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Berliner Senat soll eingreifen

LSVD kritisiert Homophobie am Institut für Islamische Theologie

Der Berliner Senat fördert ein Institut an der Humboldt-Universität, das von Homo-Hassern mitgeführt werden soll. Dagegen regt sich Protest.


Homophobie und Antisemitismus sollen im Beirat des islamischen Instituts der Humboldt-Universität vertreten sein – daran regt sich Widerstand (Bild: edwin.11 / flickr)

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat sich in einem Schreiben (PDF) an den Berliner Senat über die Zusammensetzung des Beirats des Instituts für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin beschwert. Das Institut wird vom Land Berlin mit mehreren Millionen Euro mitfinanziert. Ab dem nächsten Jahr sollen Studenten in dem Institut Islamische Theologie studieren können.

Im Beirat soll neben tendenziell LGBTI-freundlichen Gruppen wie dem Zentralrat der Muslime auch die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS) vertreten sein, dessen Vorstand in einer Pressemitteilung die Ehe für alle als "gesellschaftliche Verirrung sowie eine Verwässerung jeglicher Moral" bezeichnet hatte. Der Beschluss des Bundestages, Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichzustellen, scheine "eine offensichtliche Auflehnung und Ablehnung der göttlichen Gebote anzustreben", so die IGS im vergangenen Jahr.

Den Ausflug in die Politik begründete der religiöse Verband damit, dass man als Muslime die Pflicht hätte, "die Etablierung von falschen Werten bei der Jugend, den Familien und der Gesellschaft anzusprechen".

IGS unterstützt auch Judenhasser

Homophobie ist nicht das einzige Problem bei der IGS: Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) hat sich erst kürzlich bestürzt darüber gezeigt, dass die IGS den antisemitischen Al-Quds-Marsch unterstützt. Die Rechtsanwältin Seyran Ateş, auf deren Initiative die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin eröffnet wurde, kritisiert auch aus diesem Grund seit Monaten das Vorgehen des Berliner Senats.

Die LSVD-Landesvorstandsmitglieder Yasmine-Blanche Werder und Ulrich Keßler haben deshalb den für Religionsgemeinschaften zuständigen Senator Klaus Lederer (Linke) und den für Antidiskriminierung zuständigen Senator Dirk Behrendt (Grüne) angeschrieben – beide sind offen schwule Politiker. Außerdem forderten sie in einem Brief den für Wissenschaft zuständigen Staatssekretär Steffen Krach (SPD) auf, tätig zu werden. Krach hatte erst kürzlich erklärt, das Institut solle "einen Beitrag zur Integration in unserer Stadt leisten und das Miteinander der Religionen fördern".

Die LGBTI-Aktivisten argumentierten, dass die bisherige Lösung der Beiratsbesetzung weder der Landesverfassung und dem dort verankerten Diskriminierungsschutz noch dem Anspruch des Koalitionsvertrages und dort insbesondere dem Kapitel "Regenbogenhauptstadt Berlin" gerecht werde. (pm/dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 17.07.2018, 17:53h
  • Die Einbeziehung dieser mit dem iranischen Klerikalfaschismus eng verbandelten Organisation, die mehrmals vom Verfassungsschutz kritisiert wurde, ist allein schon theologisch ein Unding. Mehrheitlich sind Muslime hierzulande Sunniten.

    Das ist so, als würde man das Opus Dei, die Zeugen Jehovas und Calvinisten unter einen Hut bringen wollen.
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#2 schwarzerkaterEhemaliges Profil
#3 Alexander_FAnonym
  • 18.07.2018, 00:36h
  • Und wieder mal Berlin...jedes Mal, wenn ich etwas aus dieser Stadt höre, bin ich froher, dort nicht zu leben.

    Der Herr Bürgermeister hat es sich aber auch schon vorher nicht nehmen lassen, zynischerweise solcherlei Gesellen wie die hier beschriebenen zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer islamischer Terroranschläge einzuladen. Dann passt es ja auch wie die Faust aufs Auge, dass er sie ein Institut einrichten lässt. Dass ein von diesen Leuten geführtes Institut dann noch das "religiöse Miteinander" verbessern solle, ist der Gipfel des Hohns. Miteinander gegen die Sodomiten. Eine schöne "Buntheit" ist mir das...
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#4 tiberioAnonym
  • 18.07.2018, 08:01h
  • Religion = Wissenschaft ???

    Was haben Kinder-Märchen und in menschlichen Hirnen entwickelter Schwachsinn an Universitäten verloren ???

    Und wir alle (Steuerzahler, Nicht-Steuerzahler, Atheisten...) bezahlen diese Einrichtungen mit Bergen von Euros.

