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Kommentare zu:
Bistum Speyer macht Angebot für Lesben und Schwule


#1 g_kreis_adventProfil
  • 09.08.2018, 15:51hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Wie halbherzig! Warum werden andere Queere Menschen (bi-, trans- und intersexuelle, transgender) ausgeschlossen?

    Und heiraten dürfen sie auch in Bistum Speyer?
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#2 DominikAnonym
  • 09.08.2018, 19:22h
  • Guter Ansatz! So etwas verdient Anerkennung und Ermutigung, den Weg weiter zu gehen und im Dialog zu bleiben. Alles schlecht zu reden, von vorneherein abzuwerten und zu denunzieren, hat hingegen noch nie zu einem positiven Wandel geführt!
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 09.08.2018, 19:30h
  • Das ist Werbung und Augenwischerei für die Öffentlichkeit, nichts weiter! Dieser Verein will uns immer noch nicht voll akzeptieren, also, warum sollen wir dieses "Angebot" annehmen?
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#4 swimniAnonym
  • 09.08.2018, 19:56h
  • diese angeblich offene tür existiert in Wirklichkeit gar nicht

    = köder einer sekte
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#5 swimniAnonym
#6 LarsAnonym
  • 09.08.2018, 20:29h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Was heißt schon "wir"? Es gibt genug Homosexuelle, die eh Mitglied der Kirche sind, egal ob man das selber richtig findet oder nicht. Diese sind gemeint.

    Es ist begrüßenswert, dass diese Kirchenmitglieder offen in der Gemeinde in ihrer Identität als Homosexuelle angesprochen werden.

    Das schafft keine Akzeptanz von Partnerschaften, aber es schafft größere Klarheit, auch in der Auseinandersetzung.

    Bislang lief diese Ansprache mehr hinter vorgehaltener Hand.
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#7 ursus
  • 09.08.2018, 20:50h
  • Antwort auf #6 von Lars
  • "Das schafft keine Akzeptanz von Partnerschaften, aber es schafft größere Klarheit, auch in der Auseinandersetzung."

    was genau wird denn klarer, wenn so eine gemeinde in einer wischiwaschi-formulierung erklärt, sich dafür "einsetzen" zu wollen "diskriminierung zu verhindern", sie aber die homophobe hetze durch die eigene kirchenleitung mit keiner silbe problematisiert?

    dieses "angebot" nach dem motto "ihr dürft zwar immer noch nicht poppen, aber immerhin mit uns beten" vernebelt mehr als es klärt.
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#8 stephan
#9 stephan
  • 09.08.2018, 21:04h
  • Antwort auf #5 von swimni
  • " ... nichts als eine masche"

    Ja natürlich ist das nur eine Masche ... und eine allzu lächerliche und durchschaubare noch dazu!

    Mein Mann und ich (seit fast 27 Jahren zusammen) sind beide Ex-Katholiken und auch wir kennen den Laden von innen sehr gut - als Benediktiner-Mönch und Gemeindereferent. Ich gehöre heute keine Religionsgemeinschaft mehr an, während mein Mann ordiniertes Mitglied der rheinischen Landeskirche ... aber nicht hauptberuflich dort tätig ist. ...

    Wenn die römischen.-kath. uns etwas Gutes tun möchte, kann sie uns gerne eine Telefonnummer zusenden, damit wir gelegentlich abends bei Bedarf ein geistliches Getränk (einen guten Wein) bestellen können, aber auf deren engen Geist - Spiritus sanctus und dergleichen - verzichten wir allzu gerne! ...
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#10 Chris17Anonym
  • 09.08.2018, 22:36h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Meines Erachtens ist es schon ein Schritt zu mehr Klarheit. Wenn ich an mein Coming Out denke, dann habe ich meine Orientierung auch nicht sofort vollständig in allen Teilen akzeptiert, sondern es war eher so eine innere Salamitaktik. Diesen inneren Prozess macht die katholische Kirche (in der es ja traditionell einen besonders hohen Anteil von homosexuellen Priestern gibt) möglicherweise gerade auch durch.
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#11 TheDadProfil
#12 Chris17Anonym
#13 LarsAnonym
  • 10.08.2018, 00:04h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Das Angebot wird sicher niemanden überzeugen, der keinen persönlichen Bezug zur Kirche hat, bzw. ausgetreten ist. Für homosexuelle Gemeindemitglieder aber, die sich sowieso in einem Dialog befinden und für die die Kirche kein abstraktes Gebilde ist, sondern aus den Menschen besteht, die zur eigenen Famiilie gehören oder mit denen sie groß gerworden sind, für die ist das Angebot sicher positiv zu bewerten.

