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Konservativer Hollywood-Schauspieler

James Woods rückt Homosexualität in die Nähe von Kindesmissbrauch

Eine Kampagne in sozialen Netzwerken will Homo- und Transsexualität mit Kindesmissbrauch gleichsetzen – unterstützt von einem Hollywood-Star.


Schauspielveteran James Woods scheint sich heute sehr viele Sorgen über Homo- und Transsexuelle zu machen (Bild: Toglenn / wikipedia)

Die 71-jährige Hollywood-Ikone James Woods ("Videodrome", "Casino", "Contact", "White House Down") sorgt erneut mit einer LGBTI-feindlichen Stellungnahme in sozialen Netzwerken für Empörung: Der zwei Mal für einen Oscar nominierte Schauspieler teilte am Dienstag ein Bild, das ein Schattenbild eines männlichen Erwachsenen zeigt, der die Hand eines Kindes vor einer Regenbogenfahne hält. Darüber steht: "Pädophile sind auch nur Menschen". Woods schrieb dazu: "Und so beginnt es."



Twitter-Nutzer kritisierten den Schauspieler scharf dafür, Homo- oder Transsexualität mit Kindesmissbrauch gleichsetzen zu wollen. Das Poster war laut dem Lokalsender KATU ursprünglich in der Nähe einer Grundschule in Portland (Bundesstaat Oregon) aufgehängt und rasch wieder entfernt worden. Der Aktivist Cameron Whitten, der Chef der lokalen LGBTI-Organisation Q Center, sagte, damit wollten Gegner der Gleichbehandlung negative Klischees über queere Menschen verbreiten: "Diese Botschaft sollte LGBTQ stigmatisieren. In einer Zeit, in der wir es täglich mit Homo- und Transphobie zu tun haben, ist es nicht hilfreich, wenn solch schädliche Botschaften verbreitet werden."

Woods, der sich auf Twitter und Co. als konservativer Trump-Verehrer profiliert, ist bereits mehrfach mit homo- oder transphoben Botschaften aufgefallen. Im Juli letzten Jahres empörte sich etwa Schauspieler Neil Patrick Harris über einen Eintrag Woods, in dem er einen Vater und eine Mutter aus Südkalifornien dafür kritisierte, dass sie mit ihrem "geschlechterkreativen" Kind einen CSD besuchten (queer.de berichtete).

Woods skandalisierte den Film "Call Me By Your Name"

Im September sorgte Woods erneut für Empörung, als er vor der Premiere des Films "Call Me By Your Name" schrieb: "Wie sie langsam die letzten Barrieren des Anstandes entfernen." Dazu setzte er den Hashtag #NAMBLA – dabei handelt es sich um eine amerikanische Pädophilenorganisation, die sich für die Legalisierung von sexuellem Kindesmissbrauch einsetzt. "Call Me By Your Name" handelt von der gleichgeschlechtlichen Affäre eines 17-Jährigen mit einem 24-Jährigen in Italien, wo das Schutzalter bei 14 Jahren liegt.


"Call Me By Your Name"-Schauspieler Arnie Hammer reagierte damals mit einem Tweet an seinen konservativen Schauspielkollegen, in dem er sich über dessen Liebesleben lustig machte: "Bist du nicht mit einer 19-Jährigen ausgegangen, als du 60 warst?" Außerdem wurde Woods von Schauspielerin Amber Tamblyn beschuldigt, sie angemacht zu haben, als sie erst 16 Jahre alt war. Im Rahmen der startenden #MeToo-Bewegung warfen ihm außerdem die Schauspielerinnen Katie Aselton und Elizabeth Perkins sexuelle Übergriffe vor, die von Woods empört zurückgewiesen wurden.



In sozialen Netzwerken sind zuletzt vermehrt Bilder aufgetaucht, mit den sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit Kindesmissbrauch in Zusammenhang gebracht werden sollten. Manche Twitter-Nutzer gehen davon aus, dass es sich dabei um eine gezielte Kampagne rechter Netzwerke handle. Ein Beispiel ist ein in Amerika viel verbreitetes Bild, das die Buchstaben LGBTP und einen Regenbogen zeigt – das "P" soll dabei für "Pädosexualität" stehen. (dk)



#1 sanscapote
#2 FinnAnonym
  • 03.08.2018, 17:41h
  • Die homo- und transphoben Fanatiker merken, dass sie mit ihrem LGBTI-Hass bei den meisten Menschen nicht landen können.

