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Kommentare zu:
Wegen billigerer Autoversicherung: Kanadier lässt sich als Frau registrieren


#1 FrageAnonym
  • 01.08.2018, 16:40h
  • Warum ist die Autoversicherung für Frauen überhaupt günstiger? Verursachen sie weniger Unfälle als Männer?
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#2 AntwortAnonym
#3 DominikAnonym
  • 01.08.2018, 17:01h
  • Das Beispiel zeigt das Missbrauchspotential, wenn wirklich nur noch die Aussage des Betroffenen benötigt wird.

    Was ich für eine vernünftige Lösung halte: Nach dem geäußerten Wunsch einen amtlichen Bestätigungsvermerk zu machen, dass der Wunsch ernsthaft ist und keine anderen "Gründe" hat. Das wäre dann auch kein psychologisches Gutachten mehr, aber zumindest ein amtliches Okay. Ich kann mich ja auch nicht morgen zum Kind erklären, nur weil ich keine Steuern zahlen will oder keinen Bock auf Erwachsenen-Gesetze habe.

    Ein Minimum an Kontrolle muss sein. Das macht einfach nur Sinn.
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#4 Vater
  • 01.08.2018, 17:33h
  • Dass es da draußen jede Menge Trans-Hasser gibt, die sowas für ihre Hetze missbrauchen, werden die meisten cis-Männer nicht wissen.
    Wird das tatsächlich gegen Transgender verwendet, dann kann man die Schuld nicht diesem Versicherungstrickser geben. Schuld an der Hetze tragen die Hetzer; sonst niemand.
    Ich bezweifle zwar ^^, dass dieser Trick lange funktioniert (den Medien sei gedankt), finde die Aktion aber gar nicht schlecht. Das einzige 'Opfer' ist in diesem Fall die Versicherungsgesellschaft, die alle Männer über einen Kamm schert und als vermeintliche Rennfahrer abzockt. Da sie statt vernünftig zu differenzieren, kurzerhand alle Männer diskriminiert (was genauso bescheuert ist, wie umgekehrt) hat sie diesen Dämpfer wirklich verdient.
    Hier nutzt jemand ein diskriminierendes System gegen den Diskriminierer.
    Statisken hin oder her. Mit saftigen Premienaufschlägen allein aufgrund des Vorhandenseins von Y-Chromosomen, machen die es sich viel zu einfach. Mit Fairness hat das nichts mehr zu tun.
    Da müssen die sich echt was besseres einfallen lassen.
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#5 TheDadProfil
  • 01.08.2018, 19:17hHannover
  • ""Trans-Aktivisten zeigten sich über den Fall nicht erfreut. Die kanadische Aktivistin Florence Ashley erklärte etwa in einem Kommentar, dass dieser Fall von Gegnern der Gleichbehandlung missbraucht werden könne, um gesetzliche Verbesserungen zu blockieren. "In den letzten Jahren haben Anti-Trans-Aktivisten wiederholt Ängste geschürt, dass Cis-Männer ihr Geschlecht ändern und dann Maßnahmen zur Frauenförderung in Anspruch nehmen oder sich in Frauen-Schutzräumen aufhalten können", so Ashley.""..

    Die Diskriminierung von Männern über beispielsweise einfach nur höhere Versicherungs-Prämien nur weil man ein Mann ist, ist KEIN solcher ""Frauen-Schutzraum"", sondern Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes !

    Es ist schlichtweg unverständlich wie das in Kanada überhaupt möglich ist !
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#6 TheDadProfil
#7 Anonyma
  • 01.08.2018, 19:50h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • @Dominik: >Das Beispiel zeigt das Missbrauchspotential, wenn wirklich nur noch die Aussage des Betroffenen benötigt wird.<

    Laut Artikel benötigte der "Versicherungstrickser" ein ärztliches Attest, um seinen Geschlechtseintrag ändern zu können, was er aber offenbar auch problemlos bekommen hat. Damit zeigt dieses Beispiel dann eigentlich auch viel eher, dass die von Dir abermals geforderte "Kontrolle" im Grunde nicht viel bewirkt.

