obwohl wir doch fast täglich sehen, wie dringend überfällig das ist.

    Vielleicht sollte die Politik einfach mal etwas weniger labern, sondern wirklich handeln.

    Oder muss es wieder erst mal Tote geben und dann kommen die ganzen Polit-Labertaschen mit Krokodilstränen und fragen scheinheilig wie es so weit kommen konnte, Ganz einfach: es kommt so weit, weil die nicht handeln.
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#6 ARWSTW
  • 04.07.2018, 12:06h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Hallo lieber Patroklos

    Ich glaube kaum das diese Hohlbirne die Universität je von innen gesehen hat.Das ist einfach nur ein sehr ungebildeter ungehobelter Mensch und eine Gefahr für die Menschheit.Ich hoffe das er bald gefasst wird und eine ORDENTLICHE Strafe bekommt.Der jungen Dame wünsche ich von ganzen Herzen das sie sich von diesem Schock erholt und das ihre Verletzungen schnellstmöglich heilen ausserdem alles Liebe und Gute.Liebe herzliche Grüße Annika Raffaela.
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#7 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.07.2018, 14:31h
  • Antwort auf #5 von Pierre
  • Du kannst das nicht verstehen? Ich helfe dir dabei:

    Dass immer noch darüber diskutiert wird, liegt daran, dass die Union blockiert. Die denken, seit das AGG festgelegt wurde, sei alles nötige getan (*augenroll*) "Und man könne ja Schadensersatzansprüche stellen" (*bitter-lach*)

    Ja, diejenigen, die uns verstehen, die sehen wie nötig unser Schutz ist - aber: diese Menschen sind entweder keine Politiker in der Bundesregierung, oder eben gar keine Politiker.
    Eine Mehrheit der Bürger in unserem Land wählen leider immer noch die Union, wenn diese Zahl auch zurück gegangen ist.

    Ja, einige Parteien würden gerne einiges tun, aber sie gehören eben der Opposition an und nicht der Bundesregierung. Das bedeutet, dass sie erstmal die Union davon überzeugen müssen, was tatsächlich wichtig ist. Wie die Union darauf reagiert, weißt du selbst.

    Solange die meisten immer noch die Union wählen, wird es auch nicht besser.
    Ich sage schon lange, dass es besser ist, die Grünen zu wählen, aber das sind ja angeblich laut einiger Personen (frei zitiert): ""Bio-Leute," die im "braunen" Baden-Württemberg verweilen."

    Und die LINKEN werden kaum gewählt, weil sie ja angeblich" mit Russland liebäugeln."

    Tja, wie soll es denn damit besser werden? Demokratie bedeutet, die Bürger wählen und dadurch bildet sich dann die Regierung.

    Wer sollte also etwas ändern??
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#8 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.07.2018, 14:36h
  • Gute Besserung an die Studentin. Nasenbeinbruch tut höllisch weh. Aber ich freue mich, dass der Täter fotografiert werden konnte.

    Ich hoffe, er wird bald gefunden und dann hat er eine Strafe verdient. Wer sich nach dieser Tat immer noch im Recht fühlt und lächelt, zeigt keine Reue - dementsprechend darf die Strafe dann verhängt werden.
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#9 Homonklin44Profil
  • 04.07.2018, 15:55hTauroa Point
  • ""Die 22-Jährige wurde nach eigenen Angaben gegen 18.30 Uhr in Anwesenheit einer befreundeten Kommilitonin von dem vorbeilaufenden Fremden zunächst nach ihrem Geschlecht gefragt und aufgefordert, ihren Intimbereich zu entblößen. ""

    Das lässt einen einfach sprachlos. 'Unter-menschlich', wäre der Begriff nicht schon so kackbraun besetzt.

    Hoffentlich läuft dieser Täter selber in eine ausgestreckte Faust! Sorry, aber was für verkrachte Existenzen draußen rumlaufen können, ist nicht zu fassen.

    Zeigt einmal mehr, warum diese GG-Ergänzung um die Merkmale Orientierung und sexuelle Identität so notwendig ist.

    Hoffentlich kann die junge Frau das einigermaßen wegstecken, und der Brutalomane wird erwischt.
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#10 lindener1966Profil
  • 04.07.2018, 20:26hHannover
  • Antwort auf #7 von von_hinten_genommen
  • Alle haben doch die Hose voll, weil ihnen die AFD im Nacken sitzt. AUCH bei einigen Grünen (Boris Palmer) oder bei den Linken (Wagenknecht) . Populismus verträgt sich nicht mit Minderheitenrechten, weil es als ein Luxusproblem von wenigen angesehen wird und man damit keinen Blumenpott gewinnen kann: Bloß sich nicht zu viel damit beschäftigen, sonst fühlt sich das "Volk" nicht genug beachtet.
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