    Es gibt nun mal eine Menge religiöse Menschen, die damit leben wollen und können, dass es zwischen ihrem realen Leben und den Dogmen Widersprüche gibt. Warum sie das tun, warum sie mit dieser Unklarheit leben, ist ihre Sache. Ich respektiere das, vor allem wenn es sich um erwachsene Menschen handelt.

    Was zurzeit geboten scheint, ist, dass die katholische Kirche sich der Realität stellt, dass es Homosexualität gibt, dass diese nicht zu kurieren oder wegzudiskutieren ist, und dass sich Menschen nicht klammheimlich, sondern direkt damit auseinandersetzen wollen und müssen, was diese biologische Tatsache für sie selbst oder das Leben ihrer Angehörigen bedeutet.

    Von einem Standpunkt außerhalb der Kirche betrachtet, sind diese Veränderungen und Diskussionen unerheblich, für die Betreffenden aber nicht.
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#14 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 10.08.2018, 02:03h
  • Antwort auf #6 von Lars
  • Wenn eine Religion, eine Partei, oder was auch immer, uns ausgrenzt, meinen die uns alle, nicht nur ihre Mitglieder!
    Ich war früher bei den Mormonen, da gab es auch solche "Angebote", aber an der Einstellung der Mormonen, hat sich nichts geändert! War einfach nur ne PR-Maßnahme, weil die Mormonen wegen Proposition 8 unter negativer Presse litten.
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#15 KetzerAnonym
#16 SaftlarschAnonym
#17 Ralph
  • 10.08.2018, 11:04h
  • Die Lehre der Kirche erfordert notwendigerweise, dass Schwule und Lesben als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Darüber kann alle vordergründige Freundlichkeit nicht hinwegtäuschen. Nicht umsonst bietet man ja auch bestenfalls Toleranz an, nicht Akzeptanz. Dazu kommen die nicht enden wollenden Beleidigungen, Verunglimpfungen und Hasstiraden aus der internationalen wie nationalen Riege der Bischöfe, vom vorigen und auch vom jetzigen Papst. Dass der letztere sich immer mal wieder um feinere Formulierungen bemüht als sein Vorgänger (was ihm aber auch nicht immer gelingt), ändert wenig, jedenfalls nichts in der Substanz. Meiner Ansicht nach geht es dem Bistum Speyer nur darum, schwule Katholiken und lesbische Katholikinnen vom Kirchenaustritt abzuhalten bzw. zur Rückkehr in die Kirche zu bewegen - ganz deutlich: Es geht um die Kirchensteuer, ums Geld.
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#18 TheDadProfil
  • 10.08.2018, 11:35hHannover
  • Antwort auf #12 von Chris17
  • ""möglicherweise deshalb, weil Du andere Erfahrungen bei und vor Deinem Coming Out gemacht hast.""..

    Mit Sicherheit habe ich andere Erfahrungen mit meinem ComingOut gemacht, denn das war in den 70'ern..

    Ich habe mich damit dann auch "außerhalb der Gesellschaft gestellt" indem klar wurde :
    "hey, hier ist ein potentieller 'straftäter' "..