    Also ändern sie ihre Strategie und versuchen, uns jetzt mit Pädophilen in Verbindung zu bringen, um so Stimmung gegen uns zu machen.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 03.08.2018, 17:45h
  • Dass wir die Sündenböcke für alles sein sollen, ist nix Neues.
    Ich frage mich nur, was da in ihm abgeht, wenn er solche Phantasien aufbauen muss.
    Meistens haben ja diejenigen was zu verbergen, die solche Gerüchte und Vorurteile in die Welt streuen.
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#4 daVinci6667
  • 03.08.2018, 18:06h
  • In Sprachen in denen für schwul und Pädo nur ein einziges Wort existiert (z.B. auf Russisch) habe ich ein kleines bisschen Verständnis für nötigen Nachhilfeunterricht.

    Nicht so im Englischen und nicht bei Menschen die in Staaten leben die grundsätzlich demokratisch sind und obligatorischen Schulunterricht kennen. Jeder amerikanische Schwule sollte bei Gericht wegen seiner Aussage Anklage wegen Ehrverletzung stellen können. Leider wohl im Trumpschen Amerika nicht möglich.
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#5 LillyComptonAnonym
  • 03.08.2018, 18:38h
  • Einmal rolle rückwärts bitte.
    Mit Unwettern und co. hats nicht geklappt dann muss der alte Schuh wohl wieder her.

    Und schon wieder so einer.
    Wie letztens der achso tolle IT'ler zum Thema Elysium u.a. von "Homosexuellen und ähnlich abartigen Perversen" philosophieren musste.

    Oder der Oppa der den Vadder und die Mudda in der U-Bahn fragte ob sie sicher seien das sie ihre kleine Tochter neben mir [offensichtlich hat der geschnallt das ich ne lesbe bin] sitzen lassen wollen...

    Dabei heißt es so schön was ich selber denk und tu...
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#6 GhyslainAnonym
  • 03.08.2018, 20:23h
  • Da beschwert sich ein alter Sack über eine einvernehmliche (und legale!!) Liebe zwischen einem 24-jährigen und einem 17-jährigen, während er selbst 16-jährige Mädchen gegen ihren Willen anmacht...

    Da sieht man wieder mal: die größten Hetzer wollen nur von sich selbst ablenken...
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#7 Carsten ACAnonym
  • 03.08.2018, 20:27h
  • Ein alternder Schauspieler, der schon seit Jahren keine Rollen in erfolgreichen Filmen mehr hatte, versucht verzweifelt, nochmal ein paar Schlagzeilen zu bekommen, weil er nicht mit dem nachlassenden Ruhm umgehen kann.

    Dafür scheint ihm jedes Mittel recht, auch wenn er dafür seine rechte Gesinnung so dumm zur Schau stellen muss.
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#8 Homonklin44Profil
  • 03.08.2018, 22:07hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Nun ja, das haben die sich von den Kirchlichen abgeschaut, die ja seit langer Zeit schon Homosexualität mit Pädophilie zusammen mischen, um von ihren eigenen pädophilen Eigenschaften abzulenken.

    Robo-Cop hätte man für belichtet genug gehalten, den Unterschied zu kennen. Man kann sich in Menschen irren.
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#9 lindener1966Profil
  • 03.08.2018, 23:23hHannover
  • Im Science Fiction Film "Contact" mit Jodie Foster hat er offensichtlich sich selbst gespielt
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#10 TomDarkAnonym
  • 03.08.2018, 23:47h
  • Abgesehen davon, dass ich James Woods noch nie mochte, suchte er sich halt auch seine Rollen seinem Charakter entsprechend aus. In einer anderen Rolle als den durchgeknallten, egomanisch-überheblichen Fiesling hab ich den auch kaum gesehen.

    Wenn man halt dermaßen von Testosteron gesteuert und in seiner Vorstellung von Männlichkeit erstarrt ist wie Woods, geht es eben mit der Intelligenz schnell nach hinten los.
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