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Kommentare zu:
EMIS-Umfrage: Wissen über PrEP ist ausbaufähig


#1 DominikAnonym
  • 01.08.2018, 15:45h
  • Bei solchen Umfragen kommt es auch immer drauf an, welche Personengruppe befragt wird und wie die Fragestellung genau ausschaut.

    "Schwule und bisexuelle Männer" ist eigentlich eine sehr unspezifische Gruppe, da es sehr viele verschiedene Typen von schwulen und bisexuellen Männern gibt. Längst nicht jeder lebt promiskuitiv, längst nicht jeder hat regelmäßig Sexdates oder Sexpartys oder Sex unter Drogeneinfluss. Wenn das alles nicht auf mich zutrifft, so brauche ich auch kein umfangreiches Wissen über PrEP. Es ist ja kein Medikament, das jeder schwule oder bisexuelle Mann dringend benötigt, sondern nur dann Sinn macht, wenn man ständig wechselnde Sexualpartner hat.

    Außerdem wird in der Umfrage nur nach oberflächlichem Wissen zur PrEP-Pille gefragt: Wozu ist sie da, und wie kann man sie einnehmen? Ich bin mir ziemlich sicher, würde man auch danach fragen, woraus sich das Medikament zusammensetzt, wie es im Körper wirkt, und was die Risiken, Nebenwirkungen und Nachteile sind oder sein könnten, hätte man als Ergebnis noch sehr viel mehr Unwissen vorliegen; und zwar auch auf Seiten der Befürworter.

    Die Umfrage ist mMn ungenau und lässt wenig Rückschlüsse zu!
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#2 Rosa SoliAnonym
#3 jochenProfil
  • 01.08.2018, 18:03hmünchen
  • Plötzlich war PrEP da.
    Und gut Bescheid darüber weiss ich bis heute noch nicht.
    Ich handelte mir Vorwürfe ein von potentiellen Sexualpartnern, die ich gerade erst kennenlernte, weil ich trotzdem auf Safer Sex bestand.

    Ich finde Aufklärung war früher besser. ( z. B. bei der AIDS- Aufklärung damals)

    "Blasen ist ok"
    "kein Abspritzen im Mund"
    " Anal nur mit Kondom"...usw..

    damit hat man die Leute viel besser erreicht,
    Die Infos über PrEP sind viel zu kompliziert , zu umständlich geschrieben ist mein Eindruck.
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#4 Vater
  • 01.08.2018, 18:32h
  • Gibt es eigentlich irgendwelche erwähnenswerte Flyer oder PDFs, die umfangreich und in deutscher Sprache über die PrEP informieren?
    Die PrEP wird zwar ständig überall erwähnt; Informationen über einen eventuell erforderlichen Wirkstoffspiegel, über notwendige Zeitfenster und Wissenswertes über die rechtzeitige Einnahme fehlen aber bedauerlicherweise.
    Bin ich auch abseits von Bareback-Partys und/oder täglichem Sex ein potentieller Kandidat? Wie ehrlich darf ein Gelegenheits-Sex-Habender gegenüber dem Arzt sein, um das Zeug noch auf Kassenrezept zu bekommen? Werden diese Gelegenheits-Sex-Leute überhaupt mit bedacht, um zur Betroffenengruppe gezählt zu werden?
    Wie viele Stunden/Tage/Tabletten sind erforderlich, bis der Schutz zuverlässig greift?
    ---

    Manche wichtigen Fakten kann man hierzulande wohl noch gar nicht wissen, weil Organisatorisches, Fragen zu Zielgruppen und damit verbundener Kostenübernahme womöglich noch gar nicht zu 100 Prozent geklärt sind.

    Andere wichtige Fragen (siehe wenige Zeilen höher) wurden auch in den gefühlt 50 Artikeln zur PrEP bei queer.de nie beantwortet.
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#5 TheDadProfil
  • 01.08.2018, 19:08hHannover
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • ""Bei solchen Umfragen kommt es auch immer drauf an, welche Personengruppe befragt wird und wie die Fragestellung genau ausschaut.""..

    Oooh Man..

    "" "Schwule und bisexuelle Männer" ist eigentlich eine sehr unspezifische Gruppe, da es sehr viele verschiedene Typen von schwulen und bisexuellen Männern gibt.""..

    -LOL-

    ""Längst nicht jeder lebt promiskuitiv, längst nicht jeder hat regelmäßig Sexdates oder Sexpartys oder Sex unter Drogeneinfluss. Wenn das alles nicht auf mich zutrifft, so brauche ich auch kein umfangreiches Wissen über PrEP.""..

    Du bräuchtest nicht einmal Gummis..
    Dennoch hast Du hier neulich geschrieben sie zu nutzen..

    Die Frage des wieso ist immer noch unbeantwortet..
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#6 TheDadProfil
#7 AuntieBioticEhemaliges Profil
#8 Vater
  • 01.08.2018, 21:10h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • Vielen lieben Dank.

    Dass dort Antworten zu finden sind, hätte ich mir natürlich denken können.
    Ich halte es auch durchaus für möglich, dass ich den einen oder anderen FAQ-Link übersehen habe.

    Ich habe aber trotzdem den Eindruck, dass diese Infos aktiver verbreitet werden könnten und wesentlich weniger aktiv verbreitet werden als andere, fast schon penetrant gestreuten Themen ohne großen informativen Wert.

