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Biografien

Was Frauen in der Wissenschaft bewegt haben

Kathrine Johnson, Florence Bascom, Rosalind Franklin und Esther Lederberg gehören zu den kaum bekannten Forscherinnen, die in ihren Fachgebieten einen wirklich wichtigen Beitrag geleistet haben.


Katherine Johnson berechnete die Flugbahnen für das Mercury-Programm und den ersten bemannten Flug zum Mond (Bild: NASA/Sean Smith / wikipedia)

  • 13. Juli 2018, 16:09h, noch kein Kommentar

Eigentlich ist es eine reine Männerdomäne, Politik, Wissenschaft und andere Themen sind fest in der Hand des männlichen Geschlechts, doch wie so oft gibt es auch in der Wissenschaft eine Menge Frauen, die sich vielleicht keinen Namen gemacht haben, aber dennoch einen wirklich wichtigen Beitrag geleistet haben.

Wir wollen heute einen Blick auf einige dieser unbekannten, aber dennoch wichtigen Namen werfen, die man in der Wissenschaft wohl niemals mehr wegreden kann. Hier sind einige der Frauen, die die Wissenschaft revolutioniert haben:

Florence Bascom
Eine amerikanische, nein, eine der ersten amerikanischen Geologinnen, denen es gelungen ist Aufmerksamkeit zu erregen. Dank einer sehr guten Leistung und wichtiger Ergebnisse hat sie es sogar im Jahre 1906 geschafft, in einem Magazin, das lustigerweise "American Men of Science" hieß, unter die 100 besten Wissenschaftler gewählt zu werden. Damit erreichte sie im sonst so konservativ geprägten frühen Amerika etwas bis dato fast Unmögliches.

Kathrine Johnson
Eine Frau die man kennen sollte, aber die wohl den wenigsten wirklich bekannt ist. Die Amerikanerin wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und hat etwas schier Unglaubliches vollbracht. Mit Stift und Papier berechnete sie 1969 die exakte Flugbahn von Apollo 11 zum Mond. Heute würde das wohl kaum noch jemand schaffen ohne Taschenrechner und Computer, aber diese beeindruckende Lady schaffte es vor vielen Jahren bereits mit enormer Genauigkeit, mathematische Formeln und komplizierte Berechnungen anzustellen. Sie war dabei so beeindruckend, dass sie erst 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama die Presidental Medal of Freedom verliehen bekommen hat – eine Anerkennung, die nicht vielen zu Teil geworden ist.

Rosalind Franklin
Auch diese Frau, die nicht wirklich mit einem amerikanischen Präsidenten verheiratet war, schaffte es bis zu ihrem Tod im Jahr 1958 bahnbrechende Errungenschaften auf dem Gebiet der Kristallographie zu erreichen. Zu ihren Fachgebieten zählte auch die Virenforschung, doch was diese Frau so erfolgreich und besonders macht, sind ihre Erfolge bei der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes. Ein großer Teil der Arbeit, die Watson und Crick einst den Nobelpreis einbrachte, fußt auf ihren Errungenschaften und ihrer Forschung. Bis heute wurde ihre Arbeit allerdings nicht gewürdigt.

Esther Lederberg
In den Vierzigerjahren gelang es Lederberg, bahnbrechende Erfolge in der Virologie zu machen. Sie war der erste Mensch, dem es gelang nachzuweisen, dass Bakterienstämme zufälligen Mutationen unterliegen können. Seit diesem Zeitpunkt hatte nicht nur die Unterhaltungsindustrie das "Zombievirus" erfunden, sondern unser grundlegendes Verständnis der Evolution und der Krankheitsforschung hat sich komplett verändert. Auch wenn wir kein Zombievirus fürchten müssen, so könnte doch alleine aufgrund dieser Erkenntnisse nachgewiesen werden, dass viele Bakterien schnell resistent gegen Antibiotika werden können. Hätte Lederberg dies nicht entdeckt und wäre das auch sonst niemandem aufgefallen, dann wären moderne Bakterien vielleicht längst immun gegen sämtliche Antibiotika.

Mehr bedeutende Wissenschaftlerinnen gibt es in dem Buch "Frauengeschichten – Berühmte Frauen und ihre Freundinnen" von Luise Pusch. (ak)