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Kommentare zu:
CSU-Politiker beklagt "Pervertierung" der CSD-Parade


#21 MischmaschAnonym
  • 17.07.2018, 00:03h
  • Antwort auf #20 von AuntieBiotic
  • "Du hattest doch schon klar gemacht, dass Du niemandem gegenüber Solidarität zeigst, sondern nur für Dein eigenes Anliegen eintrittst."

    Ich trete in erster Linie für die Anliegen meiner Gruppe ein, die Gruppe der LGBT. Das nennt sich auch Solidarität. Solidarität beginnt nicht erst bei einer maximalen Rundumschlag-Solidarität mit allem und jedem.

    "Also beschwere Dich doch bitte nicht über Andere, die sich nicht für Dich einsetzen."

    Für mich setzen sich jede Menge andere LGBT ein und ich mich für sie.

    "Wir hatten das doch schon im vorhergehenden Thread zum Thema - dadurch, dass Du Deine Pseudo-Argumentation wiederholst, wird sie nicht glaubwürdiger."

    Nur weil du meinst ein Thema beenden zu dürfen ist es noch lange nicht ausdiskutiert! Was genau findest du nicht glaubwürdig?

    "Wer sich weigert, Andere zu unterstützen, darf auch nicht die Unterstützung Anderer einfordern bzw. sich darüber beschweren, wenn sie nicht kommt."

    Ich unterstützte Millionen LGBT. Ich würde mich freuen, wenn wir einfach wieder alle an einem Strang ziehen würden und uns nicht in Nebenschauplätzen verbeißen.

    "Zu behaupten, PoC hätten ihre Bürgerrechte nur deshalb erhalten, weil nicht gleichzeitig die Bürgerrechte für LGBT*IQ eingefordert wurden, ist ohnehin Bullshit."

    Warum sollte das Bullshit sein? Hätte MLK das getan, hätte er Tausende von Verbündeten seiner Sache der Schwarzen-Rechte verprellt. Es waren immerhin die 60er Jahre und Schwulenhass war absoluter Standard. Ein Glück für die Schwarzen, dass er das nicht getan hat sondern seiner Linie treu blieb. Erst dadurch hat er unglaublich viel für seine Gruppe der Schwarzen erreicht. Wer weiß, vielleicht hätte er sich als nächste für LGBT-Rechte eingesetzt, vielleicht auch nicht. Das werden wir leider nie erfahren.

    "Ich wiederhole gern nochmal: Menschenrechte sind unteilbar. Wer sich nur für einen Teil einsetzt und explizit die Rechte Anderer links liegen lässt oder gar mit Füßen tritt, macht sich unglaubwürdig und handelt zutiefst unlauter. Eben typisch für bspw. neoliberale Egozentriker."

    Im Gegenteil! Zu versuchen Minderheitenrechte mit der Gießkanne auszuteilen bedeutet, dass man an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfen muss und jede Menge Verbündete gar nicht erst gewinnen kann. MLK wusste das. Ein leider immer größer werdender Teil an LGBT leider nicht mehr.

    Es läuft in der Menschheitsgeschichte immer nur genau so: ERST mal sichert man die Rechte der eigenen Gruppe. Ist man dann etabliert, solidarisiert man sich mit anderen weiterhin marginalisierten Gruppen, denn erst dann hat man die Macht etwas zu verändern. Unsere Gruppe, die LGBT, haben in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte bei unseren Rechten erfahren, doch all diese Fortschritte sind noch sehr jung und zerbrechlich. Bei weitem ist noch nicht alles erreicht was erreicht sein muss, um ssicher etabliert zu sein. Die Zeit ist noch nicht reif zu behaupten, wir wären etabliert genug, um bereits für andere Gruppen Forderungen stellen zu können. Die Geschichte lehrt uns, dass für alles die Zeit reif sein muss. Man kann nicht einfach gesellschaftlichen Fortschritt einfordern, man muss ihn erarbeiten, bewerben und reifen lassen. Jetzt als bis vor extrem kurzen noch total marginalisierte Gruppe (LGBT) daherzukommen und derart das Mauls aufzureißen setzt das Erreichte leichtfertig aufs Spiel. Ich habe zu lange und zu hart für unsere Rechte gekämpft um jetzt einfach zu akzeptieren, dass das Erreichte durch Leute wieder kaputt gemacht wird, die sich einfach ins gemachte Nest setzen konnten und nun meinen, ihnen könne nichts schlimmes mehr passieren. Ansonsten würden die sich sowas nämlich gar nicht trauen. Die Wahrheit ist, unsere Rechte sind ein zerbrechliches Pflänzchen, nicht mal durch das Grundgesetz geschützt und die Rechten kriegen immer mehr Zulauf. Es ist definitiv die falsche Zeit, um jetzt unseren Kampf zu verwässern, indem wir uns zu extrem dem allgemeinen Humanismus verschreiben. Da kann man sich zwar MEGA im Recht fühlen, doch das hilft einem auch nichts, wenn die Rechte der eigenen Gruppe (LGBT) gerade wieder aufgerollt werden.

