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Satire-Serie

US-Abgeordneter will IS-Terroristen mit seinem Hintern bekämpfen

Ein Parlamentarier aus dem Bundesstaat Georgia zeigt in der neuen Satireserie von Sacha Baron Cohen ("Borat", "Brüno") seine rassistische und homophobe Seite – mit runtergelassenen Hosen.


Der "Terrorist" (re.) mag eine Waffe haben, aber ein echter republikanischer Patriot weiß sich zu helfen

Jason Spencer ist seit 2010 einer von 160 Abgeordneten des Georgia House of Representatives, einer der beiden Parlamentskammern des Südstaats. Das Mitglied der republikanischen Mehrheitsfraktion ist seit Sonntag ein großes Gesprächsthema im ganzen Land, seitdem er im zweiten Teil von Sacha Baron Cohens neuer TV-Satirereihe "Who is America?" vorgeführt wurde. In der im Bezahlkanal Showtime ausgestrahlten Serie spricht der britische Komiker ähnlich wie in seiner "Ali G Show" in fiktiven Rollen mit Politikern, Journalisten oder normalen Bürgern, dieses Mal ausschließlich in den Vereinigten Staaten – in seinem gewohnt provokanten Stil versucht Cohen, seine Gesprächspartner dazu zu bringen, dumme Dinge zu sagen oder zu tun.

Mit Spencer hat der britische Komiker den perfekten Kandidaten: In einem fünfminütigen Clip zeigt sich der Republikaner nicht nur als lupenreiner Rassist, sondern auch als überzeugter Homo-Hasser.


Er ist mehr als nur ein Hintern: Das offizielle Abgeordnetenbild von Jason Spencer

Cohen schlüpft für den Clip in die Rolle des Erran Morad, eines israelischen Anti-Terror-Experten. "Morad" zeigt dem Parlamentarier, wie er sich gegen Islamisten zur Wehr setzen kann – nämlich mit seinem blanken Hintern; dieser jage den heterosexuellen Terroristen Angst ein, da eine Berührung schwul mache. Hier die Übersetzung des Dialogs:

Cohen: Der IS hat Angst davor, als Homo angesehen zu werden. Weißt du, was das ist: Homo?

Spencer: Ja, ja.

Cohen: Wenn dein Hintern sie berührt, heißt das, sie sind jetzt…

Spencer: …Homosexuelle.

Cohen: Jetzt bringe ich dir bei, wie du deinen Hintern benutzen kannst, um den IS einzuschüchtern. Zeig mir den Hintern. Hosen runter! (Spencer zieht seine Hose runter, man sieht die Unterhose) Okay, los.

Spencer (geht mit Hintern auf Cohen los, der eine Pistole in der Hand hält): Amerika!

Cohen: Gut. Noch einmal – aber jetzt das "Amerika" lauter.

Spencer (geht lauter auf Cohen los): Amerika! (grunzt)

Cohen: Gut. Im Mossad sagen wir – ich meine, nicht im Mossad: "Wenn du gewinnen willst, solltest du Haut zeigen."

Spencer: Okay.

Cohen: Also, zeig's mir (Spencer zieht Unterhose runter). Versuch mich jetzt zu berühren.


Das ist offenbar die neue amerikanische Geheimwaffe gegen islamistische Terroristen (Bild: Screenshot Showtime)

Spencer (läuft wieder mit Hintern auf Cohen zu, brüllt): Ich werde dich berühren. Ich werde dich mit meinem Hintern berühren. Ich werde dich berühren. Wirf die Knarre weg oder ich berühre dich. USA!

Cohen: Okay, stopp! Du musst mich daran erinnern, dass ich ein Homosexueller werde, wenn du mich berührst. Jetzt! Versuch mich zu berühren.

Spencer (rennt wieder mit Hintern auf Cohen zu und macht Grunzgeräusche): USA, Motherfucker!

Cohen: Zeig mir deine Waffe! (er meint den Hintern)

Spencer: Ich berühre dich. Ich mache dich zum Homosexuellen. Wirf die Knarre jetzt weg! USA!