    Ausgelöst hat diese Haltung der Gesellschaft dann auch nachhaltig exakt diese RKK, die sie bis Heute unablässig propagiert :
    "ihr gehört nicht zum kreis der erlauchten"
    lautet dann auch die Aussage solcher "Angebote" die hier vom "Bistum Speyer" gemacht werden..
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#19 Patroklos
#20 Ralph
  • 10.08.2018, 13:37h
  • Noch eine kleine Ergänzung: Vor zwei Jahren geschah der Anschlag in Orlando. Am 20. Juni jenes Jahres fand eine Gedenkveranstaltung an der größten Kirche von Kaiserslautern statt, der evangelischen Stiftskirche. Stadt und Landkreis Kaiserslautern beherbergen die größte amerikanische Gemeinde außerhalb der USA, und sie liegen im Bistum Speyer der katholischen Kirche. Bei jener Veranstaltung anwesend waren Deutsche und Amerikaner, Schwule, Lesben, Heteros, Weiße, Schwarze, Latinos, Christen und Nichtchristen. Reden sprachen Vertreter der deutschen und der amerikanischen schwul-lesbischen Communities, die Leitung hatte die evangelische Dekanin des Kirchenbezirks. Durch Abwesenheit glänzte die offizielle katholische Kirche. Das ist die Haltung im Bistum Speyer. Das und nichts sonst. Merken wir bei dieser Gelegenheit an, dass dieser Kirche völkerrechtliches Konstrukt, der sogenannte Heilige Stuhl, zusammen mit Saudi-Arabien, dem Iran und den anderen islamischen Verfolgerstaaten in den Vereinten Nationen gegen die Menschenrechte von Schwulen und Lesben zu stimmen pflegt, während die zivilierten Staaten Europas und Amerikas plus Australien und Neuseeland dafür zu stimmen pflegen. Letztere stimmen damit -zu Recht- gegen die katholische Kirche, die sich lieber mit Mördern verbündet als unsere Grundrechte anzuerkennen. An diesem Bündnis der katholischen Kirche mit Mördern, Diktatoren, Blutsäufern ist auch das Bistum Speyer zu messen. Dafür kann es aus meiner Sicht nur eines geben: null Toleranz.
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#21 ursus
#22 WadimAnonym
  • 10.08.2018, 15:25h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Liebe Gerlinda,
    normalerweise stiimme ich deinen Kommis zu, diesmal nein:du siehst den Glas halbleer, ich halb voll. Ich glaube an G auch nicht, aber wer glaubt, der ist selig, und für ihn ist es gut. Aber noch wichtiger ist: das erhöht für uns die Akzeptanz allgemein.

    Schönes WE
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#23 LarsAnonym
  • 13.08.2018, 20:11h
  • Antwort auf #21 von ursus
  • Motivation der RKKirche, auf Homosexuelle zuzugehen, wird zwar durch die Argumentation des users "Ralph" radikal aber durchaus plausibel erklärt, nicht jedoch die Motivation von nicht wenigen Homosexuellen, in der Kirche zu bleiben.

    Mich würden hierzu sachliche, wissenschaftlich oder rational nachvollziehbare Aussagen interessieren.

    Die Antworten mancher user im Tone von: die queeren Leute in der RKK sind alle krank, böse, oder wurden verarscht reicht mir einfach nicht und ist auch rational nicht überzeugend.

    Ich halte solch emotionale negative Aussagen auch für gefährlich, weil ich vermute, dass viele junge Menschen in einem echten Zwiespalt sind zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, bei denen sie Halt und Geborgenheit suchen. Das kann durchaus sowohl die Gemeinde als auch eine queere oder queerfreundliche Gemeinschaft sein. Wie soll jemand Vertrauen zur anderen queeren Menschen finden, wenn er oder sie hier vorgeführt bekommt, dass sein / ihr Bedürfnis nach Spiritualität oder Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan wird und zwar nicht nur von irgendwelchen Greisen oder Bischöfen in Kasachtstan, sondern von den Leuten, mit denen er oder sich hier austauscht?
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#24 ursus
  • 13.08.2018, 20:39h
  • Antwort auf #23 von Lars
  • "Wie soll jemand Vertrauen zur anderen queeren Menschen finden, wenn er oder sie hier vorgeführt bekommt, dass sein / ihr Bedürfnis nach Spiritualität oder Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan wird"

    das wort "krankhaft" verwende ich nicht. richte dich damit an diejenigen, die es verwenden.

