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Wohnungseinrichtung

Psychologie der Farben: Wie sie wirken und unser Leben beeinflussen

Farben können, je nach Situation, unterschiedliche Atmosphären im Raum erzeugen. Dies sollte bei der Wohnungseinrichtung berücksichtigt werden


Rote Farben fallen auf! Darum sollten sie bedacht in die Einrichtung einfließen (Bild: Pixabay.com © diegodiezperez123 (CC0 Creative Commons))
  • 27. Juli 2018, 14:53h, noch kein Kommentar

Farben beeinflussen den Menschen bewusst und unterbewusst. Sie verändern die Atmosphäre, geben in einem Raum den Ton an und lassen Räume dimensional größer oder kleiner erscheinen. Dieser Artikel geht näher auf die Farbpsychologie ein und vermittelt hilfreiche Tipps, wie die Farben in Ihrer Wohnungseinrichtung Ihren Alltag positiv beeinflussen.

Was uns Farben über die Persönlichkeit verraten

Wussten Sie schon, dass uns die sechs verschiedenen Grundfarben viel über die Persönlichkeit anderer Menschen verraten? Menschen richten sich so ein, wie es ihnen ihr Naturell vorgibt. Energiegeladene Persönlichkeiten wählen eher muntere und fröhliche Farben, während nachdenkliche Menschen ruhige Töne bevorzugen. Manche Menschen mögen Pastellfarben, andere bevorzugen Wände und Accessoires in auffälligen Farbtönen. Jede Farbe hat dabei ihre eigene Bedeutung. Während Gelb beispielsweise für Glück und Freude steht, ist Rot eine Farbe der Leidenschaft, die allerdings ebenfalls auf Gefahren hindeutet. So verwundert es nicht, dass die sechs Grundfarben unser Leben beeinflussen und, je nach Situation, unterschiedliche Atmosphären im Raum erzeugen.

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Die Bedeutung der Farben und deren Anwendung im Alltag

• Gelb ist eine stimmungsfördernde, lebendige Farbe, die mentale, kommunikative und intellektuelle Fähigkeiten fördert sowie die linke Gehirnhälfte fokussiert. Als Raumfarbe lässt sich Gelb umfassend einsetzen, da sie Räume optisch vergrößert. Gelbe Wände und Möbel "erwärmen" den Raum, sie erzeugen eine optimistische und freundliche Stimmung. Ebenso vertreiben knallgelbe Farbtöne negative Gedanken und fördern das eigene Interesse an anderen Menschen. Wie in anderen Situationen gilt: Gelb sollte im Raum nicht überhandnehmen, denn sonst erscheint die Farbe schnell überladen und aufdringlich. "Schmutzige" Gelbtöne gilt es wiederum bei der Einrichtung zu vermeiden. Sie betonen eher negative Eigenschaften wie Neid oder Egoismus.

• Orange ist eine aufheiternde und auffällige Farbe, die dem Betrachter optisch sofort ins Auge sticht. Als Einrichtungs- und Wandfarbe verströmt Orange optimistische Stimmungen, kann aber übertrieben eingesetzt "billig" wirken. Um einen schönen orangenen Farbton in die Einrichtung zu integrieren, sollten Sie auf erstklassige Materialien setzen und ruhige Orangetöne wie Terrakotta oder Koralle wählen. Da die Farbe Orange den Appetit anregt, eignen sich Rollos und Plissees in dieser Farbe hervorragend, um das Esszimmer zu gestalten.


Ruhige Beige- und Pastellfarben wirken sich positiv auf den Schlaf aus (Bild: Pixabay.com © ErikaWittlieb / CC0 Creative Commons)

• Rot ist die lebendige Farbe der Leidenschaft. Sie ist ein Symbol der Liebe, verbindet und alarmiert. Rot zieht, egal wo es erscheint, die Blicke auf sich. Psychologisch betrachtet erwärmt es, wenn es sparsam eingesetzt wird, das Raumklima. Rote Farben stimulieren in geringem Maße unsere Sinne und erzeugen einen sogenannten "Push-up-Effekt". Doch rote Farbe steht gleichermaßen für Gefahren, Hass und Wut. Unruhige Personen sollten Rot nicht oder nur geringfügig in ihren Wohnstil integrieren. Grundsätzlich eignen sich rote Farben eher als akzentuierende Töne, im Schlafzimmer sollten rote Farben keinen Einzug halten, da sie zu sehr beunruhigen.