    23 (!!!) theologische Professuren an der Berliner Humboldt-Uni forschen und lehren religiöse Volksverblödung. Und das in einer Stadt, in der ca. 61 % der Bürger mit Religion nichts am Hut haben.

    volkundglauben.blogspot.com/2018/06/universitaten-forschen-u
    nd-lehren.html
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#5 Homonklin44Profil
  • 18.07.2018, 10:15hTauroa Point
  • ""Den Ausflug in die Politik begründete der religiöse Verband damit, dass man als Muslime die Pflicht hätte, "die Etablierung von falschen Werten bei der Jugend, den Familien und der Gesellschaft anzusprechen".""

    Ja, so einen ähnlichen Grund geben ja auch die Christlichen dafür an, dass sie die Säkularität aushebeln müssten.

    Eigentlich haben diese ganzen Knilche und Pappnasen in der Politik vor allem den Rand zu halten.

    Was mit "falschen Werten" gemeint sein soll, kann man sich zusammen reimen.
    Die suchen sich immer harmloser klingende Worte für ihre Ausgrenzungen und Herabwürdigungen.

    Nun gut, dann kann man auch damit kontern, dass sie geistlos herrschaftsbestrebend agieren, Homophobie in ihren Strukturen prävaliert, und das 'Kind' beim Namen nennen.
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#6 JadugharProfil
  • 18.07.2018, 12:51hHamburg
  • Antwort auf #4 von tiberio
  • Dummerweise wurden die Universitäten ursprünglich von Mönchen und Priestern gegründet, um Priester auszubilden. Aus diesen Gründen gibt es leider eine theologische Fakultät. An den Universitäten gibt es Fakultäten, wo nur gepaukt wird, was nicht unbedingt wissenschaftlich ist. Wer für das Lehramt studiert, betreibt kaum wissenschaftliche Dinge, sondern muß Sachen pauken, die er im Beruf niemals anwenden wird. Es zählt hier der Fleiß. Das Einzige beim Lehramt, was in Richtung Wissenschaft geht, ist die Pädagogik!
    Um der Theologie einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben, wird etwas Sprachwissenschaft und Geschichtswissenschaft betrieben, es werden Sprachen gepaukt und die Schriften werden entsprechend sprachlicher und historischer Hintergründe gedeutet. Die historischen Wahrheiten bezüglich der Religion dürfen theologische Geistliche niemals äußern! Sie lügen daraufhin bewußt die Gläubigen. Als Beispiel sei der katholische Marienkult erwähnt. In Südeuropa gab es viele Isis-Anhänger und wollten das Christentum nicht voll annehmen. So hat man die Maria genommen, und alle Eigenschaften der Isis auf sie kopiert! Die Theologen kennen genau diese Verfälschungen, was sie theologischen Studium vermittelt bekommen, dürfen es aber nicht laut sagen!
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#7 JasperAnonym
  • 18.07.2018, 16:45h
  • Religion hat weder etwas an Schulen noch an Universitäten zu suchen. Denn dort geht es um Wissen, um Fakten und um Beweise. Und nicht um Glaube, Vermutungen, Wünsche, Hoffnungen, o.ä.

    Die Religionen wollen ja auch nicht, dass Wissenschaftler in ihren Gotteshäusern etwas über Evolution, etc. erklären. Dann sollte das auch umgekehrt gelten.

    Und erst recht sollte man sowas nicht auch noch fördern...
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#8 TheDadProfil
  • 19.07.2018, 14:11hHannover
  • Antwort auf #4 von tiberio
  • ""Nicht-Steuerzahler""..

    Ideologischer Kampfbegriff !

    Denn ALLE Bürger zahlen Steuern !

    Auch der Bettler auf der Straße und die Flaschen-sammelnde alte Dame, die mit dem erwirtschaftetem Dinge des täglichen Bedarfes erwerben zahlen selbstverständlich Steuern an jeder Supermarktkasse !

    Um die dann auch die Steuer-Vermeider die ihr Vermögen ins Ausland transferieren nicht herumkommen..
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#9 TheDadProfil
  • 19.07.2018, 14:13hHannover
  • Antwort auf #6 von Jadughar
  • ""Dummerweise wurden die Universitäten ursprünglich von Mönchen und Priestern gegründet, um Priester auszubilden. Aus diesen Gründen gibt es leider eine theologische Fakultät.""..

    Das kennzeichnet eine sehr vereinfachte Sicht auf die Dinge, denn das ist längst nicht bei allen Universitäten der Fall !
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#10 Alexander_FAnonym
  • 19.07.2018, 15:10h
  • Antwort auf #6 von Jadughar
  • Diese historische Begründung ist dadurch hinfällig, dass in den ebenfalls oft kirchlich gegründeten Unviversitäten Frankreichs, Portugals oder Tschechiens ganz generell keine Theologie gelehrt und auch kein Religionsunterricht an Schulen erteilt wird , weil es dort so etwas wie eine tatsächliche Trennung von Staat und Kirche gibt.

    Wünschenswert wäre eine Auftrennung dieser Verflechtungen auch hierzulande. Nur weil es sich bei dieser um einen gordischen Knoten handelt, für den sich kein Alexander findet, macht das diesen gordischen Knoten noch lange nicht legitimer.
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