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Kommentare zu:
Scharfe Kritik nach transphobem Protest beim CSD London


#1 fassungslosAnonym
  • 09.07.2018, 12:59h
  • ich bekomme den eindruck, dass zumindest diese lesben nicht teil der (L)GBT*IQ-gemeinschaft sind, sondern eher zur SA-fraktion (schwanz-ab-fraktion) von alice schwarzer und kumpaninnen gehören.
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#2 UngiftedAnonym
  • 09.07.2018, 13:15h
  • So schockiert ich von den Bildern bzw. dem Video vom LondonPride war...

    ...unter dem Hashtag #LWithTheT finden sich so viele tolle pro trans Statements von cis lesbischen Frauen, die sich deutlich von den Aussagen der terf-Gruppe, dass sie damit im Endeffekt das Gegenteil davon erreicht haben, was sie erreichen wollten. Die Frauen, die sich mit Ihren trans Schwestern solidarisieren sind glücklicherweise in der Überzahl.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 09.07.2018, 13:16h
  • Tja, da wird mehrmals negativ über Baden-Württemberg berichtet und in London sieht es beim CSD offensichtlich weitaus schlimmer aus.

    Ich freue mich auf den CSD in Stuttgart, da gibt es diese Problematik nicht.
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#4 LondonbonbonAnonym
  • 09.07.2018, 13:27h
  • Antwort auf #3 von von_hinten_genommen
  • "Da gibt es diese Problematik nicht."

    Nun, in Deutschland wird über T einfach kaum geredet.

    In England wird ähnlich hitzig darüber geredet wie in den USA, nur anders. In den großen Medien läuft ein regelrecht bösartiger Shitstorm gegen T. Und wie man ja weiß - kaum ist etwas "salonfähig" geworden, wird es überall rausposaunt als sei menschenbezogener Hass eine legitime Meinung.

    In England geht es wirklich ziemlich brutal zu, gerade auch TERF-Diskussionen.
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#5 von_hinten_genommenAnonym
#6 GerritAnonym
  • 09.07.2018, 13:48h
  • Ein trauriges Beispiel, dass auch manche Lesben nicht solidarisch zu anderen LGBTI-Gruppen stehen, sondern transphob sein können.

    Spätestens wenn sie behaupten, Transfrauen seien Männer, die nur vorgeben Frauen zu sein, um Frauen vergewaltigen zu können, wird es nicht nur absurd, sondern menschenverachtend. Das ist extremst transphob und sie tun so, als gäbe es das gar nicht.
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#7 AuntieBiotic
  • 09.07.2018, 13:54h
  • Offenbar gehen manche Frauen davon aus, sie dürften sich unwidersprochen z.B. als "Männerhasserin" bekennen und jeden Menschen, der einen Penis hat, automatisch und ausschließlich als "Täter" bezeichnen.

    Ich selbst hatte schon das Vergnügen, mich mit einer hochrangigen Vertreterin dieser Garde persönlich zu unterhalten. Natürlich sind solche Gespräche mit solchen Leuten völlig zwecklos, da sie männlich gelesene Personen (unabhängig davon, ob diese sich selbst als männlich identifizieren oder nicht) grundsätzlich weder akzeptieren noch respektieren. So muss man sich von solchen Leuten z.B. auch sagen lassen, dass Schwule nicht diskriminiert werden, sondern auf Grund der Tatsache, dass sie Männer sind, immer eine hegemoniale Position einnehmen.

    Von einer Teilhabe an einer LGBT*IQ-Community sehe ich solche Personen relativ weit entfernt - hassen sie doch so viele andere Community-Mitglieder, die anders sind als sie, nur weil sie anders sind als sie.

    Ich finde es unglaublich schade und auch bedenklich, dass manche superradikalen Frauenkreise meinen und auch öffentlich kundtun, sie seien die einzigen, die WIRKLICH diskriminiert würden, und Menschen aller anderen Facetten der Community täten quasi nur so, als würden sie unter Diskriminierungen leiden.

    Diese Frauen also als wahre und einzig Diskriminierte.