• Weiß ist eine reine und klare Farbe. Aus diesem Grund findet sich die Farbe Weiß in stationären Krankenhäusern wieder – sie beruhigt die Nerven und erzeugt eine sterile Atmosphäre. Gleichzeitig vermittelt reines Weiß einen unnahbaren Eindruck. In Wohnungen ist reines Weiß daher keine Option, wenn Sie eine lebendige, stimmungsaufhellende Atmosphäre erschaffen möchten. Verbinden Sie diese Farbe mit anderen Farbtönen oder nutzen Sie die positive Ying/Yang-Energie, die dann entsteht, wenn Sie weiße und schwarze Farben sparsam miteinander kombinieren.

• Blassblaue, auch kräftige korallenblaue Farbtöne erzeugen eine kühle, aber beruhigende Wirkung, die symbolisch für das Meer oder den Blick in die Ferne steht. Da Blau den Geist entspannt, nervöse und unruhige Zustände reduziert und harmonisierend wirkt, lässt sie sich gut als Wandfarbe im Wohn- oder Schlafzimmer verwenden. Weiterhin eignen sich blaue Töne dazu, einen Raum optischer größer wirken zu lassen.

• Der Farbe Violett misst die Farbpsychologie eine widersprüchliche Bedeutung zu. Einerseits ist sie rätselhaft und symbolisiert attraktive wie ambivalente Zustände. Andererseits steht Lila sinnbildlich für eine spirituelle Ausstrahlung, regeneriert den Geist und das Gemüt. Vor allem die hellen Varianten des vielseitigen Farbtones, wie Flieder oder Taupe, verleihen dem Wohnraum ein zartes und friedliches Erscheinungsbild. In Empfangs- oder Wohnräumen kommen lila und violette Farben gut zur Geltung, während sie in Esszimmern den Appetit verringern. Am meisten harmoniert Violett zusammen mit goldenen und silbernen Akzenten.

• Grün ist eine Farbe, die der Mensch mit der Natur verbindet. Sie ist sehr kräftig und erinnert an grünes Gras sowie die Frische der Jugend. Aus diesen psychologischen Aspekten heraus empfindet der Mensch die grüne Farbe als gesund, kraftgebend und vitalisierend. Grün lässt sich in der Wohnung in den verschiedensten Abstufungen gebrauchen: Dunkle Töne wirken edel, Pastellgrün sorgt für einen frischen Touch. Da der grüne Farbton den Menschen antreibt, kann er sich gut in das kreative Arbeitszimmer integrieren.


Grüne Akzente und Pflanzen beleben den Arbeitsplatz und bewirken einen Motivationsschub, da sie in positiver Weise antreiben (Bild: Pixabay.com © qimono / CC0 Creative Commons)


• Braun ist eine erdige Farbe, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt und dabei naturverbunden erscheint. Braun und Beige ist eine gesunde Kombination, die einen Raum nicht zu sehr erdrückt sowie ein positives Gleichgewicht aufrechterhält. Nichtsdestotrotz ist Braun eine der am wenigsten geschätzten Farben. Viele Menschen erinnern brauen Farbe an dreckige, schmutzige oder altmodische Dinge.

• Schwarze und graue Farben wirken, je nach Nuance, düster, neutral, zurückhaltend oder unergründlich. Sie sollten in Wohnräumen lediglich als Kombinationsfarben eingesetzt werden. Mit weißen Farbtönen kombiniert, strahlen graue und schwarze Farben wiederum eine zeitlose, edle und stilbewusste Eleganz aus, die zu allen Stimmungen passt. Graue und schwarze Farben sind eine gute Wahl für alle Wohnräume und setzen ebenfalls das Badezimmer dezent in Szene.

Auf diese Weise erzielen Farben eine positive Wirkung

Laut Experten sei es hilfreich, jeden Raum mit etwas Farbe zu gestalten, Hauptsache, dieser wirke nicht monoton. Idealerweise gäbe es dabei eine ausgeglichene Mischung aus beruhigenden und anregenden Farben, wobei die ruhigen Farben mit einem Anteil von zwei Dritteln überwiegen sollten. Die auffälligen Farben kommen optimal an den Vorhängen, an Büchern, Möbelstücken oder Bilder zum Ausdruck. Grundsätzlich ist es ratsam, dunkle und kräftige Farben bedächtig einzusetzen. Pro Raum empfehlen sich maximal drei verschiedene Farben, damit er nicht unruhig und unausgeglichen wirke. Es ist wichtig, mit den passenden Lichtquellen für ruhige Ecken zu sorgen, in denen sich die Menschen zurückziehen können. (ak)