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Kommentare zu:
Libanesisches Gericht: Homosexuelle Handlungen sind keine Straftat


#1 Alexander_FAnonym
  • 16.07.2018, 22:58h
  • Definitiv etwas, was sich zu feiern lohnt, gerade für die Bewohner des Libanons.

    Irgendwie ist es aber auch sehr kurios, dass ein Land einerseits Diskriminierungen wegen der sexuellen Orientierung verbietet, an der Verfolgung gleichgeschlechtlicher Handlungen aber immer noch festhält. In den meisten Fällen lief es eigentlich ja geschichtlich gesehen andersherum: erst wurden die Handlungen dekriminalisiert, dann wurde die Diskriminierung verboten. Der Libanon scheint wohl die einzige Ausnahme von dieser Regel zu sein.

    Die Situation für unsereinen ist und bleibt im Nahen Osten wohl sehr kompliziert....
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#2 DominikAnonym
  • 17.07.2018, 08:05h
  • Das ist eine gute Nachricht. Über solche Themen wünsche ich mir allgemein mehr Berichterstattung inkl. fundierter Hintergrundrecherchen und -analysen.
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#3 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 17.07.2018, 08:47h
  • "Die Bevölkerung des multireligiösen Libanon (...) ist mehrheitlich homophob eingestellt."
    ... und eine rechtssicherheit bietet das land auch nicht, würden sonst so viele menschen das land verlassen?
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#4 SchleicheRAnonym
  • 17.07.2018, 09:58h
  • Antwort auf #1 von Alexander_F
  • Alles, was mit Religion zu tun hat, ist kompliziert. Das liegt an den extremen Stereotypen in deren Büchern, die wohl nicht immer von geistig gesunden Artgenossen geschrieben wurden. Das sind schon so paar "Testamente"... und Koran"verse"...
    Mich wundert es nicht, dass die Gläubigen alle verwirrt sind und es deswegen so kompliziert ist.
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#5 CynthEhemaliges Profil
  • 17.07.2018, 10:07h
  • Sehr erfreulich, besonders mit der Begründung "nicht mehr zeitgemäß". Könnten sich andere Staaten gerne ein Beispiel dran nehmen.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 17.07.2018, 15:04h
  • Antwort auf #4 von SchleicheR
  • Nun, sowohl in den Vereinigten Staaten, Großbritannien als auch Deutschland wurden die entsprechenden Gesetze auch alle nicht zuletzt religiös begründet, aber da war man wenigstens konsequent genug, unsereinen gleichzeitig gesellschaftlich zu ächten und auch einzusperren.

    Es kann aber natürlich sein, dass die räumliche Nähe zum "heiligen Land" eine psychoaktive Wirkung entfaltet. Das Jerusalem-Syndrom ist schließlich ein bekanntes Phänomen :-D.

    Im Ernst: auch Israel, das nun wirklich gemessen an den Nachbarländern ein Paradies für unsereinen ist, hat homosexuelle Handlungen erst 1990 dekriminalisiert, und schwuppdiwupp wird Tel Aviv zur Schwulenmetropole, während unsereiner in Jerusalem damit rechnen muss, von bärtigen Schwarzkitteln mit Steinen beworfen zu werden.

    Es fällt schon auf, dass beiden Ländern eine sehr ausgeprägte Inkohärenz und "Ungleichzeitigkeit" unsereinem gegenüber zu eigen ist.
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#7 Martin lolAnonym
#8 Alexander_FAnonym
#9 TheDadProfil
  • 19.07.2018, 13:24hHannover
  • Antwort auf #3 von schwarzerkater
  • ""... und eine rechtssicherheit bietet das land auch nicht, würden sonst so viele menschen das land verlassen?""..

    Ob das an einer "mangelhaften rechtssicherheit" liegt, oder dann doch an der einen oder anderen Rakete die aus Israel oder Syrien übers Land fliegt, darüber könnte man zunächst ausführlich nachdenken, und dann ausführlich streiten..
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#10 gatopardo
  • 22.07.2018, 09:04h
  • In den 70er Jahren hatte ich einen libanesisch-muslimischen Lover, den ich mehrmals im Jahr in Beirut besucht habe, da ich Mitarbeiter einer Fluggesellschaft war. Schon damals war das Land im Vergleich zu Ländern mit islamischer Staatsreligion ein Schwulenparadies mit unzähligen Bars und Treffpunkten. Aber machen wir uns doch nichts vor, denn wenn die Muslime allein das Sagen im Libanon hätten, sähe die Sache doch wohl anders aus.
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