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- 19. Juli 2005 1 Min.
Atlanta Neun Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf die Olympischen Spiele von Atlanta ist der Amerikaner Eric Robert Rudolph (38) im ersten von zwei Prozessen zu zwei Mal lebenslanger Haft ohne Recht auf Begnadigung verurteilt worden. Der Angehörige einer fundamentalen Sekte hatte auch einen Anschlag auf eine Lesben-Diskothekt verübt. Bei dem Prozess in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama ging es um den Anschlag auf eine örtliche Abtreibungsklinik im Jahr 1998, bei dem ein Polizist getötet und eine Krankenschwester schwer verletzt worden sind. Am 22. August muss der so genannte Atlanta-Bomber bei der Urteilsverkündung in einem zweiten Prozess in Atlanta (Georgia) mit weiteren lebenslangen Haftstrafen rechnen. Rudolph bekannte sich am 13. April schuldig, die Explosion einer mit Nägeln gefüllten Rohbombe im Centennial Olympic Park von Atlanta ausgelöst zu haben. Dabei waren eine 44-jährige Frau getötet und 111 weitere Personen verletzt worden. Im Atlanta soll er neben der Lesben-Diskothek auch in eine weiteren Abtreibungsklinik eine Bombe gelegt haben. Im Fall der "Otherside Lounge", bei der wie durch ein Wunder niemand getötet wurde, war es der Polizei in letzter Sekunde gelungen, eine zweite Bombe auf dem Parkplatz zu entschärfen, auf dem sich die Leute aus dem Club gerettet hatten. Rudolph hat alle vier Taten gestanden, was ihm die Todesstrafe erspart. (nb/pm)