    Übrigens: Wusstest Du, dass die im "Transsexuellengesetz" festgeschriebene Doppelbegutachtung ursprünglich den Zweck hatte, eine Ehe zwischen zwei Männern zu verhindern (§ 175!!!)? Es hätte ja sein können, dass ein Mann seinen Geschlechtseintrag ändert, um einen anderen Mann zu heiraten. Und um sicher zu stellen, dass ein einzelner Gutachter nicht vielleicht ein Gefälligkeitsgutachten erstellt und dadurch diesen "Missbrauch" (merkst Du was?) ermöglicht, legte man einfach zwei Gutachter fest.
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#8 FreeDomAnonym
  • 01.08.2018, 20:35h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • "aber zumindest ein amtliches Okay"

    Ich warne vor allzu großem Vertrauen in den Amtsschimmel. Warum sollten Beamte (oder überhaupt irgendjemand) willkürlich darüber entscheiden dürfen, ob es Menschen mit ihrer Geschlechtsidentität "ernst meinen"??? Verrückt!
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#9 la_passanteAnonym
  • 01.08.2018, 21:18h
  • Womit wieder einmal belegt wäre, warum sämtliche Geschlechtsmarker in offiziellen Papieren ersatzlos gestrichen gehören. Geschlecht geht den Staat nichts an.
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#10 daVinci6667
  • 01.08.2018, 21:29h
  • Diese Story konnte man schon gestern in der Schweizer Boulevardpresse lesen. Was sollte man daraus lernen?

    Wehrpflicht für beide Geschlechter oder für keinen, gleiches Rentenalter, gleich hohe Krankenkassen-Beiträge, gleich hohe andere Sozialversicherungsbeiträge usw. asf. Ändert man das nicht werden Finanzoptimierer alle zwei Jahre ihr amtliches Geschlecht ändern.

    Ebenso sollte man endlich Ehepaar-Renten abschaffen. Ich weiss nicht wie es bei euch läuft, aber hierzulande lassen sich haufenweise Ehepaare vor dem Rentenalter scheiden, bleiben jedoch weiterhin zusammen nur um zwei Einzelrenten zu erhalten. Das sind immerhin 25% mehr als wenn sie verheiratet bleiben.

    Es gibt nur eines: Alle gleich behandeln, niemanden diskriminieren und wir haben keine Probleme!
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#11 Nicos AntosAnonym
#12 AlexAnonym
  • 02.08.2018, 08:55h
  • Dann hoffen wir mal für "sie", dass sie nicht in ein transfeindliches Land zu reisen gedenkt. Dann gibts schon bei der Einreise Probleme, wenn da plötzlich F in irgendwelchen Dokumenten steht. Aber muss er rausfinden, ob es das Wert ist...

    Und Kanada sollte mal seine Antidiskriminierungsrichtlinien überdenken. Da liegt tatsächlich ein Fehler im System, aber eben nicht bei der Möglichkeit der Geschlechtsänderung, sondern darin, dass durch Diskriminierung nach Geschlecht ein nicht-persönlicher Anreiz geschaffen wird, eine solche Änderung vorzugeben, um auf die (für diesen speziellen Fall) bevorteilte Seite zu wechseln.
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#13 Alice
#14 Alice
  • 02.08.2018, 20:16h
  • Ungleichbehandlungen müssen (wieder) abgeschafft werden. Sie wurden z.B. von den Versicherungen über die Jahre eingeführt und stießen auf nicht wenig Rückhalt.
    Warum für die Chaoten mitbezahlen, die die Unfälle produzieren? Warum nicht verschiedene Versicherungstarife? Das sei gerechter: Sportler sollten einen höheren Krankenversicherungsbeitrag bezahlen und andere Risikogruppen auch, die Diskussion ging schon in Richtung genetisches Profil, Familienkrankheiten, Berufsbedingtes Risiko, usf.
    Glücklicher Weise haben Gerichte diesen Fantasien schon einige Riegel vorgeschoben, leider nicht allen.
    Schön, dass hier so viele Stimmen diesen Unsinn, der alles andere zum Ziel hat als eine Gesellschaft die für jeden als Gemeinschaft einsteht, als ungerecht empfinden.
    Das finde ich generell super wichtig, dass wir LSBTTIQ*t durch unsere Forderungen den Wert des "füreinander Einstehens" wieder gesellschaftsfähig machen und ihn so unserer Gesellschaft zurück geben.
    Wir dürfen nur nicht auf halbem Weg stecken bleiben. Auch wir werden alt und mal bedürftig. Auch wir werden uns vielleicht im Alter die hohen Mieten nicht mehr leisten können. Wir werden dann aus unserem sozialen Umfeld gedrängt. Und bitte das hat nichts mit links oder rechts zu tun, das betrifft alle, insbesondere die, die in Städten wohnen. Eine angemessene Unterkunft die wir brauchen ist meiner Ansicht nach ein Grundrecht an sich. Das war mal anders. Bergbausiedlungen, Firmenwohnungen usf. Es gab einmal einen starken öffentlichen Wohnungsbau. Das sind alles Maßnahmen die einem Mietpreiswildwuchs entgegenwirken können.
    Was nützen Gehaltserhöhungen um 2 bis 3 % wenn die Mieten um mehr als das doppelte bis fünffache ansteigen, ein bisschen renovieren vorausgesetzt? Der Staat, also wir, werden früher oder später die Zeche bezahlen.
    Wie wäre es mal mit ein paar Nullrunden bei den Mieterhöhungen. Nicht nur die Kaufkraft der Bevölkerung würde steigen (19% von fast allem ist dem Staat sofort sicher!!) auch der Anteil der Armen würde sinken. Alleinerziehende hätten etwas mehr finanzielle Luft. Man könnte es nutzen um sich vielleicht mal ein Eigenheim zu gönnen. Miet-Wohnraum würde im Gegenzug frei. Die Renten könnten wieder eher ausreichen um nicht wegziehen zu müssen. Irgendwo müssen die Menschen schließlich wohnen.
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#15 CanadianSarahAnonym
  • 04.08.2018, 14:31h
  • Erstens es ist ausserdem nicht cissexuell, es ist cisgender. Es hat nichts mit Sexualität zu tun, es ist der Gender.