    einer der haupt-kritikpunkte ist allerdings immer wieder gerade nicht die "spiritualität" an sich, sondern die verlogenheit und doppelzüngigkeit innerhalb der rkk, also der "sozialen gemeinschaft", um die es dabei geht und die angeblich so vielen queeren menschen so wahnsinnig tolle geborgenheit vermittelt. ich sehe keinen anlass, irgendwem zuliebe diesen wichtigen punkt nicht anzusprechen.
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#25 KetzerAnonym
  • 13.08.2018, 21:49h
  • Antwort auf #23 von Lars
  • "Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan":

    Also ich sage nicht, dass das krankhaft ist. Ich sage aber sehr wohl, dass es töricht ist.

    Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten. Immer dann, wenn sie mich wieder mal verteufeln und verurteilen, muss ich "glauben". Glauben, dass das dennoch die richtige Gemeinschaft für mich ist, die mich hält und unterstützt. Würde ich an diesen Stellen mein Hirn einsetzen und denken, wäre mir sehr schnell klar, dass das so nicht funktionieren kann und dass ich dort nur akzeptiert sein kann, wenn ich mich irgendwelchen hirnrissigen (und ich verwende dieses Wort jetzt ganz bewusst) Dogmen unterordne, die letztendlich nicht nur mein Hirn zerreißen, weil es natürlich merkt, dass da eigentlich was falsch läuft, sondern mir auch meine Möglichkeiten nehmen, mich als klar denkender Mensch zu meiner eigenen Freiheit zu entwickeln - und zwar Freiheit von Menschen und deren Glaubenssätzen, die mich nur tatsächlich akzeptieren, wenn ich mein eigentliches Ich verbiege und zerstöre. Oder zumindest so knallhart verstecke, dass meine Fassade mit mir selbst so gut wie nichts mehr zu tun hat.

    Eine solche Situation ist belastend, kräftezehrend, krankmachend. Kognitive Dissonanz mag als Mittel dienen, dies teilweise auszublenden, allerdings bleibt das System mit seinen grundsätzlichen Wirkmechanismen aufrecht und zehrt und zerrt an den Nerven.

    Sich freiwillig dauerhaft einer solchen Situation auszusetzen, nenne ich deshalb schlicht töricht.
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#26 SaftlarschAnonym
#27 TheDadProfil
  • 14.08.2018, 11:49hHannover
  • Antwort auf #25 von Ketzer
  • Das ist sehr schön beschrieben..

    ""Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten.""..

    Den Begriff "soziale Gemeinschaft" kann man aber in Bezug auf eine solche so handelnde "Religionsgemeinschaft" gar nicht anwenden, denn sie verhält sich gegenüber den LGBTTIQ*-Menschen innerhalb und auch außerhalb dieser "Religionsgemeinschaft" absolut asozial..
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#28 EternalAlmanAnonym
#29 LarsAnonym
  • 14.08.2018, 18:27h
  • Antwort auf #26 von Saftlarsch
  • Unsinn, man kann sich doch rational und sachlich mit einer Sache beschäftigen, auch wenn man selbst nicht daran glaubt.

    Religionswissenschaftler tun das zum Beispiel, Psychologen und Anthropologen auch. Sie beschäftigen sich mit der Art und Weise und den Wirkungen der Glaubensarten auf den Menschen und die Gesellschaft.

    Und darüber kann man sehr wohl ebenso nüchtern wie rational sprechen.
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#30 LarsAnonym
  • 14.08.2018, 20:20h
  • Antwort auf #25 von Ketzer
  • "Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten."

    Klar, das würde ich auch nicht bestreiten. Allerdings würde ich soziologisch (nicht theologisch) zwischen dem RKK-Dogma und den sehr unterschiedlichen realen Situationen in verschiedenen Gemeinden oder Familien unterscheiden. Da findet man das ganze Spektrum von liberal-akzeptierend bis fundamentalistisch-radikal.

