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"Heuchlerischer Auftritt"

CSU-Wagen beim CSD München blockiert

Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der CSU in Bund und Land setzten sich rund 30 Aktivisten zum Start der Politparade vor den Truck der LSU Bayern.


Erst nach mehrfacher Aufforderung durch die Polizei wurde die Sitzblockade beendet (Bild: Dominik Krause / twitter)

Zum Start der Münchner CSD-Parade blockierten am Samstag rund 30 Aktivisten den Truck des bayrischen Landesverbands der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). "Weil die #CSU seit Monaten gegen Menschen hetzt, Geflüchtete ertrinken lässt und auch immer noch gegen die Ehe für alle kämpft, blockieren Aktivist*innen gerade deren heuchlerischen Auftritt beim #CSDMünchen", begründete die Grüne Jugend München die Protestaktion auf Twitter. Erst nach mehrfacher Aufforderung durch die Polizei wurde die Sitzblockade beendet.

Twitter / Ricarda_Lang

"Ich will mit solchen Menschen nicht demonstrieren"

Bereits bei der Auftaktkundgebung am Marienplatz war der Münchner CSU-Stadtrat Hans Theiss von Teilnehmern mehrfach ausgebuht und unterbrochen worden. Auch sein grüner Stadtratskollege Dominik Krause ging auf Distanz zu den Christsozialen: "Wir demonstrieren hier mit einer Partei, die in den letzten Monaten keine Gelegenheit ausgelassen hat, zu hetzen. Niemand der CSU-Politiker, die hier mitlaufen, hat den Kurs der Partei kritisiert. Ich will mit solchen Menschen nicht demonstrieren."

Gegenüber der "Abendzeitung" rechtfertigte sich der CSU-Politiker Josef Schmid, er sei natürlich immer Parteimitglied, führe die Parade aber in seiner Funktion als Münchner Bürgermeister an. Die Aktivisten rief Schmid zur Mäßigung auf: "Ich würde mir wünschen, dass die Debatte von beiden Seiten sachlich geführt wird."

Der Münchner CSD stand im Jahr der Landtagswahl unter dem Motto "Bunt ist das neue Weiß-Blau". Bei strahlendem Sonnenschein und einem nur kurzen Regenguss gingen rund 15.000 Menschen bei der Politparade mit über 130 Wagen und Fußgruppen an den Start. Die Polizei zählte 160.000 Zuschauer – ein neuer Münchner Rekord. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Ist die Blockade gegen den LSU-Wagen beim CSD München gerechtfertigt?
    Ergebnis der Umfrage vom 16.07.2018 bis 23.07.2018


#1 von_hinten_genommenAnonym
#2 Vater
  • 14.07.2018, 19:36h
  • Das hat der Herr Schmid von der CSU sehr schön gesagt.
    Also bitte ein bisschen Sachlichkeit von beiden Seiten (die Grünen sollten also genauso sachlich sein, wie die CSU).

    Dann freuen sich die Gerippe der im Mittelmeer ertrunkenen Menschen...
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#3 Patroklos
#4 AuntieBiotic
  • 14.07.2018, 20:47h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Unkluger Kommentar, der nichts bewirkt.

    Es ist wichtig, Zeichen zu setzen in diesen immer rüder werdenden Zeiten. Zeichen, dass man nicht mit allem einverstanden ist, was die Politik macht.

    Was würde sich dazu besser eignen, als dies während einer politischen Demonstration zu tun (und das ist eine CSD-Parade immer noch)?

    Ich bekunde ausdrücklich meine Solidarität mit den Blockierer_innen und ihrer politischen Intention.
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#5 niccinicciAnonym
  • 14.07.2018, 22:25h
  • dumme aktion, wie von den grünen erwartet. was nicht ihre meinung entspricht, wird blockiert. dümmer gehts nicht!
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#6 NX-01Anonym
  • 14.07.2018, 23:31h
  • Absolut richtig! Heuchlerischer als CSU-Präsenz beim CSD geht's kaum.

    Und auch wenn ich mich inwischen schon daran gewöhnt habe, dass queer.de und auch die Leser*innen von queer.de leider alles andere als durchgehend progressiv sind, erschreckt es mich doch immer wieder auf's neue wie krass konservativ Leute hier sind und ernsthaft, die völlig demoktratische Blokade von CSUlern (ich wiederhole nochmal: ZEH ESS UHHler) kritisieren.
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#7 la_passanteAnonym
  • 15.07.2018, 02:35h
  • Richtig so. Politische Parteien, egal welche, haben nichts aud CSDs zu suchen, und Reaktionäre erst recht nicht.
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#8 VanillaAnonym
  • 15.07.2018, 08:17h
  • Gute Aktion, die ein wichtiges Statement setzt! CSDs sind politische Veranstaltungen und eine klare politische Haltungen gegen Menschenverachtung und Rechtspopulismus sind hier absolut notwendig. Meiner Meinung nach gilt das auch für generelle Themen, doch auch wer den CSD für LSBTI-Fragen reservieren will sei daran erinnert: die CSU will Ländern, in denen unsereins verfolgt wird, zu sicheren Herkunftsländern machen. Und Seehofers Vorschlag zur Dritten Option ist ein schlechter Witz. Von daher: gute Blockade, gute Ausladung in Berlin!
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#9 RichtigAnonym
  • 15.07.2018, 08:49h
  • Meinungsfreiheit hin oder her, tagsüber konservativ predigen und nachts zur zweiten Ehefrau samt Kind oder sich darkrooms nageln lassen. Kann diese Scheinheiligen nicht ertragen, die CSU hat nix auf dem CSD zu suchen.
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#10 MischmaschAnonym
  • 15.07.2018, 08:53h
  • Das kommt daher, weil diese Blockierer es einfach nicht lassen können, ihr politisches Allerlei einer Veranstaltung aufzwingen zu wollen, bei der es ausschließlich um LGBT-Rechte gehen sollte.
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