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Radeln mit Komfort

E-Bike als Alternative zum Auto

Das E-Bike galt lange als Fahrrad für tretfaule Warmduscher. Inzwischen ist es aber zu einer echten Alternative geworden – für Fahrten zur Arbeit, für den Urlaub oder einen Trip zum nächstgelegenen CSD.


Mit dem E-Bike kommt man fast überall hin, ohne sich zu Tode strampeln zu müssen (Bild: MEINE HEIMAT [Chiemgau] / flickr)

  • 24. Juli 2018, 13:57h, noch kein Kommentar

Autofahren wird immer teurer, die Städte werden immer voller und keiner will mehr ein Umweltfrevel sein. Was tun? Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ist häufig nervtötend, mit dem guten alten Fahrrad ist es oft zu anstrengend. Die Antwort lautet: Elektrofahrräder. Diese motorbetriebenen Räder sind geeignet für alle, die mal ein paar Kilometer zurücklegen, aber nicht jedes Mal das Auto benutzen möchten.

Zwar sind die Anschaffungskosten für E-Bikes schon recht happig: Ein gutes Rad kostet ab 1.500 Euro aufwärts, eine Aufladung aus der Steckdose ist dann aber im unteren zweistelligen Centbereich – und bringt einen bei den geläufigen günstigen Modellen 60 bis 100 Kilometer voran, hängt aber freilich von vielen Faktoren – wie der Beschaffenheit der Strecke oder der Temperatur – ab.

Zunächst muss man zwischen verschiedenen Versionen von Elektrofahrrädern unterscheiden: Beim Pedelec (Pedal Electric Cylce) unterstützt der Hilfsantrieb mit höchstens 250 Watt nur die Trittbewegung des Fahrers – überschreitet das Rad die Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, schaltet der Zusatzantrieb automatisch ab. Dies ist das meistverkaufte Elektrofahrrad, das den Vorteil hat, dass es rechtlich als Fahrrad gilt – also kein Nummernschild braucht, keine zusätzliche Haftpflichtversicherung und auch keine Helmpflicht besteht (obwohl es aus gesundheitlichen Gründen immer eine gute Idee ist, einen Helm zu tragen).

Daneben gibt es zwei weitere Versionen, die nach dem Straßenverkehrsgesetz nicht mehr als Fahrräder gelten, sondern als Krafträder: Die Fahrräder mit Hilfsmotor geben auch ohne Pedaltreten Schub. Eine Mischform ist das S-Pedelec mit einer Leistung von bis zu 500 Watt. Es erreicht Geschwindigkeiten von 20 Stundenkilometern ohne Treten und maximal 45 Stundenkilometern mit Pedalunterstützung. Im deutschen Recht entsprechen diese Räder Mofas – müssen also angemeldet und versichert werden. Außerdem besteht eine Helmpflicht. Es wird übrigens davon abgeraten, sein E-Bike zu tunen, da dies erhebliche unkalkulierbare Risiken mit sich bringt.

Vor- und Nachteile von Elektrorädern

Studien zufolge sind rund zwei Drittel aller deutschen Autofahrten kürzer als 7,5 Kilometer. Genau für diese Strecken wäre das E-Bike ideal. Es ist nicht nur klimafreundlicher als der gemeine Volkswagen, sondern gerade in Großstädten muss man sich weniger mit Parkplatzsorgen herumplagen. Außerdem hat man beim Biken mehr Bewegung als im Auto und spart darüber hinaus noch Geld.

Freilich gibt es auch Nachteile: Dem Großeinkauf kann man nicht mal so in den Kofferraum schmeißen und auch keinen Mitfahrer mitnehmen. Zudem sind E-Bike-Fahrer bei Unfällen schlechter geschützt als Autofahrer. Und noch ein möglicher Nachteil: Man ist immer dem Wetter ausgesetzt, das sich auch mal von seiner wenigen schönen Seite zeigen kann. Im Vergleich zum normalen Fahrrad hat das E-Bike auch den Nachteil, schwerer zu sein. Wenn der Akku mal leergefahren ist, ist es äußerst anstrengend, das Gerät zu bewegen.

Dennoch: Als günstige Alternative zum Auto und komfortable Alternative zum Fahrrad ist das E-Bike bislang unschlagbar.