    Indsofern finde ich es gut und richtig, wenn Du in diesem Kontext das Bistum Speyer kritisierst und seine Dialog-Initiative in den Kontext anderer, dazu widersprüchlicher Initiativen oder Unterlassungen stellst. Was irgendwelche seinilen Fuzzys hinter den sieben Bergen an homophobem Inhalt sagen, ist sicher auch ein Thema, aber betrifft die supranationale Ebene, gehört eher in die Verantwortung der Kurie und des Papstes.
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#31 TheDadProfil
  • 14.08.2018, 22:08hHannover
  • Antwort auf #29 von Lars
  • ""Unsinn, man kann sich doch rational und sachlich mit einer Sache beschäftigen, auch wenn man selbst nicht daran glaubt.""..

    Ein hübscher Satz..
    Bloß das Füllwort "auch" ist hier Fehl am Platz, denn rational und sachlich kann man sich mit der Sache nur dann beschäftigen, wenn man eben nicht daran "glaubt"..
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#32 KetzerAnonym
  • 14.08.2018, 22:14h
  • Antwort auf #30 von Lars
  • Du interpretierst hier meine Aussagen ganz nach Deinem Gusto. Mir liegt fern, manche Strukturen der Kirchen mehr oder andere weniger zu kritisieren. Ich wende mich gegen das System insgesamt. Dein Universum hat mit meinem so gut wie nichts zu tun, und ich werde mich nicht darauf einlassen, Teufel gegen Beelzebub oder Teufels Großmutter auszuspielen.

    Du zeigst hier schon wieder Symptome kognitiver Dissonanz, indem Du Teile des Systems als schlimmer, Teile als weniger schlimm bezeichnest. Aus meiner Sicht jedoch ist das ganze System inakzeptabel. Deshalb diskutiere ich auch nicht weiter innerhalb dieses Systems. Ich sehe das System von außen und stelle es insgesamt in Frage.

    Ich hoffe, das ist nun ausreichend klar geworden.
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#33 TheDadProfil
  • 14.08.2018, 22:17hHannover
  • Antwort auf #30 von Lars
  • ""würde""..

    Immer schön unbestimmt bleiben..

    Bestreitest Du nun, oder nicht ?
    Unterscheidest Du, oder nicht ?

    Denn das "ich würde" ist von erst zu erfüllenden Vorbedingungen abhängig, die dann erst eine Entscheidung ermöglichen..
    Rhetorisch ist "ich würde" als Ausdruck einer vermeintlichen Meinungsäußerung aber vollständig irrelevant, weil es keine wirklich Aussage trifft..

    ""Was irgendwelche seinilen Fuzzys hinter den sieben Bergen an homophobem Inhalt sagen, ist sicher auch ein Thema, aber betrifft die supranationale Ebene, gehört eher in die Verantwortung der Kurie und des Papstes.""..

    Und schon wieder so ein wundervoller virtueller Limes, der hier als Popanz aufgebaut diese RKK als "Weltumspannende Organisation" vor dem Unheil beschützen soll..

    Darauf lautet eine Antwort immer :
    Nöö..
    Denn wenn es einem einzelnem Staat gefällt im Rahmen der Gleichstellung&Gleichberechtigung ihrer Bürger den Einfluß dieser RKK sehr stark zu begrenzen, vielleicht sogar solchen Unfug wie ein "deutsches Kardinals-Kollegium" aufzulösen und zu verbieten, die Geldflüße zu unterbinden, dann hat dieser Staat auch jedes Recht dazu, vollständig OHNE irgendwelche "supranationale Einmischungen" zu fürchten !
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#34 LarsAnonym
  • 15.08.2018, 09:10h
  • Antwort auf #32 von Ketzer
  • "Ich sehe das System von außen und stelle es insgesamt in Frage."