    So, und jetzt könnt ihr mich meinetwegen in der Luft zerreißen. Am Ende ist es genau diese Spaltung, die uns schwächt. Wir erkennen einfach die Unsrigen nicht mehr. Keine andere marginalisierte Gruppe macht das so, warum ausgerechnet wir?
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#22 AuntieBioticEhemaliges Profil
#23 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 17.07.2018, 08:13h
  • der CSD sollte CSD bleiben und keine anderen politischen strömungen vertreten, als die der gay community! das gilt auch für NGO's, die müssen sich schon ihre eigene plattform SELBST schaffen. und dass parteien den CSD für ihre eigenen politischen aktionen nutzen ist nicht akzeptabel.
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#24 schwarzerkaterEhemaliges Profil
#25 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 17.07.2018, 08:32h
  • Antwort auf #22 von AuntieBiotic
  • " ... Wie ich schon mal sagte, würde ich lieber mit Anderen für Ausländerrechte demonstrieren als mit Dir für LGBT*IQ-Rechte. Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen."
    erst dem user "mischmasch" die meinung absprechen, dann deinen standpunkt als einzig mögliche wahrheit behaupten und sich zum schluss beleidigt verabschieden.
    und für was würdest du gern (glaubhaft) demonstrieren???
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#26 MischmaschAnonym
  • 17.07.2018, 08:49h
  • Antwort auf #22 von AuntieBiotic
  • "Du betreibst unfassbar egozentrischen Zynismus."

    Dann wäre deiner Meinung nach Martin Luther King Jr. ebenfalls ein egozentrischer Zyniker. Er hat sich nur auf die Rechte der eigenen Gruppe konzentriert. Dabei war ihm klar, dass eine offizielle Ausweitung seiner Bewegung auf andere Gruppen, die ihm wichtigste Sache (Schwarzenrechte) schwächen würde. Du nennst das "unfassbaren egozentrischen Zynismus", andere nennen das Zielstrebigkeit mit Vernunft.

    "Wie ich schon mal sagte, würde ich lieber mit Anderen für Ausländerrechte demonstrieren als mit Dir für LGBT*IQ-Rechte."

    Bitte höre nur aus persönlichem Hass auf mich nicht damit auf, für unsere Rechte zu demonstrieren.

    "Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen."

    Schade. Dann konnte ich mich dir nicht verständlich machen.
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#27 Bazi-WatscherAnonym
#28 NicoAnonym
  • 17.07.2018, 10:33h
  • Also ich bin zwar selber schwul, aber ich muss echt sagen, dass mich mittlerweile der Großteil der LGBT*-Szene extrem ankotzt. Auf der einen Seite fordern sie für sich selbst Akzeptanz bis zum Erbrechen, gleichzeitig sind sie selbst in vielen Punkten extrem intolerant, z. B. aufgrund von Äußerlichkeiten oder wenn man politisch eine etwas andere Meinung hat als manch andere. Ganz ehrlich, mich wundert es nicht, dass viele LGBT*-Menschen in der Gesellschaft immer noch mit Diskriminierung zu kämpfen haben. Vielleicht sollten sich hier einige mal an der eigenen Nase fassen...
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#29 GerritAnonym
  • 17.07.2018, 10:59h
  • Antwort auf #12 von LillyCompton
  • ------------------------
    Ich kann nur sage. das meine Grünen Kollegen da ganz im Sinne des CSD u d der Stonewall Riots gehandelt haben.
    ------------------------

    Dass Du das über Deine Kollegen sagst, ist klar.

    Aber wer definiert denn bitteschön, wer "ganz im Seinne des CSD" handelt? Du? Deine grünen Kollegen?

    Der Wagen war vom Veranstalter zugelassen und dann haben andere Teilnehmer nicht das Recht diesen Teilnehmer an der zugesagten Teilnahme zu hindern.

