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Transphobe Gewalt vor der Moritzbastei

Leipzig: Trans­sexuelle Studentin an der Uni brutal angegriffen

Nach einem gezielten Schlag ins Gesicht musste die 22-Jährige mit einem Nasenbruch in der Notaufnahme versorgt werden. Der unbekannte Täter hatte sie zuvor aufgefordert, ihr Geschlecht zu entblößen.


Der Vorfall ereignete sich an der Leipziger Moritzbastei in der Nähe der Universität (Bild: Straktur / wikipedia)
  • 4. Juli 2018, 06:22h 31 2 Min.

Brutale transphobe Gewalt an der Uni Leipzig: Bereits am vergangenen Montag wurde eine transsexuelle Studentin von einem unbekannten Mann vor der Moritzbastei angegriffen und dabei verletzt. Darüber informierte jetzt der Student_innenRat (Stura) in einer Pressemitteilung.

Die 22-Jährige wurde nach eigenen Angaben gegen 18.30 Uhr in Anwesenheit einer befreundeten Kommilitonin von dem vorbeilaufenden Fremden zunächst nach ihrem Geschlecht gefragt und aufgefordert, ihren Intimbereich zu entblößen. Die Angesprochenen versuchten das Gespräch freundlich, aber bestimmt zu beenden. Der Täter reagierte darauf unvermittelt mit einem gezielten Schlag in das Gesicht der jungen Frau. "Als einzigen Grund für die Attacke sah der Angreifer offenbar die bloße Anwesenheit der transsexuellen Studierenden", so der Stura.

Die gesamte Eskalation spielte sich in einem Zeitraum von weniger als einer Minute ab. Im Anschluss ging der Angreifer unberührt in Richtung Augustplatz weiter.

Passantinnen eilten der Studentin zu Hilfe

Fußgängerinnen in der Nähe waren durch das Geräusch des brechenden Nasenbeins aufgeschreckt worden und kamen zu Hilfe. Nach einer behelfsmäßigen Erstversorgung durch die hilfsbereiten Passantinnen fuhr die Studentin zusammen mit ihrer Freundin in die nächstgelegene Notaufnahme. Während der Wartezeit betrat der Angreifer ohne ersichtlichen Grund den Wartebereich, sah sich suchend um, erkannte sichtbar beide Frauen, lächelte und verließ das Krankenhaus.

Laut "Leipziger Volkszeitung" konnte die Freundin des Opfers vor der Uniklinik ein Foto des mutmaßlichen Täters mit ihrem Handy schießen, das sie am nächsten Tag der Polizei übergab. Die Verletzte erstattete Anzeige. Nach Angaben der Studentin war der Angreifer Mitte bis Ende 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und muskulös. Er sprach mit leicht sächsischem Dialekt. Bekleidet war er mit einem roten Kapuzenpulli, einer dunkelblauen bis schwarzen Hose, einem hellgrauen Basecap und schwarzen Schuhen mit weißer Sohle. Im Polizeibericht der Stadt Leipzig wurde der Vorfall bislang nicht vermeldet.

Der Student_innenRat der Uni Leipzig zeigte sich "entsetzt über die menschenverachtende Form und Brutalität des Übergriffes". In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Wir möchten uns ausdrücklich mit der betroffenen Kommilitonin solidarisieren. Wir verstehen den Vorfall als Ausdruck immer noch bestehender Intoleranz gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten." (cw)

#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 04.07.2018, 10:29h
  • Berliner Verhältnisse in Leipzig! Hoffentlich wird der Täter so schnell wie möglich gefaßt und von der Uni geworfen!
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#2 GerritAnonym
  • 04.07.2018, 11:09h
  • "Im Polizeibericht der Stadt Leipzig wurde der Vorfall bislang nicht vermeldet."

    Wieso nicht? Wollen die wieder so lange warten, bis man ihn nicht mehr wiederfindet?

    Jetzt sollte möglichst schnell das Foto veröffentlicht werden, damit man diesen brutalen Täter möglichst bald findet und angemessen bestrafen kann. Auch um weitere Menschen zu schützen.
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#3 Rabauke76Anonym
  • 04.07.2018, 11:13h
  • Dem Opfer gute Besserung. Ganz prima, wie die anderen Studentinnen/ Stundenten reagieren. Die Polizei und deren Berichterstattung, was Leipzig betrifft, sollte nicht viel zu erwarzen sein.
    Aus persönlicher Erfahrung, ist man da sehr mies beraten, wenn man glaubt, diesen "Verein" intetessiert das!af4cd
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