    Natürlich darf niemand im Gegenzug sagen, er_sie sei ein "Frauenhasser". (Ich bin übrigens auch keine_r). Aber "Männerhasserinnen" werden akzeptiert, ihnen wird im Einzelfall höchstens mal ein wenig auf die Finger geklopft, aber ansonsten dürfen sie weiter als explizite Männerhasserinnen innerhalb der Community agieren.

    Ich finde das unfair, unsolidarisch und unverschämt. Und das macht es mir nicht gerade leichter, solchen Menschen gegenüber fair und solidarisch zu sein.

    Schade um den Zusammenhalt einer Community, den wir heute wieder dringender brauchen als in manchen der letzten Jahre.
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#8 DasaAnonym
  • 09.07.2018, 14:55h
  • Es gibt halt viel Missgunst in der queeren Szene.
    Das ist aber nicht nur eine Sache zwischen Lesben und Transfrauen. Auch schwule Männer reagieren oft ungehalten auf Transmänner. Es gab eine Diskussion bei Datalounge bei der die mehrheitliche Meinung der ( überwiegend Schwulen Kommentatoren) war, dass transmänner keine richtigen Männer sind. ähnliche Vorurteile wurden bedient, wie radikale Lesben sie gegenüber Transfrauen haben.
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#9 MK1990Profil
  • 09.07.2018, 15:59hEssen
  • "Leider konnten wir sie nicht als Gruppe ausschließen, da ihr Protest keine Straftat darstellte."

    Verstehe ich nicht, wenn ich eine Veranstaltung organisiere, kann ich doch entscheiden, wer mitmachen kann, oder verstehe ich da was falsch?
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#10 von_hinten_genommenAnonym
  • 09.07.2018, 16:22h
  • Antwort auf #9 von MK1990
  • Ich denke schon, dass sie hätten ausgeschlossen werden können. Denn wenn innerhalb der LSBTTIQ eine Gruppe die andere so offensichtlich und eindeutig diskriminiert, dann sollte das Orga Team sie aus gutem Grund ausschließen. Der CSD Grundsatz ist durch diese Demo zerstört worden.
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#11 TraumzerstörerYnAnonym
  • 09.07.2018, 16:27h
  • Ein weiterer Grund warum ich diese Szene, den CSD und diesen ganzen albernen Identitäts-Kult meide.

    Da geht es nicht um Fakten, auch nicht um Menschen, nicht um Bedürfnisse, sondern um diese albern Ersatzreligion "Identitätskult" die irgendwie die verlorengagangene Ethnische Zugehörigkeit ersetzen soll.

    Frau als Rasse quasi, Women as Folk. Heulen darüber das man ihnen etwas wegnehmen würde, was man ihnen garnicht wegnehmen kann, grauenhaft und albern.

    Wer sich äußerlich so herrichtet, das andere Menschen einen als Mann lesen, darf sich darüber nicht beschweren. Villeicht hilft ja ein T-Shirt, auf dem groß "True XX Lesbian" steht im Alltag, um Verwechselungen zu vermeiden.
    Das tragen ist aber erst erlaubt, wenn man das ärztlich auf Papier hat mit dem XX.

    Vor solchen Damen habe ich ehrlich gesagt, keinen Respekt, fuck you!
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#12 Shinkaishi
  • 09.07.2018, 17:01h
  • Das erinnert mich an diesen alten Comicstrip:

    www.transadvocate.com/wp-content/uploads/2013/09/transphobia
    _mistake.jpg


    Ganz ehrlich, das ganze ist nicht neu, im Gegenteil, das Problem ist ausgesprochen alt.
    Nur war der Animus meist deutlicher gegen schwule Männer und Männer im allgemeinen gerichtet.

    Ich bin sehr dafür, dass sich die entsprechenden Damen selbst organisieren, das steht jedem frei. SIe können dann ihre eigenen feministisch lesbischen Märsche abhalten.

    Ich finde es nur sehr apart, das gerade die Gruppierung, die insgesamt am wenigsten rechtliche Diskriminierung oder offene Gewalt erfahren hat, sich nun als besonders diskriminiert darstellt.