(Cohen wirft die Knarre weg)

Direktlink | Die "Homo"-Szene ist ab 3:30 Minuten zu sehen

Es lohnt sich auch, den Rest des Interviews anzusehen. Cohen überzeugt den Politiker etwa, einer Frau mit einem Selfie-Stick unter die Burka zu schauen oder laut "Nigger" zu brüllen.

Sarah Palin ist sauer

Die gesamte Serie von Cohen war bereits vor der Ausstrahlung der ersten Folge umstritten – insbesondere dank Ex-Vizepräsdentschaftskandidatin Sarah Palin, die sich beschwerte, dass Cohen sie verkleidet als behinderter Veteran interviewt habe. Mehrere konservative Aktivisten riefen daher zum Boykott des Senders Showtime auf, was die Serie noch bekannter machte.

In den ersten beiden Folgen kamen bereits viele skurrile Szenen vor: So legte Cohen Waffen-Lobbyist Philip van Cleave herein, indem er ihn für sein Projekt "Kinderguardians" (also Kinder-Wächter) werben ließ – dieses Projekt hilft angeblich dabei, Vorschulkinder für Waffen zu begeistern mit Pistolen wie dem Modell "Puppy Pistol", also einer Waffe mit einem Plüschteddy. In einer anderen Szene besuchte er eine Kleinstadt im ländlichen Arizona und versprach den Bürgern bei einer Versammlung große Investitionen – später enthüllte er, die Investition sei der Bau einer Großmoschee, worauf einige Bürger mit rassistischen Beschimpfungen antworteten. Außerdem wurde ein Clip mit Ex-Vizepräsident Dick Cheney gezeigt, in der der Folter-Befürworter eine "Waterboarding-Flasche" für Cohen signierte.

Im deutschen Fernsehen wird "Who is America?" immer dienstags zwei Tage nach der Erstausstrahlung um 20.15 Uhr im Pay-TV-Sender Sky Atlantic gezeigt. Viele Clips macht Showtime auch auf Youtube verfügbar.

Direktlink | Cohen will nicht nur rechtsgerichtete Politiker hereinlegen – im Redneck-Ami-Akzent interviewt er hier den linken Demokraten Bernie Sanders

Für den Abgeordneten Spencer hat die Ausstrahlung übrigens Konsequenzen: Ein Sprecher des Repräsentantenhauses gab am Dienstagabend gegenüber der Zeitung "Atlanta Journal-Constitution" bekannt, dass der Republikaner am Monatsende zurücktreten werde. Seine Amtszeit würde ohnehin im Januar 2019 auslaufen – im Mai hatte er die republikanischen Vorwahlen in seinem ländlichen Wahlbezirk im Osten von Georgia verloren. Die drei Wahlen zuvor war Spencer übrigens mit jeweils 100 Prozent der Stimmen zum Abgeordneten gewählt worden, weil die Demokraten in dem tief konservativen Wahlkreis nicht einmal einen Gegenkandidaten aufgestellt hatten.



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#1 alter schwedeAnonym
  • 26.07.2018, 07:40h
  • Auf der rechten A...backe fehlt noch ein Tattoo von Donald Trump. Ansonsten kann ich nur sagen. Das ist genau das, was ich nie hätte sehen wollen. Ich überlege grade ob ich 20 Tage ins Kloster gehe.
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#2 SchleicheRAnonym
  • 26.07.2018, 14:58h
  • Das is ja sooo der Hammer - aahahaha, au mann. Das tut schon beim Zuschauen weh!
    Wenn Leute den Scheiß auch glauben, den sie in ihrem Rassen- und Religions-Wahn erzählen, dann tun die wohl solche Dinge.
    Ich kann immer noch nicht ganz glauben, was ich grad gesehen habe *g*. Ich brauch jetz´ jemanden, der mir mein Kinn wieder nach oben klappt ;)
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#3 Rabauke76Anonym
  • 27.07.2018, 14:46h
  • Muhuhuhaaa! Was für eine geile Scheiße! Es dauerte 30 Minuten!!! Jetzt hab ich mich wieder " eingefangen"- Muhuhuhaaa. Gott save amerika.
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