    Das will ich Dir gar nicht absprechen. Ich sehe im übrigen das System RKK auch von außen, da dort nicht Mitglied bin und auch nie war.

    Ich betrachte das Ganze nur aus einem anderen Blickwinkel, mit einer anderen Fragestellung. ich will die Motivationen der queeren Menschen in der Kirche besser verstehen, bevor ich sie kritisiere. Ich denke auch, nur wenn man die Motivationen besser versteht, kann man, wenn man das möchte, auch wirkungsvolle Alternativangebote machen.
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#35 LarsAnonym
  • 15.08.2018, 10:47h
  • Antwort auf #32 von Ketzer
  • "Dein Universum hat mit meinem so gut wie nichts zu tun, "

    Das bezweifle ich sehr, sofern Du nicht auf einer kleinen Insel lebst. Ich bewege mich im realen Leben nicht in einem kirchlichen Universum, sondern habe so ziemlich mit allen Arten von Menschen zu tun, wo gibt, sprich: queere und nichtqueere, atheistische, agnostische, evangelische, Muslime, Exmuslime, Katholiken, Exkatholiken, queere Community member, Szenefremde, linke, liberale, Konservative, das ganze Spektrum.
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#36 KetzerAnonym
  • 15.08.2018, 14:26h
  • Antwort auf #35 von Lars
  • Ich bleibe dabei: Dein und mein Universum haben so gut wie nichts miteinander zu tun.

    Das Argument, Du hättest mit so unterschiedlichen Menschen zu tun, zieht da nicht, denn das hatte und habe ich auch. Dennoch trennen unsere Einstellungen Welten.

    Du kannst mir natürlich weiter gerne unterstellen, ich hätte den Horizont eines Menschen, der auf einer kleinen Insel lebe. Damit ignorierst Du halt dann einfach nur, dass ich weit über Horizonte hinaus denke, die Du Dir selbst setzt mit all Deinen Verständnisstrategien für Menschen, die mit aller Gewalt "glauben" wollen, weil es bequemer ist als selbst zu denken und sich von tradierten Lehren, deren Dogmen und Zwängen zu befreien.

    Ich wiederhole gern noch einmal: sich in unterdrückerischen Systemen geborgen zu fühlen, gelingt nur mit einer gehörigen Portion kognitiver Dissonanz - mit all ihren auch bereits geschilderten Folgen. Um es nicht selbstverleugnendes Duckmäusertum zu nennen.

    Weiter möchte ich auf diesem Karussell übrigens nicht mehr mitfahren. Falls Du es möchtest, wünsche ich Dir noch viel Spaß. Aber ich steige aus, weil ich gesagt habe, was ich sagen wollte.
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#37 Alex AndersAnonym
#38 LarsAnonym
  • 15.08.2018, 18:50h
  • Antwort auf #36 von Ketzer
  • "dass ich weit über Horizonte hinaus denke, die Du Dir selbst setzt mit all Deinen Verständnisstrategien für Menschen, die mit aller Gewalt "glauben" wollen, "

    Etwas zu verstehen bedeutet nicht, etwas zu billigen, das weiß jeder Psychologe, Lehrer, Arzt oder Anwalt. Ich kann Deine Position viel besser "verstehen", als die der meisten (naiv) Gläubigen, aber Dich zu verstehen, bedeutet keine große Herausforderung und bringt mich nicht weiter.

    Mich würde schon interessieren, wie solche Gespräche in Speyer ablaufen; ob es da um Auseinandersetzungen im dogmatischen oder sozialen Bereich geht, ob latenter psychischer Knversionsdruck ausgeübt wird oder nicht, oder ob Reformideen diskutiert werden etc.

    Akzeptiere einfach, dass ich, im gleichen Universum lebend, eine andere Art habe, Menschen in Konflikten zu betrachten und mit ihnen umzugehen.
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#40 LarsAnonym
  • 16.08.2018, 14:30h
  • Antwort auf #39 von Ketzer
  • Ich hielte es für unredlich, die Verhältnisse in Pennysilvania ungerprüft auf das Bistum Speyer zu übertragen, vor allem nicht im vorliegenden Fall.