    Transfrauen werden weitaus häufiger Ziele von Hassverbrechen und Gewalt, gerade WEIL die Angreifer die Einstellung dieser TERFs teilen und sie somit auf genau die Weise "abgestraft" werden, wie viele Gesellschaften es mit Männern tun, die durch Homosexualität oder Transsexualität nicht die gesetzten Erwartungen erfüllen wollen, die von ihrer Gesellschaft an sie gestellt werden.

    Niemand zwingt Lesben im allgemeinen dazu, gegen ihren Willen mit Transfrauen zu verkehren. Wir haben bereits alle Rechtsmittel, die dafür nötig sind, um einen eventuellen Versuch dieser Art zu ahnden.
    Bei generellen Anschuldigungen gegen eine ganze Gruppe aufgrund der Taten einzelner sollte man sehr vorsichtig sein. Es gibt keine kollektive Schuld.
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#13 SchwulerMannAnonym
  • 09.07.2018, 18:24h
  • Cis-Lesben können nicht mit Cis-Heteromännern, Cis-schwulen Männern, nicht Cis-Heteromännern, nicht Cis-schwulen Männern, Cis-Transfrauen, nicht Cis-Transfrauen, Cis-Transmännern, nicht Cis-Transmännern, Cis-heterosexuellen Frauen, nicht Cis-heterosexuellen Frauen.........
    Einfach alle Scheiße, die restlichen 99,5 %
    Was ist eigentlich mit der Unterdrückung von nicht Cis-Lesben durch Cis-Lesben?
    Warum ist das noch kein Thema?
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#14 ursus
  • 09.07.2018, 19:43h
  • schau an, da haben auch ein paar vollverstrahlte lesben den trick entdeckt, anderen menschen absichtlich volle kanne in die fresse zu treten und sich dabei auch noch selbst als opfer zu gerieren. das ist einer der ekelhaftesten zwischenfälle innerhalb der community, von denen ich seit langem gelesen habe.

    und hey, ich lese sogar die kommentare bei queer.de!

    diese art von "L" darf sich meinetwegen lieber gestern als heute aus der community selbst ausschließen. dann sollen sie aber konsequenterweise einsehen, dass man sie bei community-veranstaltungen, die für solidarität und nicht für hass und hetze stehen, natürlich hochkant rausschmeißen muss. diese menschenverächterinnen dürfen das nächste mal keinen fuß auf den boden kriegen.
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#15 la_passanteAnonym
#16 Alice
  • 09.07.2018, 20:40h
  • Antwort auf #7 von AuntieBiotic
  • Wie es scheint sind es nur wenige, die sich da hervorgetan haben.
    Es fällt vielen schwer Trans*Sein zu verstehen oder zu akzeptieren und die falschen Annahmen dabei sind meist die selben:
    Er will eine Frau sein. Sie will ein Mann sein. Ein Penis macht einen Menschen zum Mann und Brüste einen zu einer Frau. Falsche Voraussetzungen.
    Komisch ist, dass vielen Kindern ihr Trans-Sein in sehr jungen Jahren schon deutlich bewusst ist. Sie merken jeden Tag beim Umgang mit anderen Kinder zu welcher Gruppe sie grob gehören und dass sie wohl den falschen Körper erwischt haben um dieser Gruppe eindeutig angehören zu dürfen.
    Möchte man da allen Ernstes behaupten dass die Kinder nur deswegen so fühlen um später die lesbische bzw. schwule Community unterwandern zu können.
    Es ist insgesamt einfach nur Unsinn was die Aktivistinnen da von sich geben.
    Eine Wahrheit zeigt dieses Vorkommnis auch deutlich: LSBTTIQ* ist KEINE gesellschaftlich homogene Gruppe, die über alles erhaben ist! Wir sollten nach "innen" unseren Prinzipien treu sein und Diskriminierung und Ungleichbehandlung erkennen und dieser entgegenwirken. Das heißt nicht, dass wir alle gleich werden, es sind gerade die Unterschiede die uns ausmachen. Diese Unterschiede sind auch die Herausforderung.
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#17 Homonklin44Profil
  • 09.07.2018, 21:24hTauroa Point
  • Da soll sich noch einer auskennen.

