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Polizeibericht

Schwules Paar stellt homophoben Pöbler zur Rede – Polizei muss einschreiten

In einem Einkaufszentrum in Berlin-Hellersdorf wurden ein 55- und ein 52-Jähriger von einem 28-Jährigen schwulenfeindlich beschimpft. Daraufhin kam es zum Streit.


Anders als in anderen deutschen Städten informiert die Berliner Polizei gezielt über mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

In den frühen Abendstunden kam es am Montag in Berlin-Hellersdorf zu einer Beleidigung mit homophoben Hintergrund. Dies meldete die Berliner Polizei am Dienstagvormittag.

Laut Polizeibericht informierten Zeugen gegen 18.45 Uhr Polizisten in einem Einkaufszentrum in der Stendaler Straße darüber, dass es einen Streit zwischen drei Männern gab. Die Beamten begaben sich zu den Dreien und trennten diese.

Ein 55-Jähriger gab daraufhin an, dass er und sein 52 Jahre alter Begleiter von einem 28-Jährigen homophob beleidigt worden sein sollen, woraufhin es dann zu einem Streit gekommen sei. Nach Identitätsfeststellung wurde der 28-Jährige am Ort entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Keine weiteren Angaben zum mutmaßlichen Täter

Wie bei Erstmeldungen üblich, machte die Polizei keine weiteren Angaben zu dem mutmaßlichen Täter. Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Laut einer vorläufigen Statistik der Berliner Polizei kam es im letzten Jahr in der ganzen Stadt zu insgesamt 164 angezeigten Taten im Bereich "sexuelle Orientierung"; die Statistik umfasst unter anderem auch Beleidigungen und Propagandadelikte. Im Vorjahr waren es ebenfalls 164 Vorfälle, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln. Untersuchungen der Fälle zeigten sehr unterschiedliche Motive. Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo meldete für 2017 insgesamt 324 Fälle mit homo- oder transphobem Hintergrund, ein Anstieg von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr (queer.de berichtete). (cw)



#1 JasperAnonym
  • 24.07.2018, 10:14h
  • Richtig so!

    Wir müssen uns wehren.

    Wenn wir schweigen und sowas stumm ertragen, macht das die Täter nur noch stärker und dann nehmen die sich immer mehr raus und werden irgendwann auch gewalttätig.

    Wir sind keine Opfer, die alles stumm über sich ergehen lassen. Es ist immer gut, sich zu wehren und sich nichts bieten zu lassen. Dabei sollte man natürlich auch auf seine Sicherheit achten, aber generell müssen wir uns viel mehr wehren, sonst wird es immer schlimmer.
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#2 guardiannrwAnonym
#3 FehlerAnonym
  • 24.07.2018, 10:47h
  • "Wie bei Erstmeldungen üblich, machte die Polizei keine weiteren Angaben zu dem mutmaßlichen Täter."

    Genau das finde ich einen Fehler.

    Denn das beflügelt wieder rechte Verschwörungstheorien, es habe sich um einen Migranten gehandelt.

    Es gibt doch zwei Alternativen:

    1. Es war ein Migrant:
    Dann wirkt das Verschweigen so, als solle etwas vertuscht werden und nützt nur den Rechten.

    2. Es war kein Migrant:
    Dann setzen die Rechten dennoch dieses Gerücht in die Welt und man kann nicht das Gegenteil beweisen.

    So oder so nützt es den Rechten und schadet der Mehrheit der friedlichen Migranten.

    Deswegen würde ich generell solche Angaben auch veröffentlichen, damit jeder sieht, dass es eben auch Deutsche sind, die so ticken.

    Außerdem ist es generell gut, möglichst viel über Täter zu wissen, um zu erkennen, wo Probleme sind und wo man mehr gegensteuern muss. Würde man z.B. sehen, dass Migranten einer Gegend besonders homophob sind, während das anderswo nicht der Fall ist, müsste man sich fragen, ob da z.B. ein Hassprediger am Werk ist. Oder man könnte von der Integration an anderer Stelle lernen.

