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Mögliche weitere Opfer gesucht

Sexuelle Belästigungen beim CSD Frankfurt

Auf dem Straßenfest auf der Konstablerwache wurden mehrere Frauen von einem Unbekannten an den Po oder die Hüfte gefasst. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen.


Gedränge beim CSD in Frankfurt (Bild: Indalecio García / twitter)

Am Samstagabend kam es im Rahmen des "bisher sehr friedlich verlaufenden" CSD in Frankfurt am Main zu sexuellen Belästigungen. Dies meldete die Frankfurter Polizei am Sonntag,

Insgesamt wurden vier Fälle von sexuellen Belästigungen von drei Frauen zur Anzeige gebracht. Alle drei wurden im Verlauf des Abends von einem Unbekannten an den Po bzw. die Hüfte gefasst. Die Taten haben sich abends im Bereich der Konstablerwache zugetragen. Zwei der Opfer sind 20 Jahre, eines der Opfer ist 25 Jahre alt. Die 25-jährige Frau wurde im Verlauf des Abends zweimal Opfer einer sexuellen Belästigung.

Weitere Fälle wurden den Veranstaltern gemeldet


Die Frankfurter Polizei zeigt auf dem CSD-Straßenfest Flagge (Bild: CSD Frankfurt / twitter)

Im Rahmen sofort eingeleiteter Ermittlungen wurde ein 29-jähriger Mann vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, eine der beiden 20-jährigen Frauen sexuell belästigt zu haben. Nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde der mutmaßliche Täter wieder entlassen. Nähere Angaben zum Tatverdächtigen wurden von der Polizei nicht gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

Zudem wurden fünf weitere Vorfälle bei den Veranstaltern, jedoch nicht bei der Polizei gemeldet. Die Frankfurter Polizei und der Veranstalter des CSD haben die Sicherheitsmaßnahmen nach Bekanntwerden der Taten umgehend intensiviert.

Die Polizei bittet Zeugen, mögliche weitere Opfer sowie die fünf Personen, welche sich bei dem Veranstalter wegen sexueller Belästigung gemeldet haben, unter der Telefonnummer Tel. (069) 755-53111 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

CSD-Grapscher auch schon 2017

Bereits im vergangenen Jahr war es auf dem Frankfurter CSD zu sexuellen Belästigungen gekommen. Im Dezember veröffentlichte die Polizei Fotos von drei tatverdächtigen Männern (queer.de berichtete). Die mutmaßlichen CSD-Grapscher konnten bis heute nicht ermittelt werden.

Der CSD Frankfurt steht in diesem Jahr unter dem Motto "Meine Identität ist nicht verhandelbar". Die Parade am Samstag hatte nach Polizeiangaben etwa 4.000 Teilnehmer und 16.000 Zuschauer. Das Straßenfest auf der Konstablerwache wird am Sonntag fortgesetzt. (cw/pm)



#1 Homonklin44Profil
  • 22.07.2018, 23:06hTauroa Point
  • Dass sich einige Spacken denken, auf so einem Event würde so ein irrespektables Verhalten eher egal sein, kann ich mir vorstellen.

    Wenn Menschen sich dicht an dicht drängen, kommen zwar schon auch mal ungeplante Berührungen vor, wie in überfüllten Bussen etwa, aber sowas sollte man unterscheiden können, und muss sich keine/keiner gefallen lassen.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 23.07.2018, 00:47hBerlin
  • Wenn Frauen, ob lesbisch, heterosexuell, bi -oder transsexuell, nicht in Ruhe feiern können, weil ein Mann meint, Frauen wären Freiwild, dann hat nicht nur der Mann oder die Männer, die das tun, ein Problem, sondern auch die Gesellschaft.
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 23.07.2018, 01:17hFrankfurt
  • Als ich jung war, hieß das Motto der Demo in Frankfurt noch "Nie wieder hetero" und der Kreis war sehr viel kleiner. Da hätte es diese unschönen Vorfälle sicher nicht gegeben
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#4 David JacobAnonym
  • 23.07.2018, 07:47h
  • Wenn Männer, ob schwul, heterosexuell, bi -oder transsexuell, nicht in Ruhe feiern können, weil eine Frau meint, Männer wären Freiwild, dann hat nicht nur die Frau oder die Frauen, die das tun, ein Problem, sondern auch die Gesellschaft.

    So rum geht's nämlich auch, kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten.
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#5 schwarzerkater
  • 23.07.2018, 09:59h
  • 4.000 Teilnehmer, 16.000 Zuschauer, darunter einer, der übergriffig wird - also weit unter der Promille-Grenze. Das ist auch nicht das Problem unserer Gesellschaft, dass ist ein idiotischer Einzeltäter. Mehr nicht.
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#6 aLuckyGuyProfil
  • 23.07.2018, 10:11hPeine
  • Ähm, bitte was... beim CSD jemanden an den Po gefasst??? Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich ehrlich gesagt das dies ein Scherz sei. Mal ehrlich, ich denke das es allerhöchste Zeit ist das Thema sexuelle Belästigung wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen. Es gibt eine Menge Dinge die man zur Anzeige bringen sollte. Beim CSD "an die Hüfte" gefasst gehört für mich definitiv nicht dazu.
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#7 schwarzerkater
  • 23.07.2018, 10:23h
  • Antwort auf #6 von aLuckyGuy
  • "Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich ehrlich gesagt das dies ein Scherz sei. Mal ehrlich, ich denke das es allerhöchste Zeit ist das Thema sexuelle Belästigung wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen. "
    danke für deinen beitrag. mir ging es genau so.
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#8 NicksAnonym
  • 23.07.2018, 11:20h
  • Schlimm ist das.
    Aber daraus jetzt eine Männer- Frauen Sache zu machen hilft nicht weiter.
    Es gibr genug männliche Opfer, auch auf CSDs.
    Auch weibliche Täter gibt es. Gerade bei Schwulen meinen einige Frauen keine Distanz waren zu müssen. Die Erfahrung habe ich gemacht.
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#9 TheDadProfil
  • 23.07.2018, 11:50hHannover
  • Antwort auf #5 von schwarzerkater
  • ""dass ist ein idiotischer Einzeltäter. Mehr nicht.""..

    Auch solche "idiotischen Einzeltäter" sind dann das Ergebnis gesellschaftlicher Schieflagen, ausgelöst durch die heterosexistische Idee Frauen seien für Männer permanent verfügbar !

    Das marginaliseren solcher Schieflagen über das Kleinrechnen ist dann auch Teil des Problems, und nicht Teil der Lösung !
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#10 jochenProfil
  • 23.07.2018, 12:06hmünchen
  • Eine irgendwie seltsame Meldung.
    Wenn man jemanden an der Hüfte anfasst... ist das sexuelle Belästigung, die bei der Polizei zur Anzeige gebracht wird?

    Auffällig beim Lesen, die Kurzsilbigkeit über den Täter . Obwohl man weiter Zeugen über den Vorfall .... sucht.

    Auffällig in meinen Augen auch: Immer öfter muss beim öffentlichen Leben Sicherheitsmassnahmen eingesetzt werden ... und wenn das nicht reicht, dann müssen diese Massnahmen immer öfter intensiviert werden.
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