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Kommentare zu:
Spahn fördert Projekte gegen Trans-Diskriminierung


#1 Patroklos
#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 05.08.2018, 12:14h
  • "Bis zu drei Jahren"

    Satire:
    "Bewerben Sie sich jetzt. Eine einmalige(!) Chance wartet auf Sie: Sie werden mit Ihrer Aktion, Ihrem Verein, Ihrer Initiative gegen Diskriminierung und für Akzeptanz unterstützt und finanziell gefördert. Ja, das ist toll, Sie werden sehen. Denn sobald Sie diese finanzielle Förderung erhalten haben, können Sie Ihre Initiative aufbauen und nach drei Jahren ist Schluss mit lustig. Hahahaha, ja, das macht Spaß - voll im Ernst jetzt. Wir meinen es gut mit euch und an unsere "Spende" werden Sie sich immer erinnern - wir sorgen dafür.
    Und so geht's: Sie bewerben sich und dann heißt es Daumen drücken. Ja, Sie drücken die Daumen, denn nicht alle werden diese Chance erhalten. Ist also was ganz Besonderes (*augenroll*). Wenn Sie dann Glück haben, und wir der Meinung sind, dass Sie mit Ihrer Initiative förderungswürdig sind (diese Prüfung ist streng vertraulich und selbstverständlich NICHT transparent. Wir wollen es Ihnen schließlich nicht einfacher machen, und eine Bloßstellung unsererseits muss auch vermieden werden), dann, ja dann sind Sie..... äh, ja, die Auserwählten und Sie dürfen (mit unserer Kontrolle!) Ihre Initiative aufbauen.
    Ist das nicht toll? Also wir finden es toll und wir freuen uns auf Sie (dass wir Sie kontrollieren können und Sie finanziell von uns abhängig sind, freut uns aber trotzdem noch am meisten).
    So, nun ist Ihr erster Schritt der nächste. Bewerben Sie sich heute noch. Sie werden es nicht bereuen (höchstens hinterher vielleicht, aber da sind wir dann aus dem Schneider).
    Und es wird uns ewig eine Freude gewesen sein, Sie unterstützt zu haben (aber auch nur aus dem folgenden Grund, dass wir uns künftig immer darauf berufen- und wir abschmettern können, falls uns jemand unterstellt, wir seien keine Partei, die etwas für Akzeptanz täte bzw. die die LSBTTIQ Community nicht unterstützen würde).

    Ja, es ist toll, wir freuen uns (ob Sie sich freuen werden, ist uns dann schon wieder weniger wichtig oder auch gleichgültig).
    So, und damit Sie alles gut verstehen können, haben wir alles für Sie zusammengefasst. Wenn Sie Fragen haben, können Sie es gerne oben im Artikel nachlesen. Zum Beispiel woher das Geld kommt. Das kommt vom Bundesgesundheitsministerium.
    Ist das nicht toll? (Wir wollen schließlich darauf hinweisen, dass die Förderung von Akzeptanz eine Frage der Gesundheit ist, verstehen Sie?) Ja, so wissen Sie gleich, woher der Wind (immer von der Mitte heraus) weht und unsere Transparenz ist damit gewährleistet. Hahahaha, wir finden es toll.
    So, nun ist aber genug geschrieben. Jetzt liegt es an Ihnen, sich zu bewerben und Ihre Chance zu nutzen (dass Sie sich damit zum Hirsch machen werden, werden Sie eventuell gar nicht verstehen und das ist uns umso lieber).

    Viel Glück!"

    Sarkasmus off.
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#3 SatireAnonym
  • 05.08.2018, 12:38h
  • Full stop.

    Bevor der Staat heuchlerischeweise Projekte fördert, die etwas gegen Diskriminierung tun sollen, wie wäre es, wenn der Staat zuallererst die eigene Diskriminierung aufgeben würde?

    Dieses "wir fürdern Selbsthilfestrukturen" (was es am Ende des Tages ja ist - Strukturen, die versuchen in einem diskriminierenden System den Schaden zu minimieren bzw. einen "Umgang" damit zu finden) ist nichst anderes als ein subtiles Dafür-Sorge-Tragen, dass die Selbststigmatisierung aufrechterhalten wird und die Zielgruppe aus Angst vor der Peitsche dieses Zuckerbrot danken hinnimmt oder sich davon abhängig macht und lieber die Klappe hält und die Diskriminierung internalisiert statt sich gegen den Unterdrücker zu emanzipieren.

