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Instagram-Star

Model Derek Chadwick outet sich als schwul

Der 23-Jährige aus New York City will mit seinem Coming-out andere junge Schwule dazu motivieren, sich ebenfalls zu outen.


Derek Chadwick gehört zu den gefragtesten männlichen Models in den USA (Bild: Instagram / derekchadwick)

Das 23-jährige Model Derek Chadwick hat sich in einer Titelgeschichte des britischen Schwulenmagazins "Gay Times" als schwul geoutet. "Ich würde mich jetzt als 'gay' identifizieren", erklärte der Amerikaner, der sich zuletzt auch als Musiker und Schauspieler probierte – er hatte etwa Gastrollen in den US-Fernsehserien "Blue Bloods – Crime Scene New York" und "Scream Queens". In den USA ist er aber besonders bekannt als ein Gesicht der Marke Urban Outfitters.

Das 1995 in New York City geborene Multitalent erklärte, er habe bereits während seiner Schulzeit gewusst, dass er schwul sei. Weil er sich nicht geoutet habe, sei er aber um Leute stets herum nervös gewesen. "Ich wollte nicht, dass sie mich beurteilen, ohne meine ganze Geschichte zu kennen", so Chadwick.

Nach dem Coming-out fühle er sich befreit: So könne er auf seinen Seiten in den sozialen Netzwerken offener sein, so der 23-Jährige, der allein auf Instagram über 275.000 Fans hat.

Chadwick will die Sichtbarkeit queerer Menschen erhöhen

Chadwick hofft, dass er mit seinem Coming-out viele jüngere Schwule unterstützen kann, die es nicht so einfach hätten wie er: "Das war der Hauptgrund, warum ich auf dem Cover [der 'Gay Times'] sein wollte. Ich möchte derjenige sein, der sich auf Demonstrationen und anderen Veranstaltungen für Menschen einsetzt. Ich konnte das nicht ohne Coming-out tun. Das ist ein guter Weg, damit queere Leute sichtbar sind." Er betonte, dass die Sichtbarkeit von LGBTI in den sozialen Medien im Jahr 2018 sehr wichtig sei.

Wenn er nur einem Menschen beim Coming-out helfen könne, hätte sich sein Einsatz schon gelohnt: "Wenn ich nur einer Person helfe, kann diese womöglich jemand anderen helfen, der sich in der selben Situation befindet, und das Ganze geht dann weiter und weiter", so Chadwick. "Ehrlich zu sein und sich selbst zu sein, das ist immer die beste Art zu leben." (cw)

Direktlink | Derek Chadwick bei der Arbeit

When u see the ice cream truck down the street

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Instagram / derekchadwick | Mit Bildern wie diesen hat sich Derek Chadwick bereits seit Jahren eine schwule Fanbase auf Instagram aufgebaut



#1 Jeff_StrykerProfil
#2 JasperAnonym
  • 24.07.2018, 15:36h
  • Prima.

    Je mehr Menschen sich outen, desto besser...

    Und gerade Promis haben ja auch immer eine Vorbildfunktion und sollten ihren Fans nichts falsches vorgaukeln.

    Wenn er nur einem Menschen Mut gibt, zu sich selbst stehen zu können, hat es sich bereits gelohnt. Von den Vorteilen für ihn selbst ganz zu schweigen, weil die ewige Angst vor Enttarnung wegfällt und man erst nach dem Outing weiß, was man sich zuvor angetan hat und wie unfrei man war.
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#3 BasherAnonym
  • 25.07.2018, 09:55h
  • Der Typ hat sich schon 2016 geoutet als er noch Derek Binsack hieß. Was so ein Nachnamenswechsel alles ermöglich, nicht wahr?