    Zweitens: Alberta ist nicht bekannt dafür, ein Transparadies zu sein. Es sei sehr schwer, auf HRT zu kommen. Ich hörte Geschichte von anderen Transleuten vor Ort, dass es am einfachsten in Ontario sein soll. Aber ob es so bleibt weiss man nicht, seitdem Doug Ford nun auch Premier ist. Quebec macht es nicht viel einfacher mit drei verschiedenen Gesetzen...

    Ich finde es einen Missbrauch von den Gesetzen hier in Kanada. Das ist Versicherungsbetrug seinesgleichens.
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#16 daVinci6667
  • 04.08.2018, 20:29h
  • Antwort auf #15 von CanadianSarah
  • Klar ist das Versicherunsbetrug, da hast du recht!

    Trotzdem ist sein Handeln nachvollziehbar. Wo soll das alles noch hinführen? In der Schweiz, wie vermutlich auch in den USA und Kanada dürfen Versicherungen die voll dem Wettbewerb unterstehen frei ihre Risiko-Kalkulationen durchführen.

    Das führt längst nicht nur zu unterschiedlichen Prämien für Mann und Frau, Nein. Das Alter spielt eine Rolle, die Nationalität, der Wohnort, der Beruf, der Gesundheitszustand und vermutlich längst, auch wenn nicht offiziell, die sexuelle Orientierung.

    Das alles finde ich nicht in Ordnung.
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#17 TheDadProfil
  • 05.08.2018, 11:52hHannover
  • Antwort auf #14 von Alice
  • ""Warum für die Chaoten mitbezahlen, die die Unfälle produzieren?""..

    Eine eigentümliche Sicht auf die Versicherungswirtschaft..

    Denn der Unterschied zwischen einem "produziertem" Unfall, und einem der "provoziert" wurde um einen Versicherungsbetrug zu begehen ist dann auch immens..

    Betrügerische Unfälle werden dann auch nicht "reguliert", sondern stehen dann als Betrugs-Straftat unter Strafe..
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#18 TheDadProfil
  • 05.08.2018, 11:56hHannover
  • Antwort auf #15 von CanadianSarah
  • ""Das ist Versicherungsbetrug seinesgleichens.""..

    Die Schwächen des Systems aufzuzeigen und auszunutzen hat nicht automatisch einen Betrug zur Folge..

    Hier gilt dann das gleiche wie im Fall des argentinischen Beamten, der sich über die Änderung seines Geschlechtseintrages den früheren Zugang zur Rente gesichert hat..

    Wenn sich das System als Fehlerhaft erweist, dann muß es verändert werden..
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#19 MoonDaughterProfil

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