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Stuttgart

Kretschmann: Regenbogen­fahne auf Schloss war rechtswidrig

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann räumte nach fünf Jahren einen "klaren Rechtsverstoß" beim Stuttgarter CSD ein.


Hirsch und Greif, die Schildhalter des baden-württembergischen Landeswappens, hissten 2013 die Regenbogenflagge auf der Kuppel des Neues Schlosses in Stuttgart, in dem heute das Finanz- und Wirtschaftsministerium untergebracht ist (Bild: Alexander Schmitt / DigitalDesignTeam)
  • 10. Juli 2018, 11:56h 8 2 Min.

Das Hissen der Regenbogenfahne auf Stuttgarts Neuem Schloss im Jahr 2013 war nach den Worten des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) ein "klarer Rechtsverstoß". Die Flaggenverordnung erlaube auf landeseigenen Gebäuden lediglich die Europa-, die Deutschland- und die baden-württembergische Fahne, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Ausnahmen seien in dieser Verordnung nicht vorgesehen.

Neufassung der Flaggenverordnung angekündigt


Die CDU hatte die Flaggenhissung vor fünf Jahren als "unwürdig und dumm" verurteilt

Anlass für die Äußerung des Ministerpräsidenten ist der Streit um die badische Flagge auf dem Schloss in Karlsruhe. Jahrelang wehte dort das gelb-rote Tuch, nun wurde das vom Land mit Verweis auf die Flaggenverordnung verboten. Kretschmann stellte aber in Aussicht, dass in einer künftigen Fassung der Verordnung die Möglichkeit vorgesehen wird, dass der Ministerpräsident Ausnahmen genehmigt.

Die Regenbogen­fahne war im Juli 2013 auf Initiative des damaligen Finanzministers Nils Schmid (SPD) anlässlich des Christopher-Street-Days in Stuttgart auf dem Neuen Schloss gehisst worden. Schon damals hatte die CDU die Rechtmäßigkeit infrage gestellt. Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Winfried Mack hatte die Hissung sogar als "unwürdig und dumm" bezeichnet (queer.de berichtete).

"Auf das Neue Schloss in Stuttgart gehört nur die Fahne von Baden-Württemberg mit dem großen Landeswappen", kritisierte Mack damals. "Wer diesen Ort heute einer Interessengruppe überlässt, kann ihn morgen auch einer Firma oder einer politischen Gruppierung überlassen. Es gibt in einem freiheitlichen Land für CSD und alle anderen genügend andere Fahnenmasten", so Mack weiter.

Wegen der Kritik hatte aber auch der Stuttgarter CSD die Hissung kritisiert. "Mit etwas Abstand betrachtet und abseits aller Euphorie über die diese symbolische Geste sollten wir uns aber ganz offen fragen, ob ein solcher Sonderweg – auf dem Neuen Schloss wehen üblicherweise keine Verbandsfahnen, sondern nur EU-, Bundes- oder Landesflaggen – auf unser gemeinsames Ziel uneingeschränkt einzahlt: nämlich die gesamte Gesellschaft für mehr Akzeptanz gegenüber LSBTTIQ-Menschen zu sensibilisieren", so der CSD damals. (epd/cw)

Direktlink | Der CSD Stuttgart veröffentlichte 2013 ein Video von der Flaggenhissung
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-w-

#1 PierreAnonym
  • 10.07.2018, 16:57h
  • Dann erwarte ich aber auch, dass bei Staatsbesuchen, Papstbesuchen, etc. auch keine entsprechenden Flaggen mehr wehen...
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#2 YvesAnonym
  • 10.07.2018, 17:48h
  • Antwort auf #1 von Pierre
  • Flaggen anderer Staaten wehen immer vor den offiziellen Gebäuden, nicht auf ihnen, glaube ich. Und der Hassprediger aus dem Vatikan tarnt sich immer als Staatsoberhaupt seines autokratischen Despotenkleinststaates. Nur aufgrund dieser hinterriebenen List durfte er überhaupt im Bundstag sprechen, was dann allerdings wie erwartet in eine Predigt ausartete, die natürlich von CDSU und Grünen zu Tränen gerührt beklatscht wurde.
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#3 KreitschAnonym
  • 10.07.2018, 18:11h
  • Kretschmann ist in etwa so grün wie eine dünne Schicht Gras, die auf einem alten, braunen Dunghaufen gewachsen ist.
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