    Das Ding ist, wenn man sich in der LGBTIQ* gegenseitig bekämpft, wundern sich auch alle Außenstehenden, was das soll, und LGBTIQ* Ernst zu nehmen, wird erschwert. Dass eine Minderheit die andere(n) nicht abkann, kann vorkommen. Dann kann man's für sich im Stillen leben, sieht man etwa die hypermaskulinen Schwulen, die nur in einer maskulinen Welt leben wollen, mit Anti-Frauen-Schildern herum rennen? Grade in der eigenen Minderheit müsste man es doch irgendwann gerafft haben, was Ausgrenzung heißt.

    Sich aufdrängende Menschen werden wohl auch in allen Gruppen vereinzelt vorkommen. Denen kann man in der Regel aber die Tür weisen, und den Grad des Betrunkenseins feststellen.
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#18 Robert NiedermeierAnonym
#19 Alexander_FAnonym
  • 10.07.2018, 02:26h
  • Antwort auf #11 von TraumzerstörerYn
  • Volle Zustimmung. Wenn es aber auch schon islamische Feministinnen, schwule Putinfanboys und sonstiges gibt, wundert es mich kaum noch, dass solche Schießbudenfiguren wie die hier beschriebenen sich auch in die Öffentlichkeit drängen.

    Manchen in unserer Community geht es wohl einfach echt zu gut, wenn sie meinen, solche Seperatismusbewegungen seien die wichtigste aller Sorgen.
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#20 schwierigAnonym
  • 10.07.2018, 05:10h
  • Zu Beginn des Artikels dachte ich, was für ein Unsinn. Aber die Gruppe hat einen Punkt getroffen. Geschlechteridentität betrifft alle, Gruppen und ihre Mitglieder müssen ihre Identität neu überdenken. Ich glaube, das viele Menschen, alle Transpersonen in einen Topf werfen wollen. Damit werden wir dem Individuum aber nicht gerecht. Ich als cisgender Schwuler nehme erst seit einigen Jahren die Vielfalt T-Community wahr. Ich musste feststellen, dass mein handeln und denken sehr auf mein cisgender sein beschränkt war, z.B. binäre Geschlechteridentität.
    Ich verstehe das Ansinnen der Lesbengruppe und auch Ihre Motive sind ja klar nachzivollziehen, es ist wichtig, das zu akzeptieren. Aber die Community muss dafür sorgen, dass Gruppen wie diese auch mit der Community verbunden bleibt.
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#21 Gerlinde24Profil
  • 10.07.2018, 05:19hBerlin
  • Der Vorwurf ist nicht neu. Schon Janice Reymond, eine Ex-Nonne, erhob diese unbegründeten Vorwürfe in ihrem Buch "The Transsexual Empire", indem sie unter anderen lesbischen Transfrauen vorwarf, Steigbügelhalter der Patriarchats zu sein, indem sie in Frauenräume "eindringen" (englisch - PENETRATE) würden. Sie definieren Frauen als Person, die als Frau geboren und sozialisiert wurden, und grenzen Transfrauen aus. Hab ich selber oft erlebt.
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#22 Gerlinde24Profil
#23 fassungslosAnonym
  • 10.07.2018, 10:20h
  • Antwort auf #22 von Gerlinde24
  • es scheint mir geradezu absurd zu sein, gegen zahlenmäßige dominanz zu demonstrieren.
    quantitative, und evtl. auch inhaltliche, dominanz "der anderen" ist in diesem fall nichts weiter als das resutat eigenen phlegmas.
    nicht destruktiv rumnörgeln, sondern konstruktiv selber mitmachen!
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#24 LGBH0TTNZProfil
#25 DimaAnonym
  • 10.07.2018, 10:56h
  • Nach den Worten: "Transfrauen find Männer" sollte man als Vernunftbegabter aus der Unterhaltung aussteigen, denn da wurde von der Aktionsgruppe ja ganz offensichtlich etwas (absichtlich) nicht verstanden. Und wenn jemand als Gruppe bei einer politischen Demonstration teilnehmend, darf man wohl verlangen, dass sie sich thematisch informieren und nicht so einen Blødsinn von sich geben.
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#26 CynthEhemaliges Profil
  • 10.07.2018, 11:30h
  • Ziemlich traurig. Dass man sie nicht habe rauswerfen können, kaufe ich den Leuten allerdings nicht ab. Es sollte irgendwo einen Veranstalter geben, und wer bei 50000 Bewerbern 20000 sagen konnte, dass sie leider nur zuschauen dürfen, dürfte sich seines Haus- und Mitbestimmungsrechts soweit bewusst genug sein, dass man erwarten könnte, auch zum Start der Parade eine falsche Auswahl Eingeladener noch zu ändern.

