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Kommentare zu:
Bistum Speyer macht Angebot für Lesben und Schwule


#21 ursus
#22 WadimAnonym
  • 10.08.2018, 15:25h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Liebe Gerlinda,
    normalerweise stiimme ich deinen Kommis zu, diesmal nein:du siehst den Glas halbleer, ich halb voll. Ich glaube an G auch nicht, aber wer glaubt, der ist selig, und für ihn ist es gut. Aber noch wichtiger ist: das erhöht für uns die Akzeptanz allgemein.

    Schönes WE
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#23 LarsAnonym
  • 13.08.2018, 20:11h
  • Antwort auf #21 von ursus
  • Motivation der RKKirche, auf Homosexuelle zuzugehen, wird zwar durch die Argumentation des users "Ralph" radikal aber durchaus plausibel erklärt, nicht jedoch die Motivation von nicht wenigen Homosexuellen, in der Kirche zu bleiben.

    Mich würden hierzu sachliche, wissenschaftlich oder rational nachvollziehbare Aussagen interessieren.

    Die Antworten mancher user im Tone von: die queeren Leute in der RKK sind alle krank, böse, oder wurden verarscht reicht mir einfach nicht und ist auch rational nicht überzeugend.

    Ich halte solch emotionale negative Aussagen auch für gefährlich, weil ich vermute, dass viele junge Menschen in einem echten Zwiespalt sind zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, bei denen sie Halt und Geborgenheit suchen. Das kann durchaus sowohl die Gemeinde als auch eine queere oder queerfreundliche Gemeinschaft sein. Wie soll jemand Vertrauen zur anderen queeren Menschen finden, wenn er oder sie hier vorgeführt bekommt, dass sein / ihr Bedürfnis nach Spiritualität oder Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan wird und zwar nicht nur von irgendwelchen Greisen oder Bischöfen in Kasachtstan, sondern von den Leuten, mit denen er oder sich hier austauscht?
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#24 ursus
  • 13.08.2018, 20:39h
  • Antwort auf #23 von Lars
  • "Wie soll jemand Vertrauen zur anderen queeren Menschen finden, wenn er oder sie hier vorgeführt bekommt, dass sein / ihr Bedürfnis nach Spiritualität oder Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan wird"

    das wort "krankhaft" verwende ich nicht. richte dich damit an diejenigen, die es verwenden.

    einer der haupt-kritikpunkte ist allerdings immer wieder gerade nicht die "spiritualität" an sich, sondern die verlogenheit und doppelzüngigkeit innerhalb der rkk, also der "sozialen gemeinschaft", um die es dabei geht und die angeblich so vielen queeren menschen so wahnsinnig tolle geborgenheit vermittelt. ich sehe keinen anlass, irgendwem zuliebe diesen wichtigen punkt nicht anzusprechen.
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#25 KetzerAnonym
  • 13.08.2018, 21:49h
  • Antwort auf #23 von Lars
  • "Glauben in sozialer Gemeinschaft als krankhaft abgetan":

    Also ich sage nicht, dass das krankhaft ist. Ich sage aber sehr wohl, dass es töricht ist.

    Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten. Immer dann, wenn sie mich wieder mal verteufeln und verurteilen, muss ich "glauben". Glauben, dass das dennoch die richtige Gemeinschaft für mich ist, die mich hält und unterstützt. Würde ich an diesen Stellen mein Hirn einsetzen und denken, wäre mir sehr schnell klar, dass das so nicht funktionieren kann und dass ich dort nur akzeptiert sein kann, wenn ich mich irgendwelchen hirnrissigen (und ich verwende dieses Wort jetzt ganz bewusst) Dogmen unterordne, die letztendlich nicht nur mein Hirn zerreißen, weil es natürlich merkt, dass da eigentlich was falsch läuft, sondern mir auch meine Möglichkeiten nehmen, mich als klar denkender Mensch zu meiner eigenen Freiheit zu entwickeln - und zwar Freiheit von Menschen und deren Glaubenssätzen, die mich nur tatsächlich akzeptieren, wenn ich mein eigentliches Ich verbiege und zerstöre. Oder zumindest so knallhart verstecke, dass meine Fassade mit mir selbst so gut wie nichts mehr zu tun hat.

    Eine solche Situation ist belastend, kräftezehrend, krankmachend. Kognitive Dissonanz mag als Mittel dienen, dies teilweise auszublenden, allerdings bleibt das System mit seinen grundsätzlichen Wirkmechanismen aufrecht und zehrt und zerrt an den Nerven.

    Sich freiwillig dauerhaft einer solchen Situation auszusetzen, nenne ich deshalb schlicht töricht.
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#26 SaftlarschAnonym
#27 TheDadProfil
  • 14.08.2018, 11:49hHannover
  • Antwort auf #25 von Ketzer
  • Das ist sehr schön beschrieben..

    ""Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten.""..

    Den Begriff "soziale Gemeinschaft" kann man aber in Bezug auf eine solche so handelnde "Religionsgemeinschaft" gar nicht anwenden, denn sie verhält sich gegenüber den LGBTTIQ*-Menschen innerhalb und auch außerhalb dieser "Religionsgemeinschaft" absolut asozial..
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#28 EternalAlmanAnonym
#29 LarsAnonym
  • 14.08.2018, 18:27h
  • Antwort auf #26 von Saftlarsch
  • Unsinn, man kann sich doch rational und sachlich mit einer Sache beschäftigen, auch wenn man selbst nicht daran glaubt.

    Religionswissenschaftler tun das zum Beispiel, Psychologen und Anthropologen auch. Sie beschäftigen sich mit der Art und Weise und den Wirkungen der Glaubensarten auf den Menschen und die Gesellschaft.

    Und darüber kann man sehr wohl ebenso nüchtern wie rational sprechen.
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#30 LarsAnonym
  • 14.08.2018, 20:20h
  • Antwort auf #25 von Ketzer
  • "Wenn ich Heil in einer sozialen Gemeinschaft suche, die mein Sosein aus tiefster Überzeugung ablehnt, muss ich eben an bestimmten Stellen mein Hirn ausschalten."

    Klar, das würde ich auch nicht bestreiten. Allerdings würde ich soziologisch (nicht theologisch) zwischen dem RKK-Dogma und den sehr unterschiedlichen realen Situationen in verschiedenen Gemeinden oder Familien unterscheiden. Da findet man das ganze Spektrum von liberal-akzeptierend bis fundamentalistisch-radikal.

    Indsofern finde ich es gut und richtig, wenn Du in diesem Kontext das Bistum Speyer kritisierst und seine Dialog-Initiative in den Kontext anderer, dazu widersprüchlicher Initiativen oder Unterlassungen stellst. Was irgendwelche seinilen Fuzzys hinter den sieben Bergen an homophobem Inhalt sagen, ist sicher auch ein Thema, aber betrifft die supranationale Ebene, gehört eher in die Verantwortung der Kurie und des Papstes.
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