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Nach Ablehnung von Homo-Paaren

Kloster: Wir wollen "niemanden verletzen oder diskriminieren"

Nach der Öffnung der Ehe machte das Kloster Langwaden gegenüber dem Standesamt klar, dass es keine Homo-Hochzeiten auf seinem Gelände dulden werde. Man wolle aber auch niemanden diskriminieren, sagte jetzt der Klosterchef.


Das Kloster Langwaden wollte keine standesamtlichen Eheschließungen für Schwule und Lesben zulassen – nächstes Jahr darf deshalb niemand mehr heiraten (Bild: Klaus Erdmann / wikipedia)

  • 4. Juli 2018, 10:50h 14 2 Min.

Das Kloster Langwaden im nordrhein-westfälischen Grevenbroich hat sich am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite erstmals zum Streit um gleichgeschlechtliche Hochzeiten geäußert: Bruno Robeck, der Prior (Chef) des Klosters, erklärte in einem langen Text, man verhalte sich loyal zur theologischen Vorgaben, wolle aber niemanden diskriminieren.

Robeck reagierte damit auf die Meldung vom Wochenende, nach der die Stadt Grevenbroich eine seit 2007 bestehende Vereinbarung für standesamtliche Eheschließungen mit dem Kloster kündigte, weil die Zisterzienser-Mönche in ihrem Kloster keine gleichgeschlechtlichen Trauungen zulassen wollten (queer.de berichtete). Die Stadtverwaltung begründete ihre Entscheidung damit, dass sie als staatliche Verwaltung alle gleich behandeln wolle.

"Wir bitten um Verständnis für unsere Entscheidung"

"Die katholische Theologie sieht Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare nicht vor", so Robeck. Man könne die "Entscheidung der Stadt Grevenbroich, das Kloster nicht mehr als Ort für standesamtliche Trauungen anzubieten", verstehen und nachvollziehen. "Wir bitten jedoch um Verständnis für unsere Entscheidung, mit der wir niemanden verletzen oder diskriminieren möchten".

Der Text geht nicht näher darauf ein, warum vorher nicht auch andere laut katholischer Lehre geächtete Hochzeiten problematisiert wurden, etwa die Wiederheirat nach einer Scheidung. Robeck erklärte lediglich: "Wir stehen loyal zur gegenwärtigen theologischen Sachlage und beobachten interessiert weiterführende Fragen und Entwicklungen in unserer Kirche."

Zugleich kritisierte der Kloster-Chef die scharfe Debatte zu dem Hochzeitsstreit in sozialen Netzwerken, in der auch "Fehlinformationen" über das Kloster verbreitet würden. "Eine Polarisierung und gegenseitige Beschimpfung, wie sie jetzt in den sozialen Medien zu erleben ist, hilft niemanden, sondern schadet nur noch mehr, weil sie auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird", so Robeck. Die standesamtlichen Trauungen machten nur einen kleinen Bruchteil der Aktivitäten des Klosters Langwaden aus. Der Prior verwies auch darauf, dass das Kloster weiterhin "intensive Sozialarbeit" betreiben würde und sich "im interreligiösen und interkulturellen Dialog" engagiere. (dk)

-w-

#1 translationAnonym
  • 04.07.2018, 12:59h
  • "Die standesamtlichen Trauungen machten nur einen kleinen Bruchteil der Aktivitäten des Klosters Langwaden aus."

    Übersetzung: 'Es gibt doch wirklich wichtigeres als die Rechte einer kleinen, schrillen Minderheit...'

    "Der Prior verwies auch darauf, dass das Kloster weiterhin "intensive Sozialarbeit" betreiben würde"

    Übersetzung: 'Wir werden auch weiterhin dafür kämpfen, dass Emanzipation an allen Fronten zurückgedrängt wird!!!"

    "und sich "im interreligiösen und interkulturellen Dialog" engagiere."

    Übersetzung: 'Homo-Hasser aller Religionen und Länder: Vereinigt euch!!!"

    Da kann man mal wieder gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte!
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#2 Danny387
  • 04.07.2018, 13:05hMannheim
  • "Wir wollen niemanden verletzen oder diskriminieren, ABER ..."
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#3 stephan
  • 04.07.2018, 13:47h
  • Was der Pater Prior leider nicht verstanden hat, wenn er in einem Satz sagt "man verhalte sich loyal zur theologischen Vorgaben, wolle aber niemanden diskriminieren", ist das offensichtlich Faktum, dass genau diese beiden Dinge nicht zusammengehen. Wer sich an die 'theologischen Vorgaben' der römischen.-kath. Kirche hält, wird immer Minderheiten diskriminieren und sicherlich auch Menschen vor den Kopf stoßen, denen die Kirche noch etwas bedeutet ... soll es ja geben!

    Nebenbemerkung zum letzten Punkt: Die Zisterzienser leben nach der Regula Benedicti (Der Regel des Hl. Benedikt) und falls es dem Pater noch irgendetwas bedeutet, mag er doch im zweiten Kapitel der RB einmal nachlesen, dass er am Tag des Gerichts dem Herrn für alle Seelen Rechenschaft ablegen muss, die er verloren hat ! Aber wen kümmert das schon in der RKK? Wer glaubt denn da noch an das, was sie predigen!
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