    Ich bin wirklich kein Fan der CSU, aber diese Leute waren Leute, die auf unserer Seite stehen und das gegen erhebliche Widerstände aus dem Rest ihrer Partei vertreten.

    Und was bilden die Grünen sich dann ein, dass sie (die bei Homophobie in den eigenen Reihen ganz gerne schweigen, siehe Palmer, Salomon & Co), die Instanz sind, die über den Organisatoren steht und (trotz Zusage der Organisatoren) entscheidet, wer teilnehmen darf und wer nicht. Zumal die Homophobie von weiten Teilen der CSU gar nicht der Grund war, sondern andere Politikfelder. Daraus lernen wir: Homohass ist für die Grünen kein Grund zur Blockade, Flüchtlingspolitik dagegen schon.

    Aber selbst wenn man diese Meinung vertritt (was ja durchaus verständlich ist, denn auch ich finde die Flüchtlingspolitik der CSU pervers und zynisch), sollte man das eher argumentativ austragen, aber nicht indem man Leute (die noch dazu selber auch gegen den Rest ihrer Partei sind) blockiert.
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#30 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 17.07.2018, 11:10h
  • Antwort auf #25 von schwarzerkater
  • "erst dem user "mischmasch" die meinung absprechen, dann deinen standpunkt als einzig mögliche wahrheit behaupten und sich zum schluss beleidigt verabschieden.
    und für was würdest du gern (glaubhaft) demonstrieren???"

    Erstens kann der user meinen, was er will. Ich muss nur nicht seiner Meinung sein. Und selbstverständlich beharre ich auf meinem Standpunkt, wenn ich den für den richtigeren Ansatz halte. Schließlich habe ich mich nicht BELEIDIGT verabschiedet. Ich habe mit jenem User bereits alles ausgetauscht, was auszutauschen war. Wir drehen uns im Kreis. Er hat offenbar auch endlos Energie dafür, sich immer weiter im Kreis zu drehen.

    Ich klinke mich immer dann aus Diskussionen wieder aus, wenn ich der Ansicht bin, ich habe meinen Standpunkt klar und deutlich genug gemacht. Dieser Zeitpunkt war/ist erreicht.

    Ich wüsste nicht, was an dieser Strategie nicht glaubhaft sein sollte. Es sei denn, man WOLLTE es nicht glauben. Die Tatsache, dass jemand mir nicht "glauben" will, schmälert jedoch nicht meine Glaubhaftigkeit.

    ***

    #26
    "Bitte höre nur aus persönlichem Hass auf mich nicht damit auf, für unsere Rechte zu demonstrieren."

    Ich werde mit Sicherheit nicht damit aufhören, mich für unsere Rechte einzusetzen. Allerdings werde ich auch nicht damit aufhören, mich für die Rechte Anderer einzusetzen. Ob es Dir nun passt oder nicht.

    "Dann konnte ich mich dir nicht verständlich machen."

    Du hast Dich - im Gegenteil - mir sehr gut verständlich gemacht. Genau deshalb bleibt es dabei, dass ich mich entschieden gegen Deine Position wende. Mit Nicht-verstanden-haben hat das null zu tun.

    Und ja: Mehr habe ich dazu tatsächlich nicht zu sagen. Siehe oben.

    ***

    #28
    "Auf der einen Seite fordern sie für sich selbst Akzeptanz bis zum Erbrechen, gleichzeitig sind sie selbst in vielen Punkten extrem intolerant"

    Du musst also erbrechen, wenn Du LGBT*IQ-Menschen akzeptieren sollst? Das lässt ja tief blicken.

    Wo Du allerdings recht hast: die extreme Intoleranz in vielen Punkten - z.B. Ausländer_innen gegenüber. Das lässt MICH erbrechen.
    Nein, wir sind nicht die einzige marginalisierte Gruppe. Im Mittelmeer verrecken ständig hunderte von Menschen. Aus politischen Gründen. Wer sie retten will, wird bestraft. Das hat mit den viel gepriesenen "westlichen Werten" absolut nichts mehr zu tun.

    Wer angesichts einer solchen Situation nur für sich selbst bzw. seine "eigene" Gruppe eintritt und jedes Eintreten für Andere ausschließt, verhält sich, ich sagte es schon: egozentrisch und zynisch.

    Und ja: ich bleibe so verdammt gern dabei, dass ich lieber mit Anderen für Ausländer_innen und Geflüchtete demonstrieren werde, als mit Solchen für unsere Rechte.
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