    Ich kann aus persönlicher Erfahrung wirklich gut nachvollziehen, dass das Aufwachsen als Frau, und auch als jemand, der der Kategorie "Frau" zugeordnet wird, mit Angst vor Männern und männlicher Gewalt einhergeht, auch sexueller Gewalt, die leider häufig in einem subtilen Bereich beginnt, gegen den kein Gericht der Welt etwas ausrichten kann.
    Bloß: Bei allem Verständnis für Ängste zeugt es nicht bloß von einem extremen Mangel an Empathie, sondern auch an genereller Urteilsfähigkeit, sich als Projektionsfläche für diese Angst ausgerechnet eine ohnehin schon häufig angegriffene, ausgegrenzte, marginalisierte Personengruppe auszusuchen, die Ziel genau derselben Gewalt ist, statt sich mit dem wirklichen Problem auseinanderzusetzen, dem gegenüber man vergleichsweise ohnmächtiger ist: Einer zur Zeit erstarkenden, konservativen Heteronormativität, die sich nicht zu schade ist, Vergewaltigungsopfern grundsätzlich Falschaussage und Selbstverschulden vorzuwerfen, während Tätern jederzeit Verständnis dafür sicher ist, dass man das wohl doch noch dürfen und das Opfer sich nicht so anstellen solle.
    Diese Leute, und das sind ziemlich häufig heterosexuelle Cis-Männer, sind dieselben, die sich das Recht herausnehmen, insbesondere Transfrauen gegenüber gewalttätig zu werden, weil sie in ihnen den lebenden Verrat an ihrer hochheiligen Normativität und ihren Werten sehen. Und an die Seite solcher Typen stellen sich jetzt also Lesben im Namen eines CSD.
    Sorry, aber noe - die gehören rausgeschmissen und nicht wieder eingeladen.

    Irgendein Nachwort zum an die Wand gemalten Horrorszenario vom aggressiv-konservativen Cis-Mann, der sich an der Tür als Transfrau ausgibt, um ein Frauentreffen zu sprengen? Hm, einfach mal ein bisschen gesunden Menschenverstand einschalten. Der würde u.a. daran erinnern, dass das Problem selbst in diesem Weltuntergangsszenario keine Transfrau ist. Aber dass das in der betreffenden Gruppe tatsächlich so häufig vorgekommen wäre, dass es als Anlass für solche Hass-Parolen getaugt hätte, kann ich mir nicht einmal vorstellen. Wahrscheinlich hat ein Großteil dieser protestierenden Frauen sich noch nie im Leben die Mühe gemacht, mal reale Transpersonen kennenzulernen.
    Solchen blinder Hass steht vielleicht einer AfD und Konsorten gut an, die sich regelrecht schmücken damit, und das brauchen, um ihre kleine Welt vorm Zusammenbruch zu bewahren. In einer Community, deren Mitglieder am eigenen Leib oft genug erfahren, wie sich Diskriminierung anfühlt, sollte man sich das wirklich schenken.
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#27 von_hinten_genommenAnonym
#28 von_hinten_genommenAnonym
#29 fassungslosAnonym
#30 Nick234Anonym
  • 10.07.2018, 14:24h
  • Antwort auf #1 von fassungslos
  • Manche Transrechtler sind aber auch radikal in ihren Aussagen. Musste ich heute wieder in einer Diskussion erfahren:
    ur a gay man so ur attracted to boys, and saying that u wouldn't be attracted to a boy w vagina is transphobic cause ur not attracted to genitals ur attracted to genders.
    :-/
    Sehe ich anders, ich bin nicht transphob nur weil ich nicht auf Vaginas stehe...auch nicht wenn sie einem Transmann angehören. Das hat was mit fehlender sexueller Attraktion auf weibliche Körperteile zutun und nicht mit Phobie.
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#31 fassungslosAnonym
#32 GronkelAnonym
  • 10.07.2018, 19:50h
  • "Die queere Community wolle Lesben zwingen, "den Penis als weibliches Organ" zu akzeptieren, hieß es darin."