    Was ist passiert, als der Staat mal wieder von UN un anderen auf ihre staatliche Diskriminierung hingewiesen wurde? Man verwies darauf, dass man doch die Magnus-Hirschfeld-Stiftung ins Leben gerufen hätte... q.e.d.

    Noch schlimmer als den Staat sind die ganzen LGBTs, die dieses Spiel dankend mitmachen. Fürchterlich.
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#4 ursus
#5 niccinicciAnonym
  • 05.08.2018, 13:31h
  • spahni soll nächster bundeskanzler werden. mit merkel wird es niemals einen neuanfang bei den christlichen parteien geben, dafür hat sie zuviel grüne politik versucht durchzusetzen mit den fatalen bekannten folgen: brexit, afd-aufstieg zur volkspartei. spahni wäre da perfekte besetzung! weiter so!
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#6 SatireReloadedAnonym
  • 05.08.2018, 13:33h
  • Antwort auf #2 von von_hinten_genommen
  • Ja, richtig... Zuckerbrotsalamitaktik eben.

    Was im Übrigen auch spannend ist:
    Da steht, dass Diskriminierungen erst einmal ermittelt werden sollen.

    Jedesmal das Argument, dass man sich ja erstmal "mit dem Thema beschäfigen müsse"

    Das ist so krank - wie oft wurde schon ermittelt und hinterher nichts getan? Es gibt schon so viele Dokumentationen der Diskriminierungen (auch von seiten irgendwelcher Bundes- order Landesregierungen), die sehr klar und deutlich sind - blöderweise auch Konsequenzen ziehen und Handlungsempfehlungen beinhalten.

    Nee, da ist ja wieder Gras drüber gewachsen und man muss erstmal neu studieren... wie jedes Mal seit wasweißichwann.

    Zuckerbrot mit Salami, schmeckt nicht gut, ist es auch nicht, klingt aber toll für Leute, deren Geschmackssinn abhanden gekommen ist.
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#7 TimonAnonym
  • 05.08.2018, 13:58h
  • Das mag nicht perfekt sein, ist aber auf jeden Fall mehr, als alle seine Amtsvorgänger jemals getan haben.

    Er mag nicht seine Partei komplett ändern können, aber innerhalb seines Ressorts ist er sehr aktiv. Siehe auch seine Bemühungen, PrEP zur Kassenleistung zu machen, was auch die SPD noch bis vor kurzem abgelehnt hat...
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#8 erstmal noergelnAnonym
  • 05.08.2018, 14:34h
  • Warten wir Doch mal ab. Der Mann hat zumindest mal das Thema erstmalig an- und voran gebracht! Es liegt auch an uns was draus zu machen.

    Noergelige Leserebriefe von klugen Sesselpupsern brachten nich nie was.

    Und vorallem... wer wenn nicht er? Ich habe die CDU noch nie gewaehlt und ich bin noch weit weg davon aber wenn es in 3 Jahren wieder soweit ist koennte er mir etwas geben, was mir die anderen Parteien seit Jahren nicht liefern.

    Guckt auch mal ueber unsere Themen hinweg.
    Wenn er die Pflegekatastrophe als Gesundheitsminister halbwegssauber hin bekommt, hat er mehr geschafft als die letzten beiden Regierungen.
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#9 SchiessmichtotAnonym
  • 05.08.2018, 14:42h
  • Antwort auf #8 von erstmal noergeln
  • "Wenn er die Pflegekatastrophe als Gesundheitsminister halbwegssauber hin bekommt, hat er mehr geschafft als die letzten beiden Regierungen."

    Wer das glaubt, hat vom Thema wenig Ahnung. Ist wie die Mär vom Fachkräftemangel und deren angebliche Lösung. Erinnert mich an Mietpreisbremse.
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#10 von_hinten_genommenAnonym
#11 AnnonymAnonym
#12 TheDadProfil
  • 06.08.2018, 11:03hHannover
  • Antwort auf #8 von erstmal noergeln
  • ""Guckt auch mal ueber unsere Themen hinweg.
    Wenn er die Pflegekatastrophe als Gesundheitsminister halbwegssauber hin bekommt, hat er mehr geschafft als die letzten beiden Regierungen.""..

    Mal so zum drüber nachdenken..

