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Heimkino

Ein schwuler Junge befreit sich von seiner prekären Herkunft

Anne Fontaines bewegendes Drama "Marvin" – inspiriert von Édouard Louis' Roman "Das Ende von Eddy" und einer der wichtigsten Filme des Jahres – ist jetzt auf DVD erhältlich.


Der schwule Schauspielstudent Martin bringt seine traumatische Kindheit und Jugend als Marvin auf die Bühne (Bild: Pathé Films AG)

Die Edition Salzgeber hat "Marvin" mit deutschen Untertiteln auf DVD veröffentlicht

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war als sie.

Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will. Martin wird für diese Aufführung alles riskieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.

"Marvin" ist das schmerzlich authentische Porträt eines schwulen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände zu einer eigenen, künstlerischen Stimme findet.


Von seinen Klassenkameraden wird der junge Marvin wegen seines Queerseins misshandelt (Bild: Pathé Films AG)

Für ihren Film wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der französischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohéme hin und her. Die bewegende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung wurde vom Leben des Schriftstellers Édouard Louis und dessen Roman "Das Ende von Eddy" inspiriert.

Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben den Newcomern Finnegan Oldfield ("Nocturama") und Jules Porier mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos zu sehen sind, mit dem Queer Lion ausgezeichnet. Jetzt ist er fürs Heimkino erhältlich! (cw/pm)

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer

Infos zur DVD

Marvin. Drama. Frankreich 2017. Regie: Anne Fontain. Darsteller: Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Vincent Macaigne, Catherine Salée, Jules Porier, Catherine Mouchet, Charles Berling, Isabelle Huppert. Laufzeit: 112 Minuten. Sprache: französische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). FSK 12. Edition Salzgeber.
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Marvin
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#1 hjkloAnonym
  • 07.08.2018, 13:08h
  • schon interessant das fast alle Schwulen filme nur OmU sind, und keine.Synchronisation bekommt... Nochn Aspekt, warum werden eigentlich solche filme immer schwulen filme genannt ? drama reicht doch...

    tittanic wird Katastrophen film genannt ist aber ein Heterofilm.. neee sowas. sagt man ja zu hetero filmen nicht..
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#2 AuntieBiotic
  • 07.08.2018, 15:27h
  • Antwort auf #1 von hjklo
  • Weil hetero nun mal der Standard ist.

    Außerdem macht es Sinn, dass es Schlagwörter gibt, unter denen man "unsere" Filme suchen und finden kann. Wie z.B. Queer Cinema. Oder wie würdest Du diese Filme sonst finden wollen, wenn in der Beschreibung oder Kategorisierung die entscheidenden Begriffe nicht auftauchen?

    Ganz abgesehen davon, würde das den Unterdrückungsmechanismus Nr. 1 bestens bedienen - nämlich das Totschweigen. Und totschweigen lassen haben wir uns lange genug. Das darf nie wieder geschehen.
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#3 hjkloAnonym
#4 paulsenftenbergAnonym
  • 07.08.2018, 18:05h
  • ein hallo an alle filminteressierten hier - ich weiß nicht, ob es hier in den kommentaren zulässig ist, einen link zu setzen, aber ich habe erst vorgestern auf meiner homepage meinen neuesten essay zu einem "gay movie moment" veröffentlicht, und er beschäftigt sich mit dem wirklich schönen film "marivn" und dem spiegelmotiv, das ich darin entdeckt habe. wie immer freue ich mich über interessierte leserinnen und leser - schaut einfach vorbei auf:
    www.paulsenftenberg.at/neue-gay-movie-moments/marvin/

    ganz liebe grüße von paul
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AuntieBiotic
  • 07.08.2018, 19:26h
  • Antwort auf #3 von hjklo
  • Irgendwo verschämt im Kleingedruckten? Hast Du eigentlich gelesen, was ich sonst noch geschrieben habe?

    Das Problem hast wohl eher Du - damit, dass der Film klar als Film mit schwuler Thematik benannt wird.
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#6 antosProfil
#7 FritzeAnonym