Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=31559
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden


#1 tychiProfil
  • 17.07.2018, 14:05hIrgendwo im Nirgendwo
  • R.I.P. Meinungsfreiheit

    Traurig, dass homophobe Äusserung i.d.R. immer unter Meinungsfreiheit oder Künstlerfreiheit laufen dürfen. Da darf man alles.
    Während bei Homophobie, Antijudiasmus oder frauenverächtlichen Sprüchen die "Täter" einfachso davon kommen. Ja sogar noch geschützt werden.

    Ich hoffe das Urteil wird angefochten - falls nötig bis nach Strasbourg. Es darf doch nicht sein, dass in einem Vortrag, der immer ein Meinungsbeitrag ist, solche Meinungsäusserungen nicht mehr erlaubt sein sollen.

    Oder liege ich so falsch mit meinem Gerechtigkeitsempfinden?

    PS: Das mit den jüdischen Freunden, kennen wir doch auch von den homophoben Hetzern. "Ich habe viele homosexuelle Freunde". Die Richterin ist auf einen billigen Trick hereingefallen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GeorgB
  • 17.07.2018, 14:16h
  • Antwort auf #1 von tychi
  • hmmm, ich kenne die Einzelheiten des Urteils nicht. Mögllicherweise geht es ja darum, dass die Referentin keine Meinung geäußert, sondern objektive Tatsachen behauptet hat ("Das ist strukturell nachweisbar.") Das wäre dann etwas unklug von ihr gewesen. Hoffen wir mal, dass die Referentin in die nächste Instanz geht und dort gewinnt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#3 David JacobAnonym
  • 17.07.2018, 18:37h
  • Das Urteil dürfte für Naidoo do keine Relevanz haben, kommt es doch von der Bundesrepublik Deutschland GmbH ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 schwarzerkaterEhemaliges Profil
#5 von_hinten_genommenAnonym
  • 17.07.2018, 23:57h
  • Ich verstehe das Gebaren von Xavier nicht.
    Er ist Sänger, er hat damit Erfolg, er hat genug Geld, er ist verheiratet, er hat ein Kind.
    Wieso muss er immer in so grenzwertige "Pfützen" treten, die sich auf eine unschöne Weise interpretieren lassen.
    Ok, ja, er ist auch nur ein Mensch, aber Menschen haben die Fähigkeit zu reflektieren und zur Erkenntnis zu kommen.
    Leider nutzen das nicht viele.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 giliatt 2Anonym
  • 18.07.2018, 01:21h
  • "Und wenn ein Lied deine Lippen verlässt..."

    Es gibt wohl kein schöneres Liebeslied, als dieses.

    Gleichgelagert wären THE ROSE oder BRIDGE OVER TROUBLED WATER.

    Naidoo ist ein zutiefst religiöser Mensch. Als "Mischling" sind seine Texte völkerverbindend und religionsangleichend. Antisemitismus liegt ihm fern. Er hat nix gegen Juden. Zentrum seines Denkens ist GOTT. Auf welchem Wege ich zu Gott finde, ist dem Gläubigen überlassen. "Es sind seine Wege..."

    Künstler sind immer ein wenig bekloppt und lassen sich einbinden in schräge Bewegungsagitationen.
    Vielleicht sollte Xavier ein wenig weniger kiffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FredinbkkProfil
  • 18.07.2018, 07:34hBangkok
  • Naidoo ist ein zutiefst religiöser Mensch.

    glaubt an fiktive Gottheit ...

    und kiffen tut er auch noch ???

    Doppel abhaenig ,so sehe ich das...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 18.07.2018, 10:40h
  • auszug aus einem interview von 2009:

    "sueddeutsche.de: Sie betonen immer wieder, ein Schwarzer zu sein - warum?

    Naidoo: Solange es diese Unterteilungen gibt, solange sich Weiße Weiße nennen, nenn ich mich Schwarzer. Schon als Kind habe ich bei Besuchen in Südafrika gemerkt, wie deutlich zwischen Hautfarben unterschieden wird.

    sueddeutsche.de: Wurden Sie in Deutschland diskriminiert?

    Naidoo: Bis zu einer gewissen Zeit habe ich einiges ertragen müssen. Als Kind war das manchmal schon schlimm.

    sueddeutsche.de: Können Sie ein Beispiel nennen?

    Naidoo: Na, da gab es die Bezeichnung LENOR, eigentlich der Name eines Waschmittels, in meinem Fall aber die Abkürzung für "LeibEigener Neger Ohne Rechte". Manchmal musste ich zu den Großen kommen, die haben mir dann in die Hand oder auf den Kopf gespuckt."

    www.sueddeutsche.de/politik/xavier-naidoo-im-interview-ich-b
    in-masslos-enttaeuscht-von-merkel-1.38861
  • Antworten » | Direktlink »
#9 chimboleroProfil
  • 18.07.2018, 11:41h-
  • Antwort auf #1 von tychi
  • Jemanden ohne stichhaltige Belege als Antisemiten zu diffamieren hat nichts mit Kunstfreiheit oder Meinungsfreiheit zu tun. Es ist dumm und töricht. Bei aller berechtigten Kritik bringen pauschale Aburteilungen nichts. Und jemanden als Antisemit abzustempeln ist argumentativ die Ultima Ratio und weit übers Ziel hinaus geschossen. Dagegen darf man sich auch berechtigter Weise wehren. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, beleidigen lassen muss man sich aber trotzdem nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#10 tychiProfil
  • 18.07.2018, 12:21hIrgendwo im Nirgendwo
  • Antwort auf #9 von chimbolero
  • Da verweise ich gerne auf den Spiegel-Kommentar. Dort wird genau auf diese Paradoxie des Regenburger Urteils hingewiesen:

    "Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden, obwohl seine Texte antisemitische Klischees enthalten. Zu den Risiken und Nebenwirkungen muss man keinen Arzt oder Apotheker befragen, um zu ahnen, dass mit dieser juristischen Dialektik viel Spielraum für all jene entsteht, die in ihren Songtexten oder sonstigen Kunstwerken mit Ressentiments, kruden Theorien und Hass zündeln wollen."

    www.spiegel.de/kultur/musik/xavier-naidoo-und-antisemitismus
    -denn-er-wusste-nicht-was-er-tat-kommentar-a-1218939.html


    Ebenso darf bei Naidoo seine Nähe zu den Reichsbürgern nicht verharmlost werden. Da bewegt er sich schon in einem strukturellen Muster, das den Schluss auf eine antisemitische Grundhaltung zulässt, wenn auch nicht abschliessend begründet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 chimboleroProfil
  • 18.07.2018, 13:37h-
  • Antwort auf #10 von tychi
  • Nun, die Referentin plant ja Berufung einzulegen, insofern ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen. Andererseits sind die Stiftung und Naidoo ja alte Bekannte, es ist ja nicht die erste rechtliche Auseinandersetzung miteinander.

    Der vom Spiegelautor bemängelte Graubereich liegt zum großen Teil aber auch daran, dass er Naidoos Aussagen auf Biegen und Brechen antisemitisch verstanden haben möchte. Und dem Urteil zu folge teil nicht jeder diese Ansicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »

» zurück zum Artikel