    An dieser Stelle ist queer.de übrigens herzlich eingeladen, mindestens einmal einen gut recherchierten Artikel mit allem Wissenswerten zur PrEP zu veröffentlichen. Das Ganze wäre bestimmt wesentlich mehr als eine willkommene Abwechslung zu den widerlichen Demo-für-alle-Flyern oder dem Tausendsten gestorbenen Gay-Porno-'Star'
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#9 krakalaAnonym
#10 AuntieBioticEhemaliges Profil
#11 Rosa SoliAnonym
  • 02.08.2018, 11:52h
  • Antwort auf #3 von jochen
  • Das ist aber der entscheidende Punkt: Mit der Kondomstrategie, die seit über 30 Jahren gefahren wird (und die auch sehr erfolgreich war) kriegt man eine weitere Reduktion der Infektionen nicht hin. Diese Maßnahme hat sich bewährt und ist auch immer noch gut, aber sie ist ausgereizt. Seit Jahren verharren wir auf einem bestimmten Level - es werden nicht mehr Infektionen als in den Vorjahren, aber es werden eben auch nicht weniger.
    Mit weiteren Instrumenten möchte man nun dafür sorgen, dass es zu einem Rückgang der Neuinfektionen kommt. Andere Länder, die die PrEP bereits einsetzen, berichten davon, dass es ihnen durch diese Art der Prophylaxe gelungen ist, die Zahl der Neuinfektionen signifikant zu reduzieren.

    Man erweitert also das Angebot für safer sex und will es damit packen.

    1. Das Kondom bleibt
    2. Die PrEP kommt dazu
    3. Positive sind mehr infektiös (Schutz durch Therapie)

    Mit dieser 3er-Strategie soll es gelingen, die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland erheblich zu verringern.
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#12 TheDadProfil
  • 02.08.2018, 11:52hHannover
  • Antwort auf #9 von krakala
  • ""Das trifft auf HIV zu.""..

    Und ?
    Ist das dann kein SaferSex ?

    ""PrEP schützt nicht vor Hepatitis-C.""..

    Aber vor Hepatitis-B..

    Wissenswert :

    ""Während sich von den schwulen Männern, die keine PrEP nehmen, pro Jahr durchschnittlich 0,15 % mit einer Hepatitis C infizieren, sind es bei den PrEP-Usern der Amsterdamer Studie etwa 1 % (einer von Hundert). Die Untersuchung der Virenstämme ergab, dass sich die PrEP-Nutzer wahrscheinlich bei HIV-positiven MSM in Amsterdam mit HCV infiziert haben.""..

    Was dann aber auch aussagt, die Übertragung von HIV hat dabei NICHT stattgefunden..

    www.aidshilfe.de/meldung/hohe-hepatitis-c-rate-teilnehmern-a
    msterdamer-prep-studie
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#13 JohnnyAnonym
#14 jochenProfil
#15 Rosa SoliAnonym
#16 krakalaAnonym
  • 02.08.2018, 14:01h
  • Antwort auf #10 von AuntieBiotic
  • Wird man bei der PrEP-Untersuchung auf Hep C getestet?
    (Ernstgemeinte Frage.)

    Bei der Aidshilfe heisst es im Bericht aus 2017: "So sehen die bisherigen PrEP-Leitlinien zwar einen Hepatitis-B-Test und parallel zu den vierteljährlichen HIV-Tests auch Untersuchungen auf die wichtigsten Geschlechtskrankheiten vor, jedoch keinen Hepatitis-C-Test."

    Ist das noch aktuell, oder hat sich die Lage inzwischen geändert?
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#17 la_passanteAnonym
  • 04.08.2018, 03:05h
  • Syphilis, HPV, Tripper & Co freuen sich über PrEP. Und über die Machenschaften der daran verdienenden Pharmaindustrie liest man nichts. Ich finanzier dann mal weiterhin Kondomhersteller.
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#18 SchlüssigAnonym
  • 04.08.2018, 09:41h
  • Antwort auf #17 von la_passante
  • Neben den von Dir genannten, freuen sich noch unzählige weitere Viren, Bakterien und andere Erreger über menschliche (und natürlich tierische) Nähe.
    Das ist Evolution. Klar.
    Soll es aber wirklich so sein, dass gerade wir uns auf ewig eine 2. Haut überziehen wollen wenn wir uns nah, sehr nah, sein wollen?
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#19 TheDadProfil
  • 05.08.2018, 11:46hHannover
  • Antwort auf #17 von la_passante
  • ""Syphilis, HPV, Tripper & Co freuen sich über PrEP. Und über die Machenschaften der daran verdienenden Pharmaindustrie liest man nichts. Ich finanzier dann mal weiterhin Kondomhersteller.""..

    Sämtliche als "Geschlechtskrankheiten" bezeichneten Infektionen haben auch noch andere Übertragungswege, die über eine Kondom eben nicht zu verhindern sind..

    Für Dich persönlich darfst Du gerne weiterhin diesen Rat befolgen, und die Kondom-Hersteller dann auch "finanzieren"..

    Als allgemeiner Rat gegen die PrEP, und vor allem als Ratschlag gegen die Einführung von PrEP als Kassenleistung taugt das aber eben nicht..
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