    Diese "Pflegekatastrophe" ist ebenso wie das Internet für die Mutti KEIN wirkliches Neuland..

    Schon 1980 bemängelte die damalige ÖTV das Fehlen von wenigstens 20.000 Pflegekräften in den Kliniken und Krankenhäusern..
    Von den Pflegeheimen war da noch gar nicht die Rede, die Ausbildung zur "Altenpflegekraft" umfasste satte 12 Monate, und war so etwas wie eine Hilfs-Pflegende, denn die "Stations-Leitung" unterlag einer Krankenschwester..

    Doch die Ausbildungszentren an den Krankenpflegeschulen konnten mit der Entwicklung am Markt nicht Schritt halten, und bildeten immer viel zu wenige Nachwuchskräfte aus, dazu kam und kommt das Problem, daß über die Arbeitsbelastung verbunden mit dem Schichtdienst in verschiedenen Systemen über 3-Schichten oder sogar 4-Schicht-Systemen eine 24/365-Bereitschaft erwartet wird, die dazu führt das eine Pflegekraft nach durchschnittlich 7 Jahren den Beruf verläßt..

    Ende der 80'er Jahre etablierte das Gesundheitsministerium dann eine Änderung in der Ausbildung..
    Die so genannte "Ein-Jährige" Ausbildung zur Pflege-Hilfskraft wurde beendet, und neben der Ausbildung zum "Kranken-und Gesundheitspflegekraft" auch eine Drei-Jährige Ausbildung zur "Altenpflegefachkraft" mit 3 Jahren etabliert, die Ausbildungsgänge von Altenpflege, Kranken-und Gesundheitspflege sowie der Kinder-Kranken-und Gesundheitspflege schulisch getrennt..

    Genau das soll nach dem Willen des letzten Gesundheitsgesetzes durch den Minister Gröhe revidiert, und durch eine gemeinsame Ausbildung über wenigstens 4 Semester ersetzt werden, denen dann 2 Semester für die "Spezialisierung" folgen..

    Grund :
    Man will in der Zukunft Menschen mit unterschiedlichen Ausbildungen wieder in die "Altenpflege" drängen können, wenn die Bedarfe anders nicht gedeckt werden können..

    Zwischenzeitlich wirbt man wie schon in den 70'ern und auch 80'er Jahren Fachkräfte aus anderen Ländern an, wie beispielsweise Vietnam, Korea, Spanien und Portugal, und Polen, aber auch aus vielen Ländern des Balkans wie Bulgarien, Kroatien und Serbien..

    Inzwischen fehlen dem Gesundheitssystem wenigsten 40.000 Pflegekräfte..
    Der Bedarf für die Altenpflege ist über die steigende Alterspyramide entsprechend fast gleich hoch..

    80.000 Menschen auszubilden ist die eine Sache..

    Diese Menschen dann auch endlich einmal wertschätzend zu bezahlen eine völlig andere Sache, denn eine Krankenpflegefachkraft geht nach 3 Jahren Ausbildung mit einem Brutto-Gehalt von kaum über 2.000,-- Euro nach Hause..

    Um also diese "Pflegekatastrophe" zu beenden, die eine hausgemachte Problematik ist, wenn man beispielsweise auf Länder wie die USA oder GB schaut, in denen Pflegekräfte einen völlig anderen Status im System Krankenhaus haben, muß man den Beruf ersteinmal aufwerten, und das geht
    1. über das Gehalt, was um mindestens 500,-- Euro angehoben werden muß, bei gleichzeitiger Reduzierung auf maximal 32 Arbeitsstunden pro Woche,
    und 2. über eine Aufwertung des Berufes zu einer echten "Heil-Hilfskraft" mit entsprechenden Kompetenzen, die sich nicht darauf beschränken auf "Anweisung von Ärzten" zu arbeiten..

    Denn bei Licht betrachtet geben Ärzte in der Facharzt-Ausbildung dann den Profis Pflegekraft Aufträge, und diese erledigen nicht selten dabei Aufgaben die die Ärzte erledigen müßten, und gleichzeitig werden diese Ärzte dann von den Pflegekräften ausgebildet, weil sie über die eigentliche Erfahrung verfügen, die sie an die Ärzte erst vermitteln..

    Das ganze System ist in einer Schieflage, und hier ist weit mehr zu beheben als eine herbei-diskutierte "Katastrophe"..
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#13 JasperAnonym
  • 06.08.2018, 12:15h
  • Antwort auf #9 von Schiessmichtot
  • Jetzt lass und doch erst mal abwarten, was er so alles schafft.