    Naja, die Auswirkungen des zugrunde liegenden 'Kampfes' hat schon viele Menschen irritiert.
    So stoßen viele Menschen an ihre Akzeptanzgrenze wenn es beispielsweise um All-Gender Klos geht. Der im Artikel beschriebene Vorfall wird ähnlich gelagert sein.
    Wobei mich die maßlosen Anschuldigungen von Vergewaltigungskultur und "Trans-Aktivismus löscht Lesben aus" wiederum maßlos abstößst.
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#33 CynthEhemaliges Profil
  • 11.07.2018, 10:57h
  • Antwort auf #23 von fassungslos
  • "quantitative, und evtl. auch inhaltliche, dominanz "der anderen" ist in diesem fall nichts weiter als das resutat eigenen phlegmas."

    Es hat mit Phlegma nichts zu tun, wenn man keine Lust darauf hat, das Quoten-X zu sein, sei das die Quoten-Lesbe oder die Quoten-Transe in einer ansonste rein schwulen Runde, oder einer ansonsten reinen Cis-Gruppe.
    Vor allem, wenn man damit rechnen muss, in dem Rahmen mit genau denselben Vorurteilen und -annahmen umgehen zu müssen, mit denen man sich schon in der komplett heteronormativen Mehrheit ständig herumschlägt.

    Dass man sich bei Oberbegriffen wie LGBT*IQA oder queer mitgemeint fühlen soll, ändert leider nicht unbedingt viel daran, dass man im konkreten Fall eine Minderheit innerhalb der Minderheit ist, und im Zweifelsfalle meistens sehr einsam dasteht, wenn jemand in dem Kontext meint, seine Urteile oder Vorurteile über einem ausbreiten zu müssen.
    Man macht sich verwundbarer, wenn man sich als Subminderheit in einen queeren Rahmen begibt, zumindest mir geht das so. Eine Garantie dafür, dass deswegen irgendwie mehr Rücksicht genommen würde als sonst, bekommt man aber von niemandem, und eigentlich ist man besser dran, wenn man darauf auch nur sehr bedingt spekuliert.

    Ich tu mir das im realen Leben also häufig nicht an, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich an den Wunden, die ich von sowas davontrage, ungemein viel länger zu knabbern habe als an einem Dutzend trans- und homophober Kommentare, die man bspw. auf Nicht-LGBT-Seiten beinahe immer ertragen muss, wenn entsprechende Themen aufkommen.
    Ob und in welchem Rahmen man sich das geben will, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Nicht bloß aus dem Recht auf Faulheit und Erholung, das auch und gerade Angehörigen von Minderheiten zusteht, sondern als häufig schlichtweg notwendiger Selbstschutz.

    Ist schon richtig, dass man den Mund aufmachen sollte, wenn man Rechte will. Aber dafür, dass man einer Minderheit angehört, kann man erstmal nix, und hat auch keine angeborene Verpflichtung dazu, umso häufiger anwesend und tätig zu sein, bloß damit der Minderheitenstatus nicht ganz so offensichtlich ist. Und ob man bereit dazu ist, Präsenz zu zeigen, hängt auch ein wenig von den Erfahrungen ab, die man mit der gerade vorherrschenden Mehrheit macht.
    Ich brauch als Transmann nicht oft unwidersprochen hören, wie eklig gewisse Aspekte von Frauenkörpern sind, um mir in der Folge zweimal zu überlegen, ob ich heute Lust darauf habe, das ertragen zu müssen, ehe ich zu einem Schwulentreffen gehe - Probleme mit meinem Körper hab ich schon genug. Das ist ein bisschen wie mit den negativen Reaktionen beim Händchenhalten von Homo-Pärchen: Einmal ein Dutzend schräger Blicke und ein, zwei aggressive Kommentare kassiert, vielleicht auch abschätzende Bemerkungen von bis dato positiven Bekannten, und man wird sich für sehr lange Zeit Gedanken machen, ehe man sich sowas nochmal wagt.