    Ich halte es für gut, dass es im Bistum Speyer Ansprechperonen gibt, die sich mit dem Thema Sexualtität und (Homo)sexualität progressiv auseinandersetzen.

    Ich habe noch einmal den Flyer gelesen. Über Sexualität sprechen, auch mit Eltern und Angehörigen, ein Klima der Achtung und Wertschätzung oder ein Bewusstsein für verschiedene sexuelle Lebensformen zu schaffen, kann meines Erachtens durchaus der Prävention von sexueller Gewalt dienen.

    Wichtig ist ja auch, das Aufklärungsarbeit und das akzeptierende und wertschätzende Sprechen über sexuelle Orientierung und Lebensformen die Betreffenden erreicht, auch die Eltern und Angehörigen.

    In diesem Forum hier würden die sicher wenig Möglichkeiten finden, anzudocken oder Ängste abzubauen, nicht einmal in der anonymen Kommentarfunktion.
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#41 KetzerAnonym
  • 16.08.2018, 15:01h
  • Antwort auf #40 von Lars
  • Du redest immer nur vom Bistum Speyer?

    Ich nicht.
    Ganz einfach!

    Und ich bin also unredlich, weil ich diesen Bericht verlinkt habe? Wenn das nicht perfide ist... aber wie sagte Kurt Tucholsky schon so schön:

    "Im übrigen gilt ja derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz verursacht hat."
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#42 LarsAnonym
  • 16.08.2018, 17:20h
  • Antwort auf #41 von Ketzer
  • "Du redest immer nur vom Bistum Speyer?

    Ich nicht.
    Ganz einfach!"

    Ich rede nicht "immer" nur vom Bistum Speyer, aber ich konzentriere mich tatsächlich und bewusst auf den Bericht über eine aktuelle Initiative und deren Bewertung.

    Wenn Du auf meinen Beitrag als Antwort Bezug nimmst und mich zitierst, wäre es fair, zu berücksichtigen, wovon ich im Augenblick spreche.

    Es gibt viel Dreck, den die RKK am Stecken hat, ohne Frage. Gerade deshalb sollte man sauber argumentieren, finde ich.
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#43 KetzerAnonym
  • 16.08.2018, 18:23h
  • Antwort auf #42 von Lars
  • Wenn "sauber argumentieren" für Dich bedeutet, nur über die ach so großen Fortschritte in einem schnuckligen kleinen Bistum zu diskutieren und dabei den gigantischen Überbau, nämlich den der RKK, komplett zu ignorieren, dann wirst Du mich in der Tat nie so "gesäubert" argumentieren lesen. Denn so blauäugig, alles auszublenden, was in dieser Organisation geschieht, kann und will ich schlichtweg nicht sein.
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#44 LarsAnonym
  • 16.08.2018, 19:50h
  • Antwort auf #43 von Ketzer
  • Ich sprach weder von "ach so großen Fortschritten" (erst recht nicht für die Kirche,) noch von einem kleinen "schnuckeligen Bistum".

    Mich interessiert nun mal dieses Experiment (und andere vergleichbare Entwicklungen in anderen Religionsgemeinschaften).

    Ich sehe aber nicht, dass ich Deine Kritik am Überbau der Kirche und der Religion insgesamt deswegen ausgeblendet hätte.

    Dich interessieren innerkirchliche Detailfragen schlichtweg nicht, weil Du das ganze ablehnst und für gefährlich hältst. Das akzeptiere ich auch. Deshalb musst Du meine Darstellung nicht verzerren. Ich bin auch nicht der Sprecher der Religionen, nur weil ich hier über Motivationen von Kirchenmitgliedern gemutmaßt habe.

    Was mich auch ärgert, ist die Behauptung, die Leute, die irgendwie mit der Kirche Kontakt halten oder Dialoge herstellen, würden es sich grundsätzlich bequem machen.

    Mit Dir zu diskutieren ist sehr unbequem :-D
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »

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