    Ja, bisher sind das alles nur Ideen, Pläne und Ankündigungen. Aber er ist ja auch kaum erst im Amt. Und hat in der kurzen Zeit bereits mehr Ideen als viele seiner Amtsvorgänger.

    Natürlich kommt es jetzt darauf an, was davon umgesetzt wird und wie es umgesetzt wird. Und wenn es nur bei Ankündigungen bleibt oder die Umsetzung nicht gut ist, bin ich der erste, der das kritisiert. Aber wir sollten ihm zumindest mal 1-2 Jahre geben, zu zeigen, was er wirklich leistet. Und bei der nächsten Wahl können wir dann gerne Bilanz ziehen.

    Ansonsten muss ich sagen:
    was auch seine Hauptaufgabe sein muss ist
    - die Beseitigung des Pflegenotstands,
    - eine bessere Gesundheitsversorgung, wo z,B. nicht mehr nach wirtschaftlichen Interessen, sondern nur nach medizinischer Indikation operiert wird und wo es auch mehr und besser bezahltes Personal gibt
    - mehr Hygiene an Krankenhäusern (da ist Deutschland längst nicht mehr führend)
    - gerechtere Finanzierung des Gesundheitssystems
    - kürzere Wartezeiten auf Facharzttrermine (oder z.B. auch CT- und MRT-Termine) für gesetzlich Versicherte
    - etc. etc. etc.

    Daran sind schon viele gescheitert, aber wenn er das schafft, hat er das Zeug zu Deutschland erstem schwulen Bundeskanzler.
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#14 TheDadProfil
  • 06.08.2018, 20:53hHannover
  • Antwort auf #13 von Jasper
  • ""Aber wir sollten ihm zumindest mal 1-2 Jahre geben, zu zeigen, was er wirklich leistet. Und bei der nächsten Wahl können wir dann gerne Bilanz ziehen.""..

    Bis zur nächsten Wahl sind noch 3 Jahre..

    Und interessanterweise wurde diese "Schonfrist" schon für Gesundheitsminister gefordert als diese noch Bahr oder auch Seehofer hießen..

    Am Ende haben exakt diese beiden Minister einen erheblichen Anteil an der so genannten "Pflegekatastrophe", denn unter diesen beiden Gesundheitsministern gab es die schlechtesten Tarifabschlüße in der Republik seit Bestehen..

    Diese ekelhafte "Vergelts-Gott-Strategie" mit der Soziale Berufe zu kämpfen haben, und in dieser Gesellschaft zu den am schlechtesten bezahlten Berufen gehören, muß endlich aus den Köpfen der Verantwortlichen vertrieben werden, denn diese Menschen, egal ob nun in der Gesundheits-Branche, den Kindergärten und Schulen, die Sozialarbeitenden und die Erziehenden leisten eine gesellschaftlich hoch relevante Arbeit die vor allem ordentlich bezahlt werden muß..

    ""Daran sind schon viele gescheitert""..

    Was dann auch an der Eingangs geforderten Schonfrist liegt, die dem System aus Krankenhäusern, Kliniken, Plegeeinrichtungen und vor allem den Krankenkassen immer wieder genug Zeit einräumt um dann ihrer Meinung nach "vernünftige Gegen-Strategien" gegen die Erhöhung der Bezahlung oder die Ausweitung der Pflegekräfte in den Einrichtungen zu verschaffen..

    Mal so zur Erinnerung :
    Ein Gesundheitsminister Gröhe stellte sich unverfroren vor den Bundestag um in der einen Woche zu verkünden, man müsse die Pflegenden Berufe auch finanziell aufwerten um genügend Auszubildende anwerben zu können, um dann in der nächsten Woche stolz zu schwadronieren als Tarif-Partner des Bundes die "Belastungen für den Haushalt" für die nächsten 3 Jahre unter 2,4 % jährliche Steigerung gehalten zu haben..

    Man kann da gar nicht so viel fressen wie man kotzen will..
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#15 MoonDaughterProfil
  • 07.08.2018, 17:47hNomadin
  • Hm. Wie wäre es erstmal damit Trans-Menschen freien Zugang zu medizinischer Versorgung zu verschaffen ohne ekelhaften Gutachten-Zwang?
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