    Hoffen wir mal, dass Elton John nie seinen Nachnamen wechselt und dann nochmal outet. Man könne sich den medialen Rummel vorstellen.
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#4 mimimimimimimiAnonym
  • 25.07.2018, 18:48h
  • Ich finde, dass es nix bringt, wenn sich berühmtere menschen outen... die haben meist einen ganz anderen hintergrund.
    ich bin z.b. ungeoutet, da ich im fall, dass ich nicht akzeptiert werde kein geld hätte ein eigenständiges leben zu führen. wenn man sich schon einen namen gemacht hat und das geld hat zu machen was man will, ist ein outing auch kein problem... wäre ich millionär, würde ich sowieso auf alles scheißen.
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#5 Vater
  • 27.07.2018, 21:31h
  • Sichtbarkeit ist wirklich wichtig.

    Wenn alle homo- und bisexuellen Menschen plötzlich einen rosafarbenen Heiligenschein hätten, dann würde sich das Phänomen 'Homophobie' recht schnell auflösen.

    Womöglich würden die Menschen diesen 'Homo-Schein' aber auch überhaupt nicht richtig interpretieren, weil einfach zu viele Menschen einen hätten.

    Ich denke aber schon, dass Homophobie, wie auch die Angst vor dem Schwulsein nur deshalb so gut funktioniert, weil die Menschen keine Ahnung haben, wie queer die Menschheit wirklich ist.

    Je mehr Menschen (insbesondere Prominente) sich outen und zu sich stehen, desto mehr fürchten sich allerdings diese Demo-für-alle-Spacken vor der großen Verschwulung, was ihre Aktivitäten umso aggressiver ausfallen lässt.
    Für die ist das wirklich der Beweis dafür, dass Homo-Propaganda tatsächlich funktioniert.

    Man sollte daher gar nicht müde werden zu betonen, dass diese vermehrte Sichtbarkeit keinesfalls bedeutet, dass sich unsere Anzahl verändert hat.
    Es gab früher in der westlichen Welt sicher mehr verklemmte Schwule in heterosexuellen Ehen, die ihre heterosexuellen Ehefrauen um einen leidenschaftlichen, sie begehrenden Partner betrogen haben.
    In Afrika und der arabischen Welt ist das ja auch heute so.

    Als ich mein Coming-Out hatte, rätselten wir herum, ob es wohl schwule Abgeordnete im Bundestag gab.Im Fernsehen fanden wir einfach überhaupt nicht statt.

    Wenn irgendwelche homophoben Tanten und Onkels an diese Zeit denken, dann müssen die ja wirklich glauben, Homosexualität sei ansteckend.

    Ich erinnere mich aber noch lebhaft an meine ersten riesigen nächtlichen Gay-Partys. Ich kam dort als 16jähriger an und traf schon zwei Straßen vor meinem Ziel nur noch auf Schwule und Lesben.
    Das Gefühl, Teil einer gigantischen geheimen Welt inmitten der bekannten Welt zu sein, war einfach unbeschreiblich.
    Das ging leider im Zuge unseres Sichtbar-Werdens verloren.

    Für Otto-Normalverbraucher waren wir damals einfach unsichtbar bis nicht vorhanden.

    Eigentlich kann man es niemandem verdenken, wenn ihm das Outing immer mehr und immer neuer Persönlichkeiten suspekt ist.
    Gestern sah man nirgendwo auch nur einen einzigen Schwulen. Es war pfui, bäh und unnatürlich.
    Heute sind sie scheinbar überall. Es tauchen sogar ständig neue auf - und sie sind angeblich sogar gerne schwul. Das riecht doch nach einem Trend, oder?

    Möchte man nicht fast wetten, dass all diese Schwulen früher noch zu 100 Prozent heterosexuell waren?

    Ich denke, dass man diesen besorgten Eltern und anderen Knallköpfen dieser Art immer wieder klarmachen muss, dass es sich bei um eine Täuschung handelt.

    Wir waren früher nicht weniger als heute.

    Wir sind heute aber immer noch deutlich mehr, als alle Geouteten.

    Unsere scheinbare Anzahl kann also immer noch munter ansteigen...
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