    Jedenfalls beflügeln solche Nicht-Nennungen von Tätern nur rechte Verschwörungstheorien.
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#4 BeckAnonym
#5 TheDadProfil
  • 24.07.2018, 12:11hHannover
  • Antwort auf #3 von Fehler
  • ""Es gibt doch zwei Alternativen:""..

    Dein 1. und 2. nennt dann aber nur EINE "Alternative"..
    Aber das nur nebenbei..

    Ich gebe Dir dann eine wirkliche Zweite Alternative :

    Der Pöbler ist ein MENSCH UND ein Arschloch..

    Wo der aufgewachsen ist und sozialisiert wurde ist eigentlich unerheblich, doch ich finde es extrem schlimmer wenn es sich dabei dann noch um so genannte "Bio-Deutsche" handelte, denn die müßten es mit 28 Jahren dann noch deutlich besser wissen..
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#6 daVinci6667
  • 24.07.2018, 15:32h
  • Ich stimme mit euch überein. Sich immer wehren wenn dies irgendwie möglich ist ohne seinen Partner und sich selbst zusätzlich zu gefährden.

    Auch das möglichst viel über die Täter bekannt wird, Religion, Nationalität etc. Wahrheiten und Tatsachen kommen früher oder später sowieso immer ans Licht. Und auch die Berufsgruppe soll da bitte genannt werden.

    Im Zusammenhang mit Migranten übrigens zeigt das eben nicht nur auf diese selber, sondern auch auf die Integrationspolitik und damit auf die angesesse Bevölkerung.

    Zum Beispiel warum stimmen Türken in der Schweiz und anderen europäischen Ländern mehrheitlich GEGEN Erdogan, in Deutschland hingegen eindeutig FÜR diesen Dispoten? Da läuft was gerade schief bei euch und das hat mehr mit den Deutschen als mit den Türken zu tun.
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#7 TheDadProfil
  • 24.07.2018, 23:58hHannover
  • Antwort auf #6 von daVinci6667
  • ""Zum Beispiel warum stimmen Türken in der Schweiz und anderen europäischen Ländern mehrheitlich GEGEN Erdogan, in Deutschland hingegen eindeutig FÜR diesen Dispoten? Da läuft was gerade schief bei euch und das hat mehr mit den Deutschen als mit den Türken zu tun.""..

    Zunächst einmal..
    Das mit den "Türken" stimmt..

    Nun wohnen in der BRD aber zu 60 Prozent gar keine "Türken", sondern türkei-stämmige Kurden, und die haben mehrheitlich gegen Erdogan gestimmt..
    Blöderweise sind von diesen "türkei-stämmigen" Menschen dann aber nicht genug zur Wahl gegangen um ein eindeutiges Ergebnis zu erreichen..
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#8 ahmadAnonym
#9 ahmadAnonym
  • 05.08.2018, 15:31h
  • Antwort auf #3 von Fehler
  • ich wäre an deiner stelle genau und vorsichtig

    die meisten mit Migrationshintergrund sind deutsche und haben eine deutsche Staatsangehörigkeit

    sollen wir uns einen Migrantenstern kaufen und uns kenntlich machen oder wie ?
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#10 KaktusAnonym
  • 15.08.2018, 19:57h
  • Antwort auf #9 von ahmad
  • Eine meiner Schwestern lebt seit über 17 Jahren mit ihrer Familie in Frankreich, vor Monaten sagte sie mir, ich kann noch weitere 20 Jahre hier leben ich werde hier immer die Deutsche bleiben obwohl ich die Sprache perfekt kann und ich mich hier einbringe. Beide Töchter sind in Frankreich geboren und doch wird von einigen Franzosen gesagt, das sind die Kinder der Deutschen. Erst die nächste Generation wird dann wohl Franzose / Französin sein. Ein Türke der hier lebt und einen Deutschen Pas hat, bleibt trotzdem im Herzen immer ein Türke.
    Ein Deutscher der schon ewig in Griechenland lebt, bleibt im Herzen immer ein Deutscher. Erst die nächste Generation wird das ganz anders sehen und fühlen. Und das ist gut so.
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