    Wie es Lesben damit geht, wie Schwule teilweise über Frauen sprechen, oder was es für Transfrauen heißt, wenn man ihnen mit der Prämisse Transfrau = Penis = ekliges Vergewaltigungsorgan begegnet, darüber kann ich bloß spekulieren. Aber sagen wir mal so: Dass Schwule mit ihrem Ekel vor Vaginas nicht hinterm Berg halten, finde ich zumindest schon belastend. Dabei bin ich mir darüber im Klaren, dass das im Vergleich zum Penishass mancher Feministinnen noch relativ harmlos ist.
    Ich bin sehr wohl der Ansicht, dass es in der Übergruppe LGBT+ genügend gemeinsame Ziele gibt, um möglichst geschlossen auftreten zu wollen. Aber wenn hier Kritik an vorgeblich selbstverschuldeter, mangelnder Präsenz aufkommt: Ob man als in dem Fall relative Mehrheit auch Schutzraum für Subminderheiten bzw. andere Minderheiten ist oder sein möchte, muss sich innerhalb der Mehrheit entscheiden. Das stellt leider auch Anforderungen, bei denen man bereit sein müsste, sich zurückzunehmen: Empathisch zu sein, sich im Vorhinein zu überlegen, was verletzend sein könnte, und auf Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen, selbst wenn es nicht die eigenen sind oder man sich vielleicht schwertut, die überhaupt nachzuvollziehen.
    Sowas sind Dinge, die man nicht als die Minderheit bestimmen kann - aber bei denen man mit den Konsequenzen leben muss, besonders wenn die unangenehm sind.
    Ein bisschen Verantwortung hat man insofern sehr wohl auch dann, wenn es mal nicht um den eigenen Karren geht.
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#34 CynthEhemaliges Profil
  • 11.07.2018, 11:34h
  • Antwort auf #30 von Nick234
  • Na, schau an, und den Kommentar hatte ich vorm Verfassen des Nümmerchens davor nichtmal gelesen.

    Aber naja, wenn in einem schwulen Kontext trans* thematisiert wird, ist es schließlich bloß eine Frage der Zeit, bis das Thema aufkommt.
    Ist hier tatsächlich bloß partiell OT, denn im Prinzip steckt dahinter das schwule Spiegelbild dessen, was da kritisiert wurde. Weswegen ich ehrlich gesagt auch positiv überrascht davon bin, wie deutlich die Tendenz bislang dahin geht, der Kritik zuzustimmen, und nicht den Lesben.

    Dass "ich bin schwul" ein Synonym ist zu "ich steh auf Penisse", begreift unsereins meistens nach dem zweiten oder dritten Promi-Outing, in dem das in Interviews so formuliert wird. Ich kann versichern, man hat uns innerhalb der ersten paar Monate auch schon mehr als einmal persönlich drauf hingewiesen. Man braucht es uns nicht JEDES Mal unter die Nase reiben, echt nicht. So lernfähig sind die meisten von uns dann doch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#35 fassungslosAnonym
  • 11.07.2018, 14:09h
  • Antwort auf #33 von Cynth
  • dein kommentar ist übelste täterinnen-opfer-umkehr. es sind hier die lesben, die eine minderheit, nämlich trans*, diffamieren, ausgrenzen, mundtot und unsichtbar machen wollen. das ist nahe am nazitum mit der künstlichen überhöhung der weiblichen rolle.

    wenn diese lesben nicht teil einer gruppe sein wollen, dann müssen sie sich vom acker machen. das soziale unvermögen, die im sozialwissenschaftlichen sinne asozialität, bleibt allerdings an